28.11.1966

AFRIKA / STAATSSTREICHESchwarz ist der Mut

Drei Stunden lang verkündete der unbekannte Schwarze den Umsturz: "Die Revolution hat soeben begonnen. Das Volk von Togo fordert sein Recht."
Drei Stunden lang schmetterte er seine Parolen in die Mikrophone von Radio Lome. Und immer wenn er Luft holte, erklang die Nationalhymne der Republik.
Dann schwieg der Sender.
60 Minuten später erklang nicht mehr die Nationalhymne, statt dessen kündigte flotte Militärmusik den Armeechef an.
Ohne auf Widerstand zu stoßen, hatten Oberstleutnant Etienne Guassingbe Eyadema und seine Soldaten die Rundfunkstation besetzt: Die Revolutionsparolen waren von einem Tonband abgespielt worden.
"Eine Handvoll Schurken", so donnerte nun Eyadema in die Mikrophone, habe versucht, den Staatschef zu stürzen. Togos Armee stehe aber loyal hinter Präsident Nicolas Grunitzky und habe den Putsch niedergeschlagen.
Grunitzky saß neben seinem Beschützer und lobte die tapferen Soldaten.
Innerhalb einer knappen Stunde trieben Eyademas Khaki-Krieger die 500 Demonstranten auseinander, die nach der Tonband-Botschaft vor Grunitzkys Haus gezogen waren. Die Armee übernahm die Kontrolle der Rundfunkstation, besetzte das Elektrizitätswerk, verhaftete die zivilen Hintermänner des mißglückten Putsches und riegelte das Präsidenten-Palais hermetisch ab.
Grunitzkys Retter sind dieselben Männer, die ihm den Weg zur Macht freigeschossen haben. Unter ihren Salven war im Januar 1963 vor den Toren der Amerikanischen Botschaft in Lomé der damalige Präsident Sylvanus Olympio tot zusammengebrochen. Olympio -Schwager und -Gegner Nicolas Grunitzky, heute 53, Sohn eines deutschen Missionars und einer Afrikanerin, kam heim aus dem Exil und wurde Präsident der einstmals deutschen Kolonie.
Am Montag vergangener Woche griffen die Togo-Truppen freilich erst ein, nachdem ihnen Grunitzky versprochen hatte, ihre Loyalität zu honorieren und ihnen mehr Geld für den Ausbau ihrer Streitmacht zur Verfügung zu stellen - einer Kleinst-Armee aus 1200 Infanteristen, 200 Marinern und einem knappen Dutzend Flieger für drei kleine Transport-Maschinen.
Grunitzky, so forderten die Militärs solle zahlen oder stürzen.
Grunitzky zahlte - und gab sich damit vollends in die Hand jener Macht, die allein heute in Schwarzafrika zählt, die über Regierungsform und Politik entscheidet, die Präsidenten stützt oder stürzt und Parlamentarier reden läßt oder davonjagt: die Armee.
Bis vor ein paar Jahren noch hielten die afrikanischen Potentaten ihre Militärs für ausstellungswürdige Operettensoldaten, die bei Paraden und Empfängen repräsentieren sollten und Krieg höchstens spielen durften.
Noch bei den Unabhängigkeitsfeiern in Kenia im September 1963 belustigten sich die Schwarzen, wie die "Neue Zürcher Zeitung" spöttisch vermerkte, weil bei einer Militärschau "nach einem Schuß, der aus einer Spielzeugkanone in Richtung auf eine in einem Glied aufgestellte Kompanie abgefeuert wurde, ein Mann nach dem anderen genau im Zeitabstand einer Sekunde wie ein Spielzeugsoldat 'tot' umfiel".
Die Kanone hat ihre Schußrichtung geändert. In den afrikanischen Staaten fällt eine Regierung nach der anderen vor den Offizieren. Schon führen in jedem vierten der 32 Staaten Schwarzafrikas die Militärs die Staatsgeschäfte oder garantieren die Herrschaft von Politikern, die das Offizierskorps mit hohem Sold an sich binden.
Allein innerhalb von drei Monaten jagten schwarze Soldaten sechs Zivilregierungen aus dem Amt:
- Am 25. November 1965 erklärte der Kongo-General Mobutu seinen Staatspräsidenten Kasavubu ("König Kasa") für abgesetzt.
- Am 22. Dezember 1965 entmachtete Oberst Soglo in der Republik Dahomey zum drittenmal innerhalb von zwei Jahren eine korrupte Clique schwarzer Politiker.
- Am 1. Januar 1966 setzte Oberst Bokassa in der Zentralafrikanischen Republik seinen Vetter Dacko ab.
- Am 4. Januar 1966 vertrieb Generalstabschef Lamizana von Obervolta seinen Staatschef Yameogo.
- Am 16. Januar 1966 übernahm General Ironsi die Regierung Nigerias,
nachdem der Föderationspremier Balewa von putschenden Soldaten ermordet worden war.
- Am 24. Februar 1966 stürzten Armee und Polizei von Ghana den im Ausland weilenden Diktator Kwame Nkrumah und erklärten den General Ankrah zu seinem Nachfolger.
Im ehedem französischen Kongo (Brazzaville) scheiterte der Aufstand der Generale - weil Präsident Massemba -Debat eine Prätorianer-Garde engagiert hatte, die noch schlagkräftiger war als die schwarzen Soldaten: eine kubanische Miliz (SPIEGEL 43/1966).
Im ostafrikanischen Uganda aber jagte der ehemalige Zuckerarbeiter Dr. Apollo Milton Obote, 41, mit Hilfe der Armee den Staatspräsidenten Sir Edward Frederick William David Walugembe Mutebi Luwangula Mutesa II. aus dem Land, setzte die Verfassung außer Kraft und sich selbst vom Sessel des Premiers auf den des Staatschefs.
Zwischen Sahara und Sambesi, zwischen Dakar und Daressalam sind an die Stelle der mystischen schwarzen Freiheitshelden, die als Märtyrer für die Unabhängigkeit ihrer Staaten in den Gefängnissen der Kolonialherren einsaßen, Offiziere getreten, Absolventen der Militärakademien von Sandhurst und Saint-Cyr - frei von ideologischem Ballast und frei von Korruption.
In den Kasernen der ehemaligen Kolonialmächte lernten sie - lange bevor ihre Länder unabhängig wurden - militärische Disziplin und die Unterordnung unter ein System, das kaum Rücksicht auf ihre Stammesherkunft nahm.
Gemeinsam mit britischen, französischen, belgischen Soldaten kämpften sie im Zweiten Weltkrieg, in Indochina und später - als Uno-Truppen - im Kongo.
Ghana-General Ankrah, 50, war Offizier der britischen Armee während des Burma-Feldzugs und rettete als Kommandeur einer Uno-Einheit im Kongo den ersten Premier der einst belgischen Kolonie, Patrice Lumumba, vor einem Attentat. (Lumumba wurde später dennoch ermordet.)
Obervolta-Chef Lamizana, 50, kämpfte mit den Franzosen in Indochina. Sein Kollege Soglo, 57, aus Dahomey wurde als Leutnant der französischen Armee während des Zweiten Weltkriegs ausgezeichnet.
Die sieben Mitglieder des Nationalen Befreiungsrats von Ghana, Durchschnittsalter 41, wurden entweder an der britischen Militärakademie Sandhurst oder am britischen Polizei-College von Hendon ausgebildet.
Drei von vier Kongo-Offizieren begannen ihre Karriere an belgischen Militärschulen; die rund 1800 Offiziere der Armeen in den ehemals französischen Kolonien wurden entweder in Frankreich geschult oder in der Heimat von französischen Instruktoren gedrillt. Über 400 Schwarze erhalten noch heute an den Militärschulen in Frankreich den letzten Schliff, fast 300 in England.
Peter Enahoro, der intellektuelle Chefredakteur der "Daily Times" von Lagos, geriet darüber ins Schwärmen. Enahoro nach der Machtübernahme der Militärs zum SPIEGEL: "Dies ist der Beginn der zweiten afrikanischen Revolution. Die Politiker sind gescheitert, jetzt müssen die Militärs zwei oder drei Jahre lang die Herrschaft ausüben."
Doch ausgerechnet in Nigeria, dem volkreichsten aller afrikanischen Staaten (56 Millionen Einwohner), scheiterte die "zweite afrikanische Revolution", noch bevor sie richtig begonnen hatte.
Am 16. Januar 1966 war der General Aguiyi-Ironsi vom Stamme der Ibo aus dem Osten des Landes zum Staatschef avanciert. Am 29. Juli 1966 war er tot.
Todesursache: Ironsi hatte versucht, die 250 Stämme Nigerias, die 250 verschiedene Dialekte sprechen, mit Gewalt zu einer nigerianischen Nation zusammenzuschweißen.
In keinem Formular, in keiner Publikation, in keinem Dokument sollte mehr ein Hinweis auf die Stammeszugehörigkeit enthalten sein. Jeder Schwarze sollte als Nigerianer behandelt werden, nicht als Ibo, Haussa oder Yoruba. Vor allem: Die einzelnen Provinzen sollten ihre Rechte zugunsten einer straffen Zentralregierung in Lagos verlieren.
Die Männer aus dem Norden - der mit fast 30 Millionen Menschen den größten Teil der nigerianischen Bevölkerung stellt - witterten Verrat, fürchteten eine Diktatur der beweglicheren, gebildeteren Ost-Ibos, die ohnehin schon in ganz Nigeria seit Jahren das Gros der Angestellten, Beamten und Vorarbeiter stellten.
In Kano, der geschäftigen Moslem -Metropole im Norden, begann die Ibo -Jagd, und sie breitete sich aus wie ein Buschfeuer. Innerhalb weniger Wochen wurden mindestens 3000 Ibos niedergemetzelt, ihre Quartiere niedergebrannt, ihre Geschäfte geplündert. Haussa-Soldaten aus dem Norden erschossen ihre Ibo-Offiziere und -Unteroffiziere, mordeten den. Ibo-Staatsgeneral Ironsi.
An seine Stelle setzten sie einen anderen Soldaten, einen Offizier ihrer Wahl: den Nord-Oberstleutnant Yakubu Gowon, 32, vom Stamme der Gonwa.
Gowon machte rückgängig, was sein Vorgänger angeordnet hatte, und rief die Vertreter aller Regionen zu einer Verfassungskonferenz nach Lagos. Die Konferenz scheiterte Anfang dieses Monats, dem Land droht der Zerfall, weil die einzige Ordnungsmacht, die Armee, selbst vom Virus des Stammeskampfes befallen ist.
In den anderen Staaten Schwarzafrikas freilich hat sie sich - einmal an der Macht - einstweilen behaupten können. Dort ist sie noch frei von Stammesdenken, dort räumt sie auf mit dem finsteren Erbe ihrer Vorgänger.
Jahrelang hatten sich diese schwarzen Politiker - als Freiheitshelden der ersten Stunde aus Literatencafés in Paris und Kellerkneipen in London nach Afrika zurückgekehrt - in ihrem Mythos gesonnt. Im politischen Alltag aber waren sie gescheitert.
Statt Afrika, "das schläfrige Kind, das jäh aus dem Schlummer von Jahrhunderten erwacht ist" (Lyndon Johnson), behutsam und systematisch an die Zivilisation des 20. Jahrhunderts heranzuführen, suchten sie - wie Kwame Nkrumah von Ghana oder Sekou Touré von Guinea - diese Kluft mit einem Satz zu überspringen. Dabei verloren sie sich in einem Dschungel von Korruption, Stammesfehden und Großmannssucht, im Nebeneinander von Lehmhütte und Transistorradio, Medizinmann und Düsenflugzeug.
Für sie war Unabhängigkeit in erster Linie eine eigene Flagge, ein Palaver -Platz in der Uno, ein Marmor-Palast, eine Straßenkreuzer-Flotte oder eine nationale Fluggesellschaft.
Obervolta-Präsident Yameogo, dessen Land keine 15 Kilometer asphaltierter Autostraßen aufweist, kaufte in Stuttgart einen Mercedes 600 und ließ sich für vier Millionen Mark einen Palast mit riesigem Swimmingpool bauen.
Kongo-Präsident Joseph Kasavubu ließ sich im Cadillac mit Klimaanlage, eskortiert von 21 Motorradfahrern, durch Léopoldville kutschieren; seine Parlamentarier kassierten auf Reisen 400-Mark-Tagesgelder (sechsmal soviel, wie ein Arbeiter in der Provinz Kasai monatlich nach Hause trägt).
Ghana-Präsident Kwame Nkrumah gründete die größte nationale Luftfahrtgesellschaft Schwarzafrikas, die "Ghana Airways" (die bei seinem Sturz mit 84 Millionen Mark verschuldet war), ließ innerhalb eines Jahres für 2,4 Millionen Mark Nkrumah-Standbilder errichten und zum einmaligen Prunken vor afrikanischen Präsidenten-Kollegen ein Konferenzgebäude für 112 Millionen Mark bauen.
Zahlreiche Helden des Unabhängigkeitskampfes, deren "Uhuru" (Freiheit) einst den ganzen Kontinent erschüttert hatte, regierten und drangsalierten zusammen mit einer hauchdünnen Schicht aufgeklärter Stadt-Neger ihre riesigen Länder.
Am Rande der Städte aber vegetieren Hunderttausende in menschenunwürdigen Slums ohne Licht. Wasser und Kanalisation. Angelockt vom Zauber des Wortes "Independence" oder "Indépendance", mit dem sie die Hoffnung auf einen Schlips, einen Aktenkoffer und einen Hundert-Mark-Anzug verbanden, kamen sie aus dem Busch und vergrößerten in ihren Bretterbuden das Proletariat der Großstadt, eine Brutstätte unkontrollierbarer Krankheiten, über der eine süßliche Dunstglocke von Urin und Schweiß hängt.
Vor dem Postamt in Lagos lungert bei Tag das Heer der Arbeitslosen, bei Nacht das Heer der Huren. Vor dem Hotel "Memling" in der Kongo-Hauptstadt Léopoldville (die seit Mobutus Machtübernahme Kinshasa heißt) bieten sich halbwüchsige Mädchen arrivierten Landsleuten und Weißen an, während professionelle Bettler an einer Hauswand schlafen - den Schuh als Spendenbüchse neben sich.
Ihnen brachte die Unabhängigkeit keinen Segen. An ihnen scheiterten die "Uhuru"-Helden ebenso wie an den Schwarzen, die jenseits der Stadtmauern leben, wie sie es seit Jahrhunderten gewohnt sind: ohne Alphabet, ohne Rad, ohne Pflug.
Dort trinken die Massai-Krieger noch heute eine Mischung von Milch und Rinderblut, die ihnen unwiderstehliche Kraft verleihen soll; dort legen die Samburus noch heute auf ihren Streitzügen bis zu 100 Kilometer am Tage zu Fuß zurück; dort bedeutet der Titel "Ministerpräsident" oder "Botschafter" immer noch weniger als "Kabaka" (Häuptling); dort gilt noch heute das Wort des Medizinmannes, das Gesetz des Stammes. Dort vor allem versagten die Politiker, die versuchten, aus traditionellem Stammesbewußtsein ein neues Staatsbewußtsein zu formen.
Denn als bitterstes Erbe hatten die Länder Afrikas von den einstigen Kolonialherren nicht wirtschaftliche Not oder bürokratisches Chaos übernommen - sie stellten sich erst nach und nach ein -, sondern ein unüberschaubares Mosaik von Stammesgemeinschaften, die zum Teil seit Jahrhunderten miteinander in blutiger Fehde leben.
Ohne Rücksicht auf Stammesgrenzen hatten die europäischen Kolonialpolitiker des 19. Jahrhunderts den Schwarzen Kontinent aus wirtschaftlichen, administrativen und machtpolitischen Gründen wie einen riesigen Kuchen zerschnitten und untereinander aufgeteilt.
Die Folge: Als Briten, Franzosen und Belgier zwischen 1956 und 1964 Schwarzafrika räumten, hielt in kaum einem der unabhängigen Staaten südlich der Sahara ein gemeinsames nationales Band die Afrikaner zusammen.
Frankreichs Kolonialpolitiker hatten versucht, die Bewohner ihrer Kolonien zu assimilieren, sie zu schwarzen Franzosen zu erziehen - was ihnen bei den Militärs am besten gelang.
Dank der Ausstrahlungskraft der Civilisation francaise fühlen sich die Offiziere und Kader der Elfenbeinküste (deren Präsident Felix Houphouet -Boigny französischer Minister war) und des Senegal (dessen Präsident Leopold Senghor mit Frankreichs berühmtestem General befreundet ist) auch heute noch als schwarze Poilus, sehen sie in Frankreich ihre geistige Heimat.
Nach wie vor drillen in Dahomey, Obervolta und der Zentralafrikanischen Republik französische Instrukteure schwarze Soldaten. Nach wie vor sind Kriegsmaterial, Uniformen und Dienstgrade französisch. Nach wie vor sind im Niger, in Tschad und an der Elfenbeinküste französische Truppenkontingente stationiert.
In den einst englischen Gebieten gibt es zwar keine schwarzen Briten (obschon die Richter in Ghana auf ihren Krausköpfen kleine Perücken englischer Justizmode tragen und obschon in Nigeria das Parlament photographisch getreu dem britischen nachgebildet wurde).
Aber überall werden die Soldaten auch heute noch wie auf einem britischen Kasernenhof eingekleidet und gedrillt: "Left! Right! One, two, three!" Und die besten von ihnen bilden sich in England weiter, so wie der junge Ghana-Putschist Afrifa, 30, der in Sandhurst als drittbester Offizier aller Commonwealth-Kadetten das Abschlußexamen bestand.
Keinerlei Vorbild hatten die Schwarzen in den einst belgischen Kolonien.
Der Kongo etwa war von Brüssel stets nur als gigantisches Wirtschaftsunternehmen betrieben worden, halb Musterfarm, halb Bergwerk. Vor den Augen der Schwarzen trugen die Belgier ihre Rivalitäten aus, intrigierten Flamen gegen Walionen. Katholiken gegen Laizisten.
Als die Kongolesen 1960 in die Unabhängigkeit gestoßen wurden, gab es im Kongo kein Dutzend schwarzer Akademiker, keinen Farbigen, der Wirtschafts- oder Verwaltungspraxis hatte. Und auch die Armee - von deren 300 Offizieren immerhin 250 belgische Militärschulen besucht hatten - war ein
unordentlicher Haufen.
Die Häuptlinge kamen aus dem Busch ins Parlament, trieben die verbliebenen Belgier aus dem Land und stürzten ihren Staat in ein Chaos. Für sie galt, mehr als für alle anderen Afrikaner was der erste Regierungschef der Zentralafrikanischen Republik, Barthélemy Boganda, auf die prägnante Formel brachte: "Mein Vater war ja noch ein Kannibale."
Schwarzafrika war in seiner Stunde Null de jure unabhängig, de facto jedoch nach wie vor auf den weißen Mann angewiesen.
Die einsichtigen der schwarzen Politiker schlossen ihren Frieden mit den einstigen Kolonialherren. Felix Houphouet-Boigny machte seine Elfenbeinküste so zum reichsten Land Schwarzafrikas. Ihr Sozialprodukt wächst jährlich um fast zehn Prozent, ihre Hauptstadt Abidjan wurde ein Klein-Paris.
Die schwarzen Nationalisten jedoch wollten sich nicht länger bevormunden lassen und versuchten - vergebens - aus eigener Kraft unabhängig zu werden.
Afrikas "neue Klasse" etablierte sich - die Gehaltsempfänger. Sie vertrieben
die Kolonialbeamten und forderten gleiche Besoldung. Ehemalige Haussa-Krieger in Nigeria verdienen heute als Regierungsbeamte bis zu 34 000 Mark im Jahr und leben in eleganten Bungalows auf der Prominenten-Insel Ikoyi.
Aber allzuoft mußten zwei Neger eingesetzt werden, um die Arbeit eines Kolonialbeamten zu tun. Als Felix Houphouet-Boigny seinen Finanzminister
Raphael Saller entließ, traten zwei Krausköpfe an dessen Stelle.
Den übergeordneten Idealen der Nationalisten, den Schlagworten von Unabhängigkeit und Freiheit standen die Afrikaner - zerrissen in eine Vielzahl von Stämmen, Sprachen und Kulturen - gleichgültig gegenüber. Es fehlte eine afrikanische Ideologie, um die Neger im Busch zu gewinnen. Die Militärs standen abseits und warteten.
In den französischsprachigen Ländern suchten die Nationalisten eine verbindende Ideologie in der Vergangenheit aufzuspüren. Sie fanden, was Leopold Senghor, der dichtende Präsident des Senegal, "das Afrika stolzer Krieger auf geschichtsträchtigen Savannen" nennt.
Die Vergangenheit des Kontinents erschien ihnen als ein Paradies unschuldiger afrikanischer Kindheit, in das jäh der europäische Kolonialismus eingedrungen war. Das kalte Herz der Zivilisation, so theoretisierten die Entdecker der afrikanischen Geschichte, hatte das arglose Leben der Neger zerstört, die "nichts erfunden und nichts entdeckt, doch zum Wesen aller Dinge gefunden haben" - so der schwarze Dichter Aimé Césaire.
Das moderne Afrika, schwärmten die Nationalisten, werde eine Synthese auseuropäischer Zivilisation und jahrtausendalter Naturreligion Afrikas sein, an Afrikas Wesen werde die Welt genesen. Senghors Literaten-Freund Léon Dalmas dichtete:
Der Weiße wird niemals Schwarzer sein,
denn Schönheit ist schwarz,
und schwarz ist die Weisheit, denn Ausdauer ist schwarz,
und schwarz ist der Mut, denn Geduld ist schwarz.
Doch der afrikanische Geschichtsmythos, "Négritude" genannt, drang nicht bis zu den Häuptlingen im Busch, sondern versickerte in den isolierten Literatenzirkeln der Intellektuellen.
Erst im April dieses Jahres feierte die Négritude ihren bisher einzigen, späten Triumph: das Festival afrikanischer Negerkunst in Dakar, an dem sich fast alle Länder Schwarzafrikas mit kulturellen Beiträgen beteiligten.
Die repräsentationsfreudigen Senegalesen freilich standen am Abschluß des Festes, für das sie einen neuen Flughafen und ein neues Theater gebaut, alle Schuhputzer festlich eingekleidet und alle Bettler aus Dakar geschafft hatten, vor dem Bankrott. Dichter Senghor noch vor dem Festival-Finale "Die Staatskasse ist leer."
Gescheitert ist der von Sekou Touré in Guinea verfochtene Afro-Sozialismus. Kein afrikanischer Politiker wollte dem verhängnisvollen Weg folgen, den Guinea genommen hatte: Das Land war mit etwa denselben Startbedingungen in die Unabhängigkeit entlassen worden wie die benachbarte Elfenbeinküste, lehnte jedoch den Eintritt in die "Communauté" mit Frankreich ab. Heute sind Guinea und Elfenbeinküste in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung so weit voneinander entfernt wie die DDR und die Bundesrepublik Ende der fünfziger Jahre.
Gescheitert ist auch die panafrikanische Bewegung, zu deren Sprecher sich der Ghanaer Kwame Nkrumah gemacht hatte. Die meisten schwarzen Politiker - vor allem Nkrumah selbst - hatten so viel Geschmack an der Macht gewonnen, daß sie nicht bereit waren, sie zugunsten der "Vereinigten Staaten von Afrika" wieder abzugeben.
Während Nkrumahs Panafrika eine Schimäre blieb, verbreitete sich seine innenpolitische Konzeption - der vom Ostblock übernommene Ein-Partei -Staat - wie ein Steppenbrand über den dunklen Kontinent: Vor der Machtübernahme der Militärs praktizierten bereits 19 Staaten das Ein-Mann- oder Ein-Partei-Regime oder hatten eine beherrschende Staatspartei.
Aber das Ein-Mann-Regime offenbarte bald eine tödliche Schwäche: Ihm fehlt das Korrektiv.
Verging sich im vorkolonialen Afrika ein Häuptling gegen die bestehenden Gesetze, dann schritt der Ältestenrat ein und forderte ihn auf, die "Kalabasse zu nehmen" - Selbstmord zu verüben. Ein politisches System aber, das - so Dahomeys ehemaliger Informationsminister Tevoedjré - "wirtschaftlich und sozial in gewisser Beziehung dem Faschismus entspricht", kennt keinen Ältestenrat.
Kwame Nkrumah ließ sich nicht mehr Präsident nennen, sondern "Osagyefo"
- Erlöser. Postkarten zeigten ihn Seile
an Seite mit Jesus Christus. Seine jungen Pioniere sangen: "Nkrumah wird nie sterben, ewig wird er leben" und bekannten im Chor:
Ich glaube an Kwame Nkrumah, den mannhaften Führer von Ghana, Begründer der Ghana-Schulen und -Colleges, und an die dynamische Convention People's Party, seine einzigartige Partei, unsere Rettung, die empfangen wurde von der Inspiration der Zeiten, geboren von den Massen, gelitten unter den "Notverordnungen", verfolgt, durchgeprügelt und entnervt.
Im dritten Monat erhob sie sich wieder von ihrer Schwäche, breitete ihre Flügel aus und flog zur Sonne. Erfüllt mit ... mehr Dynamik denn je zuvor, verschwor sie sich der Verbindung mit dem furchtlosen Führer und Befreier im Gefängnis, von dannen er kommen wird zur Verkündigung der Wahrheit und zu unserer Befreiung ...
Ich glaube an die heilige Inspiration der Zeiten, den heiligen Kreuzzug zur Befreiung, die Idee des Weisen, die Überwindung des Imperialismus, die Wiederherstellung unseres Rechts und ein ewiges Leben. Amen.
Nkrumah baute seinem Land die besten Straßen und Schulen, die modernsten Städte Schwarzafrikas, machte aus dem winzigen Fischerdorf Tema eine moderne Hafenstadt mit 70 000 Einwohnern, baute den Staudamm von Akosombo - vergaß aber in seinem Ehrgeiz, zum größten Führer Afrikas aufzusteigen, daß diese Projekte auch bezahlt werden mußten.
So wirtschaftete er die einst wohlhabende Goldküste binnen neun Jahren zum armen Ghana herunter: Die Läden leerten, die Steuern mehrten sich, innerhalb eines Jahres stiegen die Preise für Grundnahrungsmittel bis zu 20 Prozent, fünf Jahre lang jedoch gab es für die Ghanaer keine nennenswerte Lohnerhöhung.
Als der allmächtige Diktator, der den Kontakt zur Bevölkerung völlig verloren und sich hinter die Mauern seines von dänischen Sklavenhändlern erbauten Schlosses Christiansborg zurückgezogen hatte, im Februar in selbstgestellter Friedensmission nach Rotchina flog, übernahm die Armee die Rolle des historischen Ältestenrats.
In Sandhurst ausgebildete, in der Kongo-Streitmacht der Uno bewährte Offiziere entthronten den Osagyefo, der bei seinem Freund Sekou Touré Unterschlupf suchte.
Aber auch in dessen Guinea rüstet die Armee schon zur Machtübernahme. Eine "Guinesische Befreiungsfront", der zahlreiche ehemalige Mitarbeiter des Staatspräsidenten angehören, hat die Streitkräfte unterwandert, die einst von Franzosen aufgebaut wurden, heute aber zum großen Teil von Sowjets gedrillt werden. Aus Paris und Abidjan fordern die Sprecher der Befreiungsfront den Sturz Tourés, in dessen Gefängnissen und Konzentrationslagern Tausende politischer Gegner eingekerkert sind.
Besorgt wie Sekou Touré beobachten auch die Politiker anderer afrikanischer Staaten jeden Schritt ihrer Militärs. Zwar wird keines dieser Länder von einem Alleinherrscher des Typs Nkrumah mit polizeistaatlichen Methoden unterdrückt, aber die militärischen Revoluzzer richten ihre Gewehre nicht nur gegen Diktatoren, sondern auch gegen Politiker, die der Korruption, den Stammesfehden oder dem rapiden wirtschaftlichen Niedergang keinen Einhalt gebieten können - oder wollen.
Deshalb mußten die zivilen Führer Nigerias sterben, deshalb jagte General Mobutu die Politiker aus dem Amt, deshalb wurden die Präsidenten in Dahomey, Obervolta und der Zentralafrikanischen Republik abgesetzt.
Was die Offiziere in Europa gelernt hatten - Ordnungssinn, Disziplin, Einsatz für eine gemeinsame Sache ohne Rücksicht auf Stammesherkunft -, das begannen sie auf ihre Länder zu übertragen.
In Dahomey hatten seit der Unabhängigkeit im Jahre 1960 drei Politiker teils miteinander, teils gegeneinander
- das Volk ausgebeutet. Sie zahlten den
ihnen ergebenen Beamten immer höhere Gehälter, so daß schließlich zwei Drittel der Staatseinnahmen in den Taschen der Bürokraten verschwanden. Putschist Soglo verordnete dem Land einen Beförderungsstopp für Beamte, Lohnkürzungen und Steuererhöhungen auf Zigaretten, Benzin und Hypotheken.
In Obervolta hatte sich Präsident Yameogo kostspielige Auslandsreisen und ein Mischlingsmädchen verschrieben, das er in Paris heiratete, seinem Volk aber eine zwanzigprozentige Gehaltskürzung. Schwarze Demonstranten forderten "Brot und Demokratie". Seit Generalstabschef Lamizana regiert, bekommen sie wenigstens Brot.
In der Zentralafrikanischen Republik war Präsident David Dacko unter den Einfluß korrupter Berater geraten, Rotchinesen waren ins Land gekommen, schwarze Funktionäre meistens nur noch am Zahltag an den Arbeitsplätzen erschienen. Seit Oberst Jean Bokassa herrscht, wird verhaftet, wer sich vor der Arbeit drückt, und zu drei bis zwölf Monaten Gefängnis verurteilt.
Im Kongo hatte Präsident Kasavubu in seiner Residenz hoch über dem Kongo gesessen und zugesehen, "wie die Leichen seiner politischen Gegner im Strom vorbeitrieben" ("Time"). Geschickt hatte er fünf Jahre lang die Politiker der verschiedenen Stämme gegeneinander ausgespielt und sich selbst dem Gemetzel ferngehalten, dem nationalistische Hitzköpfe wie Patrice Lumumba, aber auch Tausende Unschuldiger zum Opfer fielen. General Mobutu, einst Hilfsbuchhalter und Sergeant bei den Belgiern, ließ vier Verschwörer öffentlich hinrichten, schlug die Rebellion der Simbas nieder und ist nach dem Urteil einer Uno -Studiengruppe der augenblicklich beste Garant für Stabilität und wirtschaftlichen Fortschritt.
Und in Ghana sind seit dem Machtantritt der Militärs nach einem Bericht der "Financial Times" die Lebensmittelpreise bereits um mehr als die Hälfte gesunken. Die Lagerhäuser sind von Waren minderer Qualität aus kommunistischen Ländern geleert; statt - wie von Nkrumah befohlen - um jeden Preis im Osten einzukaufen, wählen die Khaki-Krämer jetzt das günstigste Angebot.
In diesen Ländern haben die Offiziere bisher Erfolg gehabt, weil sie längst auf ihre Streitkräfte übertragen haben, was sie selbst auf den europäischen Militärhochschulen und auch während des Zweiten Weltkriegs gelernt haben: In der Truppe darf es, wenn sie schlagkräftig bleiben und ihre Funktion als Korrektiv wirkungsvoll erfüllen will, keinen Stammespartikularismus geben. "Die Armee", so Ghana-Putschist Oberst Kotoka zum SPIEGEL, "muß ein Schmelztiegel der Stämme sein."
Und: Sie muß notfalls "zum Wohle des Staates Regierungen stürzen", aber später soll sie die Macht an die Politiker zurückgeben.
Denn während ihrer Ausbildung in Europa haben die Militärs auch gelernt, daß "Politik ein schmutziges Geschäft" ist (Mobutu).
Trotz ihres berühmten Idols in Paris betrachten sich deshalb sogar die Offiziere in den einst französischen Kolonien nur als Übergangspräsidenten. Manche lehnen es - wie Dahomeys Soglo - sogar ab, sich mit "Präsident" titulieren zu lassen, und achten darauf, daß ihre Porträts nicht wie einst die Köpfe Nhrumahs oder Kasavubus in die Kleiderstoffe schwarzer Mammys eingewebt und an den breitesten Stellen des Körpers zur Schau getragen werden.
Allerdings: Gerade während dieser Übergangszeit wird den Militärs mehr abverlangt als den Helden der ersten Stunde beim Kampf um die Unabhängigkeit.
Als Militärakademiker verstehen sie kaum etwas von Zoll, Kredit oder Wirtschaft - aber das sind die Probleme, die sie lösen müssen.
Ihre Leitbilder stammen aus europäischen Kasernen (Ghanas Kotoka: "Mein Vorbild ist Montgomery - ohne daß ich ihn schon erreicht hätte") - aber sie sind kaum geeignet, den Export des Landes zu erhöhen.
Vor allem aber: Die Offiziere müssen ihre Länder mit Armeen regieren, die oft nur einen Bruchteil der Bevölkerung ausmachen: Kongo-Mobutu hat 45 000 Soldaten und Polizisten unter Waffen, sein Land 15 Millionen Einwohner, Nigerias Gowon hat 31 000 Bewaffnete, sein Land 56 Millionen Menschen.
Solange diese Mini-Mächte frei von Stammesfehden bleiben, sind sie immer noch stark genug, das Land zu kontrollieren und schrittweise aus dem Sumpf von Korruption, Elend und Medizinmann-Tradition herauszuführen.
Zerfallen sie jedoch - wie in Nigeria - in mehrere kleine Stammes-Armeen,
die sich gegenseitig bekriegen, dann addieren sich Stammesdenken, Korruption und Machthunger zu blutigem Chaos.
Dann holen die Haussa ihre Ibo -Rivalen aus dem Flugzeug und metzeln sie nieder; dann verfaulen Hunderttausende von Tonnen frischer Erdnüsse - der einzige Reichtum der Nordprovinz; dann brechen Post- und Fernmeldewesen, Eisenbahn und Behörden zusammen, weil das Ibo-Personal tot ist oder sich in seine Ostregion zurückgezogen hat; dann offerieren meuternde Soldaten einem Angehörigen der Deutschen Lufthansa sogar den Posten des Fernmeldeministers - weil es ihm gelingt, eine Funkverbindung zwischen Kano und Lagos herzustellen.
Dann scheitert auch die Armee an den inneren Widersprüchen zwischen Stämmen, Rassen und Kulturen; dann brodelt es weiter in der Welt der Häuptlinge und Medizinmänner.
"Kein Regime in Afrika", so resümierte der britische Publizist Colin Legum, ein intimer Kenner des einstigen Kolonialkontinents, "kann als sicher angesehen werden. Wahre Stabilität wird es wohl erst geben, wenn die afrikanische Revolution wirklich zu Ende ist. Und das kann gut und gern 20 Jahre oder noch länger dauern."
Afrikanische Soldaten (im Kongo): Nach dem Scheitern der Freiheitshelden ...
... eine zweite Revolution: Afrikanischer Stammeshäuptling (in Nigeria)
Militär-Putschisten Mobutu, Soglo, Bokassa: Disziplin und Ordnungssinn ...
... aus Europas Militärakademien: Militär-Putschisten Ankrah, Lamizana, Gowon
Afrikanische Busch-Bewohner*
Kraft durch Milch und Rinderblut
Afrikanische Slum-Bewohner
Hoffnung auf Hundert-Mark-Anzug
Unruhen im Kongo (Brazzaville): "Mein Vater war ja noch ein Kannibale"
Ausbildung von Nigeria-Soldaten: "Left! Right! One, two, three!"
Afrika-Ideologe Nkrumah
"Niemals wird er sterben ...
Gestürztes Nkrumah-Standbild
... ewig wird er leben"
Verwaltungspalast in Dakar (Senegal): "Die Staatskasse ist leer"
Badestrand in Accra (Ghana): "Die Schönheit ist schwarz"
Afrikanische Stammeshäuptlinge (in Ghana): Stärker als das Militär?
* Massai in Kenia.

DER SPIEGEL 49/1966
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