30.06.2008

EISERNER VORHANGDer letzte Schuss

Sie sind die vergessenen Opfer der Mauer: Weil ihnen die deutsch-deutsche Grenze zu gefährlich erschien, wählten viele DDR-Bürger den Fluchtweg über Bulgarien. Mindestens 18 wurden getötet - skrupellos wie am deutschen Todesstreifen. Von Michael Sontheimer und Barbara Supp
Dieser Geruch - süßlich, verwesend, er wird stärker hinter braunen Stahltüren, im Halbdunkel schlägt er der Nase dumpf entgegen, und dann gibt die nächste Stahltür den Blick frei auf drei tote Männer, schockierend nackt, zur Autopsie bereit. Ein gekachelter Kellerraum, so groß wie eine Spülküche, an der Wand eine Tafel mit bulgarischen Wörtern; dies ist Sofia, dies ist der alte, immer noch benutzte Sektionssaal der Militärischen Medizinischen Akademie.
Hier lag er, auf einem dieser Tische: Michael Weber, 19 Jahre alt, 170 Zentimeter groß, regelmäßiger Körperbau, kaum Fett, die Muskeln trainiert. Wurde hereingebracht auf diskretem Weg durch einen Zufahrtstunnel und auf diskretem Weg wieder abgeholt. Wurde ein letztes Mal betrachtet von seinen Eltern, bevor er verbrannt und über Berlin zurück nach Leipzig geflogen wurde, beide Eltern, so steht es im Protokoll der Staatssicherheit vom 14. Juli 1989, benahmen sich "sehr vernünftig". Sie schauten auf ihren toten Sohn. Man zeigte ihn von der Seite, die einigermaßen heil geblieben war.
Was sie nicht sehen konnten, das steht im Obduktionsbericht des Oberstleutnant Dr. Slatko Nikolow Kolew, Gerichtsmedizinischer Leiter der Bulgarischen Volksarmee: Ihr Sohn starb durch eine Kugel, abgefeuert aus 1,50 bis 2 Meter Distanz. Sie durchschlug die linke Gesichtshälfte, den Hals und die Brust und blieb im Rücken unterhalb der rechten Achselhöhle stecken, sie zertrümmerte Jochbein, Oberkiefer und zwei Halswirbel, quetschte das Rückenmark, zerriss die Brustaorta und den rechten Lungenflügel. Michael Weber verblutete am Rande des Pirin-Gebirges in Südbulgarien, 150 Meter von der griechischen Grenze entfernt, er starb schnell, steht im Obduktionsprotokoll.
Weber starb als einer der letzten Flüchtlinge der Deutschen Demokratischen Republik. Er starb, und außer den Eltern sollte niemand davon wissen. Sein Tod blieb ungesühnt.
Er hatte geglaubt, wie mehrere tausend Mitbürger, dass die bulgarische Grenze leichter zu überwinden sei als die der DDR. Die meisten, die sich auf diesen Fluchtweg begaben, sind gescheitert. Vielleicht zwei Dutzend haben den Versuch nicht überlebt.
Es ist ein vergessenes, brutales Kapitel der deutschen und der europäischen Geschichte, mit dem sich das vereinigte Deutschland schwertut und das postsozialistische Bulgarien erst recht. Es ist ein Thema, für das man Akten, Dokumente, Unterlagen braucht - und Menschen, die von diesen Akten wissen wollen.
"Das Gesetz sagt jetzt: Öffnet die Akten. Aber die Wirklichkeit ..." In der Wrabtscha-Straße Nr. 1, in einem Seitenflügel der Nationaloper von Sofia, steht Jekaterina Bonschewa, Mitglied des bulgarischen Stasi-Unterlagen-Komitees, vor einer Wand voll beschrifteter Kartons und seufzt.
Stefan Appelius, 45, deutscher Politologe, Flucht- und Bulgarien-Experte, ist da und will Akten sehen. Sie wiederum will von Appelius Einverständniserklärungen der Opferverwandten, und die müssen notariell beglaubigt, ins Bulgarische übersetzt und dann nochmals beglaubigt werden, so, sagt sie, wolle es das Gesetz.
Es ist ein relativ neues Gesetz, am 19. Dezember 2006 verabschiedet, gerade rechtzeitig vor Bulgariens Beitritt zur EU. Es soll guten Willen beweisen.
Frau Bonschewa, engagiert und wortreich, führt durch die enge Etage in der Wrabtscha-Straße, zweieinhalb Wände voll Aktenkartons, ein Lesesaal für sechs, vielleicht für acht Personen. Sie sagt: "20 Kilometer Akten haben wir. Das heißt, wir haben sie nicht." Die meisten Akten sind, wo sie immer waren: in den Archiven des Verteidigungsministeriums, des Geheimdienstes, des Militärs.
Frau Bonschewa rollt die Augen und sagt: "Sie suchen Akten? Sagen Sie, wie viele Fälle haben Sie? 18? So viele haben wir nicht. Dürften wir vielleicht mal Ihre Akten sehen?"
18 Todesfälle hat Appelius bisher namentlich dokumentiert, deutsche Grenztote in Bulgarien, Frau Bonschewa hat dazu längst nicht so viel Material wie er. Er darf in einen ihrer beiden Kartons schauen, darin sind Hinweise auf vier Fälle, die er schon kennt. Nichts beispielsweise zu Michael Weber, der im Juli 1989 vor Oberstleutnant Kolew auf dem Blechtisch lag, im Sektionssaal der Militärischen Medizinischen Akademie.
Dr. Kolew ist ein leiser Herr, nicht sehr groß, gebeugt und höflich, bis vor einem Jahr Leiter der Militär-Gerichtsmedizin, jetzt freiberuflich tätig, seinen militärischen Rang hat er schon vor Jahren abgelegt. Zu treffen ist er in einem Sofioter Café in der Innenstadt, abwartend zunächst, vorsichtig, nach einigem Nachdenken dann doch zur Erinnerung bereit.
Ja, es gab Nachfragen aus Deutschland in der Klinik. Dass Eltern angereist seien, man hörte davon. Er hat sie nicht getroffen. Ein Rechtsmediziner trifft die Familie desjenigen besser nicht, den er obduziert. Er darf in dem Toten nicht den Menschen sehen, der er war, sonst könnte er seine Arbeit als Rechtsmediziner nicht tun. Er sei, sagt Dr. Kolew, schon immer bestrebt gewesen, sich äußeren Einflüssen zu entziehen.
"Ich versuche, objektiv zu sein", sagt Dr. Kolew. Er lächelt still.
Ja doch, es gab mehrere DDR-Bürger in der Militär-Gerichtsmedizin. Mehrere Kugeln habe man meistens in den Körpern gefunden. Meistens männlich waren die Toten, meistens jung. Er habe, sagt Dr. Kolew, 10 000, vielleicht 12 000 Leichen obduziert in seinem Leben. Wie viele Deutsche es waren, wisse er nicht mehr.
"Grenzverletzer" oder "Sperrbrecher", so hießen diese DDR-Bürger in der Sprache der Stasi, und ihre Fluchtversuche waren "Angriffe gegen die Staatsgrenze der Volksrepublik Bulgarien". Sie mussten verhindert werden, da sie ja, so wie Fluchtversuche an der deutsch-deutschen Grenze, von "hoher Gesellschaftsgefährlichkeit" waren.
Das Gefährliche daran war, dass die DDR ausblutete, dass sie ihre Arbeitskräfte verlor. Rund 2,6 Millionen Menschen hatten das Land zwischen der Gründung 1949 und dem Mauerbau am 13. August 1961 verlassen. Danach suchten die meisten Flüchtlinge den Weg über sozialistische Bruderstaaten. Zwischen 1961 und 1988 gelang schätzungsweise 7000 bis 8000 Ostdeutschen die Flucht über Bulgarien, Ungarn, die CSSR. Jener "Eiserne Vorhang", wie Winston Churchill die Demarkationslinie zwischen Ost und West im Kalten Krieg genannt hatte, war nicht überall so perfekt geschützt wie an der Staatsgrenze der DDR.
Allerdings wurden die meisten gestellt und kehrten im Flugzeug zurück in die DDR. Nach MfS-Angaben wurden der Stasi zwischen 1963 und 1988 insgesamt 14 737 Flüchtlinge übergeben, die in Ostblockstaaten gescheitert waren.
Die Bulgaren, sagt Günter Fiedler, der früher in der DDR-Botschaft als Stasi-Offizier stationiert war, sahen sich dabei als "die Preußen des Balkans. Sie verteidigten eine Außengrenze des Warschauer Pakts. Da endete der Sozialismus".
Appelius ist nun seit drei Jahren dabei, Fälle und Namen zu sammeln, über Grenzzwischenfälle, über Fluchtversuche und über diejenigen, die den Versuch mit dem Leben bezahlten.
Es starb Werner Gambke, Diplom-Landwirt aus Potsdam, 1965. Es starb Peter Nötzel, 1975, Schmuckdesigner aus Ost-Berlin. Es starben Karl-Heinz Engelmann und Siegfried Gammisch, 1966. Vera Sandner und Rolf Kühnle, 1972. Eberhard Melichar, 1974. Brigitte von Kistowski und Klaus Prautzsch, 1975. Bernd Schaffner und Rudi Nettbohl, 1977. Frank Schachtschneider, 1988. Und 1989 Michael Weber.
Es starb Gunter Pschera, 1967, sein Fall war der erste, auf den Appelius stieß, im Archiv des Auswärtigen Amts, in einer Akte mit der Aufschrift "Sterbefälle von DDR-Bürgern in Bulgarien". Pscheras Obduktionsbericht lag darin und die Mitteilung, dass er in Burgas begraben worden sei.
Pschera war 23, als er am 31. August 1967 an der bulgarisch-türkischen Grenze ums Leben kam. Sein Freund Peter Müller, 28 damals, hatte den gemeinsamen Fluchtversuch überlebt.
Ein Foto in blassen Farben, zwei Jungs auf einem Campingplatz an der bulgarischen Schwarzmeerküste, in Nessebar. Ein paar Minuten später werden sich die beiden von vier Freunden verabschieden und aufbrechen Richtung Süden, Richtung Türkei. "Genießt den Westen, haben wir gesagt. Schreibt uns mal."
Günter Möstl erzählt das, 41 Jahre später, er hat die beiden damals fotografiert. Möstl, Physiker, wohnt an der Sternwarte von Babelsberg, hat bis vor kurzem dort gearbeitet, hat auch zur DDR-Zeit dort gewohnt. Er kannte die Grenze nach West-Berlin, die dort hart an der Sternwarte verlief, er sah sie täglich, Stacheldraht, Patrouillen, Suchscheinwerfer, scharfe Hunde, "da hatt'ste keine Chance".
Aber in Bulgarien vielleicht, dachte Peter Müller jedenfalls. Möstl war mit Peter befreundet, bis Peter im Jahr 1994 starb.
Das Weggehen aus der DDR war Thema gewesen, lange schon. Möstl und seine Freunde, aus Karl-Marx-Stadt stammten sie alle, sprachen davon in den späten fünfziger Jahren, als Studenten, wenn sie sich am Wochenende in der Heimatstadt trafen. Abends saßen sie im "Chemnitzer Hof" in der Kellerbar, wo manchmal Westmusik zu hören war, Bill Haley, sie wollten nicht Lipsi tanzen, sondern Rock'n'Roll.
Sie sprachen davon, nach dem Studium in den Westen zu gehen. Dort sei das Leben besser für Architekten, Ärzte, Bauingenieure. Möstls Examen war 1962, ein Jahr zu spät. Möstl fand Arbeit, eine Frau und eine Wohnung und blieb.
"Wir waren gegen die DDR. Aber keine Revolutionäre."
Wer geht? Wer bleibt?
Wer ein Land revolutionieren will, kann ja nicht gehen, wer die bessere Welt für alle will, der bleibt. Wer sich arrangieren kann, der bleibt. Diejenigen gehen, die an eine bessere Welt im eigenen Land nicht glauben, oder nicht mehr.
In die Flucht treibt die Hoffnung, dass es draußen besser werde, das eigene Leben jedenfalls; die Hoffnung auf Wohnung, gute Arbeit, Freiheit, Bluejeans.
Peter Müller war ein sonderbarer Flüchtling, ein gutgelaunter Spieler, der alles für möglich hielt, zeitweise sogar einen funktionierenden Sozialismus in der DDR. Eines Abends, erinnert sich Möstl, es muss im Jahr 1961 gewesen sein, lag er selbst krank im Bett, und Peter klopfte, mit einer Flasche Whisky in der Hand, es gebe was zu feiern.
"Haste 'n Preis gekriegt?"
"Nee. Ich bin geflogen."
Er hatte einen Genossen geohrfeigt, in Mühlhausen, im Lehrerseminar. Weil es Streit gegeben hatte wegen Westfernsehen, Peter sagte: "Natürlich guck ich es. Ihr Heuchler, das tut ihr doch auch."
Peter Müller kam zur Bewährung ins Erzgebirge, zum Talsperrenbau. Integrierte sich wieder, trat sogar in die SED ein, vielleicht, weil es ihm nicht wichtig war, oder vielleicht auch, weil er die Partei unterwandern wollte, wie Möstl glaubt. Lernte Bauingenieur in Glauchau, dort traf er auf Gunter Pschera. Ab Anfang 1967 sprachen die beiden von Bulgarien, von Flucht.
Spielerisch eher. Gunter, ein ruhiger Typ, hatte einen Onkel in Schweden. Peter mochte das Risiko. "Wir probieren es mal."
Peter war viermal in Bulgarien gewesen. Die Grenze hatte er nie gesehen.
Dass es auch in Bulgarien einen Schießbefehl gab, seit 1952 schon, und für Bulgaren auf Landesflucht die Todesstrafe stand, wusste er nicht, oder es kümmerte ihn nicht. Bulgarische Grenzer, das hatte er wie viele andere geglaubt, seien leicht zu überwinden. Der Bulgare sitze auf seinem Esel, trinke Raki und merke im Zweifel nichts.
Keiner wusste wirklich, wie diese Grenze aussah und wo sie verlief. Die Wege waren unübersichtlich, Landkarten gefälscht.
Bis zu 15 Kilometer breit war das Sperrgebiet, das die Grenze abriegelte, nur mit Sonderausweis durfte es betreten werden. Verbotsschilder warnten "Achtung, Grenzzone", nicht nur auf Bulgarisch, sondern auch auf Deutsch. Vor der Grenze verlief ein geharkter Grenzstreifen, dann ein etwa drei Meter hoher Zaun, der relativ leicht zu überwinden war. Der Flüchtling konnte sich schon im Ausland, in Sicherheit glauben. In Wahrheit hatte er einen Signalzaun berührt und einen Alarm am nächsten Grenzposten ausgelöst. Bis er die echte Staatsgrenze erreichte, zwei Kilometer weiter, hatten ihn normalerweise längst die Grenzer gestellt.
Und es wurde geschossen, schnell und brutal. Die Soldaten wurden belohnt, wenn sie jemanden stoppten, mit Extra-Urlaubstagen, und sie waren nicht nur "berechtigt", sondern "verpflichtet", ihre Waffen zu benutzen. Nach "einmaliger Warnung" und "einem Warnschuss in die Luft" sollte gezielt geschossen werden, hieß es im Grenzreglement. Glaubt man denjenigen, die ihre Fluchtversuche überlebt haben, dann waren die Warnungen nicht Praxis, sondern nur Theorie.
Am 31. August 1967, morgens um halb sechs, machen sich Gunter Pschera und Peter Müller auf in Richtung bulgarischtürkische Grenze, in der Nähe des Ortes Jewrenosowo. Sie verstecken das Motorrad, tarnen es mit Ästen, sie wollen ja nur mal gucken, sie denken: Wenn es gefährlich ist, lassen wir es halt und fahren zurück.
Sie schlagen sich durch den Wald und merken nicht: Zwei Kinder haben sie gesehen. Gunter geht auf Socken, seine Schuhe sind zu eng. Als es dunkel wird, legen sie sich auf einer Waldlichtung schlafen. Von der Grenze ist nichts zu sehen.
Am Tag danach gibt Stefanow Martino Todor, Hauptmann der Grenzabteilung 10270, zu Protokoll: "Gegen o.20 Uhr wurden mit Unterstützung des Hundes die Grenzverletzer ausgemacht. Durch Abgabe von Leuchtsignalen wurde das Gelände erhellt, wodurch zwei Personen zu sehen waren. Daraufhin wurden beide Personen aufgefordert stehen zu bleiben und sich zu ergeben, gleichzeitig wurden Warnschüsse abgegeben. Beide Personen versuchten zu flüchten. Dann sah sich die Alarmgruppe gezwungen, gezieltes Feuer abzugeben, wodurch beide schwer verletzt wurden. Gunter Pschera verstarb nach 15 Minuten."
Obersergeant Kolja Iwanow Nikolow: "Mit dem Ruf ,Halt, stehen bleiben' und Warnschüssen versuchten wir die beiden festzuhalten. Aber anstatt sich zu ergeben, legten sie sich hin, wobei ein Klacken zu hören war. Da sich die Unbekannten nicht ergeben wollten, gab ich den Befehl, zielgerichtetes Feuer zu eröffnen."
Soldat Hristo Iwanow Hristow: "Da sie sich nicht ergeben wollten und schnell weiterliefen, haben wir gezieltes Feuer abgegeben."
Mal liegen die Flüchtlinge, mal laufen sie. Voller Widersprüche ist das, was die Soldaten erzählen. Aber das stört die Ermittler offenbar nicht. Es wird, wie üblich, ein Verfahren gegen die Schützen eingeleitet, und, wie üblich, wird es eingestellt.
Peter Müller liegt mit Oberschenkel- und Unterschenkeldurchschuss, mit Streifschuss an Rippe und Schulter in Burgas im Krankenhaus, und dem aus der DDR angereisten Stasi-Mann schildert er die Begegnung mit den Grenztruppen so: "Etwa gegen 1.30 wurden wir durch ein Brechen im Unterholz geweckt, spürten, wie ein Hund näher kam, uns die Decke wegzog und wie sich die Soldaten näherten. Wir hatten uns während der gesamten Zeit nicht geregt. Die Soldaten mussten etwas gesehen haben, eröffneten aus etwa fünf Meter sofort das Feuer und verwundeten uns sofort. Anschließend schlugen sie mit Füßen und MP-Kolben auf uns ein."
Es gab keine Möglichkeit, sich die Sache anders zu überlegen. Bevor sie die Grenze überhaupt erreicht hatten, war Gunter tot. Weil es Rosi gab, eine bulgarische Krankenschwester, die Peter später noch in die DDR-Haft schrieb ("werde ich dir nie vergessen"), sind Briefe erhalten, die Peter heimlich an seine Familie schickte, Rosi schmuggelte sie nach draußen.
Er wusste, dass er im Knast sitzen würde, 26 Monate lautete später das Urteil, und heraus kam er, so erinnert sich sein Freund Möstl, als hinkender, aber keineswegs gebrochener Mann.
Vom Krankenhaus aus, fast vollständig eingegipst, schreibt dieser gescheiterte Flüchtling an seine Eltern, schreibt über seine Sehnsucht nach Mutters Kartoffelpuffern mit Heidelbeeren, "es geht ja leider nicht, dass Eltern sich keine Sorgen machen", aber sie sollen wissen: "Es war meine letzte Chance. Ich wäre in der DDR nie restlos glücklich geworden mit dem Gedanken: Seinerzeit hast du's verpasst."
Viele könnten ja so denken, die Stasi beunruhigte das sehr. In den sechziger Jahren stiegen die Urlauberzahlen der Ostdeutschen in Bulgarien - aber die der Westdeutschen noch mehr. Ostdeutsche Reisegruppen wurden nicht in denselben Hotels wie westdeutsche untergebracht, Einzelreisende aber konnten durchaus, beispielsweise im Hotel "Astoria" in Warna, gesamtdeutsch logieren.
Solcher Kontakt mit Westdeutschen war nach der Analyse der Stasi fatal. Also beschloss man im Mai 1964, mit Zustimmung der bulgarischen Genossen: Wir schnüffeln auch dort. Eine "Operativgruppe zur Bekämpfung des Menschenhandels" wurde in das Bruderland entsandt. Unter den Reiseleitern wurde ein Netz von Inoffiziellen Mitarbeitern aufgebaut.
Die Operativgruppe wurde zu einer ständigen Einrichtung der Stasi, ihr Leiter saß zunächst in Warna, später in Sofia, sie war gewöhnlich von Mai bis Oktober in Bulgarien im Einsatz. Ihre Mitglieder waren als Mitarbeiter des Reisebüros der DDR legendiert.
Und es gab Arbeit für die Spitzel. Im Jahr 1971 registrierte die Stasi 62 Prozent aller Fluchtversuche über sozialistische Länder, im nächsten Jahr waren es bereits 83 Prozent. Unter Fluchtwilligen hatte es sich herumgesprochen, dass entlang der innerdeutschen Grenze Splitterminen des Typs SM-70 installiert wurden.
Immer noch schien Bulgarien sicherer. Das glaubten auch Rolf Kühnle, 32, aus Nürnberg und Vera Sandner, 26, aus Cottbus, die seine Verlobte war.
Jetzt liegt er auf dem Städtischen Friedhof in Bad Königshofen und sie in Nadeschda, einer Vorstadt von Sofia.
Ilja Iljew sagt: "Kommen Sie. Ich zeige Ihnen, wo sie liegt." Er sagt: "Beachten Sie nicht die Hunde, die sind jetzt nicht gefährlich. Nur im Winter, wenn sie hungrig sind."
Still und verwahrlost, grasüberwuchert, das ist der Friedhof von Nadeschda. Herr Iljew, der bis vor kurzem der Leiter der Friedhofsverwaltung war, führt am Staub der Bruchbuden vorbei, in denen die Steinmetze ihre Arbeit tun, ein toter Hund liegt an einer Böschung, dort verwest er, fliegenumschwirrt, niemand räumt ihn weg. Weit entfernt die Innenstadt von Sofia, wo dünne Mädchen, westlich gekleidet, auf hohen Absätzen über Schlaglöcher stöckeln und wo man Schoßhunde an der Leine führt; hier in der Vorstadt zeigt sich Bulgarien als das, was es ist - das ärmste Land der EU.
"Kommen Sie. Hier ist sie." Er zeigt auf ein Grab mit weißem Stein und einem Namen darauf: Iwan Petrow Iwanow, verstorben im Jahr 1990.
Vera Sandner liegt darunter. Ilja Iljew hat sie im Totenbuch gefunden: Parzelle I, Reihe 7, Grab Nummer 21. Erschossen und diskret begraben im Jahr 1972, so etwas geschah heimlich, sagt Iljew. Es geschah schnell. Es war ja Sommer, meistens. Es war ja warm.
Veras Eltern wollten die Tochter nach Hause ins Vogtland oder wenigstens in den Westen bringen lassen und zu Rolf ins Grab legen, was auch der Wunsch von Rolfs Mutter war. Veras Eltern wiesen auf die Ungerechtigkeit hin, dass die kapitalistische BRD ihr totes Kind von Bulgarien zurückerhalten habe, die befreundete Deutsche Demokratische Republik jedoch nicht. Aber es ging nicht. Nicht Bulgarien, die DDR-Behörden waren dagegen. Den Bulgaren war es egal.
Vera Sandner: ein Mädchen aus Klingenthal im Vogtland, aus einer Gegend, wo man normalerweise blieb und nicht fort wollte, "wir sind hier nicht so", sagt Veras jüngere Schwester Regina, die noch immer dort lebt.
Vera malte die Namen von fremden Orten in ihr Fotoalbum, Venedig, Wien, Paris, Ohio, Liverpool. Vera war auf der Sportschule, auch als Sportler hatte man ja Chancen, ins Ausland zu kommen, aber dann machte ihr Körper beim Sport nicht mehr mit, dann wurde sie Buchhalterin in Klingenthal, und das Brautkleid war bestellt, aber der Mann ließ sie sitzen. Vera zog nach Cottbus und machte Urlaub, so oft es ging, in Prag.
Rolf Kühnle: Optiker aus Nürnberg, viel im Osten unterwegs. Fuhr einen Skoda, trug Armbanduhr und Kleider aus dem Osten; Jugoslawien, Ungarn, die CSSR, dorthin fuhr er in den Urlaub, dort war man noch jemand, dort, im Sozialismus, bekam man noch was für sein Geld.
So beschreibt ihn Heinz Wyremba aus Nürnberg, der mit ihm befreundet war. Der mit ihm nach Prag fuhr, im Sommer 1971, und dann saßen sie im Café, und dann war da dieses Mädchen aus Ostdeutschland, das sich mit seiner Freundin an den Tisch setzte, und dann sah Heinz seinen Freund einmal noch, am Abend im Theater, und dann drei Tage und Nächte nicht mehr.
Rolf Kühnle war verheiratet, die Ehe lief nicht gut. Er traf Vera Sandner wieder, verbrachte Silvester mit ihr in Prag. Er kam zurück und sagte zu Heinz Wyremba: "Ich hol sie raus." Beschaffte sich ein Schlauchboot, für den Weg in die Türkei über das Schwarze Meer. Besorgte sich Stempel fürs Fälschen und den Pass von Wyrembas Frau, Wyremba wusste davon, seine Frau wusste es nicht.
Vera erzählte von ihrem Freund, sie war glücklich, sagt ihre Schwester Regina, auch wenn der Vater nicht begeistert war. Dass die Stasi sie angeworben hatte, davon sagte Vera nichts. Sie sollte Rolf bespitzeln, praktischerweise. Sie hatte eine Verpflichtungserklärung unterschrieben.
Sie flog am 14. August 1972 nach Bulgarien, ab Berlin-Schönefeld, 23 Uhr.
Elf Tage später traf bei einem Stasi-Oberst ein Telegramm aus Sofia ein: "Werter Genosse! Am 23.8. um 22.30 wurden 500m südlich der GÜST Kalotina beim Versuch illegal die bulgarisch-jugoslawische Grenze zu durchbrechen die Grenzverletzer Rudolf Kühnle (oder Künle), wohnhaft in Nürnberg, und Vera Zauduer (oder Sauduer), DDR-Bürgerin, von einer Grenzstreife getötet. Beide Leichname wurden zur Autopsie in ein Krankenhaus überführt. Mit sozialistischem Gruß."
Ein Westler erschossen. Wie unangenehm. Unangenehm für die DDR, dass die BRD und die westliche Welt jetzt Kenntnis nehmen müssen von den Bulgarien-Toten. Unangenehm für die BRD, dass sie jetzt Kenntnis nehmen muss: Der Fall Kühnle/ Sandner, 1972, platzt in die neue Ostpolitik. Die Bundesrepublik ist dabei, ihre Beziehungen zur DDR zu normalisieren, auch die zu Bulgarien. Bisher verkehrt man nur über Handelsvertretungen, jetzt steht die Eröffnung einer echten Botschaft bevor. Und nun meldet sich wieder einmal, auf peinliche Weise, der alte Kalte Krieg.
Die Bundesregierung verurteilt öffentlich das "Vorgehen der bulgarischen Grenzorgane". Aber als Rolf Kühnle am 5. September 1972 begraben wird, hat die Bundesregierung, so rügen anschließend die "Nürnberger Nachrichten", "keinen Vertreter zur Aussegnung entsandt".
Vera Sandners Eltern hofften auf Hilfe, als die Wende kam. 1990 schrieben sie an den "Bund stalinistisch Verfolgter": Sie wollten hiermit "Anklage gegen die Mörder unserer Tochter erheben". Sie forderten "die Rehabilitierung unserer Tochter und Entschädigung für alles Leid dieser 18 Jahre, die seit dem Tod vergangen sind". Es half nichts. 1993 versuchten sie es nochmals und erhielten vom Amt für Familie und Soziales der Stadt Chemnitz ihre Antwort: Es "bestehen derzeit keinerlei gesetzliche Grundlagen, die eine Entschädigung oder Rehabilitierung in ihrem konkreten Fall vorsehen".
Juristisch war die Sache ohnehin kompliziert. In Berlin war für die Aufarbeitung der "DDR-Regierungs- und Vereinigungskriminalität" eigens die Staatsanwaltschaft II geschaffen worden. Bei ihr landeten auch die Bulgarien-Fälle.
Staatsanwalt Joachim Riedel erhielt den Auftrag, die Rechtslage zu klären, und kam zu dem Schluss, dass nicht die DDR-Staatsführung für diese Todesfälle verantwortlich zu machen sei. Die Bulgaren hatten ihr tödliches Grenzregime ja selbst installiert. Musste also von Deutschland aus gegen Bulgaren ermittelt werden? Riedel vertrat die seltsam klingende, aber juristisch korrekte Ansicht, dass die Taten nicht gegen Deutsche begangen worden seien, da als "Deutscher" nach damaliger Rechtslage nur gelte, wer seine Lebensgrundlage im Geltungsbereich des bundesdeutschen Strafgesetzbuches hatte. Für DDR-Bürger traf das nicht zu.
Die Berliner Staatsanwälte sahen Verfahren gegen Grenzsoldaten in postsozialistischen Ländern als vertane Zeit. Niemand rechnete damit, sagt der ehemalige Generalstaatsanwalt Christoph Schaefgen, "dass Bulgarien solche Personen ausliefern würde". So blieben die Toten im juristischen Niemandsland begraben.
Laut dem Gutachter Riedel gab und gibt es nur eine einzige Chance für die Angehörigen der Bulgarien-Toten - Bulgarien sei zuständig. Nur Bulgaren könnten strafen, in diesen komplizierten Fällen.
Das hatte er auch der Mutter des toten Michael Weber geschrieben, jenes 19-Jährigen, der im Juli 1989 starb. Webers Mutter hatte 1994 die Berliner Staatsanwaltschaft um Hilfe gebeten. Leider müsse er sie darauf verweisen, so Riedel, "Ihr Anliegen weiterhin unmittelbar gegenüber den zuständigen bulgarischen Behörden zu versuchen".
Sie hat es versucht, jahrelang, weil sie nicht loskam von diesem Bild im Kopf: zwei junge Männer im bulgarischen Grenzland, der eine 20, der andere 19, der eine hat die Waffe, der andere stirbt.
"Halt, ich schieße", habe er gerufen, an jenem 7. Juli 1989, sagte Georgi Wassiljew Tanew, Angehöriger in der Militäreinheit Petritsch 56440, vor den bulgarischen Ermittlern aus. Dann habe er zweimal in die Luft gefeuert und dann erst auf den Fliehenden geschossen, "auf Fleisch", wie es im Militärjargon hieß.
Michaels Mutter nahm sich einen Rechtsanwalt in Deutschland und einen in Bulgarien, ließ Strafanzeige erstatten nach Paragraf 115 des bulgarischen Strafgesetzbuchs: wegen Mordes. Wies darauf hin, dass der Ermittlungsbericht von einer Distanz über 30 Meter spreche, der Obduktionsbericht von Dr. Kolew aber von 1,50 bis 2 Metern. Dass Geld aus dem Besitz ihres Sohnes fehle, ein höherer Betrag bulgarischer Lew. Dass laut Dr. Kolews Obduktionsbericht Wunden am Kopf und am Unterschenkel zu finden waren, die nichts mit dem tödlichen Schuss zu tun hatten. War er gestürzt? Gab es einen Kampf?
Sie fuhr zweimal nach Bulgarien, um mit dem bulgarischen Rechtsanwalt zu konferieren. Sie wollte wissen, wie Michael wirklich starb, schließlich hatte selbst der DDR-Konsul von Sofia von einem "gezielten und beabsichtigten Todesschuss" berichtet. Sie brachte es fertig, dass das Ermittlungsverfahren gegen Tanew wieder aufgenommen wurde, nachdem es zuvor wie üblich eingestellt worden war.
Es war die neue Zeit, ein bisschen wenigstens, deswegen wurde ermittelt, aber auch nur ein bisschen. Die Ermittlungen schliefen ein, 1994, und Michaels Mutter sah keine Aussicht mehr, etwas zu erreichen, sie war müde, wurde krank, inzwischen lebt sie nicht mehr.
Ahnte sie, was Michael geplant hatte? Ihr Sohn hatte trainiert für die Flucht, jahrelang, erzählen Mitschülerinnen von früher. Er hatte ausprobiert, wie lange er ohne Essen auskam, wie viel Kälte er nachts ertragen konnte, wenn er im Schnee ohne Schlafsack schlief. Er wollte weg, die Eltern lebten getrennt, das ertrug er nicht, er wollte in den Westen, Jura studieren vielleicht.
In dem Sommer, als er ums Leben kam, wurde der Eiserne Vorhang rissig. Zu Hunderten suchten DDR-Bürger Asyl in den Bonner Botschaften in Warschau, Prag und Budapest und durften ausreisen. Michael fuhr nach Bulgarien.
Er beschaffte sich Kompass und Karte und wählte den Weg nach Griechenland. Er nahm sein Erspartes mit - 790 Westmark, bulgarische Lew und eine Goldmünze - und verbrachte die letzte Nacht in Melnik, einem Touristenort, schlief im Balkantourist-Hotel, Zimmer 108, 15 Kilometer von der griechischen Grenze entfernt.
Danach kam der Sperrbezirk, das Niemandsland, so glaubte er.
Ein Niemandsland in den Bergen, so stellten sich die ostdeutschen Flüchtlinge die Grenze vor, und man könnte glauben, es wäre so, kommt man nach Nowo Godschowo, in das Dorf, in dessen Nähe Michael Weber starb.
Ein Dorf der Greise, Zahnstummel in schwatzenden Mündern, sie sitzen zusammen, eine Alte schleppt Brot im Beutel, eine hustende Ziege zieht vorbei, beim Dorfladen steht ein Lastesel und rupft staubiges Gras. Drunten am Fluss, sagen sie, ist die Grenze, die Berge drüben sind schon griechisch, Vettern wohnen dort, Cousinen.
Früher? Da war mehr los hier, 600 Menschen lebten im Dorf, heute noch 60. Bessere Straßen hatten sie und schon früh Elektrizität, denn das Grenzland sollte kein totes Land sein, sie waren Teil der Grenze, so wollte es der sozialistische Staat.
Wenn die Soldaten von der nächsten Kaserne zum Dorfladen kamen, das erzählen die Alten mit den zahnlosen Mündern, dann sagte man ihnen gleich: Es seien Fremde gesehen worden, fremde Laute gehört. Dann schickte die Kaserne ihre Patrouille los, vier Mann im Jeep. Manchmal gab es eine Belohnung, wenn die Soldaten jemanden erwischten, ein Stück Tuch vielleicht, für einen neuen Rock, was wollt ihr, sagen sie, wir sind arm gewesen, und wir sind es noch.
Nachmittags um halb drei war Michael aufgebrochen in Melnik, mit Karte, Kompass und Taschenmesser, sehr wahrscheinlich zu Fuß. Mied die geschwätzigen Dörfer, schlug sich durch über die Hügel, es war warm damals, die Königskerzen müssen geblüht haben, die Feigen waren reif.
Nah an der Grenze, bei Nowo Godschowo, hat er die Nacht verbracht. Stand auf, wand sich ein grünes Tuch um den Kopf, zur Tarnung. Schnitt den Drahtzaun durch, um 4.50 Uhr, alarmierte damit den Posten. Ging weiter, glaubte sich vielleicht schon in Freiheit.
Und dann starb er, unten am Fluss.
Von Michael Sontheimer und Barbara Supp

DER SPIEGEL 27/2008
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