01.09.2008

CSU Stoiber greift ein

Im bayerischen Landtagswahlkampf will der frühere CSU-Chef Edmund Stoiber seine Nachfolger gegen harsche Kritik aus Oberbayern verteidigen. Am 17. September wird Stoiber in Freising auftreten, wo derzeit Tausende von Gegnern der dritten Startbahn am Münchner Flughafen gegen die CSU mobil machen. Stoiber soll versuchen, den aufgebrachten Bürgern aus dem gesamten Münchner Norden bei einer Großkundgebung im Bierzelt die wirtschaftlichen Vorteile der Startbahn nahezubringen. Ein problematisches Engagement, denn der örtliche CSU-Landtagskandidat Florian Herrmann ist, anders als die Parteispitze, ebenfalls gegen den Flughafenausbau. Als Ministerpräsident Günther Beckstein vorvergangene Woche in Freising sprach, wurde er zwei Stunden lang vom Publikum ausgepfiffen. Am kommenden Samstag wollen zudem mehr als 10 000 Bürger aus 62 Initiativen demonstrieren. Sie protestieren unter anderem gegen die Startbahn, die Isental-Autobahn, den Flughafen Oberpfaffenhofen, den Donau-Ausbau und die Verlängerung der Laufzeit von Kernkraftwerken.


DER SPIEGEL 36/2008
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