Das Bundesernährungsministerium sucht für die deutsche Hochseefischerei neue Fangplätze an der nordwestafrikanischen Küste. Sie sollen als Ausgleich für zahlreiche traditionelle Fanggründe um Island und vor Norwegen dienen, die in den letzten Jahren infolge Ausdehnung der Fischereigrenzen dieser Länder verlorengegangen sind. Eine erste Expedition des deutschen Fischereiforschungsschiffes "Walther Herwig" in die Gewässer zwischen den Kanarischen Inseln und Conakry erbrachte allerdings ein mageres Ergebnis: Der Fang von insgesamt 480 Zentnern, für den das Netz 49mal ausgeworfen werden mußte, enthielt 168 Fischarten, von denen nur etwa ein Drittel für den Verzehr geeignet ist.
DER SPIEGEL 31/1964
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