24.10.1966

KAPITALANLAGEN

Aktien an der Wand (siehe TiteIbiId*)

KUNSTHANDEL

Mit einem Hammer ohne Stiel klopfte der Welt prominentester Versteigerungskünstler, Peter Wilson - Premier des Londoner Auktionshauses Sotheby & Co. -, auf sein Pult. Er hatte den Griff entfernt aus Vorsicht, das Holz könne im Eifer des Zuschlagens brechen und der Elfenbeinkopf ins Publikum fliegen.

"7000 Pfund", rief Wilson in den Saal. "Wer bietet mehr?" Sein suggestiver Blick richtete sich auf Millionärsgattinnen und schnell rechnende Kaufleute, die verzückt zum Podium blickten. Dort stand auf einer Staffelei ein repräsentatives Blatt aus Toulouse-Lautrecs lithographischem Dirnenzyklus "Elles". Mehrere ältere Herren überboten einander.

Schließlich schlug der Hammer in der Faust des Auktionators zum letzten Mal zu: "8000 Pfund". Mit dieser Preisrakete

- 88 000 Mark für die zehn Blätter der

berühmtesten Toulouse-Lautrec-Serie - begann jüngst die neue Saison der großen Kunstauktionen.

Der Londoner Ouvertüre werden bis Jahresende noch 800 Versteigerungen auf den wichtigsten Plätzen des Kunsthandels folgen davon 60 in Westdeutschland, wo immer mehr Bundesbürger die moderne Lust anwandelt, wenigstens ein echtes Kunstwerk und nicht nur Talmi zu besitzen.

Diese Wunschwelle schäumt am stärksten in den USA. Die Amerikaner stehen im Banne einer Kunstexplosion, so motivierten Soziologen der Harvard -Universität das Kauffieber. Dutzende neuer Museen wurden errichtet. Selbst Warenhäuser handeln in den USA mit Kunstwerken. Aber auch Europa wurde von dem Bilder-Enthusiasmus erfaßt.

Museumsdirektoren, Multimillionäre, Bürgermeister und Landesväter bemühen sich vor allem um jene Künstler, die vor 30 Jahren als Entartete geschmäht wurden. Die Prominenten fürchten, als Banausen zu gelten, wenn sie nicht jeden Klee, Kandinsky, Kirchner und Kokoschka aufkaufen, der noch zu haben ist.

Die mittlere Wohlstandsschicht hat ebenfalls ihr Herz für die Kunst entdeckt. Wo früher Drucke von Van Goghs Arleser Brücken die Wohnzimmerwände zierten, hängen heute Farblithographien von Marc Chagall, Stilleben von Gabriele Münter oder Ölbilder von der Hand bisher noch unentdeckter Meister.

Nach amerikanischem Woolworth -Muster betätigt sich die zweitgrößte westdeutsche Warenhausgesellschaft, die Kaufhof AG, als volkstümliche Kunsthändlerin. Sie veranstaltet in ihren Warenhäusern Verkaufsausstellungen moderner graphischer Kunst und präsentiert handsignierte Exemplare von 32 jungen Meistern im Werte von insgesamt 300 000 Mark.

Von einer bestimmten Einkommensstufe an gehört es zum Sozialprestige, echte Gemälde, Plastiken oder Originalgraphiken zu besitzen. In letzter Zeit drängt auch immer mehr Kundschaft auf den Kunstmarkt, die mit dem Kauf repräsentativer Aushängeware noch andere Absichten verbindet: Das Gros der Käufer will mit dem Kunsterwerb Reservekapital bilden.

Diese Spekulation treibt die Umsätze der schillernden Branche steil in die Höhe. Im vergangenen Jahr wurden in der ganzen Welt für 40 Milliarden Mark Bilder, Plastiken und Antiquitäten verkauft, so schätzt ein Experte. Das entspricht ungefähr dem doppelten Umsatz der deutschen Automobilindustrie.

Die farbigen oder aus Bronze gegossenen Rücklagen erscheinen vorsichtigen Mittelständlern im Zeitalter der schleichenden Inflation und der weichen Börsenkurse wertbeständiger als Spargeld, Aktien oder Rentenpapiere. Außerdem ist unter den Amateuren die Ansicht weit verbreitet, daß man mit Kunstwerken durch ungewöhnliche Wertsteigerungen hohe Gewinne erzielen kann.

Der Münchner Professor Dr. Horst Wagenführ schätzt, daß etwa die Hälfte aller Kunstkäufer "ihr Geld anlegen oder mit dem Geld spekulieren will". Etwa 40 Prozent kaufen (nach einer Meinungsumfrage) vorwiegend aus Prestigegründen, und nur zehn Prozent sind passionierte Sammler, die mit Kunstwerken leben wollen, sie als Offenbarung verehren oder beim Betrachten in geistige Hochspannung geraten.

Die Motiv-Analyse deckt sich mit den Feststellungen der professionellen Kunstbörsianer. "Nach dem totalen Zusammenbruch der Pariser Börse haben viele Leute ihr Geld zu mir gebracht", erklärte der Pariser Bildermillionär Aimé Maeght, dessen Galerie und Kunstverlag vielen westdeutschen Händlern als Einkaufszentrum dienen. "Meine Einnahmen sind im Vergleich zu den betreffenden Monaten des Vorjahres um 40 Prozent gestiegen."

Alle talentierten Kunstbörsianer konnten während der letzten Jahre mit ihrem Fundus wuchern, wenn sie sich mit den richtigen "Kunstaktien" eingedeckt hatten und sie im günstigsten Augenblick wieder verkauften: Rembrandts Rohrfeder-Zeichnung "Die Hinrichtung von Gefangenen" kam 1937 für 200 Mark unter den Hammer; vor zwei Jahren honorierte ein Sammler das Blatt mit 58 540 Mark (Wertsteigerung: 29 170 Prozent).

1910 erhielt Oskar Kokoschka für ein Porträt des Berliner Kunsthändlers Herwarth Walden einen Gegenwert von etwa 200 Mark; 1954 wurde es von dem heute im Steuerparadies Campione lebenden Kunstauktionator Roman Norbert Ketterer für 57 000 Mark versteigert (SPIEGEL 35/1960). Sieben Jahre später kaufte es der Londoner Finanzier Charles Clore für rund 300 000 Mark. Kokoschkas Jugendwerk wurde in einem halben Jahrhundert um 150 000 Prozent aufgewertet.

1953 erwarb Ketterer von einem Schweizer Arzt das Bild des von ihm hochgespielten Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner "Mädchen unter Japanschirm" für 5000 Schweizer Franken. Im vergangenen Jahr zahlte die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Ketterer dafür das Vierzigfache: 200 000 Mark. Kirchners Lithographie "Dodo mit dem Schirm" wurde 1949 für nur 150 Mark angeboten, heute ist sie nicht unter 15 000 Mark zu haben.

Picassos aquarellierte Zeichnung "Au Moulin Rouge" aus dem Jahre 1901 erzielte 1950 auf der Versteigerung der Chrysler-Sammlung 7000 Mark; in den nächsten elf Jahren erhöhte sich der Preis um das 27fache. Ein Liebhaber ersteigerte das Blatt für 190 000 Mark.

Seit einigen Wochen stehen Druckgraphiken des 1944 verstorbenen Vorläufers der Expressionisten Edvard Munch besonders hoch im Kurs. Eine neue Munch-Hausse setzte ein, nachdem im Juni auf einer Berner Auktion drei Blätter des Norwegers auffallend hohe Zuschläge erhalten hatten. Für das Farblitho "Madonna" (70 000 Mark) notierten die Kunsthändler während der letzten fünf Jahre einen Wertzuwachs von 745 Prozent, für das Blatt "Vampyr" (47 320 Mark) eine Wertsteigerung um 592 Prozent.

Mitunter ernteten die Kunstkäufer schon in kurzer Zeit einen frappierenden Gewinn. Der Halbakt eines rothaarigen, grünäugigen Mädchens - eine Farblithographie von Munch, die unter dem populären Titel "Sünde" zirkuliert - war im vergangenen Jahr noch für 27 300 Mark zu haben, heute ist die "Sünde" mindestens 68 000 Mark wert Ein Sammler, der vor drei Jahren in London ein Porträt von Modigliani, "Andre Rouveyre", für 88 200 Mark gekauft hatte, kassierte vor ein paar Monaten im New Yorker Versteigerungshaus Parke-Bernet 120 000 Mark.

Das Zauberbarometer der Auktionen verleitete die neuen Kunstamateure, jeden erreichbaren Atelierschnitzel von Kokoschka, Kirchner, Chagall oder Picasso zu kaufen. Selbst ohne Sachkenntnis halten sie sich an Marktberichte, in denen es etwa heißt, daß Chagall -Gemälde heute 132mal so hoch im Kurs stehen wie 1945 und die Bilder von Kokoschka heute 30mal soviel einbringen wie vor 20 Jahren. Das trifft zwar für die attraktivsten Farbsymphonien zu, aber längst nicht auf das gesamte Oeuvre.

Bei der Bewertung kommt es nicht nur auf den Künstlernamen an, sondern auch auf die Qualität des Bildes als geistiges Extrablatt und auf das Sujet. Die frohen Dinge haben immer die Gunst des Publikums für sich.

In der ganzen Welt malen, stricheln, spachteln und schaben über eine halbe Million Kunstmaler. Die meisten flirten mit dem Geschmack des Tages. Niemand weiß, wer von den jungen Nachwuchskünstlern einmal zum Olymp der großen Meister aufsteigen wird. Der Londoner Kunstkritiker und Auktionsspezialist Robert Wraight schätzt, daß "vielleicht 0,5 Prozent der Werke unserer Gegenwarts-Malerei und Bildhauer in 30 Jahren überhaupt noch einen Marktwert haben, und von diesem Minimum wird mehr als die Hälfte geringer bewertet werden als heute* ".

Wraight bezeichnet die letzten zehn Jahre als "Goldgrube für den exhibitionistischen Künstler, der Bewunderung suchte für die Geschwindigkeit, mit der er eine riesige Leinwand verunzieren konnte, mit oder ohne Hilfe eines Fahrrades oder Farbrollers; den Maler von 'raumschaffenden Bildern', die sich einfach als leere Bilder herausstellten; den Maler, der Jackson Pollock nachäffte, ohne seinen Intellekt zu besitzen. Aber die Zeit des Exhibitionismus ist vorbei".

Nicht selten hilft allerdings der Kunsthandel nach - besonders in Paris, dem Zentrum der Manipulationen. Um die Maler zu favorisieren, deren Produkte sich bei den Händlern häuften, oder um unbekannte Künstler zu lancieren, übergeben clevere Geschäftsleute die Gemälde renommierten Auktionshäusern. Wenn sich kein Käufer findet, liefern sich ausgesandte Strohmänner und Händler während der Versteigerungen Scheingefechte.

Sie überbieten einander mit hohen Summen, bis sich einer von ihnen das Bild zu einem Rekordpreis zuschlagen läßt. Nach einer Weile taucht es plötzlich wieder im Handel auf und findet dann mit dem Hinweis auf den Auktionserlös um so leichter einen reichen Kunden.

"Die Ergebnislisten der Auktionatoren haben den Wahrheitsgehalt von OKW -Berichten", so glossiert der erfahrene Kunstmarkt-Beobachter Wilhelm F. Arntz diesen Trick. Auch sonst treiben die routinierten Händler auf mancherlei Art geschickte Kurspflege. Mit den Kreationen sehr produktiver Künstler, wie Bernard Buffet und Pablo Picasso, gehen sie zum Beispiel äußerst sparsam um.

Picasso heckte über 25 000 Bilder, die meisten liegen in den Händler-Depots. Er selbst hortet aber auch noch Oeuvres, deren Wert auf rund 300 Millionen Mark geschätzt wird. Wenn diese Bilderflut unkontrolliert auf den Markt flösse, würden die Picasso-Preise schlagartig fallen.

Manche Anzeichen deuten bereits darauf hin, daß mit einer Dauer-Hausse

der Gegenwartsmaler ohnehin nicht zu rechnen ist. Bernard Buffets Tristesse-Manier zieht nicht mehr recht: Seine Bilder verloren an Marktwert. Noch mehr enttäuschte der 1961 verstorbene "deutsche Picasso", Werner Gilles. Während einer der letzten Auktionen des größten westdeutschen Kunsthauses, Lempertz in Köln, konnte Lempertz -Chef Josef Hanstein - Nestor der Branche - von elf angebotenen Gilles-Bildern nur zwei verkaufen.

Gewinnträchtig wie Daimler-Benz -Aktien erwiesen sich indes Marc Chagalls Farbphantasien. Der Farbsymphoniker mit der russischen Seele kann heute jedes Bild absetzen, vor allem seine fast industrielle Graphik-Produktion. Um den Markt zu füttern, startete der Pariser Verleger Tériade vor einem Jahr eine Neuausgabe von Chagalls Farblithographien-Serie "Daphnis und Chloe". 40 Serien mit je 42 Motiven verteilte der Verleger über Pariser Grossisten an etwa 100 Händler, den

Rest der Auflage - 20 Serien - erhielt der Künstler zur freien Verwendung.

Die Luxusausgabe fand reißend Absatz, so daß die Preise sprunghaft stiegen. Blätter, die kurz nach der Edition etwa 3000 Mark kosteten, sind heute nicht unter 7000 erhältlich. Das wie ein Pastell wirkende teuerste Blatt, "Der Lustgarten", das anfangs zu 4200 Mark angeboten wurde, ist nach der neuesten Händler-Preisliste nur noch für 8000 Mark zu haben. Wer es heute erwirbt, kann damit rechnen, daß es um Weihnachten 9000 Mark bringen wird.

Den Kunden bleibt verborgen, warum die Preise für die 42 Sujets der Serie so stark differieren, obwohl sich die Bilder sehr ähneln. Die Händler behaupten, einzelne Nummern seien besonders begehrt, und wegen der großen Nachfrage bekämen sie die Stücke nicht wieder herein. Je knapper die Werke, desto höher der Preis. Er kann aber auch manipuliert werden, wenn man die Ware künstlich knapp hält.

Die Preisführerschaft in dem kartellähnlichen Händlerzirkel üben ein paar Pariser Kunsthändler aus, die den kleineren Händlern die Ware zuteilen. Vor einem Jahr rechneten die Kartelldirigenten mit etwa 5,7 Millionen Mark Gesamterlös, durch die starke Nachfrage wird das ganze Konsortium jedoch acht Millionen Mark ernten.

Die Hausse dieser Serie strahlte bis zum Hamburger Jungfernstieg, wo die Kunsthandlung Alfred Lochte & Co. mit einer Pariser Zuteilung Kunden anlockte. Ein junges Ehepaar verkaufte seine VW-Aktien, um mit dem Erlös ein Blatt Daphnis und Chloe erwerben zu können. Auch andere Hanseaten wandelten ihre bisherigen Rücklagen in Pariser Farbwerte um, weil sie glauben, daß Chagalls Produkte noch höher im Kurs steigen werden, wenn der 79jährige Meister eines Tages das Zeitliche segnet.

Die Manager des Geschäfts bedauern, daß der Publikumsliebling Chagall seit Jahren kaum noch Original-Lithos produziert. Nach langem Zureden entwarf er einen Zyklus von zwölf Gouachen und verkaufte einem Pariser Verleger das Recht, von jeder Gouache 150 Lithographien herzustellen*. Bisher hat Chagall sechs der Ölbilder gemalt, die dann mit technischen Mitteln auf Druckplatten übertragen und vervielfältigt wurden. Westdeutsche Händler offerieren zur Zeit die als Farblithos aufgemachten Reproduktionen für 1500 Mark pro Stück**.

Da die Pariser Graphik-Verleger die stürmische Nachfrage nach dem bevorzugten Wandschmuck von Chagall, Braque und Picasso gar nicht befriedigen können - Hauptkunden sind Amerikaner und Deutsche -, setzen sie das ganze Arsenal raffinierter technischer Hilfsmittel ein. Sie lassen nach Ölgemälden, Gouachen und Handzeichnungen Drucke fertigen, die wie Original -Lithos aussehen: Jedes Blatt wird numeriert und vom Künstler signiert, der dafür am Gewinn beteiligt wird.

Die Numerierung besteht nach alten

Regeln aus zwei arabischen Zahlen, die - durch einen Schrägstrich voneinander

getrennt - die Nummer des Blattes und die Gesamtauflage angeben. Mit seiner Bleistift-Unterschrift bescheinigt der Künstler, daß er mit dem vorliegenden Abzug einverstanden ist.

Seit einiger Zeit nehmen es die Manager der graphischen Produktion mit den Grundregeln nicht mehr so genau. Der Schweizer Kunstexperte Felix Brunner entdeckte etwa ein Dutzend technischer Täuschungsmittel und stellte unter anderem fest: "Eine Federzeichnung auf Papier, bei der die Striche gleichmäßig gedeckt sind, kann ohne Schwierigkeiten photographisch auf einen Stein oder eine Zinkplatte übertragen und als angebliche Federlithographie gedruckt werden. Eine Fälschung nachzuweisen, ist fast unmöglich."

In Paris hat der Nachkriegs-Multimillionär Aimé Maeght, der seine Karriere als talentierter Drucker begann, eine neue Spezies entwickelt, die er Estampes à tirage limité (Abzüge in begrenzter Auflage) nennt, während er Original-Graphiken als "Gravures originales" deklariert. Den feinen Unterschied merkt der unbefangene Kunde kaum.

Aus Gemälden macht der Kunstgeschäftsmann "Estampes", die echten Farblithos täuschend ähneln und auch fast soviel kosten, wenn die Künstler die Auflagen eigenhändig signiert haben. Maeghts verstorbener Freund Braque, aber auch Miró hatte dabei keine Skrupel. Der Pariser Mäzen rechtfertigt die Edel-Reproduktionen wortreich als "freie Interpretationen des Modells in die Originalsprache der graphischen Künste".

Technische Perfektion kann jedoch nicht die reizvollen Nuancen ersetzen, die alte Holzschnitte, Radierungen und Kupferstiche auszeichnen. Während der Künstler ätzte, schnitzte oder mit der Stahlnadel stichelte, veränderte er das Bild. Nach jeder Korrektur machte er sogenannte Zustandsdrucke; sie gelten heute als Favoriten der Graphik-Börse.

Doch auch die alte Graphik ist kein risikoloses Wertpapier. Man muß vor allem die wertvollen von den weniger wertvollen Stücken unterscheiden können, Albrecht Dürers Holzschnitt "Maria Himmelfahrt und Krönung" aus dem Zyklus "Marienleben" kostet zum Beispiel in bestem Zustand auf altem Büttenpapier mit Ochsenkopf-Wasserzeichen rund 4000 Mark; es werden aber auch Originaldrucke vom gleichen Holzstock für wenige hundert Mark angeboten.

Einer der frühesten Abdrucke des Dürerschen Kupferstichs "Adam und Eva" brachte auf der 100. Auktion des Münchner Kunsthauses Karl & Faber 39 000 Mark. Spätere Abdrucke sind billiger erhältlich.

Wie Dürers Hinterlassenschaft wurden auch Rembrandts Druckplatten bis an die Schwelle des 20. Jahrhundert kommerziell verwertet. Besonders beliebt war seine immer wieder vervielfältigte Radierung "Christus heilt die Kranken", genannt das Hundertguldenblatt. Von der Ursprungsserie sind nur neun Abdrucke bekannt. Sie werden heute in den berühmtesten Museen aufbewahrt. Hoch im Kurs stehen auch die Blätter des sogenannten zweiten Zustandes, der sich durch eine winzige Korrektur von der ersten Version unterscheidet. Im Frühjahr wurde ein solches Exemplar bei Sotheby in London für 290 000 Mark versteigert.

106 Jahre nach Rembrandts Tod geriet die damals schon ganz abgenutzte Platte in die Hände des englischen Kapitäns und Kupferstechers W. Baillie, der sie gründlich überarbeitete. Er stichelte die Linien nach, fertigte etwa 100 Abdrucke und zerschnitt dann die Platte in vier Teile. Das größere Mittelstück mit der Christus-Figur lieferte dem Devotionalienhandel gängige Ware.

Als alle alten Druckstöcke nach vielen Reparaturen schließlich doch aufgebraucht waren, fehlte es nicht an Versuchen, nach alten Stichen neue Druckplatten herzustellen. Gerissene Fälscher ahmten sogar das Papier mit dem Ochsenkopf-Wasserzeichen aus der Dürer-Zeit nach.

Das alles muß der Käufer wissen, der sich entschließt, Geld in Kunstwerken zu investieren. Signatur, stilkritische Gutachten und bei teuren ölgemälden auch der Pedigree - der Stammbaum des Bildes - sollen Originalität verbürgen, doch muß man stets auf Falschmünzerei gefaßt sein.

Auf einer Münchner Auktion wurden im Frühjahr zwei Pastellbilder mit Berlin-Motiven versteigert, die von dem 1931 verstorbenen Berliner Maler Lesser Ury stammen sollten. Ein Beauftragter des Springer-Verlages erwarb sie für 27 500 Mark. Kunstexperten erkannten sofort, daß es sich um Kopien handelte, die fälschlich als Originale ausgegeben wurden. Das Original eines der Bilder hängt seit Jahren in einer Berliner Bank.

Lesser Urys künstlerische Darstellungen aus der alten Reichshauptstadt passen offenbar so gut zum gegenwärtigen Berlin-Mythos, daß schon viel Prominenz auf die in großer Zahl kursierenden Fälschungen hereinfiel.

Der französische Maler Camille Corot spottete einmal: "Von 1500 Bildern, die

ich gemalt habe, befinden sich 3000 in Amerika." Und der Adenauer-Porträtist Oskar Kokoschka klagte kürzlich: "Es wird immer bunter. Was alles mit meinem nachgemachten Signum 0K versehen wird, geht auf keine Kuhhaut, darunter ganz üble Pornographien" (siehe Kokoschka-Interview Seite 170).

Freilich gibt es auch eine Mittelklasse von unproblematischen Werten, die kaum Preisschwankungen erleiden und von denen ganz selten Kopien zu Täuschungszwecken gefertigt werden. Dieses Genre stellt keine Ansprüche an Spezialwissen und Intellekt; es sind rein dekorative Stücke, wie die Zecher- und Kellermeister-Bilder des 1925 verstorbenen Genre-Malers Eduard Grützner, die Stilleben und Porträts des ehemaligen Karlsruher Akademieprofessors Wilhelm Trübner oder die rustikalen Szenen des Bayern Johann Sperl. Seine Gänseliesel - zwei Mädchen vor einem Bauerngarten - honorierte ein Münchner Prokurist kürzlich mit 17 000 Mark.

Für diese Schmücke-dein-Heim-Idylle --? es im deutschen Bürgertum immer ein Reservat geben. Ihr Preis ist so stabil wie der Börsenkurs der Brauerei -Aktien.

Am wertbeständigsten sind allerdings die konsolidierten Werte: die Werke alter Meister bis zurück ins 17. Jahrhundert sowie die französischen Impressionisten und Nachimpressionisten. Die meisten dieser erlesenen Stücke - für den Durchschnittssammler unerschwinglich - hängen in Museen und privaten Kunstpalästen. Rembrandts "Aristoteles, die Büste Homers betrachtend" (heute im New Yorker Metropolitan Museum of Art), war das teuerste Gemälde, das bisher auf den Markt kam: Es wurde vor fünf Jahren für 9,2 Millionen Mark versteigert.

Vor einigen Monaten klopfte Sothebys Wilson mit seinem Auktionshammer aus einem Miniaturgemälde des niederländischen Altmeisters Hubert van Eyck den Rekordpreis von 2,5 Millionen Mark heraus. Jeder Quadratzentimeter des nur postkartengroßen Bildes "St. Georg mit dem Drachen" wurde mit 12 000 Mark aufgewogen.

Auf allen Kunstmärkten der Welt jagen die Agenten der großen Sammler und Händler nach solchen Glanzstücken. Die bekanntesten Kunstreservate, einschließlich der Fürstlichen Galerie in Liechtenstein, die eine Zeitlang alte Gemälde verkaufte, sind bereits ausgeschöpft. Amerikas größtes Kunsthandelshaus, Wildenstein Gallery, beschäftigt jetzt 20 Experten und 50 Rechercheure, die wie eine Spionageorganisation arbeiten: Sie beschaffen Wildenstein wertvolle Informationen über die Besitzer gängiger Kunstwerke und sondieren auch deren finanzielle Stärke. Nach diesen Lageberichten pirscht sich der Händler mit Lockofferten an die Sammler heran.

Zufällige Spätentdeckungen echter alter Meisterwerke - sogenannte Trouvaillen - sind höchst selten, obwohl in den letzten Wochen mehrmals Meldungen von spektakulären Funden verschollener Rubens-Gemälde berichteten. Experten glauben allerdings, daß die Entdecker auf sogenannte Werkstattbilder gestoßen sind. Wie kaum ein anderer. Altmeister ließ Rubens viele Atelierarbeiten von Gehilfen ausführen; nur gelegentlich sprang er korrigierend ein.

Indes, während der Verkaufssaison 1965/66 tauchte im Londoner Auktionshaus Christie's eine bemerkenswerte Trouvaille auf - ein Männerporträt des holländischen Barockmalers Frans Hals. Dieses farbige Juwel gehörte der 35jährigen rheinischen Geschäftsfrau Gisela Kemperdick, die das Gemälde vor eineinhalb Jahren in der bescheidenen Wohnung des in Holland lebenden russischen Emigranten-Ehepaares Hotinow aufgespürt hatte.

Die Hotinows hatten es vor drei Jahren im Gerümpel einer Ramsch-Auktion in --rnheim entdeckt und als Bildnis eines unbekannten Malers für 42,50 Gulden gekauft. Anerkannte Fachwissenschaftler qualifizierten das. Bild als echtes Oeuvre des großen Meisters Hals. Gisela Kemperdick mußte 335 000 Mark zahlen, bevor sie es in ihre Villa transportieren konnte.

Nachdem das Porträt mehrere Monate in ihrer Bibliothek gehangen hatte, schickte sie es nach London, wo es einem Pariser Agenten für 70 000 Guineas (823 200 Mark) zugeschlagen wurde. Der Bieter war offenbar von einem der großen internationalen Sammler vorgeschickt worden. Die Rheinländerin verdiente an der holländischen Importe auf einen Schlag rund 480 000 Mark.

Der Kunsthändler Hans M. Cramer in Den Haag befürchtet, daß die Deutschen "alle alten Schinken kaufen, selbst den 'Abfall der Niederlande' aus dem 17. und 18. Jahrhundert". Vor 250 Jahren war die Heimat Rembrandts und Breughels ein Malerparadies; etwa 40 000 Epigonen versuchten damals, den berühmten Meistern nachzuelfern. In Antwerpen gab es fast doppelt soviel Maler-Ateliers wie Metzgerläden.

Die Staffeleiprodukte der sogenannten Kleinmeister hingen in Bürger- und Bauernstuben. Bis zum Ausbruch der Bilder-Hausse konnte sich auch der weniger bemittelte Kunstfreund einen Isaak van Ostade oder Jan van Goyen leisten. In den letzten Jahren schwoll die Nachfrage aber so stark an, daß den Amsterdamer Händlern die Reserven im eigenen Land nicht mehr genügten.

Deshalb kauften sie auf deutschen Auktionen unscheinbare, verschmutzte Kleinmeister-Idylle auf, säuberten sie und überließen sie dann bis zum Zehnfachen des Einkaufspreises den neuen Liebhabern. Vielfach wurden die Bilder auch noch durch wohlfeile Gutachten aufgewertet, die Kunstexperten mit weitem Gewissen gegen Bezahlung ausstellten.

Von der holländischen Modewelle profitierten nicht nur die Preismanipulanten von Amsterdam, sondern auch obskure deutsche Gelegenheitshändler, die nach einem genauen Schlachtplan operieren. Sie suchen vornehmlich harte Männer der Wirtschaft auf, die bisher keine Zeit für bildende Kunst fanden. Durch verlockende Offerten wird ihnen suggeriert, daß sie in ihrem turbulenten Erwerbsleben eine Goldader völlig übersehen haben: Mit den angebotenen Niederländern lasse sich der Geldeinsatz in kurzer Zeit verdreifachen. Hochtönende Expertisen, mit Professorennamen versehen, beseitigen jeden Argwohn.

Im Mittelpunkt eines Verkaufsrings steht der Stuttgarter Sachverständige für alte Kunst Friedrich Kohn. Der sehr würdig aussehende 70jährige Geschäftsmann nennt sich selbst "Hausjude mehrerer Adelsgeschlechter und erster Fürstenhäuser". Er ließ sich Visitenkarten mit der Aufschrift "Lieferant der Deutschen Bundesregierung in Bonn" drucken und rechtfertigt diesen Titel mit Kassenbelegen über den Verkauf von mehreren Bildern an den verstorbenen Außenminister Heinrich von Brentano.

Den Minister habe er sehr preiswert bedient, sagt Kohn, "weil er auch für sein Amt schöne Bilder von mir gekauft hat". Zu Kohns prominenten Kunden aus der Wirtschaft gehörten der Elektro-Magnat Max Grundig, der württembergische Textil-Millionär Martin Adolff, der Offenbacher Lederwarenfabrikant Alfred Sternjakob und der Hamburger Großspediteur Alfred Kühne.

Mit einer Chiffre-Anzeige, die häufig in westdeutschen Zeitungen erschien, reizte der weltläufige Handelsmann die Spekulationslust: "300 000 bis 500 000 Mark für kurze Zeit gesucht. 100 Prozent Sicherheit vorhanden. Außergewöhnliche Rendite, Diskretion. Verhandlungen nur mit Geldgebern selbst."

Wer auf diesen Köder anbiß, dem schickte Kohn seine sogenannten Schlepper ins Haus - wortgewandte Agenten, die sich früher als ambulante Teppichhändler betätigt hatten. Von ihnen erfuhren die Anlage-Aspiranten, daß der Weg zur fruchtbarsten Kapitalvermehrung über die Gemäldekollektion führe, die der "Herr Professor Kohn" in Stuttgart verkaufen müsse, um seinem aus der Tschechoslowakei geflüchteten Bruder auf die Beine zu helfen.

Bei schwierigen Verkaufsverhandlungen bricht der weißhaarige Greis meist in Tränen aus und beklagt sein bitteres Schicksal. Wenn die Kunden dennoch zögern, bestätigt der eilends herbeigeholte Auktionator und Gerichtssachverständige Willi Heuschen aus Wuppertal den Amateuren, daß sie hier in einen Goldtopf greifen könnten. Die angebotene Kollektion, die angeblich aus Hohenzollernbesitz oder aus Hermann Görings liquidierter Sammlung stammt, sei viel mehr wert als die geforderte Kaufsumme.

So setzte Kohn mit Tricks, Tränen und Trabanten weit über tausend Bilder ab, die er vorher preiswert aufgekauft hatte. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft stellte fest, daß er "bei einem Teil der Bilder auf den Einkaufspreis einen Rohaufschlag von 440 Prozent machte". Erst wenn die Käufer die Bilder veräußern wollten, merkten sie, daß sie zuviel gezahlt hatten. "Da lachten mich die Kunstkenner aus", gesteht ein großer Kohn-Kunde. "Man sagte mir: 'Sie haben Gemälde-Huren gekauft.' Es waren zum Teil Arbeiten von Schülern und Epigonen bekannter Meister, die den hohen Preis nicht rechtfertigten."

Ein Bremer Multimillionär, dem Kohn für 1,5 Millionen Mark alte Niederländer aufgeredet hatte, verlor beim Wiederverkauf einer Teilpartie über 200 000 Mark. Der Rest war nicht abzusetzen. Trotzdem verzichtete der Bremer auf eine Anzeige, weil er fürchtet, daß ein Prozeß seinem Kaufmanns-Renommee schaden könnte.

Aus ähnlichen Erwägungen ließ der Getränke-Millionär Kult Vorlop ("Vorlo"-Heimdienst), der ebenfalls über eine Million Mark in Kohn-Ware investierte, den Altmeister der phantasievollen Täuschung ungeschoren. Der Muratti-Zigarettenfabrikant Helmut Ritter strengte indes einen Prozeß gegen den greinenden Hoflieferanten an, der vor Jahren sogar General Eisenhower in Paris ein Gemälde verkauft hat. "Machen Sie keinen Zores", droht Kohn jedem, der ihn angreift. "Reiche Leute kaufen nur teure Bilder, da muß man eben etwas nachhelfen, das gehört zum Handwerk."

Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ließ diese Erklärung gelten und brachte noch kein Betrugsverfahren gegen den Außenseiter des Bilderhandels in Gang, der einen großen Teil seiner hohen Einnahmen am Roulett der Spielbank Baden-Baden wieder verlor.

Diese extremen Fälle beleuchten grell die Klippen der Kapitalanlage in Kunstwerten. Wer nicht alle Tücken der Branche kennt (Aldous Huxley: "Kunsthandel hat den Reiz, unehrlicher zu sein als fast jede andere Form erlaubten Brigantentums"), muß viel Lehrgeld zahlen. In zwei markanten Punkten sind sich Kunstwerke und Aktien sehr ähnlich:

- Beiden gemeinsam ist die Marktenge; die besten Werte sind ausverkauft und sehr teuer.

- Den Aktienfavoriten sind bevorzugte Meister und besonders begehrte Kunstrichtungen gleichzusetzen.

In zwei anderen Punkten dagegen zeigt sich ein wesentlicher Unterschied:

- Die Aktienbörse bietet oft Überraschungen, Kunstgut aber ist völlig unberechenbar.

- Aktien bringen Dividenden ein, Kunstwerke sind totes Kapital, vermitteln aber soziales Prestige und Geltungsnutzen.

Der Hauptunterschied liegt darin: Kunst ist irrational. Sie läßt sich nicht wie Autos, Grundstücke oder Wertpapiere nach bestimmten Marktregeln und -erfahrungen kalkulieren. Viele Bilder können im Wandel der Zeiten gewinnen, aber auch stark an Wert verlieren. Darin steckt das große Risiko.

Die Großmeister der internationalen Kunstbörse vertrauen indes auf die Fortdauer der Hausse; so Peter Wilson, Direktor des Londoner Versteigerungshauses Sotheby & Co., das zusammen mit seiner New Yorker Schwester Parke Bernet in der vergangenen Verkaufssaison für 246 Millionen Mark Kunstwerte umsetzte: "Die Kunstkonjunktur ist zwar schon wie ein Ballon aufgebläht, aber niemand denkt daran, daß er einmal bersten könnte, und deshalb bleibt diese Anlage attraktiv. Außerdem sieht ein schönes Gemälde an der Wand immer noch besser aus als die beste Aktie."

* Für die Montage wurde das Gemälde "Die

drei Schwestern" von Fernand Leger verwandt, das im März auf der Versteigerung der Thompson-Sammlung in New York einen Spitzenpreis von 224 000 Mark erzielte.

* Robert Wraight: "Das Geschäft mit der Kunst". MVG Moderne Verlags GmbH, München; 224 Seiten; 19,80 Mark.

* Gouache ist eine besondere Aquarellart. Dabei werden deckende Wasserfarben, mit Weiß vermischt und mit einem harzigen Bindemittel versetzt, dick auf den Untergrund aufgetragen.

** Man erkennt sie an den blaugeränderten Druckbuchstaben am unteren Rand: "Pinx Marc Chagall" und "Sculp. Laccourrière" (Name des Graveurs). Diese Kunstprodukte werden dem Laien als sogenannte Atelierdrucke offeriert.

Sothebys Auktions-Premier Wilson (l.): Jeder zweite Käufer will sein Geld anlegen**

Kaufhof-Galerie Köln: Kunst aus dem Warenhaus

Börsenfavoriten "Madonna", "André Rouveyre", "Au Moulin Rouge": Die Spitzenpreise stiegen ...

... bis auf 150 000 Prozent: Börsenfavoriten "Mädchen unter Japanschirm" "Die Hinrichtung von Gefangenen"

Gewinner Picasso

Großproduzenten beherrschen den Markt Verlierer Gilles

Der deutsche Picasso sank im Wert Gewinner Chagall

Der Künstler ist am Gewinn beteiligt Verlierer Buffet -

Tristesse zieht nicht mehr Kunsthändler Wildenstein Die größten Firmen ...

... arbeiten wie eine Spionage-Organisation: Kunsthändler Hanstein, Moeght

Van-Eyck-Gemälde "St. Georg" 12 000 Mark für jeden Quadratzentimeter

Rembrandt-Gemälde "Aristoteles": 9,2 Millionen Mark für das teuerste Bild der Welt Gemälde-Händler Kohn: "Reiche Leute kaufen nur teure Bilder"

Amateur-Händlerin Kemperdick* "Die Deutschen kaufen alte Schinken"

** Versteigerung der Toulouse-Lautirec -Sammlung.

* Mit einem Photo des Männerporträts von Frans Hals.


DER SPIEGEL 44/1966
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