11.08.2008

KRIMINALITÄT„Mach es weg, mach es weg“

Vor 20 Jahren versetzte das Gladbecker Geiseldrama das Land in einen Ausnahmezustand. Zwei Gangster posierten vor der Kamera, alle schauten zu. Sogar die Polizei. Noch heute quälen sich die Beteiligten mit der Frage, wie es zu dem Drama kommen konnte.
Zwanzig Jahre. Kann sein, dass für die anderen zwanzig Jahre vergangen sind. Für ihn nur eine Sekunde. Eine Sekunde, dann hat er die Bilder von damals wieder vor sich: so schonungslos scharf, so erbarmungslos ewig, dass ihm die Tränen in die Augen schießen.
Diese Sekunde, und Aldo de Giorgi sitzt nicht mehr in seinem Wohnzimmer in Surbo, Süditalien. Er sitzt jetzt wieder in Bremen, bei der Polizei, es ist der 17. August 1988, es ist immer der 17. August 1988, und seine Tochter ist nicht nach Hause gekommen. Tatiana, neun Jahre. Bei der Polizei sagen sie, dass es eine Entführung gegeben habe. Ein vollbesetzter Bus. Sie haben ein Video, aus dem Inneren, sie wollen den Film vorspielen - ihm und den anderen Familien, die nicht wissen, ob sie einen Verwandten im Bus haben.
Wenn seine Tochter dabei ist, soll er Stopp sagen, das Band läuft an, läuft ein paar Zentimeter, und de Giorgi sagt: "Stopp." Will aufstehen, will hin zu diesem Bus, zu seiner Tatiana, sofort, aber sie sagen, gucken Sie weiter. Und er guckt, und dann sagt er es noch mal: "Stopp." Zweimal Stopp. Zwei Kinder im Bus. Auch Emanuele, 15, sein Sohn. Sein Ältester.
Der Sohn, der dann nicht mehr lebend zu ihm zurückkommen wird. Dessen Foto er bis heute nicht mehr ansehen kann. Weil ihn Emanueles Foto auch 20 Jahre danach immer noch fragt: Papa, warum hast du mir nicht geholfen? So, als könnte er etwas dafür, dass sie seinen Sohn erschossen haben. "Diese Tiere", sagt er, "diese Tiere."
20 Jahre danach: Für das Land sind die Bilder vergilbt, die Erinnerungen verblasst, und je länger dieses Verbrechen zurückliegt, das als "Gladbecker Geiseldrama" in die Kriminalgeschichte einging, desto unwirklicher erscheint das alles noch. Die Irrfahrt der beiden Geiselgangster Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski durch die halbe Republik - Gladbeck, Bremen, Köln, sogar bis in die Niederlande. Dieser Irrwitz, dass jeder dabei zusehen konnte, live, in Pal-Color, porentief und bis in die schreckgeweiteten Pupillen der Geiseln. Dieser Irrsinn - Journalisten, die Kriminelle bei einem Verbrechen interviewten, ihnen sogar Tipps gaben, damit die Story weiterlief. Und die Irrtümer der Polizei, darunter einer, der Emanuele de Giorgi vermutlich das Leben kostete.
Schon damals kam es vielen Zuschauern an den Fernsehern so vor, als sei das alles nicht ganz echt, die Figuren überzeichnet, die Geschichte überzogen. Passierte das wirklich? Mitten in Deutschland? 54 Stunden lang?
Es hat sich viel verändert seitdem; bei der Polizei, die inzwischen ganz anders auf Geiselnahmen vorbereitet ist; bei den Medien, die wohl nie wieder so nah herankommen werden. Nur bei denen, die dabei waren, bleiben deshalb diese drei Tage im August 1988 noch als wahre Geschichte aufgehoben. Mit echten Bildern im Kopf, die nicht vergehen, nicht vergilben, jedem seine eigenen.
Bei Aldo de Giorgi sind es die Bilder jener Minuten, als er seine Tochter im Bus erkennt und dann seinen Sohn. Bei Tatiana, wie man ihren Bruder aus dem Bus schleift, nach dem Kopfschuss, und weil ihn niemand richtig packt, schlägt sein blutender Kopf am Ausgang auf jede Stufe. Für Ines Falk, früher Voitle, die mit ihrer Freundin Silke Bischoff bis zum Schluss in der Gewalt der Täter war: wie sie im Fluchtauto zusammen mit Dosenbier anstoßen, weil ihnen Degowski die Freiheit versprochen hat, in ein paar Stunden. Minuten später rammt die Polizei das Auto, Silke stirbt bei der Schießerei. Und für Rösner, Lebenslang mit Sicherungsverwahrung, ist es das Bild von Silke Bischoff, dem Mädchen mit dem Engelsgesicht, einem toten Engel seit 20 Jahren. Das Bild hängt in seiner Zelle. Jeden Tag starrt er es an.
DIE TÄTER
Der Häftling mit der Buchnummer 278/92/8, Dieter Degowski, sitzt in der JVA Werl, Hafthaus 3. Einer von den Lebenslänglichen, den schweren Jungs. Bei Degowski, 52, heißt "schwer" noch etwas anderes - dass er sich noch immer mit allem schwertut, auch das schon lebenslänglich. Mit den Menschen: Von den Mithäftlingen schottet er sich ab. Mit seiner Arbeit: Im Januar klagte er, die Arbeit in der Küche sei so hart, dass ihm die Kraft fehle, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, seinen Depressionen, seiner ständigen Unruhe. Und mit dem deutschen Satzbau: "Im Rückblick der Taten Begehung, empfinde ich es als verwerflich, was ich getan habe, woran ich mich beteiligt entsetzlich, was ich bei dem Opfern angerichtet habe", stammelt er in einem Brief an SPIEGEL TV. Acht Wochen hat er für die zweieinhalb Seiten gebraucht.
Degowski ist - was hätte der Knast auch anderes aus ihm machen sollen - noch immer der ehemalige Sonderschüler, Intelligenzquotient 79. Groß geworden in Gladbeck, in einer Familie, die mehr Kinder bekam, als sie erziehen konnte. Einer Familie, die dem kleinen Dieter nichts mitgab, höchstens den Reflex, schnell zuzugreifen - erste Diebstähle beging er schon als Kind. Schließlich entließ sie ihn ins Leben, ausgeliefert seiner Dummheit, und die einzigen beiden Gelegenheiten, die Degowski für sich sah, waren: gelegentlich arbeiten und bei Gelegenheit stehlen.
Den Freund für Gelegenheiten der zweiten Art kannte er von der Sonderschule, Hans-Jürgen Rösner, und das Wichtigste an der Sonderschule war auch für Rösner, dass sie in der Stadt lag; da war es nicht weit zu Karstadt, zum Klauen.
Rösner kam wie Degowski aus einer Familie am sozialen Rand, mit einem Vater, der ihn im Keller mit dem Gummischlauch verprügelte, "verfluchter Verbrecher" brüllte oder "Wärste mal lieber verreckt bei der Geburt". Mit 14 der erste Jugendarrest, danach saß er immer wieder, immer länger, bis er 1986, im Hafturlaub, untertauchte. Erst bei seiner Schwester Renate, dann bei Marion Löblich, der Frau eines Bekannten, die dann seine Geliebte wurde, mit ihm zusammenzog.
Um Geld heranzuschaffen, knackte Rösner Automaten, brach in Läden ein, manchmal mit, manchmal ohne Degowski. Sie waren Kleinkriminelle, Serienkleinkriminelle. Aber nur irgendwelche Kriminelle. Bis sie auf die Idee kamen, die Deutsche Bank zu überfallen, im Einkaufszentrum Rentfort-Nord, am 16. August 1988.
Schon das, eine Bank, ist für ihre Verhältnisse eine Nummer zu groß. Sie denken: rein, raus und weg. Sie denken nicht lange. Sind erst kurz vorher an der Bank vorbeigekommen, zufällig. Haben in der Nacht vor dem Überfall kaum geschlafen, weshalb Rösner an diesem Morgen eigentlich lieber ins Bett gehen will, so müde, wie er ist. Fahren dann aber doch zur Bank, mit einem gestohlenen Motorrad. Stürzen auf dem Weg, weil Degowski so nervös ist, dass er sich falsch in die Kurve legt.
Dann gehen sie rein, aber noch bevor sie raus und weg sind, werden sie von draußen gesehen. Ein Streifenwagen, viele Streifenwagen, Absperrung, Scharfschützen, sie sitzen in der Falle. Und was als schlechtgeplanter Überfall begonnen hat, was nun in eine Geiselnahme übergeht, mit der Hoffnung, doch noch irgendwie raus- und wegzukommen, wird zu einem öffentlichen Verbrechen. Zur größten! einzigartigen! unglaublichsten! Verbrecher-Live-Show, die das Land je gesehen hat.
Im Mittelpunkt: Rösner und Degowski, zwei Männer, die selbst in ihrer Summe bis dahin eine gesellschaftliche Null ergaben, die nun aber die Chance auf die größte Rolle ihres Lebens sehen. Die einzige, die sie spielen können: als Gangster.
Sie zerren die Bankangestellten Reinhold A. und Andrea B. in das Fluchtauto, mit dem die Polizei sie abziehen lässt. Aber sie tauchen nicht in die Dunkelheit ab, in irgendeinen Wald, auf irgendeinen Feldweg. Sie kreuzen durchs Ruhrgebiet, auf der Suche nach dem nächsten Fluchtwagen, nach Tabletten, nach Proviant. Sie stoppen an einer Esso-Tankstelle, an einem Kiosk, einer Imbissstube, einer Apotheke, einer Raststätte (Rösner mit gezogener Waffe: "Der Nikolaus ist da"). Sie fahren zu einer Spielhalle, schon wieder zur Esso-Tankstelle, sie holen Marion Löblich ab. Und weil sie nicht wissen, wohin, und Löblich aus Bremen kommt, fahren sie eben nach Bremen. Gehen einkaufen, Rösner und Löblich, mitten am Tag, mitten in der Fußgängerzone Vegesack, weil sie glauben, dass die Polizei sie verloren hat. Aber als Rösner merkt, dass die Jäger immer noch da sind, als er deshalb aus einem Gemüseladen bei der Polizei anruft und hingehalten wird, kapert er den Bus. Inszeniert ein Medienspektakel. Mimt das Großmaul: "Ich scheiß auf mein Leben." Und schiebt sich vor der Kamera die Knarre in den Mund.
Bei der Verfolgung verunglückt ein Polizist; der erste Tote. Und fast gleichzeitig - als die Polizei Löblich bei einer Pinkelpause an der Autobahnraststätte Grundbergsee festnimmt - schießt im Bus ein durchdrehender Degowski dem Jungen in den Kopf, Emanuele de Giorgi.
Statt entnervt aufzugeben, dirigieren sie den Bus jetzt in die Niederlande, steigen mit zwei Geiseln, Silke Bischoff und Ines Voitle, in einen BMW um. Rasen damit nach Köln, mitten in die Innenstadt, weil Rösner noch nie den Dom gesehen hat. Stehen eineinhalb Stunden in einer Menschentraube in der Hauptfußgängerzone. Und erst als die Polizei ihr Auto rammt, auf der Autobahn nach Frankfurt, erst als Rösner im Kugelhagel getroffen wird und aus seiner Pistole ein Schuss losgeht, tödlich für Silke Bischoff, ist es vorbei. Endlich vorbei.
54 Stunden hatten sich Rösner und Degowski berauscht. An den Vesparax-Tabletten, die sie zum Aufputschen nahmen. Aber vor allem an sich selbst. An ihrer Allmacht über Leben und Tod, an dem Rummel und an ihrer Berühmtheit - auch wenn die nichts mit Ruhm zu tun hatte, nur damit, dass sie berüchtigt waren. Dann waren sie wieder, was sie vorher waren: armselig und schwach, verloren und bedeutungslos.
Beide bekamen lebenslänglich. Bei Rösner, 51, geht lebenslänglich mindestens bis 2016. Danach Sicherungsverwahrung. Und wenn damals in Bremen sein Satz "Wir haben abgeschlossen mit dem Leben" wie eine Drohung klingen sollte, um die Polizei unter Druck zu setzen, dann hat der Druck von 20 Jahren Haft dafür gesorgt, dass der Satz jetzt stimmt. Zumindest bei ihm. "Ich glaube, dass ich im Knast verrecke", hat er seiner Schwester Renate geschrieben. Entweder an dem Diabetes, gegen den er ständig Insulin spritzen muss, oder vielleicht auch früher, von eigener Hand: "Ich sehe keinen Sinn mehr zu leben, für wen, für was?"
Erst recht nicht, seit sie ihn mal wieder verlegt haben. Von Bochum nach Wuppertal. In Bochum hatte er zum ersten Mal eine Arbeit, die ihm Spaß gemacht hatte. Er durfte im Gefängnis gedruckte Formschreiben der Staatsanwaltschaft verpacken. Dann schwärzte ihn ein Mithäftling an. Der Rösner plane einen Fluchtversuch. Seitdem sitzt er in Wuppertal, sitzt in der Zelle, glotzt fern.
Sein Vater, inzwischen tot wie seine Mutter, hat nie wieder ein Wort mit ihm geredet, seine Ex-Freundin Marion Löblich hat sich nicht mehr gemeldet, auch nicht nach 1995, als sie aus der Haft kam. Und zu Degowski: kein Kontakt mehr.
Bleibt nur seine Schwester Renate, die Einzige, die ihn besucht, alle zwei Wochen, und mit der er auch über damals redet: vor allem über Silke Bischoff, deren Bild er aufgehängt hat, obwohl er das Gesicht auch sonst nicht vergessen könnte. Wie leid ihm das mit der Silke tue, sagt er dann, und dass er nicht geschossen habe, nein, auf keinen Fall. Doch die Untersuchungen haben eindeutig ergeben, dass die Kugel aus seiner Waffe kam - vermutlich ein Reflex, nachdem er selbst getroffen wurde. Immer wieder erzähle ihr Bruder, wie er Silke und ihrer Freundin Ines versprochen habe, sie freizulassen. Dass es dazu nicht kam, damit werde er einfach nicht fertig.
Auch Degowski kommt nicht raus, nicht aus dem Gefängnis, nicht aus seiner Schuld. "Zur Zeit keine Perspektive hinsichtlich bedingter Entlassung", hieß es im letzten Anstaltsbericht vom Januar, nächste Prüfung erst 2013.
Er hat die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben. Aber selbst wenn er in seiner ungelenken Art schreibt, dass "ich bereue, was ich angerichtet habe aufrichtig". Oder: dass "ich die Angehörigen in ihren Familien unsagbares Leid und Schmerzen im ihren Seelenheil zugefügt habe". Oder: dass "ich mir vorstelle, auch als wieder Gutmachung, bei die Caritas Armenküche ehrenamtlich zu arbeiten". Selbst dann bleibt immer noch eine Tat so ungehemmt und ungeheuerlich, dass man danach vielleicht nie mehr eine Chance bekommt. Nicht nur, weil deswegen drei Menschen ihr Leben verloren haben. Sondern noch eine ganze Menge anderer ihre Reputation.
DIE POLIZISTEN
Nein, er gibt nichts zu. Gar nichts. Kein Versagen, kein Versehen, kein Versäumnis. Die Polizei hat nichts falsch gemacht, und wenn die Polizei doch etwas falsch gemacht hätte, in diesen drei Tagen, dann aber ganz bestimmt nicht hier, in Bremen. Sagt heute Eckard Mordhorst, 61, Polizeipräsident von Bremen, jener Polizeibehörde also, die damals beim Geiseldrama am meisten versagt, am meisten übersehen, am meisten versäumt hat. Und noch bis heute am meisten scheitert: daran nämlich, zu den Fehlern von 1988 zu stehen.
Mordhorst war nicht der Einsatzleiter, aber er hat sich dafür entschieden, nichts auf seine Bremer Polizei kommen zu lassen. Und so ehrenhaft das ist, so wenig kommt dann auch auf die Ehre des Polizisten Mordhorst. Denn der war damals der Verhandlungsgruppenleiter der Bremer Polizei, einer Verhandlungsgruppe, die nicht verhandelte, obwohl die Geiselnehmer verhandeln wollten, immer wieder. Aber bei der Polizei in Bremen nahm entweder keiner den Hörer ab oder der Falsche. Etwa der Kriminaloberrat Hans Steinwald, zuständig für die Verfolgung von Tätern, nicht für Verhandlungen.
Steinwald: "Herr Rösner, ich sage Ihnen noch einmal, es geht uns nur darum, das Leben dieser beiden Personen, die Sie im Wagen haben ... zu schützen, darum geht es ja eigentlich nur in erster Linie." Rösner: "Ja klar, das ist klar, dass wir nicht zählen ..." Steinwald: "Da haben Sie Verständnis für?" Rösner: "Ja, natürlich." Genervt brach Rösner bald danach das Gespräch ab, er sah den Bus am Busbahnhof Huckelriede. Den Bus mit Tatiana und Emanuele de Giorgi.
Rösner sagt heute, die Polizei habe so viele Fehler gemacht, so viele Gelegenheiten verpasst. Aldo de Giorgi sagt: "Es waren alles Fehler und Irrtümer der Polizei." Selbst der Kölner Kripo-Mann Otto Pfannenschmidt, der damals als Abschnittsleiter Verfolgung den Geiselgangstern von Gladbeck nach Bremen hinterherjagte, sagt: "Die Täter fühlten sich abgewiesen durch die Polizei. Das hat sie sicherlich sehr in einen Erregungszustand versetzt."
Trotzdem: Mordhorst, der damals nicht bei seinen Verhandlungsexperten saß, sondern zwei Kilometer entfernt im Lagezentrum, Mordhorst bleibt dabei: keine Fehler. Er blättert dann in seinen Papieren, hat extra eine Dokumentation zusammengestellt, in der er minutiös den Bremer Abschnitt des Geiseldramas am 17. August 1988 dargestellt hat. Und für jede Minute hat er eine Rechtfertigung.
Keine Rechtfertigung, aber immerhin richtig wäre der Hinweis, dass die Fehler schon früher begannen, vor Bremen, und dass sie auch nach Bremen nicht endeten. Bereits in Gladbeck fuhr ein still alarmierter Streifenwagen an der Bank entlang - Rösner merkte sofort, dass sie entdeckt waren. Auf der Fahrt von Gladbeck nach Bremen hatte die Polizei dann mehrere Chancen zum Zugriff. Keine so groß wie später in Bremen-Vegesack, als Rösner mit Löblich einkaufen ging und Degowski die Geiseln allein ließ, um mal zu pinkeln. Aber immerhin, Chancen. Doch meistens konnte die Polizei nicht schnell genug ihre Spezialkräfte an die richtige Stelle bringen, oder es hakte schon bei der Observation, wie dann auch in Vegesack.
Es gab überforderte Polizeiführer, die zum ersten Mal mit einer Geiselnahme zu tun hatten, es gab Einsatzleiter draußen, die den Einsatzleiter in der Zentrale nicht kannten, es gab Funkchaos und Funkstille. Und als die Polizei schließlich zugriff, am 18. August um 13.40 Uhr, auf der Autobahn bei Siegburg, als es nur noch darum ging, Schluss zu machen, zur Not auch mit Toten, erwischte sie den Fluchtwagen beim Rammstoß an der falschen Stelle. Der Beginn einer wilden Ballerei. Kein Fehler aber war so unfassbar töricht, so unmittelbar tödlich wie der von Bremen, an der Raststätte Grundbergsee: Marion Löblich brachte drei Geiseln zur Toilette; zwei Polizisten überwältigten Löblich, obwohl Rösner und Degowski im Bus mit 26 Geiseln auf sie warteten. Kripo-Mann Pfannenschmidt, der Verfolger aus Nordrhein-Westfalen, versteht die Bremer Kollegen bis heute nicht: "Da besteht sicher ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Tod des Emanuele de Giorgi und der vorübergehenden Festnahme der Frau Löblich."
Aber auch hier: für den Bremer Mordhorst kein Fehler. Notwehr soll es gewesen sein, Löblich habe plötzlich mit der Waffe vor zwei überraschten Polizisten gestanden. Allerdings gibt es Funksprüche, die darauf hindeuten, dass die Verhaftung geplant war ("Soll ich sie abfischen?" - "Wenn's dir möglich ist, hol se"); außerdem wurde Löblich von hinten gepackt. Doch wieder Mordhorst: Die Beamten, die sich Löblich griffen, hätten den Funk ja gar nicht gehört. Und der Löblich sei von hinten nur der Mund zugehalten worden, damit sie nicht schreit; bedroht habe sie die Beamten trotzdem.
Degowski stellte damals jedenfalls ein Ultimatum. Fünf Minuten, bis 23.07 Uhr. Noch bevor es ablief - Löblich war fast wieder zurück -, schoss Degowski Emanuele de Giorgi in den Kopf.
Es gab später einen Untersuchungsausschuss in Bremen, auch einen in Düsseldorf. Bremens Innensenator Bernd Meyer musste gehen, sein NRW-Kollege Herbert Schnoor kam nur knapp davon, und wenn es so eng werden kann für Politiker, gibt es einen klaren Auftrag für Polizisten: nie wieder Gladbeck. Kaum ein Einsatz wurde so gründlich aufgearbeitet.
Dabei war nicht jede Entscheidung, die sich als fatal herausstellte, auch falsch gewesen. Natürlich war auch der Polizei hinterher klar, dass sie Rösner und Degowski besser nie aus der Deutschen Bank herausgelassen hätte. Aber ein Zugriff in Gladbeck wäre hochriskant gewesen, hätte das Leben der beiden Bankangestellten kosten können. Trotz Gladbeck kommt es deshalb immer noch vor, dass die Polizei eine Geiselnahme auf die Straße gehen lässt: 1991 etwa, als vier ausgebrochene Häftlinge aus dem Celler Gefängnis mit drei Wärtern bis nach Baden-Württemberg fuhren. Oder 2002, nach einem Banküberfall im niedersächsischen Wrestedt: Erst in der Ukraine endete die Flucht. In beiden Fällen kamen die Geiseln unverletzt frei.
Doch dass im August 1988 die Polizei drei Tage lang völlig überfordert wirkte, ihre technische Ausrüstung völlig untauglich, das hat zu einschneidenden Änderungen geführt: In Nordrhein-Westfalen etwa gibt es für solche Fälle nun übers Land verteilt sechs Krisenzentren, technisch hochgerüstet, mit einem Mobilen Einsatzkommando (MEK) für die Verfolgung, einem Spezialeinsatzkommando (SEK) für den Zugriff, einer Technikgruppe, einer Verhandlungsgruppe. 1988 liefen MEKs und SEKs dagegen noch nicht unter einer Führung, und verhandeln durfte, wer nicht auf den Mund gefallen war. Selbst wenn er im Polizeialltag sonst etwas ganz anderes machte.
So wie Nordrhein-Westfalen haben alle Länder umgebaut, und in Bremen auch ganz wörtlich: Sichtlich stolz schreitet nun Polizeipräsident Mordhorst durch sein neues Lagezentrum, mit Videoschaltung zum Verhandlungszentrum, mit Bildschirmen an jedem Arbeitsplatz. Damit auch künftig kein einziger Fehler passieren kann, in Bremen.
DIE JOURNALISTEN
Es war nicht das erste Mal in Deutschland, dass es so etwas wie Gladbeck im Fernsehen zu sehen gab: 18. Oktober 1970. Wolfgang Menge. "Das Millionenspiel". Die ARD übertrug die Hatz auf einen Mann, der eine Million Mark gewinnt, wenn er auf der Flucht vor drei Killern sieben Tage überlebt. Moderator Dieter Thomas Heck schaltete live zu seinen Außenreportern; die fragten den Gejagten, wie er sich fühle, und die Killer, wie sie ihre Chancen einschätzen würden. Es war ein Fernsehspiel. 18 Jahre später holte die Realität die Fiktion ein.
Journalisten interviewten Rösner in Bremen, hielten der Geisel Ines Voitle in Köln ein Mikrofon ins Auto. Und einmal besorgten sie sich sogar einen Krankenwagen: Ein ganzer Journalistenpulk jagte gerade dem Bus aus Bremen hinterher, blockte die Polizei ab, da preschte von hinten die "Rettung" heran, mit Blaulicht. Als alle eine Gasse machten und der Krankenwagen durchrauschte, hing direkt dahinter der VW Golf eines Privatsenders und rutschte mit durch. Kurz danach überholte Pfannenschmidt, Anführer des Polizeiteams, den Krankenwagen, der nach seinem Noteinsatz fürs Privatfernsehen mit 80 über die Autobahn zuckelte.
"Die Medien haben die Arbeit der Polizei massiv behindert", sagt Pfannenschmidt 20 Jahre danach. Und den Geiseln setzten sie erbarmungslos zu: "Man fühlte sich so ausgeliefert", klagt Ines Falk, 38, "man kam sich vor wie Schlachtvieh." Noch heute bekommt sie Raumangst, wenn sie tiefer sitzt als andere. So wie in Köln, als sich die Meute ans Fluchtauto drängte.
Vier Jahre nach dem Start des Privatfernsehens war das Land damals reif für den Test, wie weit Journalisten auch in Deutschland gehen würden, für Quote und Auflage. Gladbeck war dieser Test, und er lief unter Bedingungen ab, als hätte man mit einer idealen Versuchsanordnung ein besonders klares Ergebnis erzielen wollen.
Nicht nur, dass die Täter bereitwillig mitmachten. Nie zuvor und nie danach ließ die Polizei so viele Journalisten so nah an ein laufendes Verbrechen herankommen: in Bremen, weil sich die Beamten aus Angst vor gezielten Schüssen nicht in die Nähe des Busses trauten. Und in der Kölner Fußgängerzone, weil sie nicht so schnell am Fluchtauto waren wie die Journalisten aus den umliegenden Redaktionen. So beobachteten Polizisten, wie Journalisten handelten - vertauschte Rollen.
"Wieso sind Kameramänner näher an den Tätern als die Polizei?", fragte sich auch Wolfgang Wiebold, als er die Bilder von Bremen im Fernsehen sah. Der Essener TV-Mann, Freier für den WDR, setzte sich sofort ins Auto, verfolgte den Bus bis in die Niederlande. "Der Traum aller Journalisten wurde wahr ... Ich hatte den Eindruck, dass der Polizei alles egal sei. Jeder konnte tun, was er wollte."
Nun war Wiebold schon damals ein Mann der Straße, einer, der zu Unfällen, Überfällen und sonstigen Zwischenfällen der Polizeistatistik hetzte. Er war ständig auf jener Journalistendroge, die Nähe hieß und mit der alles so aufregend wirkte, dass man völlig vergessen konnte, wie abstoßend es auch war. Doch spätestens in Bremen, am Busbahnhof Huckelriede, gab es so viel von der Droge Nähe, dass der Flash dann alle erwischte, das halbe Land. 13 Millionen saßen vor dem Fernseher, als Rösner sich im Interview mit dem öffentlich-rechtlichen Sender Radio Bremen die Waffe zwischen die Zähne schob.
Auch der Mann, der in Bremen am allernächsten dran war, der Fotograf Peter Meyer, gehörte nie zu den Adrenalin-Junkies. Er wohnt heute in Hamburg, in einer alten Villa mit einem wilden Garten, der das Auge beschäftigt, das Gemüt besänftigt. Unterm Dach, im Bildarchiv, liegen viele Industriereportagen, auch einige Fotostrecken für den "Stern" - darunter Kriminalfälle, aber nur Nachberichte, wenn das Blut längst weggewischt war.
1988 arbeitete er für die Agentur AP, und nur weil eine Kollegin die Gangster nicht gefunden hatte, fuhr er selbst raus. Er war einer der ersten Journalisten am Bus; Rösner winkte ihn heran: "Brauchst die Hände nicht hochzuhalten. Komm rüber."
Meyer übernahm in Bremen und am Rastplatz Grundbergsee die Verhandlungen; er pendelte hin und her, weil die Polizei nicht direkt mit Rösner redete. "Ich habe versucht, etwas zu retten", sagt er heute, er ließ sich sogar als Geisel austauschen, für die Bankfrau Andrea B., die völlig fertig war, mit den Kräften, den Nerven. Und weder hat er den Kopf des sterbenden Emanuele hochgehalten, damit man ihn besser knipsen konnte, wie das ein anderer Fotograf gemacht hat; noch hat er Polizisten, die sich für einen Zugriff ans Fluchtauto heranarbeiteten, so laut nach ihrem Ausweis gefragt, dass es die Täter vermutlich hören konnten - wie Reporter das in der Kölner Fußgängerzone taten. Aber auch Meyer hat Rösner gefragt, ob er zwischendurch sein eigenes Interesse befriedigen könne. Ob er fotografieren dürfe im Bus, sie und die Geiseln. Von ganz nah. "Ein Reporter vor Ort muss das einfach machen", glaubt er immer noch. Muss auslösen, muss anbieten. Ob das dann veröffentlicht werde, sei eine andere Frage - die Entscheidung der Redaktion. In seinem Fall war es der "Stern"; der zahlte besser als die AP. Scheckbuch-Journalismus nannte das die "Frankfurter Rundschau", ein Vorwurf, den er bis heute ungerecht findet. Erst recht, wenn er sieht, was andere gemacht haben. Der andere.
"Zwei Tage lang war ich in meiner Redaktion der Superreporter, dann plötzlich der Reporter des Satans", erinnert sich Udo Röbel, heute 58, der Mann, der sich in Köln ins Fluchtauto quetschte. Um den Wagen aus der Stadt zu lotsen. Und um seinen Scoop zu bekommen, für den "Express". Eine Story zum Sterben gut.
"Es war eindeutig ein Fehlverhalten", sagt er heute, aber auch er plädiert auf partielle Unzurechnungsfähigkeit, die gleiche, die damals weite Teile des Landes erfasst hatte. "Pures Adrenalin jagte durch meinen Körper, ich befand mich mitten in einem Kinofilm. Live und in Farbe." Sogar heute spürt Röbel, später Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, nun Krimi-Autor, den ungeheuren Sog jener Tage: "Es sind doch diese unglaublichen Bilder, die das Publikum selbst 20 Jahre danach noch faszinieren."
Bilder so stark und verstörend zugleich, dass sie aber auch 20 Jahre später noch in den Köpfen sind, wenn es um Grenzen des Journalismus geht: Der WDR-Rundfunkrat rügte sofort, entscheidender Fehler sei gewesen, "den Geiselgangstern während ihrer Straftaten eine so breite Möglichkeit der Selbstdarstellung vor der Kamera" gegeben zu haben. Der Deutsche Presserat erweiterte seinen Kodex: "Interviews mit Tätern während des Tatgeschehens darf es nicht geben." Und tatsächlich ist Gladbeck fast ein Einzelfall geblieben. Allerdings nur fast. Denn 1994, als zwei Verbrecher aus der Hamburger Haftanstalt Fuhlsbüttel ausbrachen und auf ihrer Irrfahrt durch Deutschland zehn Geiseln nahmen, jagten die Volksvertreter vom Boulevard noch mal den Flüchtenden hinterher, interviewten Täter und Geiseln.
Haben also die Journalisten gelernt? Oder hat nur die Polizei gelernt, wie sie einen Tatort besser abriegelt, damit es erst gar keine Bilder gibt? Meyer, der Fotograf, glaubt, dass die Medien "heute noch weiter gehen würden, wenn sie könnten".
Auch die letzten Bilder von Emanuele de Giorgi aus dem Bus wären natürlich inzwischen längst veröffentlicht. Meyer muss es wissen. Er hat sie nämlich gemacht, und er hätte sie auch verkauft. Aber als er den sterbenden Emanuele aus dem Bus zog und dann nicht wieder einstieg, blieben seine beiden Canon-F1-Kameras im Bus. Bei voller Fahrt warfen Degowski und Rösner sie aus dem Fenster, nur eine bekam Meyer später wieder. Irgendwo da draußen, zwischen Stuckenborstel und Posthausen an der A 1, könnten sie also noch liegen, die letzten Fotos von Emanuele de Giorgi, bevor Degowski schoss.
DIE OPFER
Der 18. August 1988: Tatiana war zurück, sein Kind, das überlebt hatte. Aldo de Giorgi nahm sie in den Arm, sie wirkte völlig leer, ausgelaugt. Die Angst, der Schock, die Stunden ohne Schlaf, er brachte sie in ihr Zimmer, aber als er noch mal nachsah, war sie wieder wach. Saß jetzt auf dem Bett. Strich sich immer wieder mit den Händen am Bein herunter, sagte: "Mach es weg, mach es weg." Und als Aldo de Giorgi fragte, was er wegmachen sollte, wieder nur: "Mach es weg." Also nahm er sie mit in die Dusche, und dann erst sah er es selbst: das Blut. Nicht von ihr. Von Emanuele. Sie war bei der Polizei gewesen, sie war im Krankenhaus gewesen, aber sie hatte immer noch sein Blut an den Beinen. Das Blut, als er an ihr heruntergesackt war.
Es gibt Dinge, die lassen sich nicht wegmachen. Die bleiben, selbst wenn es so aussieht, als hätte man alles abgewischt und das Leben wäre weitergegangen. Mit vier Kindern in Surbo, Apulien. Mit einem Mann, Leonardo. Mit einem Familienfoto, kürzlich in der "Bild"-Zeitung, das so aussah, als hätte das Glück der Gegenwart das Grauen von gestern besiegt. "Das Wunder der kleinen Tatiana", stand da. Aber es gibt keine Wunder. Nur eine Wunde. Sie ist da. Immer.
Mit SPIEGEL TV hat Tatiana de Giorgi nun geredet über ihre Stunden im Bus, über die Tage danach und wie nichts vergeht, kein Bild*. Wie sie damals vom Sprachunterricht kam und ihren Bruder im Bus traf - "rein zufällig"; er hätte auch in einem anderen sitzen können und wäre heute 35. Wie er später sagte: "Beruhige dich, es wird dir nichts passieren." Wie er ihr das versprach, ganz fest. Und als sie
* "Gladbeck 1988 - Anatomie eines Geiseldramas", 16. August, 22.05 Uhr auf Vox.
dann an dieser Raststätte waren, Grundbergsee, und die Polizei hatte die Frau mit der Pistole festgenommen, und die Entführer "drehten durch", da "haben sie mich ganz fest am Arm gezerrt und mir die Pistole ans Gehirn gesetzt. Mein Bruder wollte mich losreißen. Und dann ist der Schuss gefallen, und dann ist er so zusammengesackt, an meinen Beinen runter". Sie sah, wie sie ihn rauszogen, "sein Kopf auf die Stufen schlug". Und draußen lag er am Boden - das letzte Bild, das Tatiana von ihm hat.
Sie machte danach Therapien, erst in Deutschland, später in Italien. "Ich war eigentlich immer in Therapie", und sie geht auch heute zum Arzt, wenn die schlimmen
Tage kommen. Im August. Und Weihnachten, da hatte Emanuele Geburtstag. "Dann geht gar nichts mehr. Es schnürt mir so die Kehle zu, und ich kann nur noch weinen."
Sicher, sie hat ihren Mann, die Kinder, sie muss sich kümmern, das hilft. Aber "es gibt diese Tage, an denen verschließe ich mich tief in mir selbst". Die Gedanken graben dann wieder in der Vergangenheit, wühlen alles auf und finden nichts, warum gerade er sterben musste. "Wenn ich schlafen will, muss ich Schlafmittel nehmen, es ist sehr schwer, das alles zu verkraften."
Ihr Vater Aldo, 58, hat Kraft am Anfang im Hass gesucht. Hat an Rache gedacht. Leben um Leben. Aber er hatte ja noch zwei Kinder, Tatiana und ihren Bruder Fabio, "wenn die nicht gewesen wären, hätte ich wohl eine Dummheit begangen".
Die Jahre haben den Hass dann zu Verbitterung welken lassen; Verbitterung darüber, dass sein Sohn 20 Minuten verblutend am Boden lag, weil die Polizei vergessen hatte, einen Notarztwagen hinter dem Bus herfahren zu lassen. Und überhaupt, die Polizei: "Wenn die Polizei nicht eingegriffen hätte, wären die Kinder gesund und munter zurückgekommen."
Die Familie ging damals zurück nach Italien, seine Frau Giuseppina hielt es in Bremen nicht mehr aus. Aber Aldo de Giorgi fand keine Arbeit, versuchte es wieder mit Deutschland, pendelte, manchmal dreimal im Monat. So hatte Emanueles Tod sie nicht nur innerlich zerrissen, er hatte auch die Familie zerrissen. 15 Jahre lang, bis de Giorgi bei seiner Frau in Italien blieb.
Sie hatten in der Zwischenzeit noch ein Kind bekommen, einen Sohn; sie nannten ihn Emanuele Alessio. Er sei dem toten Emanuele sehr ähnlich, sagt Aldo de Giorgi. Aber er kann seinen toten Bruder nicht ersetzen, natürlich nicht, und den Schmerz nicht vergessen machen - wie sollte er auch. "Zu wissen, man hat deinen Sohn umgebracht, das kann man nicht vergessen", sagt der Vater, "das ist eine Wunde in mir, die nie heilt."
Denn 20 Jahre sind nur eine Sekunde. Und eine Sekunde dauert ein ganzes Leben. GUDRUN ALTROGGE, JÜRGEN DAHLKAMP,
NADJA KÖLLING, BRUNO SCHREP
Von Gudrun Altrogge, Jürgen Dahlkamp, Nadja Kölling und Bruno Schrep

DER SPIEGEL 33/2008
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