01.09.2008

MANIPULATIONENDie Spielverderber

Asiens illegale Buchmacher beherrschen den globalen Markt der Sportwetten. Ihre Umsätze gehen in die Milliarden, und in ihrem Schatten gedeihen Schiebung und Betrug - vor allem im Fußball. Sogar Weltmeisterschaftsspiele und Partien der Bundesliga könnten betroffen sein.
Am 26. November 2005 ist Wolfgang Wolf seit fünf Tagen Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Es sieht nicht gut aus. Die Mannschaft ist Tabellenletzter und wartet seit 13 Wochen auf einen Sieg. Sie muss unbedingt gewinnen an diesem Samstag in Hannover, seinem ersten Spiel.
Wolf ist auf einem Bauernhof in der Pfalz aufgewachsen und hat zwölf Jahre lang selbst für den Club von Horst Eckel und Fritz Walter gespielt, den großen Vereinshelden aus den fünfziger Jahren. Wolf kennt das aufgeputschte Milieu dort, die Erwartungen an den Club. Und er weiß auch, was es bedeutet, eine abstiegsbedrohte Mannschaft zu übernehmen, wenn in der Stunde der Not alle auf ihn hoffen, die Spieler, das Management, die Fans, die Journalisten, die ganze Pfalz.
Aber Wolf weiß nichts davon, dass an diesem Samstag auch zwei Männer auf das Auswärtsspiel des 1. FC Kaiserslautern schauen, denen Fritz Walter egal ist und die Pfalz erst recht. Der eine von ihnen heißt William Bee Wah Lim und ist ein professioneller Zocker. Er sitzt in seiner Wohnung im süddeutschen Kurort Baden-Baden vor dem Computer und chattet über das Internet mit einem Adrian Simm, seinem Mittelsmann in Miri, einer Stadt am südchinesischen Meer in Malaysia, wo Adrian Simm Lims Wetten auf dem asiatischen Markt plaziert.
Die Mannschaftsaufstellung gibt Wolf in einem Konferenzraum des Queens Hotels in Hannover bekannt. Um kurz nach halb zwei Uhr ist die Besprechung zu Ende, die Spieler wissen erst jetzt, wer von Beginn an dabei ist. Dann gehen sie noch einmal kurz auf ihre Zimmer, sie haben Zeit für ein paar Telefonate. Nach dem Kaffee bringt sie ein Bus in die AWD-Arena von Hannover, wo diese Saison heute einen Neuanfang erleben soll.
Kurz nach 14 Uhr, eineinhalb Stunden vor Anpfiff, beginnt William Bee Wah Lim, Wetten auf einen Sieg Hannovers zu setzen: Erst 250 000 Euro und dann eine Million, die er über Adrian Simm in Asien plazieren will. Um 14.45 Uhr bestätigt Simm die 1-Million-Euro-Wette:
"Hannover 96 -0,50 0.850 78,000
Hannover 96 -0,75 0,870 30,000
Hannover 96 -0,75 0.900 500,000
Hannover 96 -0,50 0.710 392,000
Total 1m euro."
Lim antwortet:
"5000eu fou ok."
Adrian Simm meldet:
"Sure." Und: "Thanks."
Die Sprache der Zocker kennt keine Schnörkel. Welches Spiel, welche Wette, welche Quote, welcher Einsatz, und das alles in Kürzeln, mehr nicht. Asian Handicap nennt sich diese Wette, sie ist die meistgespielte Asiens. "-0,50" steht für einen Sieg Hannovers, egal wie hoch, "0,850" für die Quote, das heißt: auf jeden gesetzten Euro 85 Cent Gewinn. Und "78,000" ist der Einsatz in Euro. Auf diesen Ausgang setzt Lim noch weitere 392 000 Euro. Die Wette "-0,75" bedeutet: Hannover siegt mit mindestens zwei Toren, darauf setzt Lim insgesamt 530 000 Euro. Als Sonderprämie bekommt Adrian 5000 Euro. "Fou", for you, für dich.
Lim setzt immer weiter an diesem Samstag, insgesamt 2,8 Millionen Euro auf eine Niederlage Kaiserslauterns im ersten Spiel des neuen Trainers Wolfgang Wolf.
Schon nach einer halben Stunde führt Hannover 2:0. "Unfassbar, das ist desolat, was Lautern macht", kommentiert der Premiere-Mann Michael Born das zweite Tor für Hannover in seiner Live-Reportage.
Nach dem 4:1 schreibt Adrian: "Congrats!!!! Hehehe."
Am Ende verliert Kaiserslautern 1:5, vier der Tore kassiert das Team nach Ecken und einem Freistoß. Nach Abpfiff schreibt Lim: "Beer".
Adrians Antwort: "Dance."
Lim hat mit diesem Spiel rund 2,2 Millionen Euro verdient.
Dreieinhalb Monate später, im März 2006, wird er verhaftet, nachdem Beamte des Landeskriminalamts Hessen seine Telefone abgehört hatten. Sie hatten Hinweise, dass Lim Fußballspiele manipuliert. Auf den Festplatten seiner Computer fanden sie auch die Internet-Chats mit Adrian Simm. Am 1. Juni 2007 verurteilte ihn das Landgericht Frankfurt.
Die Frage, ob Lim möglicherweise das Spiel Kaiserslauterns in Hannover gekauft hat, wurde im Prozess nicht verhandelt.
DAS INTERNET hat das Wettgeschäft revolutioniert. Früher gab es staatliche Lotterien, Fußballtoto und ein paar lizenzierte Buchmacher, mehr nicht. Heute kann jeder Zocker mit einem Internet-Anschluss rund um die Uhr wetten. Pferderennen, Cricket, Rugby, Tennis und natürlich auf Fußball, immer noch Sportart Nummer eins auf dieser Welt. Man kann auf Spielausgänge wetten, auf verschossene Elfmeter oder auf Tore, die in den letzten 30 Minuten eines Spiels fallen. Gewettet wird sogar, wenn Spiele schon laufen.
Weltweit erwarten legale Buchmacher in diesem Jahr einen Online-Umsatz von mehr als 13 Milliarden Euro. Aber das ist nichts im Vergleich zum illegalen Wettmarkt in Asien. Forscher der Universität Peking schätzen, dass die Chinesen allein in diesem Jahr 50 Milliarden Euro auf den Ausgang von Fußballspielen setzen.
In der Illegalität des asiatischen Wettmarkts gedeiht auch der Wettbetrug. Die Organisierte Kriminalität hat sich eingenistet, es gibt viel Geld zu verdienen und viele Möglichkeiten, schmutziges Geld zu waschen. Cricket, Basketball oder Tennis haben ihre Manipulationsskandale erlebt, aber in kaum einem Sport häufen sie sich so wie im Fußball. Ihre Liste liest sich wie die Reiseroute eines Virus aus Asien in den Rest der Welt. Von Malaysia, Singapur, China und Vietnam nach Brasilien, Polen, Tschechien, Portugal, Belgien, Finnland, in die Türkei, nach Ghana, Südafrika.
Die Europäische Fußball-Union Uefa hat im vergangenen Jahr gleich 26 verdächtige Europapokalspiele untersucht (SPIEGEL 49/2007). In dieser Saison sind der Uefa schon wieder sechs Spiele als vermutlich verschoben gemeldet worden - vier im UI-Cup, eines in der Uefa-Cup-Vorrunde und eines in der Qualifikation für die Champions League. Die verdächtigen Teams kommen aus Albanien, Estland und Litauen. Der estnische Club JK Trans Narva, schon im vergangenen Jahr aufgefallen, soll diesmal gleich beide Partien im UI-Cup gegen den litauischen Verein Ekranas Panevezys absichtlich verloren haben. Clubs mit unaussprechlichen Namen und Spielern, die man nicht kennt. Das klingt nicht wirklich bedrohlich für den deutschen Profifußball. Aber Fußball ist ein globaler Sport geworden, die Profis wandern um den Globus wie die Waren auf den Containerschiffen. Und der Virus der Manipulation wandert mit.
Gefährlich ist dieser Virus, weil er das Herz des Spiels angreift. "Die Leute gehen zum Fußball, weil sie nicht wissen, wie es ausgeht", hat Sepp Herberger einmal gesagt. Wenn die Leute ahnen, dass andere den Ausgang schon vorher wissen, wenden sie sich ab. So gefährlich ist der Virus, dass man ihn am liebsten schnell vergisst, wie in Deutschland den Fall des Schiedsrichters Robert Hoyzer, der von kroatischen Wettspielern Geld annahm und dafür Pokalspiele, Begegnungen der Zweiten Bundesliga und der Regionalliga verpfiff.
Tückisch ist der Virus, weil er den Zweifel sät. Sogar die Spieler auf dem Platz stellen sich dann die Frage, ob ein Fehler wirklich ohne Absicht unterlief. Kaum vorstellbar, wenn Bundesliga-Spiele betrachtet würden wie das 100-Meter-Finale von Peking: Ist es möglich, dass Usain Bolt so schnell läuft, ohne zu dopen? Kann es sein, dass ein Spieler des 1. FC Kaiserslautern nur einen Blackout hatte? Oder war es doch Absicht, was am 26. November 2005 in Hannover passierte?
Bei Jim Towers in London schlug an jenem Samstag ein Mitarbeiter Alarm. Towers ist professioneller Wettspieler und hat sich ein Computerprogramm entwickeln lassen, das die Bewegungen auf dem asiatischen Wettmarkt protokolliert. Er plaziert seine Wetten bei legalen asiatischen Buchmachern, die es in Hongkong, Macau und auf den Philippinen gibt. So weiß er mehr als die Kontrollsysteme der europäischen Buchmacher, die nicht über die Grenzen des Kontinents hinausgehen.
Towers, 40, will seinen richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen. "Für uns gehört es dazu, paranoid zu sein", sagt er. Ständig gibt es Gerüchte über verschobene Spiele, doch für den 26. November 2005 in Hannover hat er handfeste Hinweise. In Asien stürzten die Quoten ab, obwohl es dafür keinen Anlass gab. Sie waren nicht falsch berechnet gewesen, was manchmal passiert. Und es gab auch keine plötzliche Verletzung eines wichtigen Spielers. Irgendjemand wettete viel Geld auf eine klare Niederlage von Kaiserslautern, obwohl Hannover auch nur vier Punkte mehr als die Gäste hatte und in der Saison erst ein Heimspiel gewonnen hatte. "Da setzen zwielichtige Typen", sagte ein asiatischer Buchmacher zu Towers am Telefon.
Towers wettet jede Saison auf Hunderte von Spielen, manchmal 15 000 Pfund, in der Bundesliga oder der Premier League können es 200 000 Pfund sein, in guten Jahren verdient er 30 Millionen Pfund. Er sagt, dass er auf der Welt nur einen anderen Wetter kenne, der mehr Umsätze bei legalen Wettbüros mache als er.
Lim, der Zocker in Baden-Baden, setzte ein Vielfaches auf das Spiel Kaiserslauterns in Hannover: 2,8 Millionen Euro. "Wow", sagt Towers. "Das beeinflusst die Quoten natürlich."
WILLIAM BEE WAH LIM kann man leider nicht selbst fragen, warum er am 26. November 2005 so viel Geld auf eine Niederlage des 1. FC Kaiserslautern gesetzt hat. Kurz nach seiner Freilassung verschwand er aus Deutschland. Diejenigen, die ihn überführt und verurteilt haben, wissen nicht, wo er heute lebt.
Zusammen mit drei Wettkumpanen war er Anfang März 2006 verhaftet worden. Ein Spieler des Regionalliga-Clubs 1. FC Eschborn, ein Senegalese, hatte seinem Vereinsvorstand berichtet, dass ihm ein Unbekannter Geld dafür geboten habe, schlecht zu spielen, um so für eine Niederlage seines Clubs zu sorgen. Der Verein alarmierte den Deutschen Fußball-Bund, der erstattete Strafanzeige bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft. So kamen die Ermittlungen im Dezember 2005 in Gang.
Zwei Wochen lang überwachte das hessische Landeskriminalamt sämtliche Telefone Lims und sammelte eine Fülle von Hinweisen auf bestochene Fußballer, auf verdächtige Spiele und noch verdächtigere Wetten. Bei den Wohnungsdurchsuchungen fanden die Beamten in Notizbüchern Lims die Telefonnummern mehrerer in Deutschland spielender Profis. Auf den Mobiltelefonen seiner Kompagnons waren Hunderte Rufnummern zu Fußballern in ganz Europa gespeichert. Auf den Festplatten von Lims Computern entdeckten sie Skype-Chats, durch die sich präzise nachzeichnen lässt, wann, zu welchen Quoten, auf welche Spiele und bei welchen Agenten in Asien Lim wettete.
Vor Gericht stand ein Mann im Nadelstreifenanzug und mit graumelierten Haaren. Auf den Fotos sieht Lim aus wie der Manager einer Schraubenfabrik in einer chinesischen Sonderwirtschaftszone. Über ein Jahr lang schwieg er. Der Staatsanwaltschaft gelang es nicht einmal, seine Identität zweifelsfrei zu klären.
Vor Gericht gab er sich aus als William Bee Wah Lim, verwitwet und wohnhaft in Baden-Baden. In Bad Dürkheim nannte er sich Gan Soon Hong oder Teo Seng Moa, manchmal hieß er auch Limin Zhu. Die Ermittler fanden einen chinesischen Pass und die Kopien von zwei Pässen mit Fotos von Lim, darunter auch einen britischen, alle drei mit unterschiedlichen Geburtsdaten zwischen 1957 und 1961.
Lim will 1989 nach Deutschland gekommen sein. Er sagt, er sei Tischler, in Deutschland habe er auch als Koch gearbeitet. Später besaß er mal ein chinesisches Restaurant in Mainz. 1992 legte er bei der Spielbank Baden-Baden ein Depot mit 1,2 Millionen Mark an, und vom Mai 2000 an spielte er in großem Stil Roulette im Casino Bad Dürkheim. Er gab großzügig Trinkgelder, aber er machte auch sehr hohe Verluste. Woher er das Geld hatte? Auch das ein Rätsel. Baulöwe, Spielervermittler, Händler für Luxusuhren, Lim hatte so viele Biografien wie Pässe.
Nach über einem Jahr in Untersuchungshaft war Lim krank geworden und bereit zu einer Aussage. Anklage und Verteidigung fanden aus "prozessökonomischen Gründen" zusammen, ein Deal. Verhandelt wurden vor Gericht Spiele von damaligen Regionalliga-Vereinen wie der Spielvereinigung Bayreuth, Rot-Weiß Erfurt, dem Sportclub Paderborn, Eintracht Trier und zwei Partien der ersten Liga in Österreich, Spiele, die in jenem Zeitraum stattgefunden hatten, als die Telefone abgehört wurden, oder kurz danach angesetzt waren. Die Beweise waren eindeutig. Das Urteil lautete auf zwei Jahre und fünf Monate: "Verabredung zum gewerbs- und bandenmäßigen Betrug und Versuch des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs". Weil Lim ein Geständnis abgelegt hatte, musste er nur gut die Hälfte seiner Strafe absitzen. Der Tag seiner Verurteilung war auch der Tag seiner Freiheit. Seine Kaution: 40 000 Euro. Er bekam sogar seine Spielbankchips im Wert von 150 000 Euro zurück. Lim tauschte sie im Casino Bad Dürkheim gegen Cash ein.
IN DER ÖFFENTLICHKEIT und im deutschen Fußball wurde der Prozess eher wie eine Banalität behandelt. Die Summen der Wetteinsätze waren gering, die Spiele, um die es ging, nicht wichtig. Ein Mann aus Malaysia hatte ein paar krumme Dinger in Deutschland und Österreich gedreht, wohl ein Anfänger, der sich vielleicht erst noch warmlief für das ganz große Ding.
Tatsächlich aber verbirgt sich unter dem Aktenzeichen 6350 Js 246513/05 ein Schatz mit einer Vielzahl von Indizien dafür, dass Wettbetrüger auch an Spielen in Deutschlands Profiligen herumfingerten. Indizien, die vor Gericht nicht verhandelt wurden, weil sie nicht beweiskräftig genug waren. Indizien wie die 2,8 Millionen Euro, die Lim am 26. November 2005 auf das Spiel Hannover gegen Kaiserslautern gesetzt hat.
Die Ermittlungsakten des Landeskriminalamts Hessen erzählen, wie ein asiatischer Wettmanipulator arbeitet, nach welchem Muster er Spieler anspricht, wie er sogar hochbezahlte Profis verführt. Es finden sich auch Hinweise auf ein weiteres Spiel der Bundesliga und der Zweiten Liga, die Lim gekauft haben könnte. Es wird auch deutlich, dass William Bee Wah Lim bis zu seiner Verhaftung im März 2006 wohl nur eins im Sinn hatte: reich zu werden, indem er in Deutschland Fußballspiele verschiebt.
Wohnungen in Mainz, Baden-Baden und Bad Dürkheim hatte Lim mit Computern und Flachbildschirmen in Wettbüros umgewandelt. Seine Wetten übermittelte er telefonisch an Agenten in Malaysia, China, Vietnam, Taiwan oder Hongkong, die sich "huat988", "HUI" oder eben "adrian simm" nannten. Dort führte er Konten, auf denen Gewinne und Verluste verrechnet wurden. Am 9. November 2005 beispielsweise, 17 Tage vor dem Spiel von Kaiserslautern, war eins seiner Konten mit 5 379 498 Euro im Plus.
Zur Ausschüttung der Gewinne wurden Kuriere geschickt. Ende Februar 2006 beobachteten die Fahnder, wie eine elegant gekleidete Asiatin mit einer Lufthansa-Maschine aus Shanghai in Frankfurt landete. In ihrer Reisetasche trug sie einige hunderttausend Euro mit sich. Bargeld für Lim.
Es scheint, als habe sich Lim in Deutschland ziemlich sicher gefühlt. Am Silvesterabend 2005 verschickte er Neujahrsgrüße an seine asiatischen Partner: "Happy new year - cash, cash, cash."
Von Fußball selbst habe Lim nicht viel verstanden, sagt einer seiner Anwälte. Aber er wusste, wie man sich an Profis heranmacht. Er suchte sich Spieler, die aus dem Ausland gekommen waren, möglichst aus Afrika und ohne ihre Familien, ohne Bindung zu den Vereinen, bei denen sie gerade ihr Geld verdienten. Lim hatte wohl ein Gespür für die Charakterschwachen, die Gierigen oder Naiven, für die Verführbaren unter den Söldnern des globalen Fußballgeschäfts.
Er arbeitete nach dem Zufallsprinzip, er machte Bekanntschaften und lud sie zu gemeinsamen Casinobesuchen ein. Für das Entree zu den Mannschaften sorgten Mittelsmänner, sogenannte Runner.
Einer von ihnen war Dragan Antic, ein Serbe, der Ende der achtziger Jahre mal beim 1. FC Köln einen Vertrag als Profi hatte, in Griechenland spielte und auch mal beim SV Waldhof Mannheim als Co-Trainer jobbte. Auf seinen Mobiltelefonen fanden sich Hunderte von Nummern: Profis, Spielervermittler und Clubfunktionäre in Serbien, Österreich, Kroatien, Zypern, Griechenland, Bulgarien oder Finnland, und es gab auch Spuren zu mehreren Bundesliga-Clubs. Im Januar dieses Jahres wurde Antic in Frankfurt zu einer Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt.
Antic lebt heute in Vranje in Serbien, bis vor kurzem hat er einen Verein in Mazedonien trainiert, im Dezember will er nach Japan, um dort als Co-Trainer zu arbeiten. Seine Frau und seine Kinder leben noch in Speyer. "Wer nimmt mich noch nach dem Skandal in Deutschland?" Lim und er, sagt Antic, hätten sich im Jahr 2005 kennengelernt, im Casino in Bad Dürkheim. Lim sei ihm aufgefallen, weil er mit sehr hohen Einsätzen spielte. Sie haben dann gemeinsam gewettet, bei Verlust musste Antic nicht zahlen, sagt er, die Gewinne konnte er behalten. Lims Englisch sei eine Katastrophe gewesen, Deutsch sprach er kaum. "Wir haben mit Händen und Füßen geredet", sagt Antic. "Das war schwierig bei den Zahlen."
Lims zweiter Runner war der im Libanon geborene Sayed Gamloush, er wurde zu einer Strafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt. Seine Methode, Spieler anzugehen, war verblüffend direkt. Das jedenfalls berichtete der Fußballprofi Sean Dundee, ein eingebürgerter Südafrikaner und für kurze Zeit mal als deutscher Nationalspieler im Gespräch.
Er sei "Ali", ein Fan, so habe Gamloush ihn in Karlsruhe angesprochen, beim Training. Ob Dundee Zeit für ihn habe? Hatte er nicht, aber Dundee gab ihm trotzdem seine Mobilnummer. Im August trafen sie sich wieder, Gamloush überreichte dem Spieler in einem Briefumschlag 3000 Euro, ohne zu sagen, wofür. Dundee, der in seiner Karriere mehrere Millionen Euro verdient haben müsste, nahm es an. Er sagte, er habe es seiner Mutter gegeben.
Ein paar Wochen später kam Gamloush wieder nach Karlsruhe, diesmal mit seinem Chef Lim. Gamloush legte einen Zettel auf den Tisch. Links standen Spielpaarungen, rechts Summen zwischen 20 000 und 25 000 Euro. Gamloush erklärte die Spielregeln: Sein Boss und er würden wetten, Dundee könne sich einen Haufen Geld dazuverdienen.
Den Fahndern sagte Dundee, er habe abgelehnt. Bei einem dritten Treffen kurz vor Weihnachten 2005 fragte der Wettbetrüger ihn ganz direkt, ob er für 20 000 Euro einen Elfmeter verschießen würde. Dundee will auch das verneint haben.
LIM WAR EIN BESESSENER. An dem Samstag, als Kaiserslautern in Hannover verlor, hat er auch auf Spiele von Red Bull Salzburg, Bayer Leverkusen, Aston Villa, Blackburn Rovers, Wigan Athletic und OGC Nizza gesetzt. Die Einsätze lagen zwischen 20 000 und 150 000 Euro. Auf den 208 Seiten seiner protokollierten Chats gibt es nur wenige Einsätze, die über eine Million Euro hinausgehen.
Dazu gehört das Spiel Kaiserslauterns in Hannover.
Dazu gehört das Spiel Sturm Graz gegen Red Bull Salzburg am 4. März 2006, dessen versuchte Manipulation er gestanden hat.
Dazu gehört ein Auswärtsspiel von Kaiserslautern am 11. Dezember 2005 in München, für das Lim insgesamt 1,9 Millionen Euro auf einen Sieg Bayerns mit drei Toren Unterschied gewettet hatte und bei dem er trotz Gegenwetten während des Spiels mindestens eine Million Euro verlor, weil die Münchner nur mühsam 2:1 gewannen.
Und zu diesen Spielen mit außergewöhnlich hohen Wetteinsätzen gehört auch die Zweitliga-Begegnung Karlsruher SC gegen Sportfreunde Siegen am 7. August 2005. Insgesamt fast vier Millionen Euro, den größten Teil davon auf einen Sieg Karlsruhes mit zwei Toren Unterschied. Nur ein Spiel gab es bis zu seiner Verhaftung im März, auf das er mehr setzte: eine Partie in Finnland, damals eine Liga mit Korruptionsproblemen. Die Wette in Deutschland war erfolgreich: Karlsruhe gewann 2:0.
Lim muss sich sehr sicher gewesen sein. Vielleicht auch, weil er vier der Spieler, die an diesem Tag auf dem Platz standen, persönlich kannte: den Stürmer Sean Dundee, der von Lims Runner Gamloush 3000 Euro angenommen hatte. Den albanischen Nationalspieler Edmond Kapllani, der ebenfalls zugegeben hat, Geld von Gamloush angenommen zu haben, etwa 2000 Euro, wovon er einen Teil zurückgegeben haben will. Den Stürmer Ioannis Masmanidis, der wie Kapllani mit Lim im Spielcasino Bad Dürkheim gesehen wurde. Und schließlich Adnan Masic, der Einzige im Team der Siegener Sportfreunde, aber dafür der Torwart.
Das Verhältnis zwischen Lim und seinen Runnern zu Masic ist in den Akten außergewöhnlich gut dokumentiert. Die Wettbetrüger nannten ihn "großer Mann", der Keeper misst 1,92 Meter. Lim und Masic sind im Casino gesehen worden. Die Fahnder observierten sogar ein gemeinsames Abendessen von Lim mit dem Runner Antic und Torwart Masic in einer Pizzeria in Mannheim. Und sie fanden zahlreiche SMS von Masic an den Runner Antic. "Bruder, heute spielen wir ganz defensiv. Denk gut darüber nach!!", heißt es zwei Stunden vor dem Spiel Siegens gegen Aachen. Und nach einer 0:1-Niederlage in Cottbus sendete er: "Ich habe dir doch gesagt weniger als 3 Tore."
Masic und Dundee sagen, dass sie nie bestochen worden seien. Kapllani und Masmanidis äußerten sich nicht.
LIMS SPUREN im deutschen Fußball lassen Zweifel an jedem Profi aufkommen, der sich mit ihm einließ.
Selim Teber ist heute der Kapitän von 1899 Hoffenheim und gerade in die Bundesliga aufgestiegen. Auf der Sim-Karte eines Mobiltelefons von Lim ist seine Telefonnummer unter dem Kürzel ".1" gespeichert, sie findet sich auch in einem Notizbuch Lims. Teber hat bis zum April 2005 für den 1. FC Kaiserslautern gespielt und den Verein sieben Monate vor jenem Spiel in Hannover verlassen, danach war er für kurze Zeit in der Türkei, bevor er schließlich nach Hoffenheim wechselte. Teber war auch mit Lim im Casino von Bad Dürkheim, ein Croupier erkannte ihn.
Lim hat bei seinen Wetten in Asien nicht nur eigenes Geld gesetzt. Im Februar 2006 hörten die Ermittler ein Telefonat ab, in dem sich Tebers damaliger Teamkollege Matthias Örüm bei Lim nach den Wettquoten für das Heimspiel Hoffenheims gegen den SV Wehen erkundigte. Das Gespräch fand gut eine Stunde vor dem Anpfiff statt. Lim empfahl die Wette "Over/Under", und zwar Under 2,5, das heißt: In dem Spiel dürfen nicht mehr als zwei Tore fallen, egal für wen. Örüm willigte ein und plazierte bei Lim 15 000 Euro. Außerdem setze "Selim", gab Örüm durch, "5", also 5000 Euro.
Ein Spieler, der eine solche Wette auf seine eigene Mannschaft eingeht, spielt mit hohem Risiko. Der Gegner braucht nur ein Tor zu schießen, und schon darf das eigene Team nicht mehr gewinnen. Abgesehen davon hat der DFB Fußballern verboten zu wetten, erst recht auf die Spiele der eigenen Mannschaft. Und weil es hierzulande fast unmöglich ist, anonym bei einem legalen Buchmacher hohe Wetten abzugeben, könnte ein Profi, der über Lim in Asien wettet, zudem in ein unangenehmes Abhängigkeitsverhältnis geraten. In einer mafiösen Welt gibt es selten Gefälligkeiten ohne Gegenleistung.
Selim Teber sagt, dass er niemals auf ein Spiel gewettet habe, und er bestreitet auch, jemals in Wettbetrug involviert gewesen zu sein. Lim habe er nur einige wenige Male getroffen, dabei sei es jedoch nie um Wetten gegangen. Er habe auch nie Geld genommen oder ihm Kontakte zu anderen Spielern gemacht. Lim habe sich als Fan des 1. FC Kaiserslautern vorgestellt, und als solchem habe Teber ihm einmal auch ein FCK-Trikot für 100 Euro besorgt.
Lim suchte Kontakt zu Spielern des 1. FC Kaiserslautern, das ist eindeutig. Und wahrscheinlich ging es ihm um mehr als nur ein Fantrikot. Er wollte in die Kabine.
Zu denen, die er umgarnte, gehören die früheren FCK-Amateure José Coelho da Veiga Sebastião, ein Portugiese, und der Kongolese Dominick Kumbela. Beide wurden Mitte November 2005, kurz vor dem Spiel Kaiserslauterns in Hannover, entlassen, in ihren Wohnungen war Cannabis gefunden worden. Auch sie waren Teil des Verfahrens vor dem Frankfurter Landgericht und bekamen Geldstrafen, weil sie Anfang März 2006 in Absprache mit Lim und Gamloush Spiele manipulieren wollten - Sebastião bei seinem neuen Arbeitgeber SpVgg Bayreuth, Kumbela bei seinem neuen Club Rot-Weiß Erfurt. Kumbela will sich nicht äußern, er ist gegen sein Urteil in Revision gegangen. Sebastião kann nichts sagen, er sitzt derzeit wegen zahlreicher Einbruchsdelikte im Gefängnis.
In den Ermittlungsakten des LKA taucht auch der Name des Profis Lucien Mettomo auf, eines Nationalspielers aus Kamerun. Er hat von Juli 2003 bis Januar 2006 beim 1. FC Kaiserslautern gespielt, ein Abwehrspieler. Beim Spiel in Hannover saß er auf der Bank. Damals teilte er sich die Wohnung mit einem Bekannten aus Kamerun, der mit Lim in Kontakt stand. Der Codename für den Mitbewohner: "Mafia".
Mettomo lebt derzeit in Frankreich und sucht einen neuen Club. Sein Berater ist der Schweizer Antonio Carnevale. "Weswegen rufen Sie an? Wegen der Mietgeschichte?" Nein. "Wegen der Steuersache?" Nein, wegen des Verdachts der Wettmanipulation.
"Ach du meine Güte!"
Zwei Tage später heißt es in einer Mail aus der Schweiz: "Mein Mandant distanziert sich voll und ganz von diesem Fall." Der Bekannte aus Kamerun habe nur für kurze Zeit bei Mettomo gewohnt.
DAS SPIEL KAISERSLAUTERNS in Hannover manipuliert? Ist das wirklich möglich? Die, die es wissen könnten, standen am 26. November 2005 um 15.30 Uhr auf dem Rasen der AWD-Arena.
Was sie dort spielten, sieht seltsam aus. Zum Beispiel das 1:0 für Hannover in der 13. Minute. Kaiserslauterns Torhüter Jürgen Macho faustet eine Ecke so schlecht, dass der Ball am Fünfmeterraum vor die Füße eines Hannoveraners fällt. Verteidiger Lembi schaut zu wie erstarrt.
"Fußball ist für mich ein sauberer Sport, und ich bin ein sauberer Sportsmann", sagt Macho, der inzwischen bei AEK Athen unter Vertrag ist und während der EM für Österreich spielte. Er habe in seiner Karriere schon schlimmere Tore bekommen.
Kann er sich vorstellen, dass es beim Spiel nicht mit rechten Dingen zuging?
"Nein. Aber ich kann auch für niemanden die Hand ins Feuer legen."
Der Verteidiger Lembi, Nationalspieler des Kongo, wurde von Trainer Wolf bereits nach einer halben Stunde ausgewechselt, der "Kicker" gab ihm die Note sechs. "Ich habe meine Mannschaft nie verraten", sagt er. "Ich habe nie Geld genommen. Gott ist mein Zeuge."
Keinem Spieler, der damals für Kaiserslautern auflief, will etwas aufgefallen sein. Ein paar von ihnen kennen Lims Namen, weil sie den Prozess verfolgt haben, aber niemand sagt, dass er ihn persönlich kenne oder Geld genommen habe. Aber fast alle Spieler erschrecken, als sie die Summen hören, die Lim auf ihr Spiel gesetzt und durch ihre Niederlage gewonnen hat. Ein Gewinn von 2,2 Millionen Euro, am Finanzamt vorbei, für 90 Minuten, das ist mehr als doppelt so viel wie die Spitzenverdiener der Mannschaft brutto im Jahr bekamen. "Der muss sich ja tausendprozentig sicher gewesen sein", sagt Ervin Skela, ein albanischer Nationalspieler und in Hannover als Abwehrchef eingesetzt.
Der 1. FC Kaiserslautern war schon 2005 ein globalisiertes Team. Neben dem Österreicher Macho, dem Kongolesen Lembi und dem Albaner Skela spielten an diesem Tag der Brasilianer Marcelo Pletsch, der Türke Halil Altintop, der Ivorer Boubacar Sanogo, der Kroate Mihael Mikic, der Deutsch-Iraner Ferydoon Zandi und die Deutschen Ingo Hertzsch, Torsten Reuter und Marco Engelhardt. Nur einer von ihnen spielt heute noch in Kaiserslautern. Die anderen sind weitergezogen, nach Schalke, Bremen, Cottbus, Augsburg, Griechenland, Zypern, Belgien, Kroatien. Wenn einer den Virus hatte, dann ist er mitgewandert.
Marco Engelhardt war Kapitän der Mannschaft und spielt heute in Nürnberg. "Wir hatten eine Schweinetruppe. Es gab ja Gründe, warum wir dann auch abgestiegen sind. Niemand ist für den anderen gelaufen, niemand hat die Fehler eines anderen ausgebügelt." Auf dem Weg zu seinem Auto dreht er sich noch einmal um: "Ein Spiel, bei dem ich dabei war, verschoben? Ein gespenstischer Gedanke."
LIM UND SEINE BANDE wurden verurteilt, aber im Gefängnis sitzt heute keiner mehr von ihnen. Der Runner Sayed Gamloush ist seit 4. August wieder in Freiheit. Dragan Antic pendelt zwischen Serbien und Deutschland, er behauptet, er habe nur gewettet, aber nie Spiele verschoben. Die Richter hätten das alles ganz falsch verstanden. Und William Bee Wah Lim ist verschwunden. "Außer Landes gereist", sagt sein Anwalt in Frankfurt, der sich ansonsten zur Sache nicht äußert.
Antic behauptet, dass Lim sich in Malaysia aufhalte und dass es ihm nicht gutgehe. "Der war okay als Mensch", nun sei er pleite und leide an Magenblutungen. Seit dem 15. Januar dieses Jahres gibt es in Deutschland einen neuen Haftbefehl gegen Lim, eigentlich hätte er sich zweimal in der Woche bei der Polizei melden müssen.
Zwei Wochen lang hatten die Ermittler im Jahr 2006 seine Telefone abgehört, das reichte, um ihm den Manipulationsversuch von acht Fußballspielen nachzuweisen.
Acht Spiele in zwei Wochen.
Hatte Lim nur einen guten Lauf? Oder war er in den Wochen, Monaten und vielleicht auch Jahren davor ähnlich aktiv? Darf man das hochrechnen? Zehn Spiele im Monat, rund 90 im Jahr? Die Frage, wie viele Spiele Lim wirklich verschoben hat, kann niemand beantworten, auch die Staatsanwaltschaft nicht. Es lässt sich auch nicht beweisen, dass er wirklich Bundesliga-Spiele gekauft hat, obwohl es gute Gründe gibt, dies zu vermuten. Manipulation ist ein tückischer Virus, weil er Zweifel sät. Und was wäre eigentlich, wenn Lims Netzwerk nicht das einzige seiner Art in Deutschland war?
Ein letzter Hinweis auf jenes Spiel in Hannover findet sich in einem Buch, das diese Woche erscheint. Es heißt "Sichere Siege" und beschreibt die Welt der verschobenen Fußballspiele (siehe Seite 123). Der Autor Declan Hill, ein kanadischer Journalist, Spezialgebiet Organisierte Kriminalität, war am 26. November 2005 in Bangkok. Er schreibt, dass er sich abends in einem Golfclub am Stadtrand mit einem Wettpaten verabredet hatte. Um kurz vor halb vier deutscher Zeit habe der einen Anruf bekommen. Dann sagte er: "Es gibt da ein Spiel in Deutschland. Hannover wird mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen. Sie werden sehen."
Nach jedem Tor klingelte das Telefon, sechsmal insgesamt. Hill sagt, er habe sich nach dem Treffen im Zustand "kognitiver Dissonanz" befunden. Er konnte damals nicht glauben, was er gerade erlebt hatte.
Kognitive Dissonanz, das klingt treffend.
Kaiserslauterns damaliger Trainer Wolfgang Wolf hat sich die wichtigen Szenen dieses Spiels noch einmal angesehen und stemmt sich mit aller Kraft gegen den Verdacht. Den Spielern stellt er reihenweise gute Zeugnisse aus, absolute Sportsmänner, charakterlich top und willig. "Aber wenn das wirklich verschoben war, hätte ich keine Lust mehr", sagt Wolf irgendwann während des Gesprächs.
Nach dem 1:5 in Hannover hat er die Mannschaft umgebaut. In der Rückrunde holten die Pfälzer 21 Punkte, nur neun Clubs waren besser. Trotzdem stieg Kaiserslautern am 13. Mai 2006 ab.
Es fehlte nur ein Punkt.
CHRISTOPH BIERMANN, LOTHAR GORRIS,
MICHAEL WULZINGER
Von Christoph Biermann, Lothar Gorris und Michael Wulzinger

DER SPIEGEL 36/2008
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MANIPULATIONEN:
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