28.01.2008

JOURNALISMUS

Die letzte Meldung

Von Brinkbäumer, Klaus

Dan Rather war eine der einflussreichsten TV-Legenden der USA, bis er einen Bericht über die Militärvergangenheit von George W. Bush präsentierte. Sein Sender stellte ihn kalt, nun klagt Rather. Es geht um 70 Millionen Dollar - aber auch um Medien- und Staatsmacht. Von Klaus Brinkbäumer

Er war nicht im Sender in jenen Stunden, er war ja wieder Reporter wie früher, er stand mit seinem Mikro in einem Hurrikan und erzählte Amerika, wie sich das anfühlt, wenn es windet und weht.

Sie riefen ihn zurück nach New York, weil sie für diese Moderation ihn wollten und keinen anderen. Es wunderte ihn nicht. Natürlich war er der Mann, den sie brauchten bei CBS, er war schließlich der, den sie die "Stimme Gottes" nannten, er war Dan Rather, eine der bedeutendsten Fernsehstimmen Amerikas.

Sie brauchten ihn, weil der Feind der Präsident der Vereinigten Staaten war, ein Präsident im Krieg. Es waren noch jene Jahre, in denen nicht alle Medien über George W. Bush herfielen; treu war die "New York Times", zahm die "Washington Post". Es ist ganz schön lange her. Dan Rathers letzte Geschichte beginnt 2004.

Als er im Studio war und die Papiere sah, nannte er sie "radioaktiv", weil sie so eine Wucht ausstrahlten. Er hatte keine Zweifel, er hat ja noch heute keine Zweifel. "Wenn die Geschichte nicht gestimmt hätte, hätte das Weiße Haus sie dementiert", sagt er an diesem Donnerstag Mitte Januar in New York, 42. Straße, 8. Etage, Suite 850, ein 76-jähriger Herr mit grauem Seitenscheitel in einem Büro voller antiker Möbel. "Ist Ihnen aufgefallen", fragt er,

"dass bis heute niemand gesagt hat, die Geschichte sei falsch? Sie greifen immer nur die Papiere an."

Die Papiere, Mister Rather, sind der Kern der Geschichte.

"Und ich glaube, sie sind echt."

Er ist jetzt lauter geworden, klopft auf die Schreibtischunterlage bei jeder Silbe.

"Jedenfalls sagen sie die Wahrheit. Ich werde es beweisen, darum gehe ich ja vor Gericht. Das ist der Sinn meines Kampfes. Es wird schwer, aber ich bin ein glücklicher Krieger." Dan Rather greift die Kaffeetasse beidhändig, er trägt Nadelstreifen und ein offenes Hemd.

Seine Kollegin Mary Mapes hatte die Papiere damals besorgt. Die zarte, zähe Frau mit den blonden Locken war Produzentin bei CBS News, eine der besten Rechercheurinnen der Redaktion. Vier Dokumente hatte sie herangeschafft, Kopien von 1972 und 1973. Von dem jungen First Lieutenant George W. Bush war die Rede in den Papieren, davon, dass dieser Bush "nicht die Zeit" habe, den Befehlen zu folgen und seine medizinische Untersuchung zu absolvieren.

Und deshalb sah es so aus, als bewiesen die Papiere, dass George W. Bush sich um den Dienst in der National Guard der USA herumgedrückt hätte, während Gleichaltrige in Vietnam starben. Es schien, als hätten Offiziere George W. Bush vor der unehrenhaften Entlassung geschützt. "Er spricht auch mit jemandem weiter oben", das hatte Lieutenant Colonel Jerry Killian über seinen Soldaten Bush geschrieben.

Es waren Zeiten des Wahlkampfs, 2004, Bush gegen John Kerry, und Bushs Republikaner zweifelten Kerrys Heldengeschichten aus Vietnam an, als CBS die Papiere in die Finger bekam. Das sah nicht gut aus: Ein Präsident, der nicht mal an der Heimatfront hatte dienen wollen, intrigierte gegen einen dekorierten Veteranen?

"Ja", sagt Dan Rather, "so war es."

Es gibt ein Großraumbüro hier in der 42. Straße, junge, schöne Menschen sitzen an schmalen Tischen und telefonieren vor ihren Computern, "Dan Rather Reports" heißt die Firma.

Einmal pro Woche läuft seine Sendung, aber sie läuft nur bei HDNet, einem Kabelsender, den sieben Millionen Amerikaner abonniert haben; das Senderchen gehört Mark Cuban, einem Milliardär aus Dallas, der auch die Basketball-Mannschaft der Dallas Mavericks besitzt.

Cuban sagt, er verehre Dan Rather, und Rather sagt, Mark Cuban sei einer der letzten Eigentümer, die verstünden, dass Journalisten Freiheit brauchen. In Rathers Regalen stehen DVDs, "Der beste Kongress, den man für Geld haben kann", solche Filme darf er jetzt wieder machen, aber er spricht nicht von der Gegenwart, er spricht von den 44 Jahren bei CBS, von seinem einsamen Kampf.

Dan Rather gegen CBS.

Dan Rather gegen Viacom, den Medienkonzern, zu dem CBS gehörte.

Dan Rather gegen alle, die er einst liebte, gegen das, was übrig ist von dem "magischen, mystischen journalistischen Königreich", das CBS News für ihn war, diese Bastion "voller Elan und Werte, wo selbst die Kantinenkräfte stolz waren, Teil von CBS News zu sein", so sagt es Rather.

Er sei immer schon ein Reporter gewesen, erzählt er nun, selbst als Kind, als er noch gar nicht wusste, was Reporter eigentlich tun. "Ich wollte nie Indianerhäuptling oder Kapitän werden, immer nur Reporter. Ich träumte von einer Autorenzeile im 'Houston Chronicle'."

Daniel Irvin Rather, der Vater, verlegte einst Ölleitungen für Humble Pipeline in Houston, Texas; nie tankte er bei einer anderen Firma als jener, die ihn bezahlte; Veda, die Mutter, putzte. Die Eltern diskutierten über den Zweiten Weltkrieg, die Rezession und über Amerika, sie glaubten an Zeitungen: Sie lasen dem Sohn die Meldungen vor, "Zeitungen sind die Universität des kleinen Mannes", sagte der Vater.

Als Dan an Rheumatischem Fieber erkrankte, musste er neun Monate lang im Bett liegen. Er hörte Radio, Edward R. Murrow berichtete für CBS von der Front. "Ich bewunderte diesen würdevollen Abenteurer", sagt Rather.

Er ging zu den Marines, schaffte es zum "Chronicle", scheiterte aber an der Rechtschreibung; er studierte am Sam Houston State Teachers College, der erste Student der Familie, sprach an den Sonntagen für das Universitätsradio, und dort mochten sie seine Stimme und ließen ihn machen.

So kam er zu KHOU-TV, einer lokalen Tochter von CBS. Und als der Hurrikan "Carla" Texas verwüstete, war Rather in Galveston, ehe die Straßen gesperrt wurden. Er berichtete und berichtete, bei CBS erzählen sie heute noch die Legende, Rather habe sich damals an einen Telefonmast gebunden, damit er nicht fortgeblasen wurde; und weil niemand sonst Bilder von "Carla" hatte, kaufte CBS zuerst Rathers Filme und dann den Reporter vom Markt.

So begann es, 1961. Rather verdiente in seinem ersten Jahr bei CBS 17 200 Dollar. 44 Jahre später waren es 6 Millionen.

Lässt sich daraus Schadensersatz ableiten, weil Rather ein Jahr früher vom Bildschirm verschwand, als es mit der Leitung abgesprochen war? Das ist die Frage, deren Beantwortung den Prozess entscheiden wird, aber Dan Rather, so jedenfalls würde er das formulieren, kämpft in Wahrheit natürlich nicht für sich, sondern für eine Rückkehr der Reporter, für freien Journalismus kämpft er und auch für die Neugierde, für Recherche, für Mut, all das.

Er kämpft mit maximalem Pathos, kein Begriff ist ihm zu klein, "ich bin unabhängig,

wer soll diesen Kampf kämpfen, wenn nicht ich?", sagt er, aber er hat schon auch Zahlen im Kopf. 70 Millionen Dollar will Rather von seinem Sender, der ihn vom Schirm nahm und dann fallenließ.

Es sagen viele in New York, dass da ein eitler, alter Mann nicht loslassen könne. Dass Dan Rather es nicht aushalte ohne das Rotlicht der Kameras. "Traurig", sagen sie bei CBS, "ein Jammer, wie da einer unserer Helden seine Legende zerstört." Aber wenn man Dan Rather reden hört, viele Stunden lang, klingt es doch anders. Da redet ein Journalist, der an der Medienmoderne leidet.

Ist Journalismus noch möglich in Konzernen wie Viacom? Wenn Nachrichten ein Produkt von Mischwarenfirmen sind und sicherlich nicht das profitabelste Produkt? Wenn Rechercheure die Geschäftskunden stören und die Verbandsvorsitzenden ständig zum Telefon greifen, weil jeder kritische Film irgendwem lästig ist?

"Die Distanz zwischen denen, die die Konglomerate führen, und den Journalisten wird größer und größer", sagt Dan Rather, "und damit verschwindet selbst in den Medien das Verständnis dafür, dass Nachrichten ein öffentliches Gut sind. Die Frage ist, ob man die Öffentlichkeit dafür interessieren kann und ob sie noch wach ist, zu bemerken, was sich da verändert."

Sie wird wach sein, die Öffentlichkeit, wenn in Downtown New York in einigen Wochen das Hauptverfahren beginnt, das wird ein amerikanisches Spektakel werden. Es leben nicht viele Amerikaner, die so berühmt sind wie Rather.

Drei große amerikanische Fernsehsender gab es im 20. Jahrhundert und drei Ikonen am Mikrofon: Über Jahrzehnte sprachen Dan Rather, Peter Jennings und Tom Brokaw die Abendnachrichten bei CBS, ABC und NBC. Weise Männer, allwissend, so sollten sie wirken, Welterklärer mit Stimmen, die nach Whiskey, Zigarren und den Krisengebieten des Kalten Krieges klangen. "This is CBS Evening News with Dan Rather", das war ein erster Satz, der der Nation Sicherheit schenkte, Abend für Abend.

So wie Rather ist kein Fernsehgott je abgetreten, es wird ein Prozess werden wie bei Michael Jackson oder O. J. Simpson, und Dan Rather sagt jetzt ganz leise, dass er sich doch nur Aufklärung wünsche.

Eine echte Beweisaufnahme. Bush im Zeugenstand. Die Führungsmannschaft von Viacom und CBS unter Eid. Eine Recherchereise in die Vergangenheit, nichts als die Wahrheit, endlich.

Die Gegenseite sagt, das sei eine seltsame Hoffnung. "Dieses Verfahren soll einzig und allein dazu dienen, dass Dan Rather seinen zerstörten Ruf zurückerhält", sagt James Quinn, Partner bei Weil, Gotshal & Manges, den Rechtsberatern von CBS im Fall Rather. "Das Gericht wird nur darüber entscheiden, ob CBS Herrn Rather fair behandelt hat, und ich kann Ihnen heute schon sagen, das hat CBS getan", sagt Quinn, "und übrigens, die Frage, ob die Papiere echt waren, kann man gar nicht mehr klären. Es sind über 30 Jahre vergangen - falls es jemals Originale gab, sind sie für alle Zeiten verschwunden."

Damals überprüften sie die Kopien bei CBS, aber sie hatten nicht viel Zeit. Auch "USA Today" war an der Geschichte dran, darum ging CBS ziemlich flott auf den Sender damit.

Gutachter schlossen nicht aus, dass die Dinger echt seien, das Weiße Haus äußerte sich vage und meldete später Zweifel an. Das Problem der Rather-Truppe war ihr Informant: Bill Burkett, Bush-Hasser und Ex-Offizier bei der National Guard, hatte zuerst gesagt, ein Kollege habe die Papiere besorgt; dann hatte er behauptet, er habe sie von einer Frau namens Lucy erhalten, aber Lucy war weg, tauchte nie wieder auf. Existierte Lucy?

Es könnte dennoch stimmen, was in Militärkreisen erzählt wird: dass Akten geschreddert wurden. Möglich ist auch, dass Burkett die Papiere selbst geklaut oder gesichert hat, vielleicht ist dies sogar die wahrscheinlichste aller Versionen - dann hätte Burkett seine Lucy nur erfunden, um seine Straftat zu vertuschen, und natürlich wären die Papiere echt, aber war es tatsächlich so? Ein Lügner ist nach der Lüge kein guter Kronzeuge mehr.

Nur Dan Rather glaubt Bill Burkett noch immer.

Es ist still geworden um Rather, selten klingelt sein Telefon, nur seine Frau ruft zweimal am Tag an, um den "Enkelreport" durchzugeben, wie er sagt. Gern würde Jean nach Texas ziehen, so hatten sie es geplant für die Jahre nach dem letzten Wetterbericht. Jean war gegen die Klage, "Lass gut sein, Dan", das sagte sie.

Die Anhänger von früher sind verstummt, die alten Vertrauten auch, da heute Dan Rather radioaktiv ist für jeden, der bei CBS auf eine Karriere hofft. Vier Leute mussten CBS sofort verlassen wegen der Affäre, selbst diese vier sind unerreichbar für Rather, weil sie Schweigevereinbarungen unterschrieben und Abfindungen bekommen haben. "Warum", fragt Rather, "wenn der Sender doch nichts zu verbergen hat?"

Damals ging alles sehr schnell, "Rathergate" nannten sie die Affäre im Sender.

Ein paar Tage lang verteidigte CBS die Geschichte, aber dann musste Rather sich öffentlich entschuldigen. Dann sagten die Manager des Senders, dass sie eine Untersuchung des Falls angeordnet hätten, die von dem ehemaligen Staatsanwalt Dick Thornburgh geleitet werde, einem Freund der Familie Bush. "Das ist unglaublich", schrie Rather, "un-fucking-believable!"

"Das kannst du nicht tun", sagte er seinem Chef Andrew Heyward, dem Präsidenten von CBS News. "Es ist getan", sagte Heyward.

Die Kommission fand Versäumnisse. Sie fand heraus, dass die Nachrichtenleute, getrieben vom Eifer, alle Zweifel ignoriert hätten, dass sie die Quellen und vor allem die Dokumente nicht hinreichend geprüft, viel zu schnell viel zu heftige Behauptungen als Beweise dargestellt hätten. 224 Seiten hat der Bericht, eine Chronologie des Versagens, und als Dan Rather die Akte auf dem Tisch hatte, es war der 10. Januar 2005, 8.49 Uhr, so erzählt er es heute, da habe er gedacht: "What bullshit. Was für ein Komplott. Was für eine Verdrehung."

Ein gehetzter Mann muss der große Dan Rather in jenen Wochen gewesen sein. Morgens um sechs fuhr er von seiner Wohnung an der Upper Eastside ins Studio in der 57. Straße. Selten spazierte er durch den Central Park, angeln ging er kaum noch, und wenn die Nachrichten begannen, abends um halb sieben, war der Moderator längst erschöpft; am Telefon meldete er sich mit den Worten: "Hier ist Rather plus drei." Er meinte sich und die drei Gläser Bourbon.

Heute erzählt Dan Rather noch eine andere Geschichte von CBS. Er sagt, damals sei es für den Sender und vor allem für Viacom um Steuererleichterungen gegangen, um neue Gesetze, für die der Sender das Weiße Haus brauchte, um Milliarden. Ein CBS-Sprecher widerspricht heftig, "das eine hat nichts mit dem anderen zu tun, niemals hat die Regierung Einfluss auf die Nachrichten genommen oder nehmen können", sagt er. Ein Zitat des Viacom-Chefs Sumner Redstone ist allerdings überliefert, es stand in "Time": "Ich glaube, eine republikanische Regierung ist besser für Medienunternehmen als eine demokratische."

Wenn Dan Rather an seine 44 Jahre bei CBS denkt, tut er das in Bildern. Martin Luther King fällt ihm ein. Die dunklen Tage von Dallas, die Ermordung John F. Kennedys: Dan Rathers Team meldete zuerst, dass der Präsident tot war. Dann Vietnam: Einmal trug Rather einen Verwundeten vom Schlachtfeld und brüllte dem Kameramann zu, er solle mit dem verdammten Drehen aufhören, aber der Kameramann drehte weiter, CBS zeigte die Bilder, und Rather war ein amerikanischer Held.

Später dann Nixon. Afghanistan. Die Live-Sendung aus China, 1989, vom Platz des Himmlischen Friedens. Der 11. September. "Ich wandere durch das Museum meiner Erinnerung", sagt er, "neulich war ich im Wahlkampf in New Hampshire und dachte doch an eine Patrouille in Vietnam. Mein Hirn ist wie eine Jukebox, immer spielt irgendein alter Film."

Dan Rather war immer auch Teil seiner Nachrichten, er trat darin auf und sprach über seine Gefühle, er moderierte leidenschaftlich und erfand Redewendungen, die in Amerika "Ratherisms" genannt werden: "Ärgere den Alligator nicht, bevor du den Fluss durchquert hast." Er war komisch, er war manieriert, langweilig war er nie.

Die Wahlnacht von 2004 ließen sie ihn noch moderieren, und wenn Kerry und nicht Bush gewonnen hätte, wäre Dan Rather vielleicht noch heute bei CBS. Nach der Wahl nahmen sie ihm die Nachrichten weg, bei seiner letzten Moderation trug er unter der Krawatte ein T-Shirt mit den Buchstaben "F. E. A.", was "Fuck 'Em All" bedeutet haben mag, aber das konnte dann keiner beweisen.

Der Fall Rather gegen CBS begann vor ein paar Tagen. Der New York State Supreme Court ist ein altes Gebäude, 30 Stufen, viele Säulen, in Saal 242 viel dunkles Holz; eine erste Anhörung hatte der Richter angesetzt, der dort oben vor dem Schriftzug "In God we trust" saß.

Die Leute von CBS hatten gehofft, dass der Fall schon hier erledigt würde. "Wenn man den ganzen Rauch mal wegbläst, dann bleibt ein enttäuschter alter Mann", so argumentierte Mister Quinn, "es ist doch kristallklar: Dan Rathers Vertrag besagte, dass CBS das Recht hatte, ihn auf dem Bildschirm einzusetzen, und die Pflicht, ihn zu bezahlen. Wenn Sie ein Footballtrainer sind, müssen Sie Ihren Quarterback auch nur bezahlen, aber Sie dürfen ihn doch auf die Bank setzen." Das aber sah der Richter anders, er verwarf keinen der sieben Punkte aus Rathers Klage, er deutete an, dass er den Prozess zulassen werde; zerstörte Reputationen können teuer werden in Amerika. Rather sagt, wenn er gewinne, werde er die meisten Millionen für die Ausbildung von Reportern stiften.

Er nämlich will nur diese eine, die letzte Meldung noch hören: "Rather besiegt CBS." Und sprechen soll diesen Satz seine Nachfolgerin.

Als Dan Rather zuvor an diesem Donnerstag mit dem Fahrstuhl zu seinem Büro hinauffuhr, stand eine Frau mit dem Rücken zu ihm, sie hieß Veronica. Rather erzählte etwas, und Veronica drehte sich um und sagte: "Diese Stimme kenne ich doch, sie hat mich durch mein Leben geführt."

"Ich will ja nicht kokettieren", sagt Dan Rather nun in seiner Suite.

Aber?

"Im Taxi war es vorhin genauso. Das passiert mir ja immer noch ständig."


DER SPIEGEL 5/2008
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