03.12.2007

SPIEGEL Extra - SchuleWeb-Links und Adressen

Projekte und Initiativen, bei denen Schüler als Nachwuchsforscher arbeiten können.
Einstein auf Rädern
Was ist ein Schwarzes Loch? Wie sieht eine Landschaft aus, wenn man im Flugsimulatur nahezu mit Lichtgeschwindigkeit darüber hinweg rast? Und stimmt es, dass ein Zwilling nach einer Tour durchs Universum viel jünger ist als sein Bruder? Das "Einsteinmobil" des Tübinger Astrophysikers Hanns Ruder soll Einsteins Relativitätstheorie ganz praktisch erlebbar machen. Das fahrbare Physiklabor tourt durch Deutschland und ist bereits bis Mitte 2008 ausgebucht.
www.einsteinmobil.de
Denkwerk
Auch die Geisteswissenschaften sind in den Kampf um die klügsten Köpfe eingestiegen: Im Projekt "Denkwerk" vernetzen sich Geistes- und Sozialwissenschaftler mit Schülern und Lehrern. Erforscht werden etwa der eigene Dialekt oder "soziale Ungleichkeit auf kommunaler Ebene".
www.bosch-stiftung.de/content/ language1/html/1500.asp
Talentschmiede bei Fraunhofer
Mit ihren "Talent Schools" möchte die Fraunhofer-Gesellschaft besonders begabte Schüler schon früh für die anwendungsorientierte Forschung gewinnen. Interessierte aus dem ganzen Bundesgebiet müssen ein Auswahlverfahren bestehen und befassen sich dann an drei Wochenenden im Verlaufe eines Jahres im Münchner Fraunhofer-Haus mit Zukunftsthemen wie zum Beispiel der Herstellung von Geweben ("Tissue Engineering").
www.fraunhofer.de/jobs/studenten-schueler/talent_school.jsp
"Rettungsnetz für die Wildkatze"
In Bayern und Thüringen spannt der BUND Kinder und Jugendliche für ein großes aktuelles Forschungsprojekt ein: Etwa 50 Schüler von neun Schulen aus Thüringen gehen in ihrer Freizeit mit einem Ranger in den Nationalpark Hainich - auf der Jagd nach Katzenhaaren. Die sammeln sie im Wald von sogenannten Lockstöcken ab. DNA-Tests im Labor ergeben dann, ob die Haare zu einer Wildkatze gehören. So können Biologen ermitteln, wie viele der scheuen Tiere in Deutschland noch leben. Nach dem Hainich-Vorbild werden jetzt auch Lockstockprojekte mit Gymnasiasten im Spessart, in der südlichen Rhön, im Steigerwald und im Naturpark Haßberge konzipiert.
Mini-Forscher
Mit ihrem Projekt "KiWiss - Wissenschaft für Kinder und Jugendliche" will die Hamburger Körber-Stiftung schon den Kleinsten einen Zugang zum Experimentieren ermöglichen. In Kitas und Schulen gehen die Mini-Forscher etwa Fragen nach wie "Welche Schule wünschst du dir?", "Kann man Licht fangen?", "Wie kommt der Sand an den Strand?"
www.kiwiss.de
Neandertaler-Genom
Im Offenen Labor der Uni Lübeck (Lola) dürfen Realschüler und Gymnasiasten von Klasse 8 bis 13 wie echte Molekularbiologen arbeiten - Abiturienten sogar an so aufregenden Experimenten wie dem genetischen Vergleich von Neandertaler und Homo sapiens. Dafür hat der bekannte schwedische Paläogenetiker Svante Pääbo vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig den Lübeckern Neandertaler-DNA zur Verfügung gestellt, die er aus dem Mark eines Knochenfundes isoliert hat. Nicht minder aktuell ist die Analyse gentechnisch veränderter Lebensmittel; außerdem dürfen die Schüler fremde Gene in Bakterien einschleusen.
www.bioweb.mu-luebeck.de/ LOLA/index.htm
Kinder in den Hörsaal
Der Herr Professor erklärt die Welt: Kaum eine Hochschule kommt heutzutage ohne Kinder-Uni aus. In stets gut besuchten Vorlesungen erklären wahrhaftige Wissenschaftler einem Auditorium aus Grundschülern ihr Forschungsgebiet, einen Studentenausweis gibt's auch. Wesentliche Regel dabei: Erwachsene haben auch als Begleiter ihrer Kinder keinen Zutritt zur Vorlesung. Eine Übersichtskarte der Kinder-Unis findet sich unter
www.die-kinder-uni.de
Wissensfabrik
In der "Wissensfabrik Deutschland" haben sich rund 60 Unternehmen, darunter BASF, Siemens und Hochtief, zusammengeschlossen, um potentielle Nachwuchskräfte bereits in Kindergarten und Schule für Technikberufe zu interessieren. Die Wissensfabrik vermittelt Kooperationen zwischen Schulklassen und Firmen, außerdem sponsert sie beispielsweise Experimentierkisten im Klassensatz.
www.wissensfabrik-deutschland.de
"Sachen machen"
Mit einer großangelegten Initiative will der Verband deutscher Ingenieure (VDI) gemeinsam mit verschiedenen Unternehmen Jugendliche für den Ingenieurberuf begeistern. Das VDI-Programm koordiniert dabei eine Vielzahl von Projekten: Rent-a-Prof heißt beispielsweise eine Aktion, in deren Rahmen Schulen Forscher für den Unterricht anheuern können. Ein "Daniel-Düsentrieb-Preis" soll junge Erfinder stimulieren. In Ferienkursen wird Mädchen die Arbeit mit dem Computer nahegebracht. Und Ingenieure der Fachhochschule Münster tingeln mit einem mobilen Halbleiterlabor durch Schulen in der Umgebung.
www.sachen-machen.org
Lernort Labor
Ob Weltraumforschung in den Labors des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, genetischer Fingerabdruck im Berliner "Gläsernen Labor" oder Plastikgießen im neuen Bayer-Kunststofflabor - die rund 230 Schülerlabors in Deutschland bieten erfahrbare Wissenschaft für Schulklassen. Die Dachorganisation "Lernort Labor" am Kieler Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften betreut die Experimentierstätten und liefert einen Überblick nach Themen und geografischer Lage.
www.lernort-labor.de

DER SPIEGEL 49/2007
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