Von Matussek, Matthias
Für Alexander Kluge ist dieser Tag, bevor ihn das jüngere deutsche Kino in die Arme schließt, ein Arbeitstag wie jeder andere. Im luftigen Dachgeschoss in der Akademie der Künste vor dem Brandenburger Tor interviewt er die russische Expertin Oksana Bulgakowa zum Plan des Filmpioniers Sergej Eisenstein, das "Kapital" von Karl Marx zu verfilmen.
Bitte was? Marx? Eisenstein?
Unten schlendern Touristen durch einen sonnigen Frühling im postideologischen Zeitalter, vorbei an Pferdedroschken, die die gute alte Zeit simulieren, das ganz normale "Keinohrhasen"-Publikum eben mit Eis am Stiel und Foto. Und oben werden noch einmal die Wolkengebirge beschworen, die Eisenstein zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts konstruieren wollte.
Unten die Cineplex-Demokratie. Oben das Minderheitenprogramm. Eine komplizierte Gemengelage. Im Zweifel sind sie wahrscheinlich für Cineplex, aber irgendwie scheint sich bei den jüngeren deutschen Mainstream-Filmschaffenden der Instinkt dafür zu regen, dass das gesichtslose Erfolgskino mit seiner Erfolgsjagd auch nicht das Gelbe vom Ei ist, weswegen sie sich in diesem Filmpreisjahr dem eigenartigen Grenzgänger Kluge zuwenden.
Tom Tykwer, Jahrgang 1965, wird den Preis überreichen, an einen Mann, der bereits vor 20 Jahren das große Kino verlassen hat und ins Streichholzkastenformat des Fernsehens desertiert ist, um experimentelle Minutenfilme mit fliegenden Zeppelinen zu drehen - oder Schlachtenbeschreibungen, unterbrochen von Schrifttafeln mit Merksätzen.
Oder raffinierte "mockumentaries", Gespräche mit fiktiven Partnern, etwa mit Helge Schneider als "Kampfschwimmer vor Heiligendamm", der über den G-8-Gipfel aus amphibischer Sicht berichtet: "Die Ostsee ist ein tückisches Gewässer." Das ist Kluges Gegenwartskino.
Wenn Kluge mit Oberst Sanftleben - dem Kabarettisten Georg Schramm - über das "Weichziel Mensch" improvisiert, über die hohen Produktionskosten eines deutschen Soldaten verglichen mit denen eines chinesischen, dann sind das Irritationen, die den zappenden Zerstreuungsuchenden um Mitternacht auf anregende Weise ins Grübeln bringen können.
Das hat das Autorenkino immer versucht. Nun ist es eben auf Studioformate bei RTL oder Sat.1 verkürzt.
Was oft übersehen wird: Alexander Kluge, 76, ist der witzigste und neugierigste Mann im deutschen Fernsehen, und der wohl größte Witz ist der, dass er seine Guerillaaktionen dem Privatfernsehen abgetrotzt hat. "Man muss bei der Mehrheit bleiben, selbst wenn sie irrt", sagt er. "Zwischen Till Eulenspiegel und Kant, da wird's interessant."
Wo andere Kulturmagazine entschlossen Partei ergreifen für die gute Sache, ergreift Kluge Partei für den guten Gedanken, die Vertiefung, die tänzerischen Provokation ohne allen Quotendruck.
Sanft und skrupellos zugleich hatte er sich und der Kunst die Räume freigestemmt, in einem Milieu, in dem mit harten Bandagen gekämpft wird. RTL-Thoma nannte ihn einen "Parasiten", Leo Kirch, Ex-Eigner von Sat.1, einen "Quotenkiller". Und Kluge lächelte kalt.
Gegründet wurde seine "dctp" (Development Company for Television Program), als das Privatfernsehen in den achtziger Jahren an den Start ging. Damals fürchtete man sich noch vor Verdummung, und Kluge, der Lobbyist, erreichte, dass die Privatanstalten verpflichtet wurden, Programmplätze über Drittlizenzen abzugeben, für Betreiber von Nachrichten- und Kulturprogrammen. Eben an Gesellschaften wie die Kluges (an der der SPIEGEL und die "Neue Zürcher Zeitung" beteiligt sind).
Dorthin also, ins Privatfernsehen, hat er sich nach seinem letzten großen Kinofilm "Vermischte Nachrichten" (1986) zurückgezogen, ein Partisan hinter den feindlichen Reihen. Und nun wird ihm Tykwer den Preis für sein Lebenswerk überreichen. Kluge, im luftigen Dachgeschoss der Akademie, lächelt: "Ich bin der verlorene Sohn, der heimkehrt."
Die Magie von Alexander Kluge liegt zunächst in seiner Stimme. Sein Durchschnittsgesicht würde jede Tätergegenüberstellung unbeschadet überstehen, aber die Stimme - die hört man aus Tausenden heraus.
Sie zieht hinein, ins Gespräch, in Entdeckungen. Es ist eine Art beschwingtes Raunen. Zwei Wochen vor der Preisverleihung, in München, in den Arbeitsräumen seiner geräumigen Altbauwohnung, klingt die Stimme nach Geheimwissenschaft und Umsturz, vielleicht auch nur nach einer aufgeregt getuschelten Kinderidee unterm Tisch.
Also: Wie verfilmt man Marx' "Kapital"? Er ist ja so sehr widerlegt, dass er wieder interessant wäre. Kluge, begeistert: "Man müsste zehn Zentimeter Seide zeigen, dann die Strümpfe von Revuetänzerinnen, natürlich die Konkurrenz, den ägyptischen Baumwollhandel." Tom Tykwer wird das übernehmen. Dazu Gespräche mit Sloterdijk. Und noch während man damit beschäftigt ist, darüber nachzudenken, wie unmöglich das alles ist, mäandert sich das Gespräch weiter, über die Marneschlacht und ihr Fernmeldewesen und Hitlers Automobilunfall hin zur Schlussarie der "Tosca".
Plötzlich also wirbeln da lauter Ideenteller in der Luft, höchste Konzentration jetzt beim Notizen kritzelnden Besucher - "Kaffee?""Dankegehtjetztnicht" - ein einziges atemloses Jonglieren mit Themen aus Hirnforschung und Oper und Geologie, lauter bunte Nebensachen, was soll das?, bis man kapiert hat: Die sind die Hauptsache.
Das ist das Prinzip Kluge. Aus diesem Stoff ist seine Literatur, sein Kino. Statt der großen Geschichte viele kleine. Mit einem Bein steht Kluge in der Frühzeit des Kinos und seinem Vaudeville. Mit dem anderen im Internet und seinen Videoblogs. Er ist Avantgarde, und das seit über 40 Jahren.
"Er ist unser Godard", sagt Tykwer vor der Preisverleihung. Und Wolfgang Becker, Regisseur von "Good Bye, Lenin!": "Er ist der letzte Querdenker in einer zunehmend uniformen Landschaft."
Kluge ist ganz sicher der einflussreichste Unbekannte des deutschen Films, das berühmteste Nichtgesicht: Er sitzt auf keinen Podien, in seinen Sendungen sieht man ihn nie, er hasst Lesereisen. "Dadurch gewinne ich Zeit, fürs Schreiben, fürs Filmen."
Die sechs Räume der Arbeitswohnung - die Familie lebt drei Stockwerke darüber - sehen eher aus wie ein leicht unterfinanziertes Linguistik-Institut. Bücherstapel, Manuskriptberge, eine Kamera auf ihrem dreibeinigen Holzstativ.
Kluge klopft ihr auf den schwarzen Bullenkopf, liebevoll. "Eine 120 BL, Arriflex, mit Blimp", sagt er, handwerkerstolz, wie ein Tischler auf seine Werkbank. "Damit haben ich und Edgar Reitz bereits in den Sechzigern gedreht."
In einem Erker ein geschnitzter Salzburger Bischof, der ernst die Segenshand hebt. Nein, religiös sei er nicht, seine Frau aber schon. Er selber, sagt er leise, habe Respekt. So würde es auch sein Freund Habermas sagen. Er gehört zu den Intellektuellen, die das Staunen nicht verlernt haben.
Die Stimme ist wie ein Echolot, das sich in die entlegensten Tiefen senken kann. Jetzt senkt sie sich in die eigene Kindheit und erzählt von Halberstadt. "Sie haben mich am 8. April angerufen - da ist Halberstadt hingerichtet worden." Die Stimme berichtet von den bombenden "Industrieanlagen in der Luft" und von der "totalen Ohnmacht unten".
Doch eine andere Ohnmacht war noch größer: die Eltern zusammenzuhalten, denn die wollten sich scheiden lassen. Das Kind beschwor sie, harmoniesüchtig, und hat es nicht geschafft, doch der haspelnd überzeugende Duktus von Kluges Stimme wurde so geformt. "Die Eltern wieder zusammenführen, das liegt allem zugrunde."
Fast wäre Alexander Kluge in den Nachkriegsjahren am Kino und an der Literatur
vorbeigeschlittert und damit an diesem Lebenswerkpreis und all den vorangegan-
genen Schiller/Kleist/Büchner-Preisen und Filmbändern in Gold und staatlichen Ehrungen, die seine Karriere pflastern sollten: Er wollte eigentlich Arzt werden, wie sein Vater.
Er scheiterte am Numerus clausus. "Noch heute bedaure ich das." Stattdessen Jura. Ein Umweg, der dann durchaus mitten in die Kunst führte. In seine Kunst, denn die besteht aus Fällen, aus der Ladendiebin G., dem Forscher Z., dem Piloten F.
Mit Hellmut Becker, dem Weizsäcker-Verteidiger bei den Nürnberger Prozessen, verfasste er damals, in den frühen Sechzigern, das Standardwerk "Kulturpolitik und Ausgabenkontrolle". Der Clou: Allen Kapiteln sind Fallgeschichten vorangestellt. Kluges Texte bringen, Kafkas Prosa nicht unähnlich, juristische Genauigkeit und bürokratische Kälte zum Leuchten, zum Singen, zum Alpträumen. Und solche Fälle erzählt auch sein Kino, mit sanfter Stimme.
Beckers Sohn Nicolas (der nach dem Mauerfall Honecker verteidigte) erinnert sich: "Ein unwiderstehlicher Geschichtenerzähler. Er nahm uns ernst. Mit Zinnsoldaten stellte er für uns Maos langen Marsch nach, samt Verliesen für die politischen Gefangenen. Die Baumwollfelder wurden mit Clematisröschen markiert." Voilà, Weltgeschichte als Sandkastenspiel.
Der Lebensfilmpreis muss bei Kluge weit ausholen, denn er hat rund ein Drittel der Kinogeschichte, dieser "Oper des 20. Jahrhunderts", dieses Hybriden aus Technologie und Traum, miterlebt und gestaltet. Auf Empfehlung seines Mentors Theodor W. Adorno assistierte er bei Fritz Lang, als der 1958 seinen "Tiger von Eschnapur" und "Das indische Grabmal" für den Berliner Produzenten Artur Brauner drehte. Nach Drehbüchern, die Lang bereits 1921 verfasst hatte.
"Adorno hat mich zu Lang geschickt, weil er mich schutzimpfen wollte gegen Literatur." Die Impfung misslang, Kluge schrieb weiter, unermüdlich, doch nun kam die Urgewalt der Kinobilder dazu.
Lang, der Stummfilmphantast, der Schöpfer von "Metropolis" und der "Mabuse"-Filme, die Hitler vorherahnten, das Kino der zwanziger Jahre, kühn, abgründig. "Das war meine Verzahnung", sagt Kluge, "wir hatten ja nur die Willy-Birgel-Filme der Nazis."
Lang sollte später erblinden, und in einem Gespräch mit Jean-Luc Godard erzählt Kluge fasziniert davon: "Er sah alles mit seinem inneren Auge und schilderte Filme, die er nicht mehr realisieren konnte, eindringlich, plastisch." Dieses Prinzip sollte Kluge bis ins TV begleiten: Seine Filme sind eher die Ideen zu Filmen.
Die fünfziger Jahre waren das Kino der Heimatfilme und der Aufbaupausbäckigkeit. "Dagegen mussten wir an." Damals kam die Stunde des offensiven Kämpfers Kluge, des Aktivisten, der mit anderen 1962 das Oberhausener Manifest formulierte, das dem Verdrängungskino den Kampf ansagte. "Wir waren wohl zu radikal", sagt er heute. "Wenigstens Käutner hätten wir aufnehmen sollen."
Mit einem Geniestreich zeigte Kluge 1966, wie das neue Kino aussehen kann: "Abschied von gestern" erzählt die Geschichte der jüdischen Ladendiebin Anita G. im geschichtsvergessenen Nachkriegsdeutschland, ein Schwarzweißfilm, der bereits alle formalen Merkmale späterer Filme enthält: der Fall, die Zeitraffersequenzen, die Montage mit Schrifttafeln.
"Es ist bestürzend, was der Film vermag", schrieb Max Frisch. Kluge erhielt dafür 1966 den Silbernen Löwen in Venedig - den ersten für einen deutschen Film seit 1941.
Nun hatte der deutsche Film neue, frische Gesichter, neue Namen, ein Brodeln, auf das die Generation von Tykwer und Becker heute neidisch zurückblickt, denn es formierte sich das Autorenkino um Fassbinder, Wenders, Herzog, Reitz, die Neue Welle, die in Frankreich um Godard entstand und in Hollywood Coppola hervorbrachte.
Und Kluge mittendrin, ein Chronist des Alltags, mit Filmen, deren Titel sprichwörtlich wurden. Etwa "In Gefahr und höchster Not bringt der Mittelweg den Tod" oder "Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos". Und natürlich, immer wieder, die Schauspielerin Hannelore Hoger, die etwa als Geschichtslehrerin Gabi Teichert in Gummistiefeln mit dem Spaten nach deutscher Geschichte gräbt.
Als filmografischer Feldherr mit leiser Stimme und organisatorischem Genie leitete Kluge Kollektivunternehmungen wie "Deutschland im Herbst", mit Schlöndorff, Fassbinder und SPIEGEL-TV-Gründer Stefan Aust, der ihm als technisch versierter Fernsehmann imponierte.
Natürlich sind die siebziger Jahre auch die Dekade der langen Koteletten und selbstverzückten Revolutionsschwafler, und auch da ist Kluge mittendrin: mit adrettem Scheitel, gepflegtem Anzug, nicht der Revolutionär, sondern der Notar des neuen deutschen Films.
Ein Notar von enormer Musikalität. Neben anderem studierte er Orgelmusik. Man kann sich seine Filme mit geschlossenen Augen anschauen. Die "Macht der Gefühle" etwa, dieser Wechsel aus Arie und Presslufthammergeräuschen, aus Märchenton und Durchhalteparole, ist ein Kunsttrip, eine Reise in Regionen, in die das narrative Kino nie kommt.
Während das deutsche Kino in den Achtzigern ansetzte, Hollywood zu erobern, wurde Kluges Kino kleiner, der Gestus ironischer. Seine "Primetime"-Sendung läuft um Mitternacht, und seine "News and Stories" berichten von Edisons eingeschläfertem Elefanten und von Aidas Tod.
Große Publikumserfolge waren seine Filme nie, doch sie erfanden eine neue Grammatik des Erzählens. Seine beim Versand Zweitausendeins erschienene Filmkollektion enthält 16 DVDs, und die Bücher, die er dem Besucher mitgibt, sind Ziegelsteine, mit denen man eine Leiche versenken könnte.
Kluge, der Weltmeister der Zerstreuung und unendlichen Fragmentierung aus Bildern und Büchern: Wenn er mit einem einzigen Werk den lieben Gott von seinem Wert überzeugen wollte, welches würde er mitnehmen? Kluge, wie im Reflex: "Liebesversuch".
Der Film dauert ganze zwölf Minuten. Er ist unterlegt mit Techno. Er erzählt von dem Experiment, das die Nazis mit einem jungen jüdischen Paar anstellten. Sie wollten die beiden zum Liebesakt zwingen. Es gelang ihnen nicht. Das Besondere daran: Der Film besteht fast ausschließlich aus Schrifttafeln, die Geschichte ist notiert im Bürokratenton.
Sie berichtet vom nicht mehr darstellbaren Grauen. Ein Film, der ohne Bilder auskommt? "Kino", sagt Kluge, "entsteht im Kopf des Zuschauers."
Auch am Tag der Preisverleihung wird gearbeitet. In der luftigen Höhe über dem Brandenburger Tor beugt sich Kluge einem Polarforscher entgegen, der sieben Monate auf einer Eisscholle lebte. Gleich anschließend ein Gespräch mit dem Regisseur Michael Haneke - über die "Vergletscherung der Gefühle".
Und dann ist da noch die Arbeit an Marx. Die wunderbare Hannelore Hoger liest Passagen aus dem "Kapital", eine Pianistin spielt dazu Schubert und Monteverdi, und unten, in der Frühlingssonne, feiert man die Eishockeyspieler der Berliner Eisbären.
Eine kurze Pause im Hotel Adlon, dann geht es hinüber zur Gala ins Palais am Funkturm, auf den roten Teppich, in die Blitzlichter. Und die Stars des deutschen Kinos werfen Kusshände, und das Cineplex-Publikum steht hinter den Absperrungen und ruft Namen wie "Heike" oder "Heino" oder "Senta", und Bernd Eichinger gibt Interviews, und keiner ruft "Alexander", aber das macht überhaupt nichts. Alexander Kluge leuchtet.
Er ist begleitet von seiner Frau, von seinen Kindern, von Hannelore Hoger. Die Bühne, die Sektgirls, die Häppchen, die Luftküsse - "Als er mit den großen Filmen aufhörte, gab es das alles noch nicht", sagt Frau Kluge. Barbara Schöneberger in ihrem Glitzerfummel ist hinreißend sexy und witzig. Der Abend hat großen Glanz, aber keine großen Überraschungen.
Doch dann gibt es einen Moment, der tatsächlich Magie hat: Tom Tykwer tritt auf die Bühne und ehrt Alexander Kluge. Er ehrt ihn als Pionier, als Erfinder, als Träumer. Und als Kluge die Bühne betritt, erheben sich alle und applaudieren. Auf der Leinwand über ihm erscheint sein Gesicht. Meterhoch. Man sieht seine Augen verräterisch glänzen. Er bedankt sich bei seiner "großen Filmfamilie". Eindringlich vergleicht er das Kino mit einer Libelle mit zarten Flügeln, die man mit Erfolgserwartungen nicht überfrachten darf. Er spricht vom Aufbruch in eine ungewisse Zukunft, von einer Transgression aus dem großen Saal in den iPod, aber das Kino, sagt er, werde überleben.
Zum Schluss zeigt er einen seiner Minutenfilme. Michael Ballhaus hat ihn für ihn aufgenommen, auf 65 Millimeter. Der Film heißt "Die Diva hat einen Schnupfen", und dann sieht man nichts als das Gesicht von Hannelore Hoger, die schnieft und hustet, und es ist aberwitzig. Als er später unter den Filmleuten steht und Glückwünsche entgegennimmt, sagt er leise: "Vielleicht mache ich ja doch noch mal einen großen Film."
Zumindest für diesen Abend gilt: Der Partisan ist zurückgekehrt.
DER SPIEGEL 18/2008
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