16.07.2007

WELTKULTURERBEHufeisennase gegen Freistaat Sachsen

Jedes Rechtsmittel schienen die Gegner der geplanten Waldschlösschenbrücke im Dresdner Elbtal (SPIEGEL 27/2007) ausgeschöpft zu haben; mit Hilfe des Sächsischen Oberverwaltungs- und sogar des Bundesverfassungsgerichts hatten sie versucht, den Bau der Brücke zu verhindern - ohne Erfolg. Dem Dresdner Elbtal droht nun die Aberkennung des Weltkulturerbe-Titels. Jetzt aber haben Naturschutzverbände in einem Eilverfahren beim Verwaltungsgericht Dresden den Freistaat Sachsen aufgefordert, den Bau zu stoppen. Begründung: Die Kleine Hufeisennase, eine Fledermausart, und der Vogel Wachtelkönig würden durch die Brücke aus dem Elbtal verscheucht. Die Vertreter des "Naturschutzbund Deutschland", der "Grünen Liga" und des "Bund" wünschen einen Tunnel und berufen sich auf ein Bundesverwaltungsgerichtsverfahren, bei dem der Bau einer Autobahnumfahrung bei Halle (Saale) aus Tierschutzgründen verhindert wurde. Robert Bendner, Sprecher des Dresdner Verwaltungsgerichts, deutet an, dass in den nächsten Tagen der Beschluss des Gerichts in Sachen Hufeisennase ergehe. Das scheue Tier gilt als extrem gefährdet. Wie mächtig es ist, wird sich herausstellen.

DER SPIEGEL 29/2007
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WELTKULTURERBE:
Hufeisennase gegen Freistaat Sachsen

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