29.05.2006

Die iranische Herausforderung

Scheinbar unaufhaltsam bahnt sich das Gottesreich der Mullahs den Weg zur Atommacht. Sein Präsident Ahmadinedschad, ein frommer Eiferer mit Vorliebe für Visionen, provoziert den Westen. Hinnehmen oder dagegen vorgehen? Amerika und Europa setzen - einstweilen - auf die Diplomatie.
Schon um Viertel nach acht, gleich nach den Frühnachrichten, geht es um die Apokalypse, um das Ende der Welt. Radio Dschawan hat auf der Straße ein paar Teheraner nach ihrer Meinung zum iranischen Nuklearprogramm befragt. Schwere Kost für die Pendler in einem Minibus auf dem Resalat Expressway, die wie Millionen andere im Stau stehen und Radio hören.
"Also", fragt der Reporter, "seid ihr nun für die Kernenergie oder dagegen?" Die Ansichten gehen weit auseinander, von Zensur keine Spur: "Wofür brauchen wir dieses Atomprogramm?", fragt einer zurück. "Es wird uns nur Ärger machen. Haben wir in Iran nicht schon Ärger genug?"
Ein anderer widerspricht. "Pakistan hat die Atomwaffe, Indien hat sie, Israel auch. Warum sollen wir sie nicht haben?" Der Nächste, eine Spur aggressiver: "Wir haben ein Recht auf die Kernwaffe. Sie wird zeigen, wie stark wir sind. Der Westen ist doch schon jetzt in die Knie gegangen."
Als dann Musik einsetzt, beginnt der Busfahrer zu sprechen, und es sind düstere Worte für einen ganz alltäglichen Montagmorgen.
"Das Ende der Zeiten ist nah", sagt er. 50 Zeichen, so stehe es geschrieben, würden auf das bevorstehende Weltende hindeuten, 33 habe er bereits erkannt. Die Männer werden sich kleiden wie die Frauen, heiße es in den Büchern. "Und? Versinkt diese Stadt nicht in Sittenlosigkeit?", fragt der Fahrer. Der Fluss durch die Heilige Stadt werde austrocknen. "Ist nicht der Fluss durch Ghom inzwischen völlig versiegt?" Genau dazu passe es, dass nun plötzlich alle
über die Atombombe redeten - auch das ein Zeichen für "achar-esaman", das Ende der Zeiten und die Wiederkehr des Mahdi, des zwölften, des verborgenen Imam.
Messianische, endzeitliche Visionen sind in diesen Tagen auf Teherans Straßen öfter zu hören. Das liegt einerseits daran, dass sie im Weltbild der Schiiten fest verankert sind. Andererseits - und das alarmiert vor allem die Länder des Westens aufs Höchste - scheint der Präsident Irans, Mahmud Ahmadinedschad, gerade solchen Szenarien anzuhängen.
Schließlich hat er über den Mahdi, den Verheißenen, gesprochen, gleich als er im September zum ersten Mal die größte Bühne der Weltpolitik betrat, das Podium der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York. Dort hatte sich Ahmadinedschad, 49, nicht nur über die Ungerechtigkeit dieser Welt beklagt, über Länder, die schon einmal Atomwaffen eingesetzt hätten, und über das System der "nuklearen Apartheid", unter dem sein Land zu leiden habe. Vor den Delegierten aus aller Welt hatte er auch den Höchsten angefleht, seinen "letzten Vertrauten alsbald wieder erscheinen zu lassen, diesen vollkommenen und reinen Menschen" - den Mahdi eben, den Messias.
Ein bisschen Endzeitstimmung war da auch über die Vertreter des Westens gekommen. Ihnen schauderte.
Das Schaudern lässt nicht nach, im Gegenteil, es nimmt zu. Momentan tritt dieser fromme Apokalyptiker fast Tag für Tag irgendwo in seinem Land auf, immer triumphal, immer umgeben von religiösen Würdenträgern, hohen Offizieren und nationalen Symbolen, immer enthusiastisch gefeiert von einem offenbar bestellten Publikum. Er meldet vor der Geschichte, "dass wir den nuklearen Kreislauf, durch die Gnade des allmächtigen Gottes und dank der Anstrengungen unserer Wissenschaftler, gemeistert haben". Er sagt, "unser Volk hat sich wiederholt dafür ausgesprochen", dass Iran in den Kreis der Atommächte eintreten solle, und meldet Vollzug.
Er redet wie im Rausch, wie ein Beseelter, wie ein Prophet. Er stimmt einen großen Triumphgesang an, in den er sich von Mal zu Mal mehr hineinsteigert und in dem er den großen Kladderadatsch herbeischwört, sei es mit Israel, das es von "der Landkarte zu tilgen" gelte, sei es mit Amerika und allen anderen Feinden Irans, denen "die Hände abzuschlagen" seien. Die Nationen des Westens, für ihn sind sie nur noch "alt gewordene Löwen mit verfilztem Fell und faulenden Mähnen".
Wohin führt das? Wünscht Ahmadinedschad, der Apokalyptiker, der auf den Mahdi wartet, die große Auseinandersetzung, das Armageddon, herbei? Oder blufft er nur, ist Iran noch gar nicht so weit, wie der Präsident behauptet?
Das Land ist schon jetzt ein Alptraum, eine Kombination aus Hass-Predigten und dem Streben nach der Bombe, deren Besitz dieser Staat, allen Dementis zum Trotz, wohl anpeilt. Iran ist weitaus bedrohlicher als die Atommächte Pakistan oder Indien, weil dieser Staat der Mullahs eine expansive islamistische Ideologie mit einem Feindbild verbindet, dem des Großen Satans Vereinigte Staaten und des Kleinen Satans Israel, wobei der Antisemitismus wohlkalkuliert ist und auf islamische Solidarität im arabischen Raum zielt.
Iran ist zudem viel gefährlicher als der Irak oder Nordkorea. Der Gottesstaat hat gute Aussichten, jene Massenvernichtungswaffen zu bauen, in deren Besitz Saddam Hussein nur im Glauben des Westens beinahe kam. Ahmadinedschad repräsentiert auch kein Hungerreich wie Kim Jong Il, und Iran verfügt über ein abgestuftes System von Waffen: Dieses Land ist konventionell hochgerüstet, kann aber auch terroristischen Gruppen wie der Hisbollah den Marschbefehl erteilen.
Überdies kann der iranische Präsident auf die Wirtschaftskraft seines Landes bauen, das, nach seiner Aussage, "die nötigen Mittel besitzt, um sich zu wehren". Diejenigen, droht Ahmadinedschad, "die raue Töne gegen Iran anschlagen, brauchen Iran zehnmal mehr, als wir sie brauchen". Neben der möglichen Heimholung der im Ausland geparkten Petromilliarden zielt er mit dieser Bemerkung vor allem auf die Energieversorgung der Industriestaaten.
Tatsächlich gehört Iran im internationalen Energie-Monopoly zu den tonangebenden Lieferanten. Die drittgrößten Ölvorkommen der Welt liegen dort, die zweitgrößten Erdgasvorräte kommen hinzu. Der hohe Ölpreis aufgrund der anschwellenden Krise um Irans Atomprogramm ist eine hübsche Dreingabe für die Mullahs.
Und immer im Hintergrund des Atomstreits, der sich seit Monaten aufschaukelt: Wird
es, wenn alle diplomatischen Versuche fehlschlagen, die iranische Bombe aufzuhalten, zum Militäreinsatz der Amerikaner oder der Israelis kommen?
Oder würden, sollte Iran ungehindert zur Nuklearmacht aufsteigen, die Atomwaffen im Nahen Osten dieselbe Wirkung haben wie die in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg? Könnte die Abschreckung auch dort funktionieren? Sind Atomwaffen wirklich politische Waffen, deren Sinn im Besitz, nicht in der Anwendung liegt? Inzwischen hat sich sogar die US-Regierung bei führenden Nahost-Experten erkundigt, ob nukleare Abschreckung auch bei den Mullahs wirksam sein könnte.
Das ließe sich leichter glauben, wenn ein kühl kalkulierendes Regime in Teheran an der Macht wäre. Aber dieser Präsident, der Israel mit schäumendem Hass verfolgt - würde er womöglich nicht doch die Bombe einsetzen? Wer ist dieser Mann eigentlich, den bis vor einem Jahr nicht einmal westliche Diplomaten in Iran kannten - und der ihnen selbst als Bürgermeister der Zwölf-Millionen-Metropole Teheran kaum einen näheren Kontakt oder gar ein Dossier wert schien?
Ahmadinedschad ist ein eher klein gewachsener Mann mit langsamen Bewegungen. Er kleidet sich vorzugsweise in beigefarbene Blousons vom Grabbeltisch im Basar, trägt keine Krawatten, denn die sind Zeichen westlicher Dekadenz, ist fast immer präzise gekämmt und trägt einen Dreitagebart. Das alles sind lauter Signale von Bescheidenheit und Schlichtheit, die ihn wohltuend von den eleganten Mullahs mit ihren Turbanen, den sandfarbenen Anzügen samt schwarzen Umhängen unterscheiden sollen.
Ahmadinedschad ist ja auch kein islamischer Rechtsgelehrter, obwohl er seine politischen Auftritte so inszeniert, als sei er nicht nur Präsident Irans, sondern Sprecher der ganzen islamischen Welt - der geistliche Führer seiner Religion, der Imam, der Großajatollah in der Erbfolge Chomeinis. Er ist kein Intellektueller, aber im kleineren Kreis lässt er sich offenbar mit Vergnügen auf harte Diskussionen ein.
Er ist lange - allzu lange - gefährlich unterschätzt worden und tut alles dafür, dass sich das ändert. Den Wandel in der Wahrnehmung verfolgt er offenbar mit Genugtuung. Erst in jüngster Zeit begab er sich auf Reisen, war in Syrien und Indonesien. Was die Welt braucht und wie es in ihr aussieht, verrät ihm sein Gottvertrauen und sein Ingenieursverstand, und anscheinend hält er nun die Zeit für gekommen, Sendschreiben in die Welt zu schicken. Die Belehrung des amerikanischen Präsidenten auf 18 Seiten war erst der Anfang, ein Schreiben an Papst Benedikt XVI. soll schon in Arbeit sein, und die Dritte im Bunde der Adressaten werde Angela Merkel sein, verriet er nach dem SPIEGEL-Gespräch.
Ahmadinedschad ist erst seit einem Dreivierteljahr Präsident, aber binnen kurzem wurde er zu einer unüberhörbaren Figur auf der Weltbühne. Er redet so, als sei Iran schon die Weltmacht, die er aus seinem Land erst machen möchte. Er belehrt die Juden darüber, dass sie in Palästina am falschen Ort seien. Er belehrt die Deutschen, dass der Holocaust ein wissenschaftlich ungeprüftes Ereignis sei, schlägt aber zugleich eine Umsiedlung der Israelis auf deutschen Boden vor. Er belehrt George W. Bush über das Christentum und das Fiasko im Irak, er erklärt Amerika, im Grunde aber dem gesamten Westen, dass dessen Konzept der Demokratie und des Liberalismus gescheitert sei.
Kompromisse sind in diesem Weltbild nicht vorgesehen, Kompromisse sind Schwä- che. An konstruktiven Vorschlägen für die Befriedung des Nahen Ostens mangelt es Iran. Ahmadinedschad stellt Forderungen auf, er verhandelt nicht. Ahmadinedschad denkt groß von sich und von Iran.
So schnell wie er machen sich wenige Staatschefs so viele Feinde. So rasant isolieren sich Länder kaum je freiwillig. Und aus der Schwierigkeit der Weltgemeinschaft, ihm entgegenzutreten und Grenzen zu ziehen, folgert er, dass er historisch im Recht ist.
Ahmadinedschad ist ein ruheloser Provokateur. Manchmal wirkt das so, als sei die Zeit um 25 Jahre zurückgedreht und Chomeini noch da, sagt ein iranischer Intellektueller - Ahmadinedschad sei die Wiederkehr Chomeinis in Zivil. Dabei verleihen ihm seine Endzeit-Phantasien etwas Schwärmerisches, wie nicht von dieser Welt. Weil er sich als Volkstribun der in der Revolution Zukurzgekommenen in Pose wirft, sagt ein anderer Intellektueller, sei er so etwas wie der heilige Robin Hood Irans.
Dabei kämpft Ahmadinedschad an vielen Fronten gleichzeitig: Er legt sich mit allen an, nicht nur mit dem Establishment draußen in der feindlichen Welt, sondern auch im eigenen Land. Als er den Brief an Bush schrieb, brachte er mit einem Schlag zwei entscheidende Figuren in Iran gegen sich auf: Verantwortung in Sachen Atomkraft trägt eigentlich der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, der zugleich die politische Identifikationsfigur der konservativen Nomenklatura ist. Und erste und letzte Instanz auch in allen weltlichen Dingen von Bedeutung ist der Religiöse Führer, Ajatollah Ali Chamenei. Die Kamarilla um Ahmadinedschad lässt andeuten, dass der Präsident seinen Brief nach Washington absandte, ohne Rücksprache zu halten oder gar um Erlaubnis zu bitten.
In einer minderen Sache von allerdings hoher Symbolkraft fiel Chamenei Ahmadinedschad vor kurzem in den Arm. Es hatte das aufsehenerregende Fußballspiel zweier Damenmannschaften aus Teheran und Berlin gegeben, die Spielerinnen selbstverständlich in Ganzkörperverhüllung mitsamt Kopftuch. Kurz darauf stellte
der Präsident, der selbst gern und angeblich gut Fußball spielt, die Überlegung an, warum nicht künftig Frauen als Zuschauerinnen in den Stadien zugelassen werden sollten.
Eigentlich ist eine solche Neuerung im kulturell bestürzend konservativen Iran, wo Frauen als Menschen minderer Ordnung behandelt werden, so gut wie undenkbar. So war es auch diesmal wieder eine stichelnde Provokation, so reizte der Präsident wieder die Ajatollahs, die in Gestalt des geistlichen Führers intervenierten und Ahmadinedschad nahelegten, die Empfehlung wieder einzukassieren. Da erst trat der Präsident den Rückzug an. Wieder stand er gar nicht schlecht da, als wäre er ein unorthodoxer Revolutionär, ein Neuerer.
Im Land kommt es Ahmadinedschad zugute, dass er sich mit den "fetten Katzen", wie die etablierten Mullahs genannt werden, ungerührt anlegt. Er mehrt seine Macht, so viel scheint klar, wobei allerdings das iranische Machtgefüge ebenso diffus wie abgeschottet ist.
Da stehen viele Instanzen miteinander in Konkurrenz, weltliche wie geistliche. Der Präsident soll in diesem seltsamen Amalgam rivalisierender Religionsgelehrter, Milizen und Technokraten der politische Repräsentant des Establishments sein. Seinen Sieg verdankt er Chamenei, der die Pasdaran, die Revolutionswächter, und deren Waffenbrüder von den religiösen Milizen, die Bassidsch, aufforderte, diesem merkwürdigen Heiligen die Stimme zu geben. Der Präsident gibt sich weder dankbar noch gefügig, er erkennt niemanden außer seinem Idol Ajatollah Ruholla Chomeini als Autorität an, er zieht eigene Spuren, er hat eine ganz eigene Biografie, aus der er die Kraft zu seiner weltumspannenden Mission zieht.
Seine Familie, wenn er denn mal etwas Privates preisgab, stellt er nicht als besonders gottesfürchtig, sondern als höchst durchschnittlich vor. Teheran-Süd eben. Seine Frau, die natürlich nicht in der Öffentlichkeit auftreten darf, habe wie er Ingenieurwissenschaften und zusätzlich Pädagogik studiert, erzählt er, und arbeite als Lehrerin; auch die Tochter und der ältere Sohn hätten sich an der Universität für Elektrotechnik und Bauwesen eingeschrieben; der Jüngste habe gerade das Abitur bestanden und sich noch nicht für einen Studiengang entschieden.
Als sei er wirklich der Vater von nebenan mit den Sorgen von nebenan, klagt der Präsident, dass die Telefonrechnung so hoch sei, weil seine Kinder viel im Internet surften. Dass er ebenso halsstarrig wie aufbrausend sei, weist er als üble Nachrede zurück, auch das hartnäckige Gerücht, er wasche sich nicht allzu gründlich.
Perfekt gibt er den muslimischen Biedermann. Doch hinter der Geste des Demütigen, der nach dem Sieg bei den Präsidentschaftswahlen im Juni dem Revolutionsführer Chamenei devot die Hand küsste - was seine Vorgänger nicht getan hatten -, verbergen sich religiöser Eifer und politischer Fanatismus.
Ahmadinedschad glaubt fest, dass er der Vorsehung Gottes den Weg in sein hohes Staatsamt verdankt. "Eine neue islamische Revolution hat stattgefunden durch das Blut der Märtyrer", verkündete er nach seinem Wahlsieg. "Wenn Gott es so will, wird diese Revolution die Ungerechtigkeit in der Welt ausmerzen."
Er redet, predigt vielmehr, im gewaltigen Sprachgestus von Chomeini, dem nachzueifern seine Obsession ist. Wenn er Israel "von der Landkarte tilgen" will, zitiert er den düsteren Rachegreis ebenso wie in seinen sozial-revolutionären Versprechen von den "Tellern der Armen", die er als Präsident mit Hilfe der Erlöse aus dem Erdölexport füllen will. "Die Ära der Unterdrückung, der hegemonialen Regime, der Tyrannei und der Ungerechtigkeit hat ihr Ende erreicht", rief er seinen Anhängern zu, als sei er ein Wiedergänger des Schah-Bezwingers. Sein erster Gang führte ihn zum Dankesgebet in das Chomeini-Mausoleum im Süden der Stadt.
An seinen brennenden Ehrgeiz erinnern sich Klassenkameraden, die wie er in den siebziger Jahren das Daneschmand-Gymnasium besucht haben. Die Privatschule im Osten Teherans, mit rund 500 Schülern, zählte zu den besseren Instituten und forderte hohe Unterrichtsgebühren.
Die Familie Ahmadinedschad konnte diese Kosten aufbringen. Denn der Vater, in der offiziellen Hagiografie des Präsidenten stets als "schlichter Schmied" vom Land beschrieben, hatte sich auch einen kleinen Schlossereibetrieb zugelegt, der dank des Ölbooms große Aufträge im Baugeschäft erhielt und gutes Geld einbrachte.
"Nein, arm war die Familie nicht, nur schlicht und ungebildet", erinnert sich ein Klassenkamerad, der heute im westlichen Exil lebt. Und sonderbar sei Ahmadinedschad schon damals gewesen: "Er war abweisend, ja aggressiv gegenüber den anderen."
Solches Außenseitertum hatte indes keinen Einfluss auf die schulischen Leistungen
des 17-Jährigen: "Er zählte zu den fünf Klassenbesten", erinnert sich der Schulkamerad. Vor allem in Englisch war Ahmadinedschad den meisten Mitschülern voraus, weil er nachmittags noch an einem privaten Sprachinstitut Extra-Unterricht nahm. "Er gab damit an, dass er die besseren Noten bekam und auch richtig sprechen konnte. Aber es stimmt: Sein Niveau lag weit über Klassendurchschnitt."
Als religiöser Eiferer trat Ahmadinedschad erst als Student der Ingenieurwissenschaften an der Teheraner Elm-o-Sanaat-Universität in Erscheinung. Zudem bewies er sich als glänzender Organisator, als die revolutionäre Stimmung Teheran erreichte. An seiner Hochschule gehörte er zu den Gründungsmitgliedern der Vereinigung Islamischer Studenten.
Den Grundstein zu seiner Karriere legte Ahmadinedschad 1979, als er Vertreter seiner Universität beim "Büro zur Stärkung der Einheit" wurde. Offiziell diente die Organisation unter Führung des radikalen Ajatollah Mohammed Beheschti, der das Islamische Zentrum Hamburg geleitet hatte und ein Vertrauter Chomeinis war, als Verbindungsstelle zwischen den Universitäten und den einflussreichsten theologischen Seminaren.
Tatsächlich gerieten die Mitglieder des Büros aber schnell in den Ruf, die Islamisierung an den Hochschulen mit Gewalt voranzutreiben. Unter politisch andersdenkenden Kommilitonen, die etwa für einen demokratischen Staat eintraten, war die Truppe um Ahmadinedschad bald gefürchtet, weil sie mit Schlagstöcken gegen Argumente vorging.
Die Zahl der Opfer dieser blutigen islamischen Kulturrevolution stieg allein an den Hochschulen auf etwa 25 000. Um weitere Gewaltexzesse zu verhindern, wurden die Universitäten schließlich für drei Jahre geschlossen.
Dass er bereit war, für die Revolution auch mit seinem Leben einzustehen, bewies Ahmadinedschad wenige Monate später: Nach dem Angriff Saddam Husseins auf Iran im September 1980 meldete er sich freiwillig zu den Pasdaran. Neun Jahre lang gehörte er der Elitetruppe des Gottesstaates an; sie zählen zu den bis heute dunkelsten Abschnitten im Leben des Staatschefs.
Nach - allerdings nicht näher belegten - Angaben der Exil-Opposition soll sich der Revolutionsfanatiker in der Abteilung Innere Sicherheit der Pasdaran als Verhörspezialist und Folterknecht hervorgetan haben. Im berüchtigten Evin-Gefängnis am Rande Teherans, in dem damals unzählige Chomeini-Gegner hingerichtet wurden, sei sein Spitzname "Tausend-Schuss-Mann" gewesen.
Eine regelrechte Terroristenausbildung scheint Ahmadinedschad ab 1986 erhalten zu haben, als er zu einer Spezialeinheit der Ramadan-Garnison nahe dem westiranischen Kermanschah versetzt wurde. Offiziell galt der Standort als Versorgungslager für die Truppen an der irakischen Front. Und auch der Präsident selbst beschreibt seine Aufgabe im Krieg als die eines Logistikers. Doch etliche Soldaten spezialisierten sich hier auch für Einsätze hinter den feindlichen Linien - für Terroranschläge im Irak und für die Liquidierung von Chomeini-Feinden in Westeuropa.
Während Ahmadinedschad nicht ohne Stolz über Operationen im irakischen Kirkuk berichtet haben soll, will er mit den Aktionen gegen die Feinde des Gottesstaates in Europa nichts zu tun gehabt haben. Doch genau darauf war die später von ihm befehligte Einheit Kuds (Jerusalem) spezialisiert.
Nach Ende des Krieges machte Ahmadinedschad als Verwaltungschef Karriere. Während der Amtszeit Rafsandschanis stieg der inzwischen promovierte Ingenieur für Verkehrstechnik im Nordwesten des Landes zum Regierungsdirektor für die Provinzstädte Maku und Choi an der Grenze zu Aserbaidschan auf; 1993 berief ihn der damalige Minister für Islamische Führung, Ali Laridschani, heute Chefunterhändler im Nuklearkonflikt mit dem Westen, in sein Beraterteam. Wenige Monate später wurde Ahmadinedschad zum Gouverneur der Provinz Ardebil ernannt.
Vermutlich würde er noch immer an der Grenze zur Türkei über Moral und Tugend wachen, wenn der Reformer Mohammed Chatami nach seinem Erdrutschsieg 1997 den unbequemen Radikalen nicht aus dem Amt gedrängt hätte.
So kam er zurück nach Teheran an seine alte Universität, als Dozent für Stadt- und Verkehrsplanung. Nebenher organisierte er das Comeback der iranischen Hisbollah,
einer Schläger- und Spitzeltruppe, die in den Chomeini-Jahren für Angst und Schrecken gesorgt hatte, später aber ins Abseits gedrängt worden war.
Außerdem baute der Eiferer mit dem unbestrittenen Organisationstalent auch die "Gemeinschaft der Opferbereiten für die Revolution" mit auf. Diese Gruppe wurde rasch zum Sammelbecken für Hardliner und wartete nur darauf, sich beim nächsten Urnengang an den Reformern zu rächen. Die Gelegenheit dazu kam bei den Kommunalwahlen 2003. Ahmadinedschad wurde Bürgermeister der Hauptstadt.
Seine beiden Amtsjahre lassen erahnen, wohin der Präsident nun das ganze Land führen möchte: in eine zweite islamische Revolution.
Der fromme Stadtvorsteher ließ es an symbolischen Großtaten nicht fehlen. Mit Blick auf seine Wählerschaft in den Armenvierteln sagte er Korruption und Prasserei der Oberschicht den Kampf an. Um mit gutem Beispiel voranzugehen, verkaufte er seinen Dienstwohnsitz und ließ von dem Erlös Sozialwohnungen bauen; in den Elendsvierteln wurden warme Mahlzeiten verteilt.
Ahmadinedschad mischte sich unters Volk, oft als Müllmann getarnt, um Misswirtschaft und Bestechung aufzudecken. Im Präsidentschaftswahlkampf stellte er sich als "der kleine Diener und Straßenkehrer der iranischen Nation" vor, der allerdings kein Pardon kennt. Bestechlichen Beamten, bekannte er schon mal, ließe er am liebsten öffentlich die Hände abhacken.
Auch für die Millionen Kriegsversehrten und Angehörigen der Gefallenen ließ er sich besondere Gesten einfallen: An jedem größeren Platz der Hauptstadt wollte er ein Grabmal für einen Märtyrer errichten. Auf einem Gedenkstein vor der deutschen Botschaft in Teheran ließ er die deutsche Beteiligung an der irakischen Giftgasproduktion anprangern.
Vor allem aber verfolgte der Bürgermeister seine liberalen Gegner, wo immer sie in der Stadtverwaltung Einfluss hatten. Mit Hilfe von Pasdaran und den Bassidsch ging er gegen Kulturzentren und die bei der Jugend beliebten Fast-Food-Restaurants vor. Sie galten ihm als "Stätten der Unmoral".
Im Fastenmonat Ramadan ließ er Kunstgalerien in Gebetsräume umwandeln. Er setzte reformorientierte Chef- redakteure ab, verdonnerte seine männlichen Angestellten dazu, selbst im unerträglich heißen Hochsommer langärmelige Hemden zu tragen. Und weil ihm die kurzen Hosen des Fußballspielers David Beckham als Verstoß gegen die guten Sitten erschienen, ließ er Reklameposter mit dem Fußballstar abreißen.
Reformer verspotteten ihn schnell als "iranischen Taliban-Kämpfer" und mokierten sich über seinen Steinzeit-Islam. Das Lachen ist ihnen inzwischen vergangen, denn der Staatschef kann weitermachen, wo der Bürgermeister aufgehört hatte.
Als Zeichen der Bescheidenheit ließ der neue Präsident wertvolle Teppiche aus seinem Büro entfernen und sein Bild aus Amtsstuben verbannen; den prunkvollen Saadabad-Palast des Schahs, der dem Regime als Gästehaus gedient hatte, gab er der Öffentlichkeit mit der Begründung zurück: "Für Aristokraten ist kein Platz in meiner Regierung." In einem alten japanischen
Geländewagen lässt er sich zum Freitagsgebet fahren.
Längst kämpft der Präsident auch nicht mehr allein wie noch zu Anfang seiner Amtszeit. Er hat die Generation Ahmadinedschad an die Macht gebracht und die wichtigsten Positionen in den Ministerien mit Kriegsveteranen und Revolutionswächtern besetzt. Durch sie erhält der Mullah-Staat ein anderes Gesicht. Während die Oligarchie der Religionsgelehrten so unbeliebt ist wie nie zuvor, übernehmen die Pasdaran, die einstigen Truppen des Klerus, die Macht. Mehr als zwei Drittel der Minister entstammen ihrem Umfeld.
Pasdaran - und Bassidsch - sind nach wie vor die treuesten Verteidiger der Islamischen Republik, wenngleich aus unterschiedlichen Gründen. Ein Teil folgt Ahmadinedschad aus ideologischen Motiven, ein anderer Teil aber strebt zur Macht, weil dort, an der Staatsspitze, die Pfründen verteilt werden. Schon heute gibt es ein Netz wichtiger Konzerne, die von den Pasdaran kontrolliert werden.
Dass jemand, der das Ende aller Tage nahen sieht, auch noch Zugang zu einer Waffe erhalten sollte, die dieses Ende beschleunigen könnte, ist ein unerträglicher Gedanke - auch wenn Ahmadinedschad immer wieder beteuert, das iranische Nuklearprogramm diene ausschließlich zur Energiegewinnung.
Seit zwei Jahrzehnten versucht sich Iran an der Bombe, seit sieben Jahren unternehmen Wissenschaftler sporadische Experimente, meist klammheimlich. Und am 9. April, so stellt es der Präsident dar, hätten sie es geschafft, Uran bis zu einem Grad anzureichern, der für die Schließung des nuklearen Brennstoffkreislaufs erforderlich ist. Auf einem Wandgemälde hinter Ahmadinedschad flogen damals Friedenstauben, die Fahne Irans flatterte im Wind, der oberste Geistliche von Maschhad und der Oberkommandierende der Streitkräfte standen neben ihm. Inzwischen haben Inspektoren der Wiener Atomenergiebehörde IAEA aber auch Spuren von sehr viel höher angereichertem Uran sichergestellt, als es für die nukleare Brennstoffproduktion erforderlich ist. Die Ergebnisse sind aber noch nicht bestätigt.
Es steht nicht gut um die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, Iran zum Verzicht auf die Urananreicherung zu bewegen. Zwar herrscht über diese Forderung an Teheran sogar im Uno-Sicherheitsrat Einigkeit - über mehr aber nicht. Sanktionen werden weiterhin von Russland und China abgelehnt.
Die Westeuropäer, die drei Jahre lang vergeblich mit Iran über Alternativen zur Urananreicherung verhandelt haben, sind derzeit ratlos. Vergebens versuchten Spitzenbeamte der Außenministerien von London, Paris und Berlin vorige Woche ihre Kollegen der Großmächte China, Russland und USA auf ein gemeinsames Vorgehen einzuschwören - das Treffen in London endete ergebnislos.
"Es gab zwei weit auseinanderliegende Positionen", erläuterte ein Diplomat. Die Amerikaner beharrten darauf, den Iranern nicht nur Anreize für weitere Verhandlungen vorzulegen, sondern auch Drohungen zu formulieren. Chinesen und Russen wehren sich gegen diese Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche. Nun sollen es die Außenminister richten.
Die Europäer drängen Bush zu konkreten Zugeständnissen: Die Lieferung eines Leichtwasserreaktors und von Airbus-Flugzeugen soll Amerika gutheißen und zudem die offene Unterstützung von iranischen Oppositionsgruppen einstellen. Vor allem aber sollen die USA endlich direkt mit den Mullahs reden.
"Ich weiß nicht, ob man mit diesen Leuten wirklich eine Lösung finden kann", sagt Bush, der entgegen sonstigen Gewohnheiten den Brief Ahmadinedschads von der ersten bis zur letzten Zeile gelesen haben soll. Aber trotz solcher Skepsis rückt seine Administration ein Stück von der harten Linie ab. Zu groß ist die Furcht, dass übertriebener Starrsinn die mühsam geschmiedete Anti-Iran-Koalition gefährdet. Vergangene Woche stellte das Weiße Haus erstmals direkte Gespräche in Aussicht, wenn Iran zuvor sein Anreicherungsprogramm stoppt. Inzwischen hat Washington signalisiert, dass sogar ein Deal wie mit Libyen möglich wäre - diplomatische Beziehungen gegen den Verzicht auf die Bombe. Wenn
es einigermaßen rational in Teheran und Washington zuginge, wäre ein solcher Ausweg möglich. Die USA würden den neokonservativen Moralismus als Mittel einer Weltmacht stillschweigend einmotten, Iran die Mahdi-Romantik, apokalyptisch untermalt, aus der Politik nehmen. Vom geschwächten Bush, das Ende seiner Amtszeit vor Augen, ließe sich so ein Kompromiss vielleicht sogar erwarten. Vom triumphierenden Ahmadinedschad, so er nicht von anderen Kräften in Iran dazu gezwungen wird, schon weniger.
Soweit die Verhältnisse in Iran durchschaubar sind, könnte allein der Religiöse Führer Chamenei ein Machtwort sprechen und Ahmadinedschad Einhalt gebieten. Einer der Teheraner Intellektuellen, die immer mit einem Bein im Gefängnis stehen, meint sogar, es genüge ein kleines Handzeichen des Ajatollah, und der Präsident sei von heute auf morgen Vergangenheit. Das mag im Prinzip stimmen, aber je länger Ahmadinedschad vorn auf der Weltbühne herumtoben darf, desto schwerer dürfte es fallen, ihn ohne Folgen für das Gesamtsystem aus dem Verkehr zu ziehen.
Unterdessen sind für Skeptiker und Gegner der Theokratie à la Iran die harten Zeiten zurückgekehrt. Intellektuelle wie der Philosoph Ramin Dschahanbeglu, der einer Einladung nach Brüssel zu einer Konferenz des "German Marshall Fund" folgen wollte, verschwinden im Gefängnis, weil sie "Kontakte mit Ausländern" haben, eine Umschreibung des Tatbestands Spionage.
In jüngster Zeit nahmen sich das Informationsministerium und die Zensurbehörde die Blogger vor, die ihre Tagebücher und politischen Gedanken ins Netz gestellt hatten. Einige von ihnen verschwanden für zwei oder drei Monate im Evin-Gefängnis, dann wurden sie freigelassen. Der perfide Umgang mit jungen Aufsässigen oder Intellektuellen ist immer gleich: Sie kommen frei, offiziell auf Urlaub, das Urteil wird nicht aufgehoben, deshalb können sie bei erneutem "Fehlverhalten" sofort wieder in Haft genommen werden.
Auch Irans zahlenmäßig überschaubares Häuflein der Bourgeoisie hat sich erst einmal ausgeklinkt. Stets auf den Westen ausgerichtet, fühlt sich diese Klasse von Gott und der Welt verlassen. Das gekränkte Bürgertum muss den Schock über den Aktionismus seines weltweit gefürchteten Präsidenten überwinden.
Die Wahl dieses apokalyptischen Frömmlers, die man nicht verhindern konn- te, ist die dritte große Niederlage. "1979 haben uns die Mullahs die Revolution gestohlen", sagt eine 42-jährige iranische Dokumentarfilmerin, "dann hat uns der Reformer Chatami enttäuscht, und jetzt haben wir einen Präsidenten, gegen den selbst Chomeini ein Gemäßigter war."
Ob der Westen gut daran täte, Iran nicht frontal anzugreifen, sondern auf eine Spaltung im Inneren, möglicherweise auf eine Gegenrevolution hinzuwirken? Nein, sagt die Regisseurin, zu einer Volkserhebung werde es nicht kommen, die Generation der heute 30- bis 40-jährigen Regimegegner sei mit den Revolutionären von 1979 nicht zu vergleichen. "Wir kämpfen heute darum, unsere Miete und das Schulgeld für unsere Kinder zu bezahlen."
Von den heute 20-Jährigen, sagt die Dokumentarfilmerin, sei überhaupt nichts zu erwarten: "Die Armen unter ihnen kämpfen ums Überleben, und die Reichen wollen einfach nur Spaß."
Die Armen führen ihren täglichen Überlebenskampf zum Beispiel in den Metro-Stationen im Süden von Teheran, die so überfüllt sind, dass mitunter fünf oder sechs Züge abfahren, bevor ein einziger Platz frei wird. An den Ausgängen fallen Passagiere über kniehohe Bordsteinkanten. Die Luftverschmutzung erreicht so gefährliche Ausmaße, dass im Winter mehrfach alle Schulen und Ämter geschlossen werden mussten.
Die Reichen setzen keinen Fuß in die Metro, und wenn sie ihre klimatisierten Limousinen überhaupt durch den Süden Teherans steuern, dann nur aus einem Grund - 40 Kilometer vor der Hauptstadt liegt, wie ein Raumschiff in der Wüste, der neue Flughafen von Teheran, das in Glas und Chrom und Marmor erstrahlende Monument der Islamischen Republik: Imam Khomeini International.
Vor fast 30 Jahren noch vom Schah geplant, haben jetzt die Mullahs einen Hightech-Terminal errichtet, der im Nahen Osten seinesgleichen sucht: 47 Millionen Reisende pro Jahr sollen dort eines Tages ankommen oder abfliegen, nur 5 Millionen weniger als derzeit in Frankfurt.
Noch aber steht das eindrucksvolle Bauwerk für den Ehrgeiz einer Regionalmacht, die 27 Jahre nach der Revolution auf der Kippe steht. Nur etwa ein Dutzend Maschinen starten täglich vom neuen Airport, nur wenige internationale Fluggesellschaften fliegen Imam Khomeini an: vor allem Airlines, die Teherans Wohlhabende nach Dubai bringen, zu ihrem Ferienziel am Golf - und ihrem Fluchtpunkt, falls die Dinge in Iran schiefgehen sollten.
Von Hunderten Scheinwerfern erleuchtet, strahlt der leere Chomeini-Flughafen nach der letzten Abendmaschine in die Nacht. Noch heller strahlt allerdings ein paar Kilometer weiter die Grabmoschee seines Namensgebers, für den eines unumstößlich feststand: Jede Politik ist nur ein Schattenspiel, wahre Erleuchtung aber kommt von oben.
Sein Nachfolger Ahmadinedschad sieht das genauso. DIETER BEDNARZ, RALF BESTE,
GEORG MASCOLO, STEFAN SIMONS,
GERHARD SPÖRL, BERNHARD ZAND
* Beim Handkuss für den Religiösen Führer Ajatollah Chamenei am 3. August 2005 in Teheran.
Von Dieter Bednarz, Ralf Beste, Georg Mascolo, Stefan Simons, Gerhard Spörl und Bernhard Zand

DER SPIEGEL 22/2006
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