13.11.2006

BESCHÄFTIGUNGArbeitsagentur will mehr Privatvermittler

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will verstärkt private Anbieter mit der Vermittlung von Arbeitslosen betrauen. Ein entsprechender "Modellansatz" soll im kommenden Jahr in sechs Agenturen erprobt werden, heißt es in einem Vorstandspapier für den BA-Verwaltungsrat. Danach sollen Kontingente von bis zu 1000 Arbeitslosen für mindestens sechs Monate in die Obhut privater Beschäftigungsagenturen überstellt werden. Diese sollen sie dann gegen eine Erfolgsgebühr auf dem ersten Arbeitsmarkt unterbringen. Von dem Konzept verspricht sich die BA laut Papier eine intensivere Betreuung von Arbeitslosen mit "mittleren bis schweren Integrationshemmnissen" sowie eine stärkere "Spezialisierung in Teams". Was sich bei den Firmen als erfolgreich erweist, soll anschließend von den Agenturen übernommen werden. Das Programm lehnt sich an die "Employment Zones" in Großbritannien an, wo staatliche Arbeitsverwaltung und private Vermittler seit Jahren erfolgreich zusammenarbeiten. Behördeninterne Kritiker dagegen fürchten, dass sich die Agenturen langfristig selbst überflüssig machen, wenn sie einen Großteil ihrer wichtigsten Aufgabe an Dritte abgeben.

DER SPIEGEL 46/2006
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