15.12.2008

DEUTSCHE BÖRSEEiliger Abbruch der Fusionsverhandlungen

Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni hat die Fusionsverhandlungen mit Duncan Niederauer, dem Chef der New York Stock Exchange (NYSE) Euronext, offenbar aus anderen Gründen abgebrochen, als er öffentlich eingestehen will. Nachdem der SPIEGEL vergangene Woche über die Details berichtet hatte, hielt es Francioni anscheinend nicht mehr für möglich, eine von den Amerikanern verlangte Fusion unter Gleichen der hiesigen Öffentlichkeit zu verkaufen. Die NYSE ist auf dem Parkett nur etwa halb so viel wert wie die Deutsche Börse. Die von Francionis Beratern nach der SPIEGEL-Enthüllung kolportierte Geschichte, dass die "Sondierungsgespräche" schon vor längerer Zeit abgebrochen worden seien, ist indes wenig glaubwürdig. Noch Ende November war ausführlich im Vorstand der Börse über das Projekt gesprochen worden. Die entsprechende Vorlage von 13 Seiten trägt das Datum "28. November". Die unter dem Codenamen "Rudolf" geführten Gespräche zwischen den beiden Börsen waren da schon weit gediehen.

DER SPIEGEL 51/2008
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DEUTSCHE BÖRSE:
Eiliger Abbruch der Fusionsverhandlungen

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