26.08.1964

Jürgen Roland

Jürgen Roland, 38, Kriminalfilm-Regisseur ("Stahlnetz"), der gegenwärtig das St.-Pauli-Kriminal-Stück "Polizeirevier Davidswache" dreht, arbeitete auf der Hamburger Reeperbahn drei Stunden lang als Portier eines Striptease-Lokals. Roland: "Ich wollte wissen, was für Typen auf die Reeperbahn gehen und worauf sie anspringen. Mit günstigen Preisen konnte ich niemanden anlocken, aber wenn ich sagte, wir zeigen Ihnen Sittenfilme, gegen die Ingmar Bergman ein alter Schwede ist, strömten die Leute." Der Krimi-Spezialist über sein Publikum: "Die meisten Reeperbahn -Besucher sind ganz anders, als man es in den staatsanwaltschaftlichen Plädoyers hört. Sie glauben: Mit denen auf St. Pauli können wir's ja machen, wir behalten im Zweifelsfall recht. Viele Skandinavier kommen mit dem Vorsatz nach St. Pauli, nichts zu bezahlen."


DER SPIEGEL 35/1964
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

DER SPIEGEL 35/1964
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

Jürgen Roland