21.02.2009

GEHÄLTERFlut von Boni-Prüfungen

Nach der Aufregung um Milliardenboni für Bankmanager lassen Unternehmen quer durch alle Branchen prüfen, ob sie Mitarbeitern die leistungsbezogenen Sondervergütungen kürzen oder ganz streichen können. Zuletzt kündigte Daimler-Chef Dieter Zetsche an, die Bonuszahlungen im Autokonzern zu kappen. Anwälte berichten, dass sie in diesen Wochen von entsprechenden Anfragen förmlich überschüttet werden. Die Firmen haben allerdings schlechte Chancen. Das Bundesarbeitsgericht entschied zuletzt in zwei Fällen zugunsten von Bonusempfängern; demnach sind die Klauseln in Arbeitsverträgen oft so formuliert, dass selbst aus freiwilligen Leistungen Ansprüche erwachsen. "Ein großer Teil wird seine Boni behalten dürfen", sagt Kara Preedy, Arbeitsrechtlerin in der Berliner Kanzlei Pusch Wahlig Legal, jedenfalls gilt dies für Beträge aus dem Jahr 2008. In Zukunft, erwartet Preedy, würden die Firmen einvernehmliche Lösungen mit den Mitarbeitern anstreben oder neue Vergütungsregeln über Änderungskündigungen durchsetzen.

DER SPIEGEL 9/2009
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