30.10.2006

KORRUPTIONEx-Ferrostaal-Manager mit Geheimkasse

Einer der großen Schmiergeldskandale in der deutschen Exportwirtschaft holt die Schlüsselpersonen wieder ein. Um sich den Auftrag für den Bau eines Aluminiumwerks in Nigeria zu sichern, hatten die Chefs der MAN-Tochter Ferrostaal Mitte der neunziger Jahre Schmiergelder von rund einer Milliarde Mark für den damaligen Diktator Sani Abacha bewilligt. Vor dem Landgericht in Essen wurde nun publik, dass die Drahtzieher von Ferrostaal kräftig mitkassiert haben. So durfte ein Ex-Manager für das Arrangieren der Abacha-Bestechung "Provisionszuflüsse von rund zwölf Millionen Euro" schwarz in die Tasche stecken. Die Erfolgsprämie landete unter anderem bei seiner geheimen Stiftung in Vaduz.

DER SPIEGEL 44/2006
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KORRUPTION:
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