07.07.2008

FORSCHUNGElite expandiert ins Ausland

Vor allem im Ausland werden die deutschen Spitzenforscher der Max-Planck-Gesellschaft in den kommenden Jahren neue Institute gründen. Der Grund sind Fördermittel, mit denen zum Beispiel der US-Bundesstaat Florida die Max-Planck-Gesellschaft nach Amerika lockt - 2009 wird dort ein biowissenschaftliches Institut eröffnet. Diesem Vorbild wollen nun andere Länder nacheifern: Kanada und Südkorea haben die Max-Planck-Gesellschaft eingeladen, naturwissenschaftliche Institute vor Ort zu gründen. In Luxemburg verhandelt man bereits über ein neues Institut für Verfahrensrecht in der Nähe des Europäischen Gerichtshofs. Zusätzlich sind zwei neue Partnereinrichtungen geplant, eines für Informatik in Neu-Delhi, eines für Biowissenschaft in Argentinien. Zu den Voraussetzungen für den Export des Konzepts zählen, so der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft Peter Gruss, "dass die Sitzländer den Löwenanteil der Kosten tragen und unsere Prinzipien umsetzen wollen". In Deutschland gibt es insgesamt 80 Max-Planck-Institute mit 13 000 Mitarbeitern und 12 000 Nachwuchs- und Gastwissenschaftlern.

DER SPIEGEL 28/2008
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FORSCHUNG:
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