23.04.2007

BÖRSENGÄNGERückschlag für Müller?

Der von Werner Müller für das Frühjahr 2008 geplante Börsengang der RAG könnte sich verzögern. Grund: Bei den Eigentümern der RAG, den Konzernen E.on, RWE und ThyssenKrupp, regt sich Widerstand gegen Müllers Verhandlungstaktik. Anlass ist die von der RAG als Durchbruch gefeierte Einigung mit dem vierten Großaktionär, dem luxemburgischen Stahlkonzern Arcelor. Der hat vor einigen Wochen plötzlich zugestimmt, seinen 6,5-prozentigen RAG-Anteil zu einem symbolischen Preis von einem Euro abzugeben. Zuvor hatte Arcelor stets auf einem Kaufpreis von mindestens 200 Millionen Euro beharrt. Besonders RWE befürchtet, dass es zwischen RAG und Arcelor Nebenabsprachen wie etwa den verbilligten Einstieg der Luxemburger in RAG-Kokereien gegeben haben könnte. Aus diesem Grund will der RWE-Vorstand einem Verkauf seiner Anteile für einen Euro vorerst auch nicht zustimmen. Bei RWE gibt es sogar Überlegungen, das heikle Thema von den Aktionären selbst bei einer Hauptversammlung abstimmen zu lassen.

DER SPIEGEL 17/2007
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BÖRSENGÄNGE:
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