26.11.2007

USA

Alternativen für Guantanamo?

Fast sechs Jahre ist es her, seit die ersten Gefangenen in orangefarbenen Overalls auf dem US-Militärstützpunkt eintrafen. Bis heute wurde kein Einziger von ihnen vor ein Zivilgericht gestellt, nur einer - der Australier David Hicks - bekannte sich schuldig. Von den ursprünglich 775 Häftlingen sind nur noch weniger als die Hälfte im umstrittenen Gefangenenlager "Camp Delta": knapp über 300. Am 5. Dezember wird der Oberste Gerichtshof nun in dem entscheidenden "Boumediene gegen Bush"-Fall die mündliche Verhandlung eröffnen und erörtern, ob den Guantanamo-Häftlingen das sogenannte Habeas-Corpus-Recht zusteht. Danach könnten die Gefangenen erstmals eine gerichtliche Prüfung ihrer Haft durchsetzen, die ihnen bisher immer verweigert wurde. Die amerikanischen Menschenrechtsanwälte David Bowker und David Kaye haben eine Übersicht der aktuellen Zahlen aus Guantanamo zusammengestellt - es sei jetzt an der Zeit, "sich dieses System näher anzusehen und schnell nach Alternativen zu suchen".


DER SPIEGEL 48/2007
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