27.10.2008

BILDUNG I

NRW fordert Stipendien

Nach dem Bildungsgipfel von Bund und Ländern will Nordrhein-Westfalen ein Stipendium für Studenten durchsetzen. Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wird bei der Gemeinsamen Konferenz der Finanz- und Wissenschaftsminister von Bund und Ländern (GWK) an diesem Montag in Bonn vorschlagen, künftig zehn Prozent aller Studienanfänger mit 300 Euro monatlich zu unterstützen. Das Geld solle zusätzlich zu Bafög-Zahlungen fließen. Bund und Länder hätten sich in Dresden geeinigt, neue Stipendienprogramme anzustreben. "Wir können damit nicht länger warten", sagt Pinkwart. Allerdings haben sich die SPD-Minister aus Sachsen, Rheinland-Pfalz und Bremen bisher gegen neue Zahlungen gesperrt, die vom Einkommen der Eltern unabhängig sind. Bei der GWK-Konferenz soll es auch um die Zukunft des "Pakts für Forschung und Innovation" gehen. Dabei stößt Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) mit ihrem Vorhaben, die Budgets der großen Wissenschaftsorganisationen kräftig zu steigern, bei den Länderfinanzministern auf Widerstand. Um neue Projekte und Institute zu ermöglichen, will Schavan den Forschern künftig fünf Prozent mehr Geld pro Jahr geben. Andernfalls könnten die Wissenschaftler nur Inflation und Tarifsteigerungen ausgleichen.


DER SPIEGEL 44/2008
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