02.02.2008

BHUTAN Umstrittene Grenzen

Der winzige buddhistische Himalaja-Staat wird zum Zankapfel zwischen den Nachbarn Indien und China. In den vergangenen Monaten sind Pekings Soldaten immer wieder in Bhutan eingedrungen. Der Verlauf der 470 Kilometer langen Grenze in dem unwegsamen Gebiet ist umstritten. Indien, das Bhutan außenpolitisch berät und rund 60 Prozent seines Staatshaushalts finanziert, beobachtet die Lage derweil mit Sorge. Neu-Delhi hat Gebirgsjäger in die Region verlegt. Die Inder verdächtigen Peking, die Machtbalance im Dreiländereck auf dem Dach der Welt verschieben zu wollen. Denn auch der Grenzverlauf zwischen China und Indien ist in dieser Region nicht klar. Im November 2007 hatten chinesische Soldaten verlassene indische Posten zerstört. Das kleine Bhutan ist die jüngste Demokratie der Welt, vor kurzem erst hat das Königshaus allgemeine Parlamentswahlen ausgeschrieben.


DER SPIEGEL 6/2008
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