13.11.2006

GEWERKSCHAFTENDGB plant Lohnkürzung

Zahlreiche Mitarbeiter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) müssen mit drastischen Lohnkürzungen rechnen. Die Geschäftsführung des DGB Bildungswerks, zu der auch Hotel- und Veranstaltungsbetriebe gehören, will in diesen Betrieben Lohnkürzungen von 18 Prozent innerhalb von drei Jahren durchsetzen. Bereits im November 2004 erfolgte die Kündigung des Mantel- und Lohntarifvertrags, bislang ohne Einigung auf neue Tarife. Begründet wird die angestrebte Reduzierung mit der sinkenden finanziellen Zuwendung des DGB, rückläufigen Teilnehmerzahlen sowie steigenden Unterhaltskosten. Pikant dabei: Der sonst so solidarisch auftretende DGB plant die Kürzungen lediglich für die gewerblichen Mitarbeiter. Setzt sich der DGB durch, gingen ihnen umgerechnet rund zwei Monatsgehälter pro Jahr verloren. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten forderte während der Tarifverhandlung Ende Oktober, die "problematische Situation" könne "nicht nur auf Kosten derjenigen gelöst werden, die ohnehin die niedrigsten Einkommen" hätten. Sollten die Forderungen der Arbeitgeber nicht erfüllt werden, droht der DGB bereits mit der "ultima ratio", nämlich der Schließung einzelner Standorte sowie dem Outsourcing ganzer Abteilungen.

DER SPIEGEL 46/2006
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DGB plant Lohnkürzung

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