12.02.2007

STEUERHINTERZIEHUNGMillionen für Flick-Erben

Die Posse um eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung des Multimilliardärs Friedrich Karl Flick hat ein glückliches Ende gefunden - für die Erben des vor vier Monaten verstorbenen Geschäftsmanns: Das Land Nordrhein-Westfalen überwies den vier Flick-Kindern rund 70 Millionen Euro. Vor zehn Jahren hatte Friedrich Karl Flick Steuern hinterzogen und 150 Millionen Mark (SPIEGEL 42/2006) an die Landeskasse überwiesen. Normalerweise enden solche Verfahren nach Selbstanzeige ein halbes Jahr später mit einem Steuerbescheid. Warum bei Flick nach zehn Jahren die strafrechtliche Verjährung eintreten konnte, lässt sich kaum noch ermitteln, und wegen des "Steuergeheimnisses" geben alle Beteiligten keine Auskunft.
Düsseldorfer Staatsanwaltschaft und Steuerfahnder werfen sich gegenseitig Versagen vor. Kurz vor seinem Tod forderte Friedrich Karl Flick die Millionen samt Zinsen zurück. Seit August verhandelten seine Vertreter mit der Düsseldorfer Oberfinanzdirektion über die Rückgabe. Einen Prozess scheuten offenbar beide Seiten und einigten sich auf einen Deal.

DER SPIEGEL 7/2007
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STEUERHINTERZIEHUNG:
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