28.01.2008

ATOMMEILERTeure Entsorgung

Der Abriss der Karlsruher Versuchsanlage für einen Schnellen Brüter in Deutschland kostet den Steuerzahler weit mehr als vorgesehen. Wie das Bundesforschungsministerium jetzt einräumte, kostet die Entsorgung des Meilers 309 Millionen Euro und damit 100 Millionen mehr als geplant. Verantwortlich dafür seien unter anderem technische Probleme beim Ausbau des Reaktortanks, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Sylvia Kotting-Uhl. Die Forschungsanlage hatte 1977 den Betrieb aufgenommen und wurde 14 Jahre später stillgelegt. Brüter-Technologie, die sowohl zur Erzeugung von Energie als auch von spaltbarem Material dient, ist in Deutschland auch wegen massiver Proteste der Bevölkerung nie zur kommerziellen Anwendung gekommen. Der Abriss alter Kerntechnik wird zunehmend zur Belastung für den Bundesetat. Erst kürzlich hatte das Forschungsministerium eingeräumt, die Entsorgung der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) werde 239 Millionen Euro teurer als bisher angenommen.

DER SPIEGEL 5/2008
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