28.04.1965

DIE TEILUNG DER WELT

2. Fortsetzung und Schluß
SIEBTER TAG
Samstag, 10. Februar 1945
Die drei Außenminister halten heute ihre Sitzung in der Villa Woronzow, dem Quartier der Briten, ab.
Stettinius eröffnet das Gespräch mit der Bemerkung, daß sich der Präsident bereit erklärt habe, auf den Satz "Überwachung der polnischen Wahlen durch Vertreter der drei Großmächte" zu verzichten. Allerdings behalte er sich vor, Informationen seines Warschauer Botschafters über die Wahlen der Öffentlichkeit bekanntzugeben, falls er dies für notwendig erachten sollte.
Dem Präsidenten sei sehr an einem baldigen Übereinkommen gelegen, da er unter allen Umständen Jalta spätestens am Sonntagabend verlassen wolle, um mit Ibn Saud, Kaiser Haile Selassie und König Faruk zu wichtigen Besprechungen zusammenzutreffen.
Molotow schlägt vor, den letzten Abschnitt der polnischen Formel wie folgt abzufassen: "Die Regierungen der Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritanniens werden diplomatische Beziehungen zur polnischen Regierung aufnehmen, wie dies seitens der Sowjet-Union erfolgt ist."
Und da Eden, unterstützt von Stettinius, diese Abänderung für unannehmbar hält, ist das von Roosevelt erstrebte Übereinkommen wiederum in Frage gestellt.
Am Nachmittag werden Churchill, Eden und Molotow von Roosevelt Erinnerungsmedaillen überreicht, die anläßlich seiner vierten Wahl zum Präsidenten der Vereinigten Staaten hergestellt wurden. Stalin erhält obendrein einen von General Arnold zusammengestellten Bildband mit zahlreichen Luftaufnahmen von den durch die "Fliegenden Festungen" in Deutschland angerichteten grauenhaften Zerstörungen.
Gegen 16 Uhr empfängt Roosevelt noch einmal Stalin zu einer vertraulichen Aussprache, an der außer Molotow
und Harriman nur die beiden Dolmetscher Pawlow und Bohlen teilnehmen.
Die Großen Zwei einigen sich endgültig über die Bedingungen, unter denen die Sowjet-Union zwei oder drei Monate nach dem Zusammenbruch Deutschlands in den Krieg gegen Japan eintreten wird:
Der Status quo in der Äußeren Mongolei (Mongolische Volksrepublik) bleibt erhalten; die früheren Rechte Rußlands, die "durch den heimtückischen Angriff Japans im Jahre 1904" verletzt wurden, werden wiederhergestellt; Südsachalin wird zusammen mit den ihm vorgelagerten Inseln an die Sowjet -Union zurückgegeben; das Pachtabkommen für die Hafengebiete von Port Arthur und Dairen tritt wieder in Kraft; die von Rußland vor dem russisch-japanischen Krieg von 1904 innegehabten Rechte für den Betrieb der ostchinesischen und südmandschurischen Eisenbahnen werden wiederhergestellt, doch soll China weiterhin die volle Souveränität in der Mandschurei behalten; die Kurilen fallen an die Sowjet-Union, die sich bereit erklärt, mit der Nationalregierung von China einen Freundschafts- und Bündnisvertrag abzuschließen, und sich verpflichtet, mit ihren Streitkräften China im Kampf um die Befreiung vom japanischen Joch beizustehen.
Die siebte Plenarsitzung, wie immer auf 16 Uhr angesetzt, beginnt mit einiger Verspätung. Im offenen Kamin brennen knisternd dicke Buchenscheite.
Stalin sitzt, wie stets, mit unbewegter Miene da.
Churchill dagegen ist nervös: Depeschen aus London haben ihn vor den Gefahren einer nachgiebigen Haltung in der polnischen Frage gewarnt.
Roosevelt wirkt erschöpft. Sein Gesicht ist eingefallen, sein Blick wie abwesend. Er verhehlt nicht seinen Wunsch, mit den Besprechungen Schluß zu machen. Wenn sich die Konferenz in die Länge ziehe, sagt er, werde die feindliche Propaganda daraus Kapital schlagen. Trotz Churchills Widerspruch bleibt Roosevelt bei seinem Entschluß, Jalta im Laufe des kommenden Tages zu verlassen.
"Er bringt es fertig, alles schnell zusammenzupfuschen", brummt der alte britische Löwe.
Man beginnt mit der zwischen den drei Außenministern ausgehandelten Formel für Polen, deren Schlußabschnitt, von Eden und Molotow ausgefeilt, nunmehr lautete:
"Sobald eine 'Polnische Provisorische Regierung der Nationalen Einheit' gebildet worden ist, werden die Regierung der UdSSR, die jetzt diplomatische Beziehungen zur gegenwärtigen Provisorischen Regierung von Polen unterhält, und die Regierung des Vereinigten Königreichs sowie die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika diplomatische Beziehungen zu der neuen Polnischen Provisorischen Regierung der Nationalen Einheit aufnehmen und Botschafter austauschen, durch deren Berichte die jeweiligen Regierungen über die Situation in Polen laufend informiert werden."
In der anschließenden Diskussion kommt es nicht mehr zu lebhaften Auseinandersetzungen. Die für die Deklaration über Polen gewählte Formulierung ist von jener Art, die jegliche Interpretation zuläßt. Jeder gibt sich mit diesem Musterbeispiel eines Gummitextes zufrieden.
Vor allem aber ist Stalin zufrieden, denn er hat die beiden für ihn wichtigsten Ziele erreicht: Das Schriftstück spricht praktisch von der "gegenwärtigen Provisorischen Regierung Polens", was als De-facto-Anerkennung aufgefaßt werden kann; zudem ist in ihm jede Forderung nach einer "internationalen Überwachung" der Wahlen vermieden.
Das Schriftstück erwähnt nicht mal die künftigen Grenzen Polens, eine Unterlassung, die von Churchill bemängelt wird. Die Konferenzteilnehmer, sagt er, seien sich zwar einig über die Curzon-Linie als Ostgrenze und über eine Entschädigung Polens im Westen bis zur Oder-Linie, aber nicht bis zur Neiße-Linie. Jedenfalls müsse das Dokument irgendeine Erklärung zur territorialen Regelung enthalten, sonst werde sich die ganze Welt Gedanken darüber machen, was in dieser Frage beschlossen worden sei.
In diesem Augenblick schiebt Hopkins dem Präsidenten wieder einmal eine Notiz zu:
Herr Präsident,
es wäre gut, wenn Sie erklärten, daß Sie zwar den Plan in bezug auf die Ostgrenze unterstützen, daß aber das Kommuniqué nur eine ganz allgemein gehaltene Erklärung Ober die Grenzen enthalten sollte. Wollen Sie es nicht den Außenministern überlassen, eine präzisierte Erklärung auszuarbeiten?
Harry
So empfiehlt denn Roosevelt, das Grenzproblem stillschweigend zu übergehen und die Außenminister zu bitten, sich um eine Formulierung zu bemühen. Stalin und Churchill stimmen zu, der eine bereitwillig, der andere sehr widerstrebend.
Der britische Premier setzt sich dann mit beredten Worten für die Teilnahme Frankreichs an der Kontrollkommission ein Diesmal unterstützt ihn Roosevelt, der am Vormittag ein langes Gespräch unter vier Augen mit dem von ihm sehr geschätzten früheren amerikanischen Botschaftsrat in Vichy, Freeman Mathews, geführt hat.
Alle Blicke richten sich auf Stalin. Sekundenlang herrscht Schweigen. Dann sagt Stalin nur ein Wort: "Soglassn" (einverstanden).
Dieses Wort kommt wie ein Wunder, und niemand kann sich erklären, weshalb er es ausgesprochen hat. Vielleicht hat er einen Kuhhandel im Sinn: Frankreich gegen Polen. Churchill schlägt vor, unverzüglich ein gemeinsames Telegramm an de Gaulle abzusenden, um ihm diese frohe Botschaft mitzuteilen.
Dann geht es wieder an die Reparationsfrage. Und mit einem Schlag wird Stalin sehr lebhaft. Im Laufe der Diskussion springt er von seinem Stuhl auf, beginnt auf und ab zu schreiten, spricht voller Nachdruck, bisweilen beschwörend, und unterstreicht seine Worte mit lebhaften Gesten, um seine Sache zu vertreten.
"Sie haben keine Ahnung, wie sehr mein Land gelitten hat ... Wir haben nicht nur ein Recht auf Reparationen, es ist eine heilige Forderung ... Das Widerstreben der Briten ist uns unverständlich ... "
Hopkins beeilt sich, seinem Präsidenten eine neue Notiz hinüberzureichen:
Herr Präsident,
die Russen haben auf dieser Konferenz in so vielem nachgegeben, daß man sie, meine ich, jetzt nicht im Stich lassen dürfte. Sollen die Briten ruhig ablehnen, wenn sie durchaus wollen - und sich in Moskau weiter herumstreiten. Sagen Sie einfach, die ganze Angelegenheit sei mitsamt den Sitzungsprotokollen an die Reparationskommission zu verweisen, damit zu erkennen ist, daß die Briten gegen die Erwähnung von 10 Milliarden Dollar sind.
Harry
Stalin hält sich genau an den Maiski -Molotow-Vorschlag: Die Reparationskommission mit Sitz in Moskau soll bei der Feststellung des Gesamtbetrags von der Zahl 20 Milliarden Dollar, davon 50 Prozent für die Sowjet-Union, als Basis ausgehen In einer leidenschaftlichen Auseinandersetzung mit Churchill, der nichts davon wissen will, weicht Stalin keinen Zoll von seinem Standpunkt ab.
Churchill: "Wie denken Sie darüber Herr Präsident?"
Roosevelt: "Meine Antwort ist einfach: Der Schiedsrichter Franklin Roosevelt empfiehlt, die ganze Angelegenheit der Kommission in Moskau zu überlassen und darauf hinzuweisen, daß die Engländer den Betrag von 10 Milliarden Dollar nicht einmal als Diskussionsbasis akzeptieren."
Um 18 Uhr wird eine Pause für den Tee eingelegt, der wie alle Tage in Gläsern in silbernen Haltern serviert wird. In dieser Teepause fällt, bei einem Gespräch zwischen Roosevelt, Molotow und Stettinius, zum erstenmal der Name der Stadt, die als Tagungsort der ersten Konferenz der Vereinten Nationen auserwählt wird: San Francisco.
Nach der Pause fordert Stalin, die Revision des Vertrags von Montreux und die Dardanellenfrage zu erörtern.
Stalin: "Der Vertrag ist veraltet. Bei seinem Zustandekommen hat Japan eine größere Rolle gespielt als die Sowjet -Union. Der Vertrag war mit dem Völkerbund verknüpft, der nicht mehr existiert, und wurde zu einer Zeit abgeschlossen, in der die Beziehungen zwischen Großbritannien und der Sowjet -Union nicht zum besten waren. Nach der Konvention von Montreux haben die Türken das Recht, die Meerenge nicht nur in Kriegszeiten zu schließen, sondern auch dann, wenn nach ihrer Meinung eine Kriegsgefahr besteht. Ich verlange keine sofortige Revision des Vertrags. Ich möchte nur darum ersuchen, daß sich die drei Außenminister nach der Krimkonferenz bei ihren periodischen Zusammenkünften mit dem Problem befassen. Es ist ein unhaltbarer Zustand, daß die Türkei jederzeit Rußland die Gurgel zudrücken kann."
Roosevelt: "Ich verstehe Sie vollkommen! Ich hasse es, wenn Nationen Bollwerke zwischen sich errichten. Sehen Sie sich die rund 7000 Kilometer lange Grenze zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten an: Kein Fort und kein Soldat stehen an der ganzen Grenze. Außerdem ist es durchaus verständlich, daß die UdSSR einen eisfreien Hafen im Westen zu haben wünscht."
Churchill: "Auch ich bin damit einverstanden, unter der Voraussetzung, daß die Unabhängigkeit und Integrität der Türkei garantiert werden."
Nach einigem Hin und Her, bei dem Stalin und Churchill sich gegenseitig necken, wird dem sowjetischen Ersuchen stattgegeben.
Gegen Schluß der Sitzung wird noch einmal die Polenfrage heftig diskutiert. Während der Pause nämlich haben die Sachverständigen folgenden Text entworfen:
"Die drei Großmächte sind der Ansicht, daß die Ostgrenze Polens der Curzon-Linie folgen sollte ... Es wird
anerkannt, daß Polen beträchtlichen Gebietszuwachs im Norden und Westen erhalten muß. Sie sind der Meinung, daß über das Ausmaß dieses Zuwachses die Ansicht der neuen Polnischen Provisorischen Regierung der Nationalen Einheit zu gegebener Zeit eingeholt werden soll und daß die endgültige Festlegung der Westgrenze Polens später der Friedenskonferenz vorbehalten sein soll."
Wiederum eine eilige Notiz Hopkins: Herr Präsident,
Sie werden Arger mit dem Senat bekommen Harry
In der Tat ist der amerikanische Präsident nicht befugt, ohne Billigung des Kongresses die Vereinigten Staaten zur Festlegung von Grenzen und zum Abschluß von Verträgen zu verpflichten.
Alger Hiss findet einen Ausweg: Anstelle der ersten Worte "Die drei Großmächte" brauche man nur "Die drei Regierungschef s" einzusetzen.
Molotow: "Ich möchte noch einen letzten Vorschlag machen, nämlich dem zweiten Satz folgendes hinzuzufügen. '... mit Wiederherstellung seiner (Polens) alten Grenzen in Ostpreußen und an der Oder'."
Roosevelt: "Alte Grenzen? ... Wie lange ist das her?"
Molotow: "Sehr lange."
Roosevelt: "Das könnte die Briten dazu anregen, die Rückgabe der Vereinigten Staaten an Großbritannien zu verlangen."
Stalin: "Daran wird sie der Ozean hindern."
Churchill: "Seien wir vernünftig! Unterlassen wir es, eine Westgrenze zu präzisieren!"
Damit wird die Sitzung aufgehoben. An diesem Abend ist Churchill an der Reihe, ein Diner zu geben. Er lädt für 21 Uhr in die Villa Woronzow ein.
Es ist nur für neun Personen gedeckt: Roosevelt und Stettinius, Stalin und Molotow, Churchill und Eden sowie die drei Dolmetscher Bohlen, Pawlow und Major Birse.
Das Menü ist ganz nach französischer Art. Es gibt, wie üblich, zahlreiche Trinksprüche.
Der britische Premier bringt den ersten Toast auf den König von England, den Präsidenten der Vereinigten Staaten und auf Kalinin, den Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR, aus, den Roosevelt, als einziges anwesendes Staatsoberhaupt, erwidert.
In seinem Trinkspruch sagt Roosevelt, er wolle nun eine wahre Begebenheit aus seinem ersten Präsidentenjahr erzählen.
Seine Frau sei damals gebeten worden, eine neue Schule einzuweihen. An der Wand eines Klassenzimmers habe eine Landkarte gehangen, deren Mitte von einem großen weißen Fleck eingenommen gewesen sei. Auf ihre Frage habe der Lehrer geantwortet, dort gehöre die Sowjet-Union hin, doch sei es verboten, über dieses Gebiet zu sprechen. Seine Frau sei empört gewesen, und er, Roosevelt, habe dann an Mr. Kalinin geschrieben, um die diplomatischen Beziehungen zu Moskau wiederaufzunehmen.
Dann trinkt Churchill auf die Gesundheit von Marschall Stalin. Er hoffe, sagt er, daß der Marschall jetzt mehr für die Briten übrig habe als früher, denn nach seiner Meinung hätten ihn die großen Siege der Roten Armee freundlicher und milder gestimmt, als es in der furchtbaren Zeit zu Beginn des Krieges der Fall gewesen sei. Rußland, das sich im Feuer der Schlachten mit Ruhm bedeckt habe, möge als glückliche und lächelnde Nation einer friedlichen Zukunft entgegengehen.
Stettinius gedenkt in seinem Trinkspruch seines Vorgängers Cordell Hull, an den man noch am gleichen Abend ein von allen Anwesenden unterzeichnetes Grußtelegramm absendet.
Roosevelt sagt dann, er möchte einen Toast auf Churchill ausbringen, den "großen Staatsmann", von dem schwer zu sagen sei, ob er seinem Land innerhalb oder außerhalb der Regierung größere Dienste geleistet habe. Er, Roosevelt, sei der Ansicht, daß Mr. Churchill vielleicht von noch größerem Nutzen gewesen sei, als er sich nicht in der Regierung befand, denn er habe die Menschen zum Nachdenken gezwungen.
Stalin trinkt "auf die Zukunft". Für ihn seien "links" und "rechts" Begriffe, die ihren Sinn verloren hätten. Nach klassischer parlamentarischer Auffassung stehe zum Beispiel Daladier, ein Radikalsozialist, mehr "links" als Mr. Churchill. Nun, Daladier habe in Frankreich die Gewerkschaften aufgelöst, wohingegen Churchill sie in Großbritannien niemals angetastet habe. Wer sei nun mehr "links", Churchill oder Daladier?
Roosevelt: "1940 gab es in Frankreich achtzehn politische Parteien. Es ist mir passiert, daß ich innerhalb einer Woche mit drei verschiedenen französischen Ministerpräsidenten zu tun hatte."
Churchill: "Marschall Stalin hat es leichter. Er hat nur mit einer Partei zu tun."
Stalin: "Das ist tatsächlich sehr angenehm für einen Staatschef."
Churchill erzählt dann von seinen großen Schwierigkeiten mit William Galtacher, dem einzigen kommunistischen Unterhausmitglied: Nichtsdestoweniger habe er ihm einen Kondolenzbrief geschrieben, als er seine beiden Stiefkinder im Kriege verloren habe. Churchill fügt hinzu, seine Opposition gegen den Kommunismus beruhe nicht auf egoistischem Festhalten am Privateigentum, sondern auf dem Glauben an die Rechte des Individuums gegenüber dem Staat.
Stalin: "Ich glaube nicht, daß die Labour-Partei imstande ist, noch einmal eine Regierung in Großbritannien zu bilden."
Roosevelt erzählt von seinen Erfahrungen mit dem Ku-Klux-Klan, "einer Gruppe von Menschen, die gleichzeitig Katholiken und Juden hassen". Stalin: "Apropos Juden - haben Sie die Absicht, Ibn Saud Konzessionen zu machen?"
Roosevelt: "Ich habe die Absicht, mit ihm die ganze Palästina-Frage durchzusprechen."
Stalin: "Das jüdische Problem ist sehr schwierig. Mit den Juden ist nicht leicht umzugehen. Ich habe versucht, meinen Juden eine nationale Heimstatt in Wirowidschan zu schaffen, aber sie konnten sich dort nicht akklimatisieren: Nach zwei oder drei Jahren sind sie wieder in die Städte gezogen."
Roosevelt: "Ich bin Zionist. Und Sie, Marschall?"
Stalin: "Im Grunde bin ich auch einer. Aber in der Praxis läßt sich das schwer durchführen."
Natürlich wurde noch ein Trinkspruch auf die Vereinten Nationen ausgebracht, dann folgten weitere Toasts auf die verschiedenen Armeen, Flotten, Luftstreitkräfte und schließlich auf die Niederwerfung Deutschlands.
Stalin: "Ich hätte niemals den Pakt von 1939 mit den Deutschen abgeschlossen, hätte es nicht vorher ein München und den deutsch-polnischen Vertrag von 1934 gegeben."
Man trennt sich kurz nach Mitternacht.
ACHTER TAG
Sonntag 11. Februar
Stalin hat, wie stets, bis 5 Uhr früh gearbeitet. In den Nächten pflegt er Besprechungen abzuhalten, sei es mit Berija, Molotow und Malenkow über politische Probleme, sei es mit Wyschinski, Gromyko, Maiski und Alexandrow über technische Fragen, sei
es mit General Antonow und den übrigen Stabschefs über die im Gange befindlichen Operationen. Anschließend begibt er sich zu Bett und schläft bis in den Mittag hinein.
Churchill hat sich um 11 Uhr ein kräftiges Frühstück ans Bett bringen lassen und bespricht sich dabei mit Eden. Er trägt seinen berühmten Morgenrock mit dem auffallend großen grün-roten Blumenmuster. Immer noch schimpft er über die allzu große Eile:
"Roosevelt will seine Welt in fünf oder sechs Tagen aufbauen. Dabei hat sogar der Schöpfer sieben Tage gebraucht."
Roosevelt ist um 10 Uhr aufgestanden. Nachdem er seinen Sekretären Anweisungen gegeben hat, konferiert er mit Hopkins. Beide sind sehr zufrieden. Sie sind von dem Glauben durchdrungen, den größten - waffenlosen - Sieg davongetragen zu haben, den man sich vorstellen kann.
Dann läßt sich der Präsident, umgeben von seinen Leibwächtern - deren ausgebeulte Taschen die Revolver verraten -, von seinem schwarzen Diener Arthur Prettysman im Rollstuhl zu der draußen angetretenen Besatzung der "Catoctin" fahren, die während der ganzen Woche die Wachen für das Palais gestellt hat.
Nachdem er den Matrosen, dem Leutnant Norris Houghton und allen Dolmetschern für ihre vorzügliche Leistung gedankt hat, läßt er sich mitsamt dem Rollstuhl in einen für ihn speziell konstruierten Jeep heben, um eine Spazierfahrt zu machen. Nur seine Tochter begleitet ihn.
Es geht kreuz und quer durch den riesigen Park von Liwadia. Das Wetter ist nach wie vor herrlich. Die Sonne scheint. Roosevelt hat nur einen Gedanken: abreisen.
Der amerikanische Präsident ist von jener krankhaften Ungeduld gepackt, wie sie für Leidende typisch ist, die ihre letzte Stunde nahen fühlen. Von dem Augenblick an, in dem er seiner Meinung nach sein Hauptziel erreicht, wird ihm alles andere zuviel. Auch erwarten ihn noch am Roten Meer die drei Könige aus dem Morgenland.
Er denkt an den Brief, den er seiner Frau schreiben will: "Alles ist sehr gut verlaufen, glaube ich ... Er ist fraglos vollkommen glücklich. Aber er ist müde. Und seine Mattigkeit entgeht niemandem, während er, immer noch im Rollstuhl, den Rücken dem offenen Holzfeuer im Kamin zugekehrt, die achte und letzte Plenarsitzung der Jaltakonferenz eröffnet.
Es ist 12 Uhr mittags. Anwesend sind fünfundzwanzig Personen.
Neun Amerikaner: Roosevelt, Stettinius, Leahy, Hopkins, Harriman, Mathews, Bohlen, Hiss und Foote (ein Beamter des State Department).
Neun Engländer: Churchill, Eden, Cadogan, Clark Kerr, Jebb, Bridges, Wilson, Dixon und Dolmetscher Birse.
Sieben Russen: Stalin, Molotow, Wyschinski. Maiski, Gusew, Gromyko und Pawlow.
Zur Diskussion steht das Kommuniqué, das am nächsten Tag der Presse übergeben werden soll.
Dem Dokument liegt ein Entwurf der Amerikaner zugrunde, und es ist, nach genauen Anweisungen Hopkins, fast ganz von Wilder Foote verfaßt worden. Stettinius liest es vor.
Churchill, der mit Vorliebe Verbesserungen an historischen Dokumenten vornimmt und Wert auf ein gutes "britisches Englisch" anstelle des "amerikanischen Englisch" legt, schlägt einige geringfügige Textänderungen vor, die ohne weiteres angenommen werden. Insbesondere geht es Churchill um die Eliminierung des Wortes "joint" (gemeinsam), das in dem Dokument mehrfach vorkommt, "weil es in England den sonntäglichen Hammelbraten bezeichnet".
Stalin erhebt keine Einwände.
Footes Text ist damit endgültig angenommen und wird den Übersetzern zur Übertragung übergeben.
Es ist 12.50 Uhr geworden. Man kann zu Tisch gehen.
Das Essen ist noch nicht zu Ende, als die Sekretäre die endgültigen Fassungen zur Unterschrift vorlegen.
So unterzeichnen Franklin Roosevelt, Josef Stalin und Winston Churchill zwischen beiseite geschobenen Tellern und Gläsern eines der wichtigsten historischen Dokumente (siehe Kasten Seite 86).
Nach dem Kaffee, zu dem kaukasischer Cognac gereicht wird, schließt die Konferenz ohne jedes Zeremoniell. Roosevelt überreicht Stalin die Etuis mit den hohen amerikanischen Orden für die von ihm ausgezeichneten sowjetischen Frontoffiziere.
Darauf erhalten er, Churchill und die anderen Delegierten - wie nach einer Trauerfeier auf dem Lande - Lebensmittelpakete: Apfelsinen, Mandarinen, Heringskonserven, Kaviar, Räucherlachs, Sekt, Wodka und abgepackte Butter.
Roosevelt revanchiert sich mit Stangen amerikanischer Zigaretten, Pralinen, elektrischen Rasierapparaten, Fruchtsäften in Dosen.
Man trennt sich in bestem Einvernehmen.
Stalin besteigt seinen kugelsicheren Wagen und wendet sich noch einmal grüßend Roosevelt und Churchill zu, die ihm von der Freitreppe aus zuwinken.
Es ist vorüber.
Der Marschall verbringt den 11. Februar 1945 in seiner Suite in der Villa Koreis. Seine Abreise nach Moskau ist für den folgenden Tag vorgesehen. Er wird den Zug benutzen.
Hopkins und sein Sohn Bob fahren im Wagen nach Simferopol, wo der Zug sie erwartet, der sie über Nacht zum Flugplatz Saki bringen wird,
Als sie in Simferopol eintreffen, ist es bereits dunkel, so daß sie Mühe haben, den Bahnhof zu finden. Und als sie schließlich den Bahnhof gefunden haben, suchen sie verzweifelt nach dem Zug. Für den schwerkranken Hopkins ist das Absuchen der Bahnsteige ein wahres Martyrium.
"Wenn ich jemals", erzählt Hopkins später Stettinius, der ein paar Stunden darauf auf der Suche nach demselben Zug gleiche Abenteuer erlebte, "einen Ausländer auf einem amerikanischen Bahnhof umherirren sehe, werde ich ihm umgehend den Weg zum WC zeigen und ihm nachher etwas zu trinken anbieten."
Churchill und seine Tochter Sarah fahren im Wagen nach Sewastopol, wo sie sich an Bord des englischen Passagierdampfers "Franconia" begeben. Das Schiff war durch die Dardanellen geschickt worden, um gegebenenfalls, als Ergänzung zur "Catoctin", in seinen Kabinen Delegierte aufzunehmen.
Roosevelt verläßt Liwadia um 16 Uhr. Auch er fährt in Begleitung seiner Tochter. In seiner Tasche befindet sich Stalins letzter Brief:
Sehr geehrter Herr Roosevelt,
Ich stimme vollauf zu, daß, da sich die Stimmenzahl der Sowjet-Union durch die Einbeziehung der Ukraine und Weißrußlands in den Kreis der Mitglieder der Versammlung auf drei erhöht hat, die Stimmenzahl der USA ebenfalls erhöht werden sollte. Ich glaube, daß die Stimmenzahl der USA, wie im Falle der Sowjet-Union und ihrer beiden hauptsächlichen Republiken, auf drei erhöht werden könnte. Falls notwendig, bin ich bereit, diesen Vorschlag offiziell zu unterstützen Mit vorzüglicher Hochachtung. J. Stalin.
Noch ein Erfolg mehr! Roosevelt kann nun "dem Kongreß die ukrainische und weißrussische Pille schmackhafter machen".
Er ist gehobener Stimmung, absolut überzeugt, einen vollen Erfolg errungen zu haben, und freut sich, daß er an Bord der "Quincy" ein paar erholsame Stunden auf dem Roten Meer verbringen kann. Er zweifelt nicht daran, daß er sich gut geschlagen hat, sowohl zu seinem eigenen wie zum Ruhme Amerikas und der Welt. Hatte er nicht recht gehabt, als er seinerzeit den Skeptikern in Washington versicherte, daß es durchaus möglich sei, Stalin durch Freundlichkeit zu "zähmen"?
Er denkt an die Worte, die er vor seiner Abreise zur Krim, in einer Botschaft an den Kongreß, geäußert hat: "Wir haben gelernt, Weltbürger zu sein, Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft. Wir haben die schlichte Wahrheit des Wortes Emersons erfahren: 'Einen Freund zu gewinnen, gibt es nur den Weg, selber einer zu sein.'" Emersons Wort, gilt sogar für einen Pokerspieler gegenüber einem Schachspieler - oder nicht?
Roosevelt kommt nicht der geringste Zweifel, daß seiner Aufrichtigkeit mit gleicher Aufrichtigkeit, begegnet wurde. Er denkt nicht im Traum daran, sich zu fragen, ob dieses Austerlitz nicht eines Tages als ein Waterloo ausgelegt werden könnte.
Er macht nicht den Eindruck, als habe er sich auch nur ein einziges Mal gefragt, ob sein Spiel gefährlich sei. Sicher ist, daß ihm am Abend dieses Tages nicht der leiseste Zweifel gekommen ist.
Dabei sind die drei Baltischen Staaten bereits von Rußland absorbiert, eingegliedert in das sowjetische Imperium. Stalin hat kaum seine Absichten auf Finnland verhehlt, und in dem schon seit einigen Stunden sowjetisierten Jugoslawien unterstützen seine Abgesandten Titos Ansprüche auf Triest. Er hat Bulgarien fast ganz in der Hand. In Rumänien" ist ein kommunistischer Staatsstreich im Gange, gelenkt von Wyschinski, der keine 48 Stunden nach Beendigung der Konferenz dem König und den baß erstaunten Ministern, die unter Berufung auf die Jalta-Abmachungen zu protestieren versuchen, die Worte zuschleudern wird: "Jalta? Was heißt Jalta? Das bin ich!" In Albanien haben sich Kommunisten der Regierung bemächtigt. Die aus London und Washington nach Liwadia übermittelten Berichte über die Lage in Polen, Ungarn und Ruthenien sind alarmierend: Kein vernünftiger Mensch im Westen wagt mehr zu behaupten, daß die Russen bereit seien, in, diesen Ländern eines Tages freie Wahlen abhalten zu lassen.
Durch die Stalin leichtfertig gewährten Konzessionen bahnte Roosevelt in Jalta allen Vermessenheiten des sowjetischen Realismus den Weg.
In der Tat liegt in den Abmachungen vom 11. Februar 1945 der Keim nicht nur für die Sowjetisierung Osteuropas und für den Prager Staatsstreich, sondern auch für den Koreakrieg, für den Indochinakrieg, für Mao Tse-tungs Sieg, für die Blockade von Berlin, und schließlich auch für die Kuba-Affäre.
In Jalta wurde sich der internationale Kommunismus der Vertrauensseligkeit des Westens bewußt, und seitdem war er unablässig bestrebt, sie zu mißbrauchen.
Vom 11. Februar 1945 datiert auch die furchtbare Teilung Deutschlands.
Eines der wesentlichen Ergebnisse der Jaltakonferenz ist, daß die immer mehr sich vertiefende Kluft mitten durch Europa aufgerissen wurde, die Washington zwei Jahre lang nicht wahrhaben wollte. Oder wie der französische Journalist und Schriftsteller Pierre Frédérix schreibt: "Die UdSSR erhielt zwar keinen Anteil an der Verwaltung Bayerns, aber die USA verzichteten auf die Teilnahme an der Verwaltung Sachsens und Brandenburgs ..."
Noch schlimmere Folgen ergaben sich für Asien. Von Roosevelts Zugeständnissen an Stalin sind diejenigen, die den Fernen Osten betreffen, fraglos die verhängnisvollsten, einmal für die lebenswichtigen Interessen der Vereinigten Staaten selbst, zum andern für den Weltfrieden. Der Zustand der Unruhe in Asien wurde in Jalta besiegelt.
Derselbe Roosevelt, der Tschiang Kaischek auf der Kairoer Konferenz im November 1943 versprochen hatte, die ganze Mandschurei an China zurückzugeben, schloß in Jalta ohne jeden anderen amerikanischen Zeugen als einen Dolmetscher und ohne jede andere Billigung als die des Amerikaners Hopkins - der ebenso krank war wie er selbst - mit Stalin ein Geheimabkommen, um
einen Feind niederzuwerfen, der sich selbst bereits geschlagen gab, ein Geheimabkommen, nach dem Rußland "dorninierenden Einfluß" in Dairen, die volle Kontrolle über den Flottenstützpunkt von Port Arthur sowie die Eisenbahnlinien erhielt, die die UdSSR mit Dairen verbinden und die Mandschurei von Nordosten nach Süden durchschneiden.
Während Japan im Begriff war, seine Niederlage anzuerkennen, und Roosevelt seit mehreren Tagen wußte, daß er bald über die Atomwaffe würde verfügen können, machte er Stalin Geschenke auf Kosten allein von Tschiang Kai-schek, den er bis dahin - nach Großbritannien - als seinen engsten Verbündeten betrachtet hatte.
Nicht nur opferte er die Kurilen und Südsachalin auf die simple Zusage Stalins hin, drei Monate nach der Kapitulation Deutschlands in den Krieg gegen Japan einzutreten. Er öffnete dem Kremlherrn auch die Tore Asiens. Er ermöglichte ihm, seine Macht im Osten mehr noch als im Westen auszudehnen.
In Jalta wurde die erste Bresche in zwei Bollwerke gegen den Kommunismus geschlagen, die bis dahin jeder Prüfung standgehalten hatten: die Solidarität der großen Demokratien auf der einen Seite und das Vertrauen in die Zuverlässigkeit der amerikanischen Freundschaft auf der anderen. Fortan genügte es den Russen zu wissen, daß die Amerikaner für große Worte empfänglich sind, wie etwa, um mit Roosevelt zu sprechen: "Den Krieg für immer unmöglich machen" - und von diesem Zeitpunkt an bedienen sie sich, um ihre Aktivität bis hin zur Anlage von Raketenabschußbasen auf Kuba zu kaschieren, bewußt des Wortes "Frieden".
In Stalins Sieg von Jalta sind die Beweggründe und Anlässe zu der von den Sowjets nach dem Krieg geführten großen "Friedenskampagne" zu suchen, die sie zusehends intensivierten, ohne daß die unermüdliche Tätigkeit der von Moskau ferngelenkten und ausgerüsteten kommunistischen Partisanen in Laos, Malaysia, Südvietnam, im Mittleren Osten, in Afrika oder Lateinamerika nachließ.
Vor seinem Tode - Roosevelt starb genau 60 Tage später - war ihm noch vergönnt, seine Irrtümer abzuwägen.
Am 1. April, nachdem sich herausgestellt hatte, daß der Kreml in Polen keine andere Regierung als das Lubliner Komitee anerkennen würde, schrieb er einen bitteren Brief an Stalin.
Einige Tage später konsternierten ihn Berichte über die Lage in Polen und Rumänien. Sie enthüllten, daß die sowjetische Außenpolitik sich auf drei Linien bewegte: Zusammenarbeit mit den USA und Großbritannien in der Weltorganisation; Errichtung eines Sicherheitsgürtels durch Besetzung der westlichen Grenzländer; Zersetzung anderer Länder, insbesondere Frankreichs. Belgiens und Italiens mit Hilfe der kommunistischen Parteien.
Eine Stunde vor seinem Tod, in seinem letzten Telegramm an Churchill, schrieb Roosevelt: "Bagatellisieren wir soweit wie möglich das sowjetische Problem. Auf jeden Fall müssen wir fest bleiben." Und sein letztes Wort: "Unsere Zweifel von heute sind die Quelle unserer Leistungen von morgen."
Solche Zweifel liegen seinem Denken am Abend des 11. Februar 1945 noch völlig fern.
Während er quer durch die Krim in Richtung Sewastopol fährt, betrachtet er entzückt die schneebedeckten Gipfel über dem Schwarzen Meer, oder er scherzt mit seiner Tochter, die ihn am Rauchen hindern will.
In der Dämmerung, bei der Fahrt durch die vom Krieg schwer mitgenommene Stadt, kann dieser Bürger des intakten New York, dieser Präsident des einzigen großen Landes, dessen Städte die Schrecken und Verwüstungen des Krieges nicht kennengelernt haben, über die verflossenen Tage nachdenken. Und so wiederholt er für sich selbst:
Da Stalin der Regierungschef eines Landes ist, das soviel gelitten hat, kann er nichts anderes als einen lang währenden Frieden im Sinne haben ...
In seinem Rollstuhl sitzend, wird er an Bord der "Catoctin" gehoben, wo er mit allen Ehren empfangen wird. Der Kapitän läßt ihm ein üppiges amerikanisches Dinner servieren: "Ein wahrer Schmaus nach acht Tagen sowjetischer Küche."
Nach dem Essen fahren Admiral Mac Intyre, Mrs. Boettiger, Miss Harriman und Admiral Brown ins Zentrum der Stadt, wo eine Kapelle der russischen Schwarzmeerflotte ein Konzert gibt.
Präsident Roosevelt ist zu erschöpft, um sie zu begleiten. Er zieht sich in seine Kabine zurück.
Ende
Konferenz-Sieger Stalin: "Jalta - das bin ich"
Konferenz-Verlierer Roosevelt, Churchill: "Alles zusammenpfuschen"
Roosevelt-Berater Hopkins, Roosevelt-Tochter Anna: Auf amerikanischen Landkarten.
... die Sowjet-Union als weißer Fleck: Stalin-Berater* in Schloß Liwadia
Münchner Abkommen (1938)*, Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt (19391**: Links oder rechts?
Churchill-Residenz. Villa Woronzow: Toasts bis Mitternacht
Sprachreiniger Churchill, Tochter Sarah
Anderes Wort für Hammelbraten
Partisan Tito
Ansprüche auf Triest
Zerstörtes Sewastopol (1945): "Frieden im Sinn"
Heimreisender Roosevelt (2. v. l.)*: "Unsere Zweifel von heute ...
... sind Quell unserer Leistungen von morgen": Heimreisender Churchill
* Von links: Wyschinski (mit Brille), Molotow (von hinten), Gromyko, Gusew, Maiski (sitzend).
* Am 29. September 1938 vereinbarten der deutsche, britische, Italienische und französische Regierungschef die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete in der Tschechoslowakei an Deutschland. Vorn von links: Chamberlain, Daladier, Hitler, Mussolini.
** Am 23. August 1939 von Reichsaußenminister von Ribbentrop (sitzend) in Moskau unterzeichnet. Hinten rechts: Stalin; zweiter von rechts: Molotow.
* Von links: John Winant, von 1941 bis 1947 US-Botschafter in London, Stettinius, Hopkins.
Copyright by Karl Rauch Verlag, Düsseldorf.
Aus dem Französischen von Wilhelm und Modeste Pferdekamp. Entnommen dem im Karl Rauch Verlag Mitte Mal erscheinenden Buch von Arthur Conte "Die Teilung der Welt (Jalta 1945)". 370 Seiten; 24,80 Mark.
Von Arthur Conte

DER SPIEGEL 18/1965
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