28.08.2006

POP

Des Meisters Gegrummel

Mit allem, was halbwegs modern ist, konnte Bob Dylan, 65, angeblich noch nie viel anfangen. Das Interesse am Kino habe er verloren, als die Filme farbig wurden, behauptete er mal. Und ihm falle auch niemand ein, der in den vergangenen 25 Jahren eine gute Platte gemacht habe. Aber allzu ernst sollte man sein Gegrummel nicht nehmen, der alte Meister ist für seinen abgründigen Humor berühmt. Nun kommt sein neues Studioalbum "Modern Times" in die Läden. Ein fabelhaftes Werk, das - logisch - alles andere als zeitgenössisch klingt; ausgelassen geben Dylan und seine Band da zehn neue Songs, die nach altem Jazz, Country und Blues klingen, zum Besten. Aber Dylan weiß auch die Vorteile der modernen Welt zu schätzen. Als Moderator seiner eigenen Show auf einem amerikanischen Satelliten-Radiosender plaudert er aufgekratzt über Themen wie Gefängnis, Autos oder Kaffee und spielt dazu viel alte Musik, aber auch Songs von Prince oder Blur, die durchaus als modern durchgehen.


DER SPIEGEL 35/2006
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