30.10.2006

SED-GELDER„Rote Fini“ abgeblitzt

Im langjährigen Rechtsstreit um 237 Millionen Euro SED-Gelder, die dem Aufbau Ost zugutekommen sollen, hat das Bundesverfassungsgericht jetzt die Verfassungsbeschwerde der Wiener Geschäftsfrau Rudolfine Steindling, 71, nicht zur Entscheidung angenommen. Die auch als "Rote Fini" bekanntgewordene österreichische Kommunistin war seit 1983 alleinige Gesellschafterin der Ost-Berliner Firma Novum. Der Rechtsstreit drehte sich darum, ob das von ihr verwaltete Novum-Geld der Kommunistischen Partei Österreichs oder dem SED-Vermögen zuzurechnen ist. Mit dem neuen Beschluss kommen auf Steindling auch Gerichts- und Anwaltskosten in Millionenhöhe zu, da der Streitwert vom Bundesverwaltungsgericht auf 126,5 Millionen Euro festgelegt wurde. Damit stehen nur noch in der Schweiz zwei Zivilverfahren gegen die "Rote Fini" aus. Dort liegen auf einem Konto etwa 100 Millionen Euro, die ebenfalls den neuen Bundesländern zufließen könnten.

DER SPIEGEL 44/2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 44/2006
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

SED-GELDER:
„Rote Fini“ abgeblitzt

  • Unglück in Kirgisien: Deutscher Tourist filmt Hubschrauberabsturz an Bord
  • Mays Auftritt beim EU-Gipfel: "Es kam zu tragikomischen Szenen"
  • Wolkenformation: Ein Mädchen am Horizont
  • Rassistische Beleidigungen bei Länderspiel: Zuschauer postet emotionalen Appell