Wegen der veränderten Lage an den deutschen Grenzen zu Tschechien und Polen soll die Bundespolizei so lange in ihrer bisherigen Stärke an den deutschen Ostgrenzen bestehen bleiben, bis verlässliche Analysen über die Auswirkungen des Wegfalls der Kontrollen vorliegen. Diese Forderung will Josef Scheuring von der Gewerkschaft der Polizei an diesem Montag im Innenausschuss des Bundestags vertreten. So heißt es etwa aus Kreisen des Bundespolizeiamtes in Pirna, dort seien seit dem Wegfall der Grenzkontrollen zu Polen und Tschechien am 21. Dezember 2007 mehr Illegale aufgegriffen worden als im gesamten ersten Dreivierteljahr 2007. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, er habe nur Kenntnis von 425 Aufgriffen - immerhin mehr als die Hälfte der 798 gefassten Illegalen des gesamten ersten Halbjahrs 2007. Erste Landkreise haben die Bundesregierung um Geld für Unterkunft und Verpflegung der Aufgegriffenen gebeten, die auf ihre Abschiebung warten.
DER SPIEGEL 3/2008
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