10.01.1966

... warum dann überhaupt noch leben!

Hitlers Lagebesprechungen am 23., 25. und 27. April 1945

Montag, 23. April 1945: Die Heeresgruppen der Sowjet -Marschälle Schukow und Konjew - zweieinhalb Millionen Soldaten, 41 600 Geschütze, 6250 Panzer, 7560 Flugzeuge - nehmen die Reichshauptstadt in die Zange. An diesem Tage besetzeriEinheiten der Roten Armee Potsdam und Döberitz westlich der Stadt. In den nördlichen und östlichen Stadtteilen Frohnau, Friedrichshain, Tegel, Pankow und Köpenick wird bereits gekämpft. Die U-Bahn-Linien C, D und E stellen den Betrieb ein, in der Kantstraße steckt die Bevölkerung die ersten weißen Fahnen aus den Fenstern. Im Führerbunker unter der Reichskanzlei unweit des Potsdamer Platzes ernennt Adolf Hitler den Artillerie -General Helmuth Weidling zum Kommandanten des Verteidigungsbereichs Berlin. Mit zusammengewürfelten Einheiten

- 44 630 Soldaten, 42 531 Mann Volkssturm, 3532 Hitlerjungen,

Arbeitsdienst-Männer und Angehörige der Organisation Todt - soll der General dem Druck der zweieinhalb Millionen Sowjet-Soldaten standhalten; nur jeder zweite deutsche Verteidiger hat ein Gewehr. Die von Hitler zum Entsatz der Hauptstadt befohlene Armee Wenck - drei schwer angeschlagene Divisionen - steht noch 60 Kilometer südwestlich Berlins. Im Süden des Reiches erreichen an diesem Tag Amerikaner und Franzosen in der Gegend von Donaueschingen die Donau, im Nordwesten und Norden greifen Briten und Kanadier Delmenhorst und Hamburg an, im Osten kämpfen Sowjet-Truppen in der Lausitz und in Ostpreußen. Aus Berchtesgaden telegraphiert Reichsmarschall Göring an das Führerhauptquartier, er werde, wenn kein anderer Befehl ergehe, um 22 Uhr die Regierungsgeschäfte übernehmen. Um 21 Uhr befiehlt Hitler - vergebens -, Göring zu inhaftieren.

HITLER: Bis wann ist damit zu rechnen, daß die Hilfskräfte hierherkommen?

KREBS: Diese Frage ist noch ungelöst. Außer den beiden zugesagten Bataillonen sind weitere Kräfte unmittelbar nicht greifbar. Was wir schaffer konnten, ist herangebracht.

KEITEL: Die beiden Bataillone sind vor morgen früh nicht da, auch wenn es ganz glatt läuft.

HITLER: Es ist sehr spät. Bis dorthin kann er (der Russe) in der Innenstadt bereits stehen. Von einer wirklichen Verteidigung kann nicht die Rede sein, wenn keine Truppe da ist. - Ich habe wieder eine erschütternde Nachricht gehört: An einer Stelle ist die Truppe zurückgegangen. Volkssturm und Hitlerjugend haben die Geschichte wieder repariert. Die Truppen hatten von irgend jemand Rückzugsbefehle.

KREBS: Da ist eingegriffen worden. Die Sache wurde unter hohen blutigen. Opfern wieder in Ordnung gebracht. Außer der Division "Nordland" steht in keinem Teil der Front ein fremdvölkischer Verband drin.

HITLER: Ein ganzes Korps ist völlig verschwunden. Nur die SS-Division "Nordland" allein ist da. Alles übrige ist verschwunden, einschließlich dem-Kommandeur des Korps. Die einzige Truppe, die sich dem nicht angeschlossen hat, ist "Nordland". Es ist so schandbar! Wenn man es sich alles überlegt, warum dann überhaupt noch leben!

KEITEL: Es muß durch den Verband von Wenck sofort etwas auf Kraftfahrzeugen nach Berlin hereingeworfen werden.

BURGDORF: Wenck hat vier Reichsarbeitsdienst-Divisionen und keine Waffen!

HITLER: Dann müssen auch noch Marine-Verbände her.

KREBS: Gefährlich wird der Generalangriff des Feindes. Denn augenblicklich macht er noch den Versuch, nicht hereinzugehen nach Berlin, sondern abzuschließen.

HITLER: Alle verfügbaren Reserven müssen Wenck zugeführt werden, auch wenn sie schlecht bewaffnet sind, zur Auffüllung der Lücke: Zu Steiner braucht nichts mehr hin*. Keitel, sehen Sie zu, was an Bataillonen noch hereinkommt.

KEITEL: Jawohl, mein Führer, es wird alles geschehen.

2. Lagebesprechung am 23. April 1945

HITLER: Es müssen Kräfte hereingeführt werden nach Berlin mit allen Mitteln, um den Grunewald abzudecken. Berlin ist nun einmal jetzt der Hauptanziehungspunkt für den Gegner. Der Gegner weiß, daß ich hier bin. Der Gegner wird alles tun, um sich hier zu konzentrieren. Das kann die beste Gelegenheit für uns geben, um ihn hier in eine Falle zu locken. Das setzt aber voraus, daß man sich bei uns endgültig über die Bedeutung dieser Stunde im klaren ist und wirklich gehorsam nach dem von oben befohlenen Plan arbeitet. Es muß aufrichtig gearbeitet werden! Das hier oben (Hinweis auf Armeegruppe Steiner, die von Norden aus zum Entsatzangriff auf Berlin antreten sollte) ist nicht ehrlich! Steiner hat zuviel Bedenken angesichts der vor ihm stehenden Abwehrfront.

KREBS: Ich glaube, daß wir noch vier Tage Zeit haben.

HITLER: In vier Tagen muß die Sache entschieden sein.

3. Lagebesprechung am 23. April 1945

HITLER: Es sollen zugeführt werden im Laufe des heutigen Nachmittags wenn irgend möglich: zwei Bataillone von Division "Großdeutschland". Vielleicht ist es möglich, daß das eine oder andere Bataillon noch dazukommt. Im Regierungsviertel sind an Reserven: die Führerbegleitkompanie außer zwei Zügen, die bereits eingesetzt sind. Volkssturm -Bataillon des Propagandaministeriums mit drei Kompanien. Volkssturm-Kompanie der Reichskanzlei. Zusammen eine Stärke von rund 3500 Mann. Reichsführer SS wollte ebenfalls sein Bataillon als letzte Reserve herschicken.

KREBS: Die Besatzung des engsten Sperrkreises im Regierungsviertel ist verstärkt worden durch freiwillige Soldaten und SS-Männer.

HITLER: Man muß aufpassen, daß nicht Seydlitz-Soldaten und -Offiziere mit hereinkommend. Hier oben an der Havel (nordwestlich Berlins) ist eine schwierige Läge entstanden. Wenn das zusammenzubrechen droht, ist das eine Schweinerei und ein schwerer Fehler der Führung. Dagegen soll jetzt alles eingesetzt werden, was kommt. Man muß auch hier alles herausziehen. Die 7. Panzerdivision muß hier zum Einsatz kommen, um diese Schweinerei zu beseitigen.

Der derzeitige Druck des Gegners läßt darauf schließen, daß es zunächst die Absicht des Gegners ist, die Einschließung von Berlin durchzuführen und damit die Zufuhren von Berlin abzuschneiden. Die Luftwaffe muß hier oben alles konzentrieren, was man überhaupt noch hat, und zwar schnell! Es handelt sich um Minuten. Auch hier zwischen Treuenbrietzen und Schwielowsee muß man alles vorwerfen, um das hier abzuschneiden. Auch das oben an der Havel muß schleunigst in Ordnung gebracht werden.

FEGELEIN: Wichtig ist das Freimachen der Straßenorganisation.

HITLER: Bei Potsdam muß unter allen Umständen gehalten werden. Die Havel muß doch die Gruppe Steiner herunterrücken.

KAETHER: Soeben kommen neue Meldungen. An der Landsberger Straße stehen ostwärts der Hauptkampflinie zehn bis zwölf schwerste Feindpanzer, angeblich Typ Stalin. Dahinter eine unzählbare Menge von weiteren Panzern. Also erheblich stärker als ursprünglich gemeldet. Nicht nur die angegebenen 40, sondern erheblich mehr. Soweit man sehen kann. Luftwaffenunterstützung ist angefordert, deren Einsatz in Aussicht gestellt war. Artillerie-Kommandos wurden beauftragt, mit zusammengefaßtem Feuer dagegenzuwirken.

HITLER: Man muß mit Bombern tief heruntergehen und sie tatsächlich kaputtmachen. Unsere Sturmgeschütze sind diesen Sachen gegenüber etwas zu schwach.

Mittwoch, 25. April 1945: Der Sowjetring um Berlin schließt sich. Gegen 13 Uhr stellen die aus dem Süden kommenden Angriffsspitzen der 4. Garde-Panzerarmee und die von

Norden vorstoßenden Einheiten der 47. Sowjet-Armee bei Ketzin, zwölf Kilometer nordwestlich von Potsdam, Verbindung her. In der Reichshauptstadt dringen die Sowjets von Süden auf der Linie Neubabelsberg-Zehlendorf-Neukölln vor. Bei Spandau geraten Hitlerjungen unter Führung von Napola -Chef SS-Gruppenführer Heißmeyer in einen Kessel. Stadt-Kommandant Weidling erläutert Hitler an Hand eines handelsüblichen Stadtplans, daß die deutsche- Front systematisch auf das Stadtzentrum zurückgedrängt wird. Die 9. Armee des Generals Busse kämpft sich aus dem Südosten der Reichshauptstadt entgegen einem Führerbefehl nicht nach Berlin durch, sondern versucht, nach Westen in amerikanische Gefangenschaft durchzubrechen. An der Front östlich Berlins erreichen die Sowjets Görlitz, Bautzen und Kamenz, im Südosten Brünn. Die Briten erreichen eine Linie zwischen Bremen an der Weser und Horneburg an der Elbe. Die Amerikaner rücken durch den Bayrischen Wald südwärts vor, in Mitteldeutschland stoßen sie bei Torgau auf die westliche Angriffsspitze der Sowjets: Der Rest des Reiches ist halbiert.

HITLER: Die Engländer und Amerikaner verhalten sich an der Elbe ruhig. Wahrscheinlich haben sie eine Art Demarkationslinie abgemacht. In Berlin sieht es schlimmer aus, als es ist. Der Berliner Raum muß ausgeschöpft werden von Menschen, soweit es irgend möglich ist. Die 12. (Wenck) und die 9. Armee (Busse), die im Westen und Osten feste Fronten bilden, müssen an Berlin herangezogen werden. Die in Berlin

stehenden Divisionen müssen auf jede nur mögliche Weise aus der Bevölkerung aufgefüllt werden. Erfassungskolonnen müssen gebildet werden, um alles heranzuholen.

In Berlin hat General Weidling die zentrale Führung, Oberst Kaether ist sein Stellvertreter. Der eine oder andere Divisionsstab kommt noch herein. Die Rahmenverbände werden in Ordnung gebracht und wiederaufgefüllt, so daß

man Divisionen hat. Alles, was noch hereinkommt, wird in diese Divisionen eingegliedert, so daß eine richtige Ordnung zustande kommt.

Südwestdeutschland ist brüchig. Auch mein Einfluß von Berchtesgaden hätte das nicht zu verhindern gemocht. Die defätistische Stimmung war früher da. Die verantwortlichen drei Männer leben nicht mehr. Sie haben die ganze Westfront von Anfang an verseucht gehabt, eine im Wohlleben verkommene Gesellschaft.

Ich kann nur hier allein einen Erfolg erringen. Erringe ich hier einen Erfolg, und wenn es nur ein moralischer sein sollte, so ist das zumindest die Möglichkeit, das Gesicht zu wahren und Zeit zu gewinnen. Eines weiß ich: Es ist völlig zwecklos, im Süden zu sitzen, weil ich dort keinen Einfluß und keine Armee habe. Ich wäre dort nur mit meinem Stabe. Einen süddeutsch-ostmärkischen Gebirgsblock könnte ich nur halten, wenn auch Italien als Kriegsschauplatz behauptet werden könnte. Aber auch dort herrscht ein völliger Defätismus bei der Führung, die von oben herunter zerfressen ist.

GOEBBELS: In Berlin kann man einen moralischen Welterfolg erzielen. Dieser Erfolg kann nur an diesem Punkte, auf den das Auge der ganzen Welt gerichtet ist, errungen werden. Daß die Sowjets in Brandenburg einziehen, wird nicht so bedauernd empfunden, als daß Berlin von ihnen in Besitz genommen ist. Wenn sie aber vor Berlin zurückgeschlagen werden, dann wäre das Grund für ein großes Beispiel der Welt gegenüber.

HITLER: Wenn das wirklich stimmt: Ich habe eine Nachricht bekommen, daß die Besprechungen zwischen Eden und Molotow anscheinend keinen Kompromiß ergeben haben. Die Russen verlangen das gesamte Gebiet. Damit wäre für England der ganze Krieg verloren. England hat diesen Krieg begonnen, weil ich verlangt habe: Korridor nach Ostpreußen und Danzig mit Abstimmung unter alliierter Kontrolle. Und jetzt sollen sie erlauben, daß eine Macht, die jetzt schon praktisch ganz Europa beherrscht und sich bis nach Ostasien ausdehnt, noch weiter vorrückt?

Ich glaube, es ist der Moment gekommen, wo die anderen sowieso aus Selbsterhaltungstrieb diesem maßlos gewordenen proletarisch-bolschewistischen Koloß und Moloch entgegentreten werden. Wenn ich heute hier feige davonliefe, so wäre die Folge, daß die anderen versuchen, in Süddeutschland eine Art neutrale Linie zu bilden, und das wäre alles. Der Nationalsozialismus wäre somit beseitigt und das Deutsche Reich ebenfalls. Schlage ich hier erfolgreich und halte ich die Hauptstadt, so wächst vielleicht die Hoffnung bei den Engländern und Amerikanern, daß man unter Umständen doch mit einem Nazi -Deutschland eventuell dieser ganzen Gefahr würde doch noch entgegentreten können. Und der einzige Mann hierfür bin nun einmal ich.

GOEBBELS: Wenn eine solche Konzeption überhaupt möglich ist, worüber man streiten kann, dann ist sie nur durch Sie möglich und nur an dieser Stelle. Wenn Sie diese Stadt verlassen, verlieren Sie damit auch alles andere. Sie können nicht Berlin aufgeben in der Meinung, Sie könnten sich hier verteidigen oder irgendwo anders.

HITLER: Das habe ich den Herren auch gesagt. Ich habe gesagt: Die Dinge liegen nicht so, daß ich etwa hier unten in Süddeutschland eine völlig stabile Front habe und ein Glacis besitze und nur aus purem Eigensinn Berlin nicht verlassen will. Ich sehe, wie die Entwicklung geht. Alle meine Versuche, auf die Taktik einzuwirken, sind einfach vergeblich. Bei der Verteidigung des Rheinlandes wie auch an anderen Stellen sind wahnsinnige und katastrophale Fehler gemacht worden. Alle Pläne, die ich ausarbeitete, scheiterten einfach daran, daß ihnen auf Grund von Eigenmächtigkeiten der unteren Befehlshaber immer wieder der Boden entzogen wurde.

KREBS: Feldmarschall Keitel hat folgende Anordnungen getroffen: Kampfgruppe der 7. Panzerdivision geht nach Nauen und weiter nach Berlin. Eine eigene Sturmgeschützgruppe geht sofort nach Berlin. Befehlsführung laut Vorschlag Jodl. Unterstellung der Heeresgruppe Weichsel unter Wehrmachtführungsstab in Rheinsberg ab heute abend. Wenck übernimmt Befehl, sobald er auf Gruppe Holste Einfluß hat. Stoß aus Löwenberg nach Süden kommt heute abend in Gang.

GOEBBELS: Die Kriegslage ist heute so, daß nur ein sichtbares Symbol etwas erreichen kann.

HITLER: Als ein ruhmloser Flüchtling von Berlin habe ich weder in Nord noch in Süddeutschland irgendwelche Autorität, und in Berchtesgaden erst recht nicht.

GOEBBELS: Im Jahre 1933 war die Partei so geschwächt, daß ohne Ihren persönlichen Einsatz ein neuer Mißerfolg gekommen wäre. Nur durch Ihren persönlichen Einsatz wurde alles andere mitgerissen. Wenn Sie Berlin am Sonntag verlassen hätten, wäre Berlin heute nicht mehr in unserem Besitz.

HITLER: Mit was wollte ich dann den Süden halten gegen den Westen. Sie sehen, es ist überall so: Ein Name verbürgt eine gewisse Ordnung. Überall wo ein Name ist, eine Persönlichkeit, dort herrscht Ordnung. Solange in Italien eine Persönlichkeit war, war hier eine gewisse Ordnung. Unter Vietinghoff sind die zersetzenden Einflüsse wieder stärker geworden*.

Es sind das jene Klugscheißer, vor denen Clausewitz warnt, Leute, die immer den leichteren Weg als den klügeren bezeichnen. Tatsächlich ist der leichtere Weg der dümmere. Dazu kommt die falsche Klugheit. Es gibt für mich keinen Zweifel: Die Schlacht hat hier einen Höhepunkt erreicht.

Wenn es wirklich stimmt, daß in San Franzisko unter den Alliierten Differenzen entstehen - und sie werden entstehen -, dann kann eine Wende nur eintreten, wenn ich dem bolschewistischen Koloß an einer Stelle einen Schlag versetze. Dann kommen die anderen vielleicht doch zu der Überzeugung, daß es nur einer sein kann, der dem bolschewistischen Koloß Einhalt zu gebieten in der Lage ist, und das bin ich und die Partei und der heutige deutsche Staat.

Wenn das Schicksal anders entscheidet, dann würde ich als ruhmloser Flüchtling vom Parkett der Weltgeschichte verschwinden. Ich würde es aber für tausendmal feiger halten, am Obersalzberg einen Selbstmord zu begehen, als hier zu stehen und zu fallen. - Man soll nicht sagen: Sie als der Führer ...

Der Führer bin ich, solange ich wirklich führen kann. Führen kann ich nicht dadurch, daß ich mich irgendwo auf einen Berg setze, sondern dazu muß ich Autorität über Armeen besitzen, die gehorchen. Lassen sie mich hier einen Sieg erringen, und mag, es noch so schwierig und hart sein, dann habe ich auch wieder ein Recht, die trägen Elemente, die dauernd Obstruktion machen, zu beseitigen; dann werde ich mit den Generalen arbeiten, die sich bewährt haben. Nur eine heroische Haltung kann uns diese schwerste Zeit bestehen lassen.

Auch schon früher in der Geschichte wurde der asiatische Sturm nicht dadurch gebrochen, daß alles kapitulierte, sondern irgendwo muß ihm Halt geboten werden. Wir haben ja selbst einmal erlebt, wie schwer es ist, mit Molotow zu verhandeln. Wir waren damals auf dem Höhepunkt der Macht. Hier steht der asiatische Khan, der Europa

erobern will. England sieht ganz genau ein, daß sich der Bolschewismus auch über die heute von ihm bereits erreichten Punkte weiter frißt. Es ist dies nun einmal die Entscheidungsschlacht.

Wenn ich diese Schlacht gewinne, dann verspreche ich mir davon nichts für meinen persönlichen Namen. Aber dann bin ich rehabilitiert. Dann kann ich eine Anzahl von Generalen und Unterführern einschließlich in der SS beseitigen, die in entscheidenden Punkten versagt haben. Aber all denen, denen ich ihr Absetzen zum Vorwurf mache, denen mußte ich selbst einmal das Beispiel geben, daß ich mich nicht absetze.

Es ist auch möglich, daß ich hier zugrunde gehe. Dann bin ich aber anständig zugrunde gegangen. Das wäre immer noch besser, als wenn ich als ein ruhmloser Flüchtling in Berchtesgaden sitze und Befehle von dort gebe, die nichts nützen. Diese sogenannte Südfestung ist nicht autark. Das ist eine Illusion. Die Armeen dort unten sind brüchig. Es ist im Süden einfach nichts zu machen.

Ich sehe eine Möglichkeit, die Geschichte zu reparieren nur, indem ich an einer Stelle einen Erfolg erringe. Bedenken Sie auch die Rückwirkungen auf die Engländer. Wenn wir heute Berlin erfolgreich verteidigen, und es zeigen sich doch gewisse Ansätze einer Stimmung gegen Rußland, dann werden sie sehen, daß die Leute, die über den entsprechenden Weitblick verfügen, gegenüber diesem Koloß wieder etwas Mut schöpfen. Diese Leute werden sich dann vielleicht sagen: Wenn man mit dem Nazi -Deutschland ginge, dann könnte man doch vielleicht gegenüber diesem Koloß standhalten.

GOEBBELS: Es wäre auch nach der anderen Seite ermunternd. Wenn Stalin diese Entwicklung in den Weststaaten auf Grund eines deutschen Sieges in Berlin sieht, dann würde er sich sagen: Das Europa, das ich mir vorstelle, kriege ich nicht. Ich bringe nur die Deutschen mit den Engländern zusammen. Also mache ich mit den Deutschen Kippe und mache irgendein Übereinkommen. In einer ähnlichen Situation hat ja Friedrich der Große auch einmal gestanden. Auch er bekam durch die Schlacht von Leuthen wieder seine ganze Autorität zurück. Wenn der Führer zeigt, "daß man das kann, daß man bleiben kann, und daß man durch das Bleiben eine Schlacht gewinnt, dann werden diese Exekutionen einen erzieherischen Sinn und nicht eine niederschmetternde Wirkung haben.

HITLER: Es ist für mich persönlich einfach unerträglich, andere Leute erschießen zu lassen für Dinge, die ich selbst mache. Nur um meinen Berghof allein zu verteidigen, dazu bin ich nicht auf die Welt gekommen.

GOEBBELS: Wenn die Sache in Süd/ Westen anders gewesen wäre und es sich nur um einen Kampf um Berlin wie etwa um Breslau gehandelt hätte, dann hätte ich dringend dagegen protestiert, daß Sie nach Berlin kommen und eine Prestigefrage daraus machen. Aber die Entwicklung hat nun einmal diesen Kampf um Berlin zu einem solchen Prestigefall gemacht. Der Führer hat sich entschlossen, sich an dieser Stelle dem russischen Gegner zu stellen, und er hat das deutsche Volk von Berlin zur letzten Gefolgschaft aufgerufen. Diese Lage muß jetzt durchgefochten werden, so oder so.

HITLER: Es gab für mich hier gar kein Problem. Es ist die einzige Möglichkeit, überhaupt noch wieder die persönliche Reputation herzustellen. Irgendwo muß die Macht des großasiatischen Khans gebrochen werden. Seinerzeit war es die Schlacht um Wien (1683). Jetzt ist es die Schlacht um Berlin. Als Wien befreit war, war noch nicht gleich die ganze Türkenmacht gebrochen. Es hat noch Jahre gedauert. Aber es war ein Fanal. Wenn die Wiener damals feige kapituliert hätten, dann wäre die Türkenmacht immer weiter vorgerückt.

GOEBBELS: Mir scheint es wichtig zu sein, daß, solange wir noch keine Entlastung von außen bekommen, wir unseren Verteidigungsraum um Berlin möglichst groß halten müssen.

HITLER: Je enger wir sind, um so schlechter ist es. - Die Alliierten werden eine Demarkationslinie auf Grund von diplomatischen Abmachungen gezogen haben. Der Russe denkt aber bestimmt nicht daran, sie einzuhalten. Ich weiß, wie es im Winter 1940 war. Ich bin nicht aus Leichtsinn in den Krieg gegen Moskau gegangen, sondern weil ich auf Grund bestimmter Informationen wußte, daß ein Bündnis zwischen England und Rußland vorbereitet wurde. Die Frage war, ob man selbst losschlagen sollte oder ob man wartete, bis man zu irgendeiner Zeit erdrückt würde.

Nun habe ich damals den Molotow kennengelernt. Die Russen hatten damals keine überwältigenden Welterfolge erzielt. Sie hatten eine Niederlage in Finnland zu verzeichnen. Dann hatten sie ein paar Gebiete besetzt. Im Polenfeldzug haben sie so lange gewartet, bis wir weit über die verabredete Demarkationslinie hinaus waren. Dann kam unser Feldzug im Westen, in dem wir einen Riesensieg errangen. Das hatten die Russen nicht erwartet. Es war der größte Sieg der Weltgeschichte. Dann kamen die verschiedenen Demonstrationen unserer Luftwaffe gegen England. Und bei dieser Gesamtsituation stellte Molotow in Berlin Forderungen an uns, die ungeheuerlich waren.

Er forderte von uns, daß wir am Ausgang zur Nordsee auf dänischem Boden Stützpunkte abtreten. Er hat schon damals Ansprüche darauf angemeldet. Er verlangte Konstantinopel, Rumänien, Bulgarien, Finnland, und wir waren damals die Sieger! Wie wird dieser Molotow jetzt auftreten gegenüber den Engländern und Amerikanern mit solchen Siegen und nach dieser katastrophalen Pleite der Alliierten.

Nun kommt dieser asiatische Konflikt dazu. In Amerika werden nüchterne Rechner sagen: Was wollen wir denn hier überhaupt? Kapitalinvestierungen vielleicht? Aber Absatzmärkte bekommen wir hier nicht. Rohstoff für uns gibt es in China. Andererseits aber wollen sie nicht, daß Rußland in den Krieg gegen Japan geht. Sie sagen: Mit Japan werden wir allein fertig.

GOEBBELS: Wenn die Sowjets bis an die Elbe vorrücken, einschließlich Protektorat, dann werden die Amerikaner hier abhauen. Von England bleiben nur 20 bis 25 Divisionen zurück. Pazifistische und salonbolschewistische Propaganda wird bei den englischen Truppen einsetzen. Stalin wird sein Gebiet einschließlich des deutschen militarisieren. Er wird mit der Propaganda gegen die Westmächte kämpfen, weil sie die Städte zerstört haben. Er ist ein besserer Propagandist als die Engländer.

Die Sowjets können auf allen Klavieren spielen. In kürzester Frist wird es hier zum Konflikt kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es kluge Engländer gibt, die das nicht sehen.

HITLER: Jetzt tritt das in Erscheinung, was mir einst Lloyd George* sagte: der provisorische Friedensvertrag. Lloyd George erklärte damals in einer Denkschrift: Der Friede von Versailles wird unhaltbar sein und ist wahnsinnig. England zerstört das europäische Gleichgewicht. Es war eine klassisch prophetische Denkschrift von Lloyd George.

Wenn wir so schmachvoll von der

Weltbühne abtreten würden, dann haben wir zwecklos gelebt. Ob man das Leben noch eine Zeitlang fortführt oder nicht, ist völlig gleichgültig. Lieber den Kampf ehrenvoll beenden, als in Schande und Unehre ein paar Monate oder Jahre weiterleben.

GOEBBELS: Geht die Sache gut, ist es sowieso gut. Geht es nicht gut und würde der Führer in Berlin einen ehrenvollen Tod finden und Europa bolschewistisch werden - in fünf Jahren spätestens wäre der Führer eine legendäre Persönlichkeit und der Nationalsozialismus ein Mythos, weil er durch den letzten großen Einsatz geheiligt wäre und alles Menschliche, was man heute an ihm kritisiert, dann mit einem Schlage abgewischt wäre.

HITLER: Das ist die Entscheidung: Hier und nur hier alles zu retten und den letzten Mann einzusetzen, das ist unsere Pflicht.

2. Lagebesprechung am 25. April 1945

HITLER: Es liegt ein Tass-Dementi vor, aus dem hervorgeht, daß die Demarkationslinie eindeutig festgelegt ist.

Ich habe mir die Lage für Ostasien überlegt. Wenn überhaupt die Amerikaner ein Interesse daran haben, jetzt von diesem Krieg etwas zu gewinnen, dann muß irgendwie der Krieg für sie sich nützlich erweisen. Das kann er nur, wenn sie

1. in Europa möglichst viel zerstören. Die europäische Industrie braucht dann die nächsten zehn Jahre, um wiederaufzubauen, und macht in dieser Zeit keine Konkurrenz.

2. Amerika muß Ostasien als einen Dauerabsatzmarkt erhalten. Und die Amerikaner sollen jetzt kämpfen, damit die holländischen und englischen Kolonien frei werden, nur damit die anderen Geschäfte machen und die Sowjets in China und in der Mandschurei sitzen.

Das ist alles Wahnsinn! Die Amerikaner sind doch auch Rechner! Der Wechsel, der jetzt stattgefunden hat, ist ein tiefgehender Regimewechsel*.

Wenn die Geschichte hier zum Stillstand kommt, was ist die Folge? Die Folge ist, unter der Voraussetzung, daß wir tatsächlich bestehenbleiben und daß wir wirklich den Russen schlagen und ihm irgendwo einen Hieb versetzen und nicht zusammenbrechen - die Folge ist, daß die Amerikaner sagen, wir wollen uns auf Ostasien konzentrieren und wollen uns in diesem gewaltigen Raum von einer halben Milliarde Menschen, einschließlich Korea, Philippinen und Mandschurei, einen dauernden gigantischen Absatzmarkt sichern.

GOEBBELS: Eine politische Entwicklung, die bestechend ist, aber eines äußeren Anlasses bedarf, um virulent zu werden, wie der Weltkrieg zum Beispiel. Daß die feindliche Koalition reif ist zum Bruch, geben sie selbst zu. Sie reden vom Dritten Weltkrieg usw. Der Begriff Dritter Weltkrieg ist eine festliegende Formulierung der anglo amerikanischen Presse. Der Tod von Roosevelt ist einer der Anlässe gewesen, der aber noch nicht ausreichte. Wenn hier ein zweiter Anlaß kommt, wenn Deutschland an einer Stelle beweist, daß es in einem aktionsfähigen Zustand ist, könnte das der zweite Anlaß sein, um diese Feindkoalition zum Bruch zu bringen.

HITLER: Es kann dazu kommen, daß die Isolationisten sagen: Amerikanische Boys dürfen nur für amerikanische Interessen kämpfen. Warum sollen die Amerikaner sterben für nicht-amerikanische Zwecke. In all den Ländern ist überhaupt keine Demokratie, z.B. Rumänien, Bulgarien, Finnland. Die Amerikaner ziehen sich hier wieder zurück und werfen sich allein auf Ostasien und binden dadurch zugleich den Russen

hier, weil sie uns frei machen, so daß sich der Russe drüben in Ostasien nicht so einsetzen kann.

Freitag, 27. April 1945: Sowjet-Soldaten schneiden die Reichshauptstadt von ihren letzten Verbindungen zur Außenwelt ab: Sie besetzen die Flugplätze Tempelhof und Gatow. Nun kann Berlin auch aus der Luft nicht mehr versorgt werden. Beiderseits des Hohenzollerndamms beginnt um fünf Uhr morgens nach heftiger Artillerie-Vorbereitung die Offensive gegen das Zentrum der Stadt. Sowjet-Einheiten schließen Potsdam ein und besetzen Spandau, sie kämpfen in den Bezirken Schöneberg und Kreuzberg. In Mariendorf errichtet die Besatzungsmacht das erste Bürgermeisteramt. Der sowjetische Kriegsberichterstatter Guss beobachtet an diesem Tage: "Die Deutschen strömen von einer Straße in die andere: Sie suchen unterirdische Lager und holen dort Damentaschen, Hüte, Handschuhe heraus... Die 'Herrenrasse' legt gewaltige Strecken zu Fuß zurück, um zu plündern." Der Schwerpunkt der Kämpfe im Nordwesten des Reiches liegt bei Bremen. In Süddeutschland

drücken die Amerikaner auf die Donaulinie bei Deggendorf und marschieren in den Nordteil von Ulm ein. Die Sowjets nehmen Pillau (Ostpreußen), brechen bei Prenzlau nach Westen durch und stoßen auf die Linie Lychen -Templin vor: An diesem Tag wird bekannt, daß Reichsführer SS Heinrich Himmler über den schwedischen Grafen Folke Bernadotte den West-Alliierten Kapitulations-Verhandlungen angeboten hat. Berlin-Verteidiger Weidling: "Der Zeitpunkt, die Rechnung für die Sünden der vergangenen Jahre zubegleichen, war angebrochen."

KREBS: Brünn verloren. - Schörner beginnt, jetzt in nördlicher Richtung vorzurücken**. Starker Angriff gegen

die 9. Armee von Süden aus durch die 28. Russische Armee, die von Ostpreußen abgezogen wurde.

HITLER: Die beste Entlastung dafür wäre jetzt der Vorstoß von Schörner.

KREBS: Wenck hat die Südecke vom

Schwielowsee erreicht. Verteidigungsbereich Potsdam will Brückenkopf bei Caputh bilden. Bei der 9. Armee (General Busse) sehr starke Angriffe gegen die Südgruppe. Gegner ist durchgestoßen nach Osten eingedreht. Wir haben Müggendorf im Angriff nach Westen erreicht, werden aber in der tiefen Flanke vom Gegner aus angegriffen. Große Versorgungsschwierigkeiten, kein Treibstoff. Es wird heute durch Luftflotte 6 Treibstoff zugeführt. Starker Feindangriff von Nordosten und Osten.

HITLER: Ich verstehe die Angriffsrichtung nicht. Er (General Busse) stößt völlig ins Leere hinein.

KREBS: Die Bewegungsfreiheit ist derartig abgesunken.

HITLER: Er stößt ins Leere in bezug auf eine eigene Anlehnung. Wenn er nach Nordwesten vorgestoßen wäre und hätte er das gleiche erreicht wie jetzt, dann stände er jetzt bedeutend weiter westlich.

GOEBBELS: Der Gau meldete soeben, Gruppe Wenck habe sich mit dem Brückenkopf Potsdam vereinigt.

HITLER: Wenn hier tatsächlich mit Energie nachgestoßen wird, wird die ganze Sache hier in Bewegung kommen, denn der Gegner hat hier nur rückwärtige Verbände.

KREBS: Nach Westen keine weiteren Feindfortschritte. Keitel meldet, daß Gruppe Holste mit schwächeren Angriffsgruppen Gelände gewonnen hätte bei Nauen und Kremmen und daß diese Gruppen noch verstärkt würden durch Teile der 199. Division*.

HITLER: Es wird höchste Eisenbahn, daß die antritt.

KREBS: Wenn es so käme, wäre die Möglichkeit einer Verbindungsaufnahme durchaus möglich.

HITLER: Ich wiederhole noch einmal, wieviel besser die 9. Armee hätte operieren können. Die Verbindung wäre jetzt schon hergestellt zwischen Wenck und 9. Armee.

KREBS: Bei der 3. Panzerarmee ist es ganz unangenehm. Verhältnismäßig dünne Frontlinien sind bei Prenzlau in der Tiefe durchstoßen. Es ist befohlen, daß in einer neuen Linie aufzufangen und zu verteidigen ist. Über Stettin keine Meldungen. Bei Kammin hat der Gegner auf der gegenüberliegenden Insel Fuß gefaßt. An der Elbe keine Veränderungen.

HITLER: Es spricht fast dafür, daß sie eine Art Demarkationslinie haben. Sie treten auch fliegerisch nicht in Erscheinung.

KREBS: Wenck hat drei Divisionen: "Körner", "Hutten" und "Scharnhorst". Er zieht weitere Kräfte nach sich. Meldung von Wenck: "Der Bedeutung der Aufgabe bewußt. Gehen mit allen Kräften auf befohlene Ziele." - Morgen früh muß eine wesentliche Verstärkung im Nordwesten eingetroffen sein: letzte Teile der 7. Panzerdivision, Division "Schlageter" und Teile der 199. Division, die ohne ein Regiment bereits gestern mit Anfängen in Kyritz gewesen sein soll. Das führt dann General Holste. -In Wannsee hält die 20. Panzergrenadier-Division. Aus Gatow keine neuen Meldungen, wird aber wohl gehalten. Die Brücken werden gehalten. Verbindung ist unterbrochen.

HITLER: Wenn Wenck wirklich heraufkommt, bekommt er glatt Anschluß an die Wannsee-Gruppe.

KREBS: Wenn es morgen dazu käme, könnte die Gruppe mit 40 Panzern und Sturmgeschützen gegen den Gegner antreten.

HITLER: Der Stoß zum Schwielowsee muß sich bald auswirken.

KREBS: In Berlin ist der Gegner weit nach Norden vorgestoßen. Er soll über Bülowstraße bis auf Ecke Lützowstraße vorgestoßen sein. Auf der Brücke am Halleschen Tor sollen zwei Panzer des Feindes brennen. Drei Kompanien, die den Gegenangriff gemacht hatten, sind am Moritzplatz eingeschlossen. Jannowitzbrücke unverändert. Gegner an Alexanderplatz weiter herangekommen. Im Nordosten im großen gehalten. Unangenehmer Einbruch am Bahnhof Humboldthain. Flaktürme hier eingeschlossen. Am Westhafen hin- und herwogende Kämpfe. Gegner soll mit Sturmbooten herumgefahren sein. Nördlich Bahnhof Witzleben stehen Feindpanzer. Dagegen läuft eigener Panzerstoß. Im Grunewald hält Reichsarbeitsdienst mit Sturmgeschützen und hat Verbindung mit rechts und links. Die Brücken von Pichelsdorf und Stössensee werden gehalten. Gegner bei Trabrennbahn Ruhleben vorgestoßen, aber nach Süden aufgehalten.

HITLER: In der Millionenstadt kann man nicht mit 400 Panzern eine Stadt besetzen. Das verkrümelt sich.

KREBS: Es hat sich im großen bestätigt, daß die Absicht des Feindes in den letzten sechs Tagen folgende gewesen sein muß:

1. Abschließung im Großen,

2. Abschließung im Kleinen, die im Westen gelungen ist;

3. jetzt wird er auf Potsdamer Platz, Alexanderplatz und Bahnhof Charlottenburg drücken, um zu versuchen, die Innenstadt in einzelne Teile aufzuteilen.

HITLER: Man muß als Zentralreserve eine Anzahl Sturmgeschütze hier in der Mitte bereithalten. - Das einzige, was lähmend ist, ist, daß man nicht genau weiß, was passiert, und daß man keine genauen Unterlagen hat und nur auf Zufallsnachrichten angewiesen ist. Man muß immer wieder drängen.

BELOW: Luftversorgung soll jetzt anrollen mit Hilfe von He 111 und Ju 87. In der Dämmerung sollen Jus kommen mit Resten des SS-Bataillons und Teilen von Marinesoldaten.

VOSS: Die Luftwaffe muß wenigstens einen Flugplatz frei machen, wo wir die Leute einfliegen können. Aber ohne Flugplatz geht es schlecht. Wir kriegen heute 100 Leute herein auf der Ost -West-Achse zu Ihrem persönlichen Schutz. Das sind Kerle, die uns hier helfen. Wenn Wenck den Flugplatz Gatow freikämpft, dann ist es gar kein Problem.

HITLER: Das Entscheidende ist der Angriff von Norden nach Süden und jetzt auch von Nordwesten aus. Man muß von allen Seiten anpacken, damit wir irgendwo wieder einen Erfolg erzielen.

KREBS: Es sieht so aus, als ob der Russe nicht so starke Kräfte gegen die Elbe vorausgesandt hat, wie zunächst angenommen. Vielleicht hat er eingedreht, weil er hoffte, Berlin mit schwächeren Kräften nehmen zu können.

HITLER: Wenn die Sache gutgeht, wenn von allen Seiten durchgegriffen wird, und wenn alles Verfügbare auf eine solche Operation, wie wir sie vorhaben, angesetzt wird, dann ist es aber entscheidend, daß nicht jeder glaubt, für sich noch eine Rückendeckung sichern zu müssen, wie es leider der Steiner macht. Wenn wir hier noch zwei, drei oder vier Tage halten, dann ist es möglich, daß die Armee Wenck

herankommt, und vielleicht auch die Armee Busse. Sonst aber wäre es besser gewesen, Busse wäre mehr nach Norden angetreten.

KREBS: Ein Abziehen von Kräften aus Berlin ist noch nicht festzustellen. Gegen Wenck müßte es sich ab heute bemerkbar machen, und zwar gerade in der für uns sehr unangenehmen Gegend des Grünewald. Wenck schlägt ein kolossales Tempo an, was auch mit darauf zurückzuführen ist, daß der Feind verhältnismäßig schwach ist.

HITLER: Und darauf, daß der Wenck selbst eben ein Mann ist!

KREBS: Wenn es beim Holste in der gleichen Weise in Gang kommt, dann halte ich für möglich, daß dieser Entsatz von Nordwesten und Südwesten kommt und gerade an den Stellen uns die Verbindung herstellen läßt, wo der Gegner nach Westen durchgebrochen

war. Wieweit dann ein Entsatz an der Ostfront eintritt, wird sich erst zeigen müssen.

HITLER: Wenn man nur ein ganz genaues Bild bekäme! Ich habe die große Sorge, daß die Armee Busse sich selbst einriegelt. (Generaloberst) Hube von der ersten Panzerarmee z.B. hat seinerzeit seihe Lage immer breit gehalten, wenn er eingeschlossen war. Mit drei Divisionen allein kann Wenck es auch nicht machen. Das genügt um Potsdam auszuräumen und um die Verbindung mit herausgekommenen Kämpfern von Berlin irgendwo herzustellen. Aber es genügt nicht, um die russischen Panzerkräfte zu zerschlagen. Busse aber hat die hierfür nötigen Panzerkräfte. Was Wenck an Panzern mitbringt, ist zuwenig. Wendt ist an sich nicht motorisiert. Er hat drei Sturmgeschützabteilungen mit 38 T. Er hat zwei Sturmgeschütz-Lehrregimenter als infanteristisch eingesetzte Verbände. Von seinen drei Divisionen braucht er wenigstens die Hälfte, um den südlichen Riegel abzuschirmen. Es hängt davon ab, in welcher Schnelligkeit wir aus dem Osten die Kräfte wegnehmen und dem Gegner die Stelle verriegeln, wo er heraus muß.

GOEBBELS: Gebe es Gott, daß Wenck herankommt! Mir schwebt eine furchtbare Situation vor; Wenck steht bei Potsdam, und hier drücken die Sowjets auf den Potsdamer Platz!

HITLER: Und ich bin nicht in Potsdam, sondern am Potsdamer Platz! Das einzige, was einen in dieser Spannung nervös macht, ist die Tatsache: Man möchte gern etwas tun und kann doch nichts tun. Ich kann nicht mehr schlafen; wenn man wirklich einmal einschläft, dann kommt der Beschuß. - Das Entscheidende ist: Wer erst antritt und dann immer langsamer wird, kommt nicht vorwärts! Vorwärts kommt, wer mit geballter Kraft antritt und gleich zu stürmen anfängt wie ein Idiot! Das ist eine Veranlagungsfrage.

VOSS: Wenck kommt her, mein Führer! Es fragt sich nur, ob er es allein schaffen kann.

HITLER: Man muß sich vorstellen: Das wird wie ein Lauffeuer durch ganz

Berlin gehen, wenn es heißt: Eine deutsche Armee ist im Westen eingebrochen und hat Fühlung mit der Festung aufgenommen. Der Russe kann nichts anderes machen, als immer neue Sachen hereinzuschmeißen, um zu versuchen, seine weit auseinandergezogenen Positionen zu halten. Es wird hier einen Brennpunkt ersten Ranges geben. Der Russe hat einen großen Teil seiner Kraft verbraucht beim Übergang über die Oder, besonders die nördliche Heeresgruppe. Zweitens verbraucht er sehr viele Kräfte im Häuserkampf. Wenn jeden Tag bis an die 50 T 34, oder Stalin (-Panzer) abgeschossen werden, dann macht das in zehn Tagen 500 bis 600 Panzer aus, die kaputtgehen.

Ich werde mich heute ein klein wenig beruhigter hinlegen und möchte nur aufgeweckt werden, wenn ein russischer Panzer vor meiner Schlafkabine steht, damit ich Zeit habe, meine Vorbereitungen zu treffen.

Es gibt bei allem Hin und Her keine andere Möglichkeit, wie man dem Gegner sonst wirklichen Schaden zufügen kann, als die angewendete Methode. Wir mußten Berlin halten, denn hier kann der Russe zum Ausbluten gezwungen werden. Was soll denn den Russen sonst noch aufhalten, wenn er auch hier glatt durchmarschieren kann.

Richelieu hat einmal gesagt: Gebe mir von einem Manne fünf Zeilen Geschriebenes. Was habe ich verloren! Teuerste Erinnerungen! Aber was heißt das alles. Einmal muß man doch den ganzen Zinnober zurücklassen.

2. Lagebesprechung am 27. April 1945

MOHNKE: Vier Feindpanzer und zwei Tschechen-Panzer sind bis zum Wilhelmplatz vorgestoßen. Sie wurden durch Panzervernichtungstrupps abgeschossen. Die Panzer hatten Hakenkreuz-Wimpel. Wir haben die Besatzung eines Panzers verhaftet.

HITLER: Die Kennzeichnungsordnung muß peinlichst innegehalten werden.

MOHNKE: Die Hauptkampflinie verläuft immer noch über den Moritzplatz. Das Bataillon am Moritzplatz ist wieder freigekämpft worden. Wir wollen hinter dem Sperriegel überall kleine Eingreiftrupps zusammenstellen, die, falls irgendein Einbruch erfolgen sollte, diesen im Gegenstoß wieder beseitigen sollen. Ich habe 10,5-Zentimeter -Leichte-Feldhaubitzen in Stellung gebracht am Gendarmenmarkt, in Schußrichtung Belle-Alliance-Platz, und Pariser Platz mit Schußrichtung: Unter den-Linden-Schloß, ferner in der Leipziger Straße mit Schußrichtung: Spittelmarkt. Jedes Rohr hat zwölf Schuß. Sobald diese verschossen, kämpfen die Mannschaften infanteristisch. Der Feindbeschuß hat im Augenblick etwas nachgelassen. Ein 8,8-Zentimeter-Geschütz auf Selbstfahrlafette ist vom Adolf -Hitler-Platz zurückgekommen. Es stand dort bis 14 Uhr und-hat keinen Feindpanzer gesehen.

GOEBBELS: Die Sowjets sind wirklich das motorisierte Robotertum. Eine tödliche Gefahr! - Wenn der Westhafen verloren ist, haben wir noch einzelne Vorräte an Versorgung in U-Bahn -Tunnels. Der Westhafen war die letzte große Reserve. Aus dem Westhafen haben wir in den letzten Tagen noch unter Artilleriebeschuß Material herausgeholt. Aber es lagern dort eben 24 Tonnen Getreide.

HITLER: Mit der Berennung der Viereinhalb-Millionen-Stadt hat sich der Russe eine kolossale Last aufgeladen. Wieviel Verwundete haben wir jeden Tag?

GOEBBELS: Wir haben 9000 Verwundete in den Lazaretten liegen; jeden Tag also vielleicht 1500 Verwundete. - Wenn Berlin tatsächlich entsetzt wird, dann wird uns die Versorgung nicht so große Schwierigkeiten machen. Denn auch der Russe ist jetzt in den wenigen Tagen nicht in der Lage, solche Riesenmengen abzutransportieren. Die Versorgung in Berlin reichte aus für zehn Wochen. Der Russe kann nicht in vier Tagen auffressen, was drei Millionen in zehn Wochen aufessen sollten.

HITLER: Wenn ich jemals noch mal in die Lage kommen sollte, Regierungsgebäude zu bauen, die werde ich vielleicht ausstatten mit entsprechenden Vorkehrungen.

GOEBBELS: Ich glaube, jeder von uns hat sich einiges vorgenommen für sein Leben.

MOHNKE: Was wir 1933 wollten, haben wir nicht ganz geschafft, mein Führer!

HITLER: Wissen Sie, ich habe neulich gesagt: Wäre es nicht doch besser gewesen, ich hätte noch ein bis eineinhalb Jahre gewartet.

GOEBBELS: 1932 wollten Sie nur an die Macht als Reichspräsident.

HITLER: Ich habe damals gesagt: Die Zeit ist noch nicht gekommen, weil ich die Überzeugung hatte: Wenn ein solch völliger Umschwung kommt, muß alles andere völlig abgewirtschaftet haben. Wenn noch einer da ist, steht immer noch einer im Hintergrund, zum Beispiel Hugenberg oder Schleicher*. Wenn ich noch länger gewartet hätte, wäre der Tod des Reichspräsidenten Hindenburg eingetroffen. Er wäre ein halbes Jahr früher gestorben, weil ich ihn in der Opposition so geärgert hätte. Wenn jemand dazu berufen war, so war ich es, deutscher Reichspräsident zu werden. Ich hätte dann, ohne irgendwie gehemmt zu sein, eingreifen können. Wenn man derartige Rechnungen nicht gleich begleicht, bekommt man Mitleid und begleicht sie nicht mehr.

GOEBBELS: Das kam daher, daß Sie eine Reihe von personellen Kompromissen machen mußten. Hätten Sie beispielsweise als Reichspräsident die Macht bekommen, so hätten Sie niemals einen Admiral Levetzow zum Polizeipräsidenten von Berlin gemacht. Daß eine Unmenge von Elementen damals ins Ausland kam, ist nur darauf zurückzuführen, daß wir solche Heinis als Polizeipräsidenten hatten.

HITLER: Ich mußte mich von einem Kompromiß zum anderen durchschlängeln. Das dauerte bis zum Tode von Hindenburg. Ich hatte vorher die Absicht, Leute wie (Generaloberst) Hammerstein, Schleicher u.a. rücksichtslos zur Verantwortung zu ziehen, und den ganzen Klüngel um dieses Geschmeiß. Aber nach anderthalb Jahren ist dieser Entschluß allmählich milder geworden. Es kam die große Aufbauarbeit. Sonst wären Tausende damals beseitigt worden. Unterdes haben sich diese assimiliert.

GOEBBELS: Ich weiß, wie seinerzeit im März (1933) so viele dieser März-Gefallenen in die Partei eintraten. Es herrschte damals eine wahre Raserei darüber. Als wir diese Elemente dann nicht aufnehmen wollten, wurden wir gefragt, ob wir denn keine Versöhnung wollten. Es wäre richtiger gewesen, die Partei zu schließen und zu sagen: Hier kommt keiner mehr herein.

HITLER: Man hätte es machen können, wenn ich durch einen ausgesprochenen Willensakt des Volkes oder durch Staatsstreich an die Macht gekommen wäre. Man bereut es hinterher, daß man so gut ist.

GOEBBELS: Auch alle ostmärkischen Gauleiter sagten damals, die Revolution hätte einen Schönheitsfehler. Es wäre besser gewesen, Wien hätte (1938 beim Anschluß Österreichs an das Reich) Widerstand geleistet und wir hätten alles kaputtschlagen können.

MOHNKE: Das sind zwei Beispiele: 1933 und 1938. Und wenn es jetzt gutgeht, mein Führer, dürfen wir diese Stunde nicht wieder vorbeigehen lassen.

HITLER: Ich bleibe deswegen auch hier, damit ich etwas mehr moralisches Recht bekomme, gegen Schwäche vorzugehen. Ich habe sonst das moralische Recht nicht. Ich kann nicht dauernd andere bedrohen, wenn ich selbst in der kritischen Stunde von der Reichshauptstadt weglaufe. Wir müssen in die gesamte Wehrmacht bestimmte Ehrenkodexe hereinbringen. Ein Grundsatz, den die Marine schon immer befolgt, muß in die Partei herein und für jeden einzelnen gelten: In dieser Stadt habe ich das Recht gehabt, zu befehlen, jetzt habe ich auch den Befehlen des Schicksals zu gehorchen. Auch wenn ich mich retten könnte, so tue ich dies nicht. Der Kapitän geht auch mit seinem Schiffe unter.

VOSS: Hier in der Reichskanzlei ist es ebenso wie auf der Kommandobrücke eines Schiffes. Eines gilt hier für alle. Wir wollen auch nicht weg. Wir gehören zusammen. Es kommt nur darauf an, daß wir eine anständige Gemeinschaft sind. Die Leute, die mit einem zusammen sind, müssen anständige Kerle sein.

HITLER: Eine Erziehung zu einer solchen Einstellung ist möglich. Es stimmt nicht, daß der Japaner ein anständigerer Soldat sein soll als wir. Er ist nur besser erzogen. Wenn wir heute hören, daß die Amerikaner insgesamt sieben japanische Offiziere gefangengenommen haben, die alle schwer verletzt gewesen sind und diese sieben alle sofort nach ihrer Auslieferung Harakiri begangen haben, dann sieht man, was eine planmäßige Erziehung für ein Heldentum hervorbringen kann.

KREBS: Ich habe Jodl gesagt, daß uns noch etwa 24 bis 26 Stunden zur Verfügung stehen, bis dahin muß die Vereinigung (mit den Armeen Wenck und Busse) vollzogen sein. Immer vorausgesetzt, daß es gelingt, heute nacht die angekündigten Sendungen hereinzubringen. - Bei der 3. Panzerarmee wird die Lage als ernst angesehen. Keitel wollte von Süden nach Norden eindrehen. Ich sagte, das ist unmöglich. Wir müssen erst Berlin freikämpfen. Ich habe gesagt, selbstverständlich müssen die Feindangriffe aufgefangen werden. Großadmiral Dönitz ist heute bei Keitel. Es scheint in Ordnung zu kommen, daß die Marinestreitkräfte nach Berlin hereingeflogen werden können. Im Nordwest-Raum soll jetzt eine stärkere Panzergruppe formiert werden, deren Aufgabe es ist, der Armee Wenck entgegenzuwirken.

HITLER: Zwei Sorgen habe ich: Wir haben kein Ölgebiet mehr. So lange war alles zu machen. Die beiden Ölgebiete in der Ostmark gaben uns zusammen 120 000 Tonnen. Das könnte ausgebaut werden bis auf 180 000 Tonnen. Das ist katastrophal, weil es jede weiträumige Operation unmöglich macht. Wenn ich diese Geschichte hier erledigt habe, müssen wir wieder schauen, daß wir die Ölgebiete wiederbekommen. Die anderen führen Krieg aus Ölgebieten, die über Weltmeere entfernt sind. Wir haben sie vor unseren Toren liegen.

3. Lagebesprechung am 27. April 1945

KREBS: Im Gegensatz zu gestern abend ist eine Festigung der Lage und eine absolut zusammenhängende Front festzustellen. Gesamtbild: Hauptdruck zur Zeit von Osten und von Norden. Verhältnismäßig stabil im Südwesten. Insofern ein anderes Bild als gestern. Das könnte damit zusammenhängen, daß der Gegner hier sein Ziel, die Abschließung, erreicht hat. Kann aber auch schon zusammenhängen mit dem Abziehen von Kräften nach dem Südwesten.

Zur Situation im einzelnen: Reichssportfeld Lage unklar. Kleinere deutsche Gruppen halten sich noch ohne Verbindung miteinander. Südlich Pichelsdorfer Brücke wird größerer Brückenkopf gehalten. Einzelne Wagen sind von dort hierher durchgekommen. Zusammenhängende Front im Zuge der Bismarckstraße einschließlich Funkturm mit Grunewald-Viertel, wo sich Reichsarbeitsdienst unter Führung von (Generalarbeitsführer) Decker besonders auszeichnet. Über Bahnhof Wilmersdorf und Ringbahn bis Bahnhof Schöneberg nur sehr dünne Verbindungslinie bis zur Bülowstraße. Feindeinbruch bis zur Ecke Lützowstraße existiert nicht mehr. In Richtung Spittelmarkt ein nicht bereinigter Einbruch. Die Ostfront hat gehalten trotz zur Zeit stärksten Druckes. Kampf um Friedrichshain wird besonders gut beeinflußt durch Kommandeur der Flakartillerie, der vom Flakturm aus den Erdkampf besonders gut unterstützt. Diese Front hat schon mehrere Tage lang in dieser Form gehalten. Druck auf Bahnhof Wedding abgeschlagen. Lage im Westhafen im einzelnen nicht klar; ein Teil noch in unserer Hand.

AXMANN: Brückenkopf südlich Pichelsdorfer Brücke durch eine Kompanie verstärkt. Angriff an der Heerstraße abgeschlagen.

KREBS: Der Russe wird jetzt mit seinem Hauptdruck wahrscheinlich vom Osten, Norden und Süden kommen. Man muß heute nacht mit dem Versuch eines überraschenden Durchstoßes von verschiedenen Seiten rechnen, vor allem, wenn der Gegner die Bedrohung von Südwesten stärker einschätzen sollte.

AXMANN: Der Russe sitzt jetzt auch im Charlottenburger Schloß.

MOHNKE: Einzelne russische Scharfschützen sind am Potsdamer Platz aufgetaucht.

HITLER: Eine Gefahr sind die Schächte von U- und S-Bahn.

KREBS: Wir vermuten, daß die Verbindung am Schwielowsee hergestellt ist. Die Verbindung mit Potsdam ist unterbrochen. In Wannsee hält eine Kampfgruppe den Brückenkopf. Flugplatz Gatow noch in unserer Hand. Kampf mit Panzern um eine Kaserne nördlich des Flugplatzes.

HITLER: Der katastrophale Fehler der 9. Armee war das Ansetzen des Angriffs nach Westen und nicht nach Nordwesten. Die Armee hat sich von ihrer eigentlichen Sache abdrängen lassen.

KREBS: Unsere Angriffe von Nordwesten gehen jetzt weiter. Zum Angriff der Gruppe Steiner: Die 7. Panzerdivision hat eingegriffen, und der Angriff ist im Gange. Dazu kommen noch ein Regiment der 199. Division und Regimenter der Division "Schlageter" und einer weiteren Division - also eine ziemliche zahlenmäßige Verstärkung. Aus dem Elbe-Brückenkopf ist der Westgegner bisher nicht angetreten. Auf Wittenberg ist aus dem Osten verstärkter Druck festzustellen. Von morgen an ist Druck von Schörner nach Norden in Richtung Senftenberg zu erwarten.

HITLER: Die 9. Armee hat das Verfehlteste getan, was es gab. Wenn längere Zeit nicht gefunkt wird, ist es immer das Zeichen einer schlechten Entwicklung. Ist es möglich, daß heute nacht nach Berlin etwas hereinkommt?

VOSS: Ein Kompanieführer hat sich eben gemeldet von der Schutzkompanie des Großadmirals. Er hat sich von Bernau bis zum Tirpitzufer in Berlin durchgeboxt mit etwa 120 Mann. Er ist jetzt im Bendler-Block und kommt dann hierher.

BELOW: Es soll seit 21.30 Uhr losgehen mit der Versorgung.

HITLER: Ich habe nicht verstehen können, warum sich die 9. Armee auf so kleinem Raum zusammengezogen hat und warum sie dann nach Westen und nicht nach Nordwesten angetreten ist. Man kann nicht führen, wenn jeder Plan, der aufgestellt wird, von jedem Armeeführer nach seinem Belieben abgeändert wird.

KREBS: Wahrscheinlich kann Busse sich nicht bewegen. Er hat Versorgungsschwierigkeiten gemeldet. Er greift ab jetzt weiter an. Das hat zur Folge, daß Kräfte, die sich sonst gegen den Rücken von Wench wenden könnten, jetzt durch Busse abgelenkt werden.

HITLER: Wenn eine solche Sache nicht zügig gemacht wird, ist es vorbei. Der andere reagiert immer schneller darauf. Die 9. Armee war mit die beste Armee, die wir noch haben: Elf Divisionen! Wenn er die Hauptstärke nach Nordwesten gelegt hätte, hätte er den Stoß machen können. Ich will nur feststellen, wie unmöglich es ist, zu führen, wenn jeder Heerführer oder Korpsgeneral tut, was er für richtig hält, ohne sich um den Plan im Großen zu kümmern. So etwas an Ungehorsam hat es in der Partei niemals gegeben. Nichtbefolgung eines von mir gegebenen Befehls bedeutete für einen Parteiführer die sofortige Vernichtung und den Stoß ins Nichts. Bei den Russen ist es ebenso. Wenn dort einer gegen einen Befehl verstößt, ist es nicht anders. Es ist jetzt das gekommen, was ich sagte: Einigelung im kleinsten Raum.

Auf der ganzen Front zeigt sich nur ein Mann als wirklicher Feldherr. Derjenige, der die furchtbarsten Angriffe auszuhalten hat, hat die geordnetste Front: Schörner. Schörner hatte ein miserables Zeug: Das hat er in Ordnung gebracht. Schörner hat noch auf allen Posten, auf die man Ihn gestellt hat, Hervorragendes geleistet. Schörner mit Wenck zusammen - das war das glücklichste Gespann, das ich mir denken kann, und Schörner hat in wenigen Wochen aus einem Sauhaufen eine Front gebildet, diese nicht nur zum Stehen gebracht, sondern mit einem neuen Geist erfüllt und die Front gehalten. Wenn er wieder wegkam, war es wieder verschwunden. Es ist alles nur ein Problem der Führung. Man kann mit einem nicht gehorsamen und selbstherrlichen Apparat nicht führen. In der Kompanie geht es auch nicht ohne Gehorsam. Im großen geschieht das aber ununterbrochen. Dem stehen phantastische Leistungen von einzelnen gegenüber.

Wenn man diese Überraschungen am laufenden Band zwölf Jahre lang erlebte, tut man sich schwer. Viele können mich in meiner Verbitterung nicht verstehen. Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Parteiführer, dem ich einen Befehl gab, sich unterstehen könnte, das nicht zu tun. Das Gesamtresultat wird dadurch geschädigt, und der einzelne leidet wieder unter dem Gesamtresultat. Je größer der Verantwortungsbereich des einzelnen ist, um so mehr muß der Gehorsam geübt werden.

GOEBBELS: Stalin hat einen mechanisierten Gehorsam bei sich eingeführt. Bei uns müßte der Gehorsam mehr ein sittliches Prinzip sein.

HITLER: Blomberg* hatte mir bereits gesagt, daß der Gehorsam nur bis zum General gehe. Es war ein Mechanismus, der es fertigbrachte, falls Schwierigkeiten auftauchten, durch Falschmeldungen und so weiter eine Geschichte zu umgehen. - Man muß doch mit der 9. Armee eine Verbindung herstellen. Eine halbe Stunde am Tage besteht doch Funkverbindung. Tito funkt mit seinen Partisanen über den ganzen Balkan mit Kurzwellengeräten.

WEIDLING: Im Südwesten: 18. Panzer-Grenadier-Division hat in beweglicher Kampfführung nur wenig Gelände aufgegeben. Bei Bahnhof Westkreuz Verbindung mit Hitlerjugend und Reichsarbeitsdienst hergestellt. Erfreulicherweise hier dem Russen ein gewisser Stopp geboten.

Im Nordwesten wurde festgestellt, daß Teile der dort stehenden russischen Verbände abgezogen wurden, wahrscheinlich in Auswirkung der von außen anlaufenden Entsatzangriffe. Charlottenburger Schloß verlorengegangen. Westhafen noch in eigener Hand. Im Nordosten Hauptkampflinie im allgemeinen gehalten mit Unterstützung des Flakturms, der eingeschlossen wurde. Im Osten starke Angriffe, bei denen Gegner bis zum Spittelmarkt vorstieß. Gegner wurde vom Spittelmarkt wieder geworfen, drang aber später erneut dorthin vor.

Vor zwei Stunden traf die Alarmmeldung ein, daß feindliche Panzer über Belle-Alliance-Platz in Wilhelmstraße vordringen. Situation wurde wieder bereinigt. Bahnhof Großgörschenstraße in eigener Hand. In den letzten vier Tagen 230 Feindpanzer abgeschossen, heute nach Teilmeldungen erneut 40 bis 50. Bis heute abend insgesamt also 280 bis 300 Feindpanzer, wobei bestimmt nicht alle abgeschossenen Feindpanzer erfaßt wurden. Es war heute ein Tag der Tatarenmeldungen. Ich habe in diesem Krieg Nerven, die dick sind wie Stränge, behalten. Was aber heute an Meldungen von den verschiedensten Seiten herankam, war fürchterlich.

HITLER: Kommunisten arbeiten immer mit falschen Parolen.

Ich muß die absolute Gewißheit haben, daß ich nicht durch irgendeinen schlauen Streich eines Russenpanzers hier herausgeholt werde. Diese Sicherheit besteht nur darin, daß hier in der Innenstadt eine Truppe ist, die in der Hand eines Mannes steht, der mich selber kennt, und die letzten Endes dann auch in sich selbst etwas gefestigter ist. Das ist auch kein regulärer Verband, sondern eine Improvisation.

Die ganze Verteidigung ist etwas Eigenartiges: Eine Stadt wird gehalten, die vorher ihre ganze Verteidigungskraft weggab. Nicht durch die Schuld des Abschnittskommandeurs, sondern durch Druck des Gegners wurde ein Teil eingedrückt. Wenn ich eine Zentralreserve in der Hand eines einzigen Mannes belasse, dann ist in wenigen Tagen einfach nichts mehr da.

Ich habe mir diesen Verband unterstellt, weil ich in ihm so eine Art Zentralreserve sehe, die dazu da ist, die Zitadelle zu halten. Ich gebe jetzt also die Zitadelle-Besatzung dauernd weg, genau wie früher die 20 Bataillone des Volkssturmes. Es hat sich als gut herausgestellt, daß ich Meldungen von mehreren Stellen bekomme, weil ich dadurch eine genaue Kontrolle bekomme. Entweder wir stehen diese Probe durch oder wir stehen sie nicht durch.

KREBS: Grundlage für die Lösung: Verteidigungsbereich Mohnke bleibt unter Befehl und Verantwortung Mohnkes bestehen mit der ausschließlichen Aufgabe, diese Hauptkampflinie gegen jeden Angriff zu schützen. Wird diese Hauptkampflinie, wie das an der Südfront der Fall ist, in den Bereich der Festung einbezogen, so übernimmt Mohnke diesen Abschnitt, und zurückgezogene Verbände werden ihm unterstellt. Der Aufgabenbereich Mohnkes bleibt unverändert. Mohnke muß alle Beobachtungen seines Befehlsbereichs dem Kommandanten Weidling melden. Man muß aber wahrscheinlich von der jetzt bestehenden radikalen Einteilung der Verteidigungsbezirke abgehen. Für den Verteidigungskommandanten Weidling muß unter allen Umständen die Bewegungsfreiheit im Südwestraum im Hinblick auf Entsatzversuche von Wenck gesichert sein.

HITLER: Großadmiral Dönitz hat Marinesoldaten für den persönlichen Schutz des Führers abgestellt. Das sind die tapfersten Männer, die er überhaupt besitzt. Davon will er mir eine bestimmte Anzahl zur Verfügung stellen. Das Angebot kommt von Dönitz selbst. Er bringt sie unter allen Umständen herein. Wenn ich die habe, so ist das eine gewisse Entlastung für Sie, weil es die höchste Elite eines Oberbefehlshabers eines Wehrmachtsteiles ist. Die 150 Tapfersten von den 600 000 Mann der Kriegsmarine gibt Dönitz für meinen persönlichen Schutz. Es kann der Moment kommen, wo die äußerste Standfestigkeit alles ist. Mit den Kalibern, mit denen der jetzt schießt, kann er uns nicht zertrümmern. Der Russe hat aber schon angekündigt, daß er 40,6-Zentimeter-Geschütze und 37 -Zentimeter-Mörser heranführt. Es ist nur ein Problem der Schnelligkeit, wie er das heranbringt. Es dauert einige

Zeit, aber er wird das machen. Es kommt dann auf einen heroischen Kampf um eine letzte kleine Insel an. Hierfür können nur sehr wenige Leute verwendet werden. Sonst ist es ein Taubenschlag.

Ich kann mir vorstellen, daß die paar Männer, die als letzte Sicherung dann bei mir stehen, auch ganz hier einziehen, und sollte der Entsatz nicht kommen, muß man sich darüber im klaren sein: Dann ist das auch kein schlechter Abschluß eines Lebens, wenn man im Kampf für die Hauptstadt seines Reiches fällt. Wenn es anders wäre, würden wir in wenigen Jahren überhaupt keinen Musketier mehr finden, der innerhalb des Reiches für sein Reich fällt. Ich kann von niemandem verlangen, daß er außerhalb kämpft, wenn ich selbst nicht einmal im Zentrum des Reiches kämpfen will.

Das Entscheidende wird immer sein,

daß Sie, Weidling, versuchen, die

Schwierigkeiten auszugleichen bei der Verschiedenartigkeit der Verbände, ohne die operativen Ziele im Westen und Südwesten aus dem Auge zu verlieren. Wir müssen aus jeder Kraft das Höchste herausholen, was man herausholen kann. Wichtig ist, daß immer eine ausreichende Panzerreserve für die Stadtmitte zurückgehalten wird. Der gesamte Sperrkreis der inneren Zitadelle Berlins ist größer geworden, der Wert der Truppe in ihm damit geringer.

WEIDLING: Man muß den Sperrkreis je nach Lage der Hauptkampflinie verändern.

MOHNKE: Nein, den inneren Raum muß ich halten.

HITLER: Es sollten hereinkommen zwei vollständige Grenadierregimenter der Division "Großdeutschland". Die Marine wollte hintereinander drei oder vier Tage lang jede Nacht 2000 Mann hereinschicken. Auch die Luftwaffe wollte sehr gute Verbände schicken. Davon sollte ein Teil für die Zentralreserve vorbehalten werden. Vom Reichsführer SS sollte ein Wachbataillon herankommen. Wenn ich Berlin bis zum letzten halten will, muß ich auch die besten Mittel hier haben. Ich kann aber den letzten Widerstand nicht mit dem Schlechtesten leisten, sondern mit dem Besten. Es ist zum Beispiel falsch, daß jetzt auch noch 300 Franzosen die Reichshauptstadt mit verteidigen müssen.

MOHNKE: Was noch hereingeflogen wird, möchte ich am liebsten haben.

WEIDLING: Wir haben kolossale Schwierigkeiten durch den Wassermangel. Das ist eine enorme Belastung für die Truppe. Das Halten des Tiergartens ist sehr wichtig.

HITLER: Wer hat geglaubt, daß die Verbindung mit dem Westen abgerissen wird dadurch, daß man mir durch einen wohlmeinenden Akt 7000 bis 8000 der besten Soldaten weggenommen hat. Ein völlig unüberlegtes Dokument, das man herausgegeben hat. Man mußte befehlen: Was nach Berlin hereinbefohlen ist, muß herein! Alles, was heraus will, muß man auffangen. Für heute nacht sind 50 Maschinen mit je eineinhalb Tonnen angekündigt worden.

BELOW: Die ersten Abwürfe sind schon gemeldet. Landungen werden noch erwartet.

HITLER: Das Abgeworfene muß blitzartig an die Brennpunkte heran.

WEIDLING: Verpflegung muß improvisiert werden.

Achtundvierzig Stunden nach dieser Lagebesprechung erlischt der Widerstand in der Reichshauptstadt: Am 29. April meldet Berlin-Verteidiger General Weidling dem Führer, Berlin könne allenfalls noch einen Tag gehalten werden. Die Munition geht aus. "Mit müder Stimme fragte der Führer den Brigadeführer Mohnke", wie Weidling später berichtet, ob das auch für dessen Befehlsabschnitt "Zitadelle" gelte. Mohnke bejaht. An diesem Tag dringen Rotarmisten weiter auf das Regierungsviertel vor. Von Süden her kämpfen sie sich über Tempelhof, Lützowstraße, Hohenzollernplatz zum Bahnhof Zoologischer Garten durch. Auf dem Reichssportfeld, dem Alexanderplatz und dem Spittelmarkt fallen die letzten Schüsse. Weidlings Lage-Beurteilung gibt das Stichwort für Hitlers letzten Entschluß: Am 30. April 1945, 15.30 Uhr, begeht er zusammen mit der ihm Stunden zuvor angetrauten Eva Braun Selbstmord.

* SS-Obergruppenführer Felix Steiner führte den Befehl Hitlers, mit der Gruppe Steinerl in die Kämpfe um Berlin einzugreifen, nicht aus.

* General Walther von Seydlitz war Vizepräsident des von den Sowjets im Juli 1943 Im Kriegsgefangenenlager Krasnogorsk gegründeten kommunistischen "Nationalkomitees Freies Deutschland".

* Generaloberst Heinrich von Vietinghoff wurde im März 1945 zum Oberbefehlshaber Südwest ernannt-und damit zugleich Nachfolger Generalfeldmarschall Albert Kesselrings.

* Lloyd George, von 1918 bis 1922 britischer Premier, besuchte Hitler im September 1938 in Berchtesgaden.

* Nach dem Tode Franklin D. Roosevelts am 12. April 1945 wurde Vizepräsident Harry S. Truman neuer US-Präsident.

** Generalfeldmarschall Ferdinand Schörner war seit Januar 1945 Oberbefehlshaber der in der Tschechoslowakei kämpfenden Heeresgruppe Mitte.

* Generalleutnant Rudolf Holste war seit dem 20. April 1945 Kommandierender General des XXXXIX. Armeekorps.

* Alfred Hugenberg war Führer der rechtsradikalen Deutschnationalen Volkspartei und gehörte von Januar bis Juni 1933 der Regierung Hitler als Reichswirtschaftsminister an. General Schleicher war von Dezember 1932 bis Januar 1933 Vorgänger Hitlers als Reichskanzler.

* Generalfeldmarschall Werner von Blomberg war von 1933 bis 1939 Reichskriegsminister.

Hitler, Adjutant Schaub (l.) in der zerstörten Reichskanzlei, April 1945: "Einmal muß man doch den ganzen Zinnober zurücklassen"

Sowjet-Soldaten in Berlin, April 1945: "In Berlin kann man einen moralischen Welterfolg erringen"

Generalstabschef Krebs

"Gegner hat eingedreht"

Zerstörter Hitler-Berghof (Obersalzberg): "Nur um meinen Berghof zu verteidigen ...

... bin ich nicht auf die Welt gekommen": Amerikaner, Russen bei Torgau, 25. April 1945

Gesprächsteilnehmer Goebbels

"Macht Stalin mit den Deutschen Kippe?"

Barrikadenbauer in Berlin; "Hier kann der Russe ...

Volkssturm in Berlin

... zum Ausbluten gezwungen werden"

Zerstörte Reichskanzlei, Frühjahr 1945: "Findet der Führer einen ehrenvollen Tod ...

... ist er in fünf Jahren eine legendäre Persönlichkeit": Halle der Reichskanzlei, 1945

Entsatz-General Wenck

"Schlage ich hier erfolgreich ...

Entsatz-General Busse

... wächst die Hoffnung der Amerikaner ... Entsatz-General Steiner

... mit uns gegen Rußland zu gehen"

Berlin-Verteidiger Weidling

"Was wir 1933 wollten ...

Berliner Durchhalte-Zeitung

... wurde nicht ganz geschafft, mein Führer"

Angreifende Russen: "Ich möchte nur aufgeweckt werden ...

... wenn ein Russenpanzer vor meiner Schlafkabine steht": SS-Schützenpanzer-Wrack

Eingang zum Führerbunker: "Der Gegner weiß, daß ich hier bin"

Hitlers Schlafzimmer im Führerbunker: "Was habe ich verloren"

Gefangene Berlin-Verteidiger: "Es ist so schandbar"


DER SPIEGEL 3/1966
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