09.03.2009

ÖSTERREICHNackt in den Brennnesseln

Wiener Großbanken wollten den Osten Europas erobern und dort vom hohen Wachstum profitieren. Jetzt herrscht Katzenjammer, denn viele Kredite könnten sich als faul erweisen. Die Regierung beschwichtigt - und sucht zugleich nach internationalen Hilfen.
Seit die bösen Worte in der Welt sind, seit die Rede ist von einer Krise in Österreich, von drohendem Staatsbankrott gar, wirkt Wien verändert. Nichts und niemand scheint vor schlechten Nachrichten mehr sicher zu sein.
Die stolze Fluglinie Austrian Airlines? Steht zum Verkauf, weil sich ihre Manager unter anderem beim Poker um Kerosinpreise verspekuliert haben. Sofern die EU-Kommission zustimmt, darf die Lufthansa sich demnächst bedienen, der österreichische Staat legt 500 Millionen Euro Mitgift drauf.
Die bei Einheimischen wie Touristen beliebten altmodischen Wiener Straßenbahnen? Laufen angeblich nur noch, weil es jener US-Investor so will, an den die Wiener Stadtväter in einem Millionen-Deal ihre Waggons verleast haben.
Und der Sender ORF oben am Küniglberg, der doch Politikern wie Bankiers aus dem Kreis seiner Werbekundschaft eine
Bühne bieten muss, auf der sie die österreichischen Zustände in gnädigeres Licht tauchen können? Verkündet in eigener Sache ein Bilanzminus von 79,8 Millionen Euro für 2008. Weniger als befürchtet, wie der Generaldirektor noch hinzufügt, gemessen an den düsteren Prognosen.
Was ist passiert, was geht da vor in einem der reichsten Länder Europas?
Seit 1989 hat sich Wirtschaftswunder-Österreich zum Scharnier zwischen den Märkten in Ost und West entwickelt. Es ist zur kommerziellen Schaltzentrale für die boomenden postkommunistischen Länder aufgestiegen und hat sich innerhalb der EU als Spezialist für Ostbetreuung aufgemandelt. Als eine Art Geschäftsführer für den - seliger Habsburger Zeiten eingedenk - angestammten Hinterhof.
Optimistisch haben seine Banker auf die Karte Ost gesetzt und Kredite nach Ungarn, Rumänien oder in die Ukraine vergeben, an möglicherweise zweifelhafte Schuldner. Nun treiben diese Staaten, von Russland bis Kroatien, im Abwärtssog, und es heißt, die österreichische Kreditbranche sei ein "Klumpenrisiko" eingegangen.
Am Finanzplatz Wien herrscht Katerstimmung. Vor allem seit Moody's, eine führende Kreditbewertungsagentur, einen Bericht veröffentlichte, wonach die sich "gravierend verschlechternden Rahmenbedingungen für osteuropäische Banken" die Bonität der auf diesen Märkten aktiven westeuropäischen Geldhäuser bedrohten. Und das österreichische Bankensystem sei am anfälligsten, "weil beinahe die Hälfte seiner ausstehenden Kreditforderungen auf Osteuropa" entfalle.
Das Wachstum dort beruhte auf geliehenem ausländischem Kapital, es kam oft westlichen Firmenablegern zugute, und deren Gewinne flossen dann wieder in die Mutterländer zurück - solange es Gewinne gab. Nicht wenige Investoren fliehen nun in Regionen mit noch niedrigeren Löhnen und hinterlassen Investitionsruinen. Der Einbruch von Aufträgen und die globale Konsumflaute lähmen den Osten bis zum Stillstand und erschweren die Tilgung seiner Kredite.
"Droht der Republik Österreich der Bankrott?", sorgt sich deshalb das Nachrichtenmagazin "Profil". "Wann geht Österreich eigentlich pleite?", fragt "Die Presse". Katastrophenszenarien sind im Umlauf, die sich vor allem auf die Hochrechnung stützen, im Osten hätte Österreich Außenstände von 293 Milliarden Euro, der Umfang eines jährlichen Bruttoinlandsprodukts - für die im Ernstfall der Staat in großen Teilen haften müsse.
Die Wiener Nationalbank hat vorsorglich "Stress-Tests" durchführen lassen, so etwas wie Laborversuche im internationalen Finanzgehege. Mit denen wird die Widerstandsfähigkeit von Banken geprüft, deren osteuropäischen Töchtern Kreditausfälle in großem Stil drohen. Wenn "nur" die vom Staatsbankrott gefährdete Ukraine und Rumänien "zusammenkrachen", so viel verlautet über die Ergebnisse, könnten die maßgeblich im Osten aktiven Geldhäuser Raiffeisen International, Erste Bank und die Bank Austria die Krise halbwegs überstehen.
Von 1200 Milliarden Euro Krediten an mittel- und osteuropäische Staaten (einschließlich der Türkei) entfällt knapp ein Viertel auf Österreich, die zur italienischen UniCredit Group gehörende Bank Austria eingerechnet. Raiffeisen und Erste Bank haben auf den Moody's-Bericht mit vorgezogenen Bilanzkonferenzen für das Jahr 2008 reagiert. Ihre Börsenkurse sind dennoch seit Jahresbeginn gepurzelt wie Fallobst im Herbst, die Aktien der Ersten Bank allein um 54 Prozent.
In der Ukraine wie in Rumänien, in der Slowakei wie in Serbien und Bosnien-Herzegowina sind Österreichs Bankfilialen führend. Allein in Ungarn und Russland stehen 51,6 Milliarden Euro an Krediten. Schätzungsweise zehn Prozent der Außenstände gelten als verloren. Und wer da glaube, "dass die wesentlichen Leichen aus den Kellern der Banken schon an die Oberfläche geschwemmt sind, könnte demnächst eine eher ungute Überraschung erleben", mutmaßt "Die Presse".
Nun erweist es sich als Fehler, dass den Kunden so viele Darlehen in Euro, Schweizer Franken oder Dollar angedient wurden. In den letzten Monaten haben nämlich die ukrainische Griwna und der ungarische Forinth rasant an Wert verloren. Entsprechend verteuern sich, für Privatleute, die Raten eines Kühlschranks oder eines Dacia Logan.
Allein in Ungarn sind 60 Prozent aller Wohnungskredite und jeder zweite Firmenkredit in harter Fremdwährung abgeschlossen worden. Das Land stehe "mit heruntergelassenen Hosen in den Brennnesseln", jammert der Investment-Banker György Jaksity.
Die Regierung in Wien hat ein 100-Milliarden-Euro-Rettungspaket geschnürt. Und einen mindestens ebenso teuren Hilfsplan der EU gefordert - vergebens. Bei der karitativ getarnten Mission "Rettet Osteuropa" gehe es im Kern um Österreich, vermuten Spötter in Wien.
Wie ernst es wirklich an der Ostfront steht? Selbst langgediente Banker sind ratlos, die Bewertung des voraussichtlichen Gesamtschadens ist strittig. Die Osteuropa-Bank EBRD prognostiziert für Österreich ein Verlustrisiko von maximal 20 Milliarden Euro. Andere Studien sprechen von bis zu 31 Milliarden Euro. Das, so hoffen die Finanzexperten in Wien, würde aber nach Lage der Dinge weder Banken noch den Staat ruinieren.
Dass die Zahl der Österreicher ohne Beschäftigung im Vergleich zum Februar 2008 um 23,7 Prozent gestiegen ist, hat hingegen aufhorchen lassen. "Das nackte Elend der dreißiger Jahre, als die Leute an der Tür klopften und um ein Stück Brot bettelten", das komme nicht wieder, beruhigt Kurt Rothschild, der 94 Jahre alte Wiener Doyen der Wirtschaftswissenschaften, dafür sei Österreichs Realwirtschaft zu robust.
Allerdings sei "die Angst vor der Arbeitslosigkeit wieder da. Und vor faulen Papieren. Den Umfang dieser Krise vorherzusagen, das wäre Futurologie".
Nicht abzusehen, aber auch nicht auszuschließen, dass in Österreich große Banken verstaatlich werden müssen, hat Bundeskanzler Werner Faymann im Februar zu verstehen gegeben. Sein Stellvertreter in der Koalition, Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll, hält sich mit Prognosen neuerdings zurück. Weil die letzte Blitztour mit Stationen in Rumänien, Kroatien, Bulgarien und der Ukraine, auf der es ihm um Unterstützung für ein EU-Hilfspaket ging, zum Desaster geriet.
"Die teuerste Reise seit langem" sei das gewesen, da Österreichs Bonität durch Prölls Verzweiflungsakt massiv beschädigt worden sei, sagt Hannes Androsch, selbst schon Vizekanzler und Finanzminister unter Bruno Kreisky in den Siebzigern. Der inzwischen millionenschwere Industrielle Androsch, der zum Nadelstreifenanzug Hermès-Krawatte und blitzblankes Schuhwerk trägt, gilt als Österreichs heimlicher Finanzminister und vielsagendes Orakel vom Wiener Opernring.
Er, der Osteuropa früh eine "Jahrhundertchance" genannt hat, zürnt nun denen, die in der Gefahrenlage zaudern: der EU, die ihre Möglichkeiten nicht nutze, "sondern sich als Gemeinschaft von Eigenbrötlern erweist", und natürlich dem österreichischen Finanzminister, dem Mann aus dem Dunstkreis von Bauernbund und Raiffeisenbank, dem er von oben herab eine "agrarische Sicht" auf die globalen Verwerfungen an den Märkten bescheinigt.
Der Westen könne seine östlichen Nachbarn nun nicht im Regen stehen lassen, meint Androsch. Nicht zuletzt Deutschland, von Österreich "quasi mitfinanziert" in seiner Rolle als größter Exporteur auf den Märkten des Ostens, müsse nun Verantwortung beweisen. Doch der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück in Berlin gibt sich bislang unbeteiligt.
Vor Eigensinn der größeren EU-Partner warnen derzeit viele in Österreich. Angefangen beim Wirtschaftskammer-Präsidenten, der Steinbrück vorwirft, "auf zwei Augen blind" zu sein, wenn er die Angst vor der Krise im Osten zur österreichischen Angelegenheit erkläre. Da würden ordentlich Nebelkerzen gezündet, erwidert der finanzpolitische Sprecher der Grünen, Werner Kogler: "Ungenierte Pokerspieler sind sie, unsere Banker", jetzt würden sie nervös.
Staat und Banken - wer da wen regiere, sei unklar, so Kogler, der im Parlament gerade prüfen lässt, ob wahr ist, was behauptet wird: dass Finanzminister Pröll zu seiner missglückten PR-Tour nach Osteuropa im Privatjet des Raiffeisen-Chefs Christian Konrad aufgebrochen sei. Allein die Tatsache, dass sich die Chefs von Nationalbank und Finanzmarktaufsicht am vergangenen Mittwoch bereitfanden, vor Parlamentariern in geheimer Sitzung Rede und Antwort zu stehen über den Zustand der Staatsfinanzen, beweise das Ausmaß der Krise.
Österreich gilt jetzt als riskanter Schuldner. Die mit 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im EU-Vergleich eher durchschnittlich verschuldete Republik muss für Geld, das sie sich am Kapitalmarkt leiht, seit kurzem einen Risikoaufschlag zahlen, für eine zehnjährige Anleihe 1,3 Prozent mehr als Deutschland. Die Zusatzkosten belaufen sich auf etwa 300 Millionen Euro pro Jahr.
Damit spielt der Alpenstaat zum eigenen Entsetzen beinahe in einer Liga mit den traditionell als "Club Med" bespöttelten Weichwährungs-Volkswirtschaften Italien oder Portugal. Dass Österreich da Unrecht geschehe und das Land wie so oft vom Ausland falsch bewertet werde, das behauptet unverdrossen eine patriotische Front, zu der sich Spitzenpolitiker, Wirtschaftsführer und Verleger zusammengefunden haben.
Kanzler und Vizekanzler zeigten sich denn auch am 19. Februar krisentrotzig auf dem Wiener Opernball, während die Chefs vieler Großkonzerne beim Society-Ereignis des Jahres 2009 ihren teuer angemieteten Logen aus Imagegründen lieber fernblieben. "Ich hab so viel abgenommen, mir passt mein Frack nimmer", ließ Raiffeisen-Chef Konrad in launiger Anspielung auf anbrechende dürre Jahre als Entschuldigung verbreiten. Kollege Andreas Treichl von der Ersten Bank hingegen erschien. Österreichs Manager des Jahres 2007, mit 4,4 Millionen Euro an Gehalt und Boni damals bestbezahlter Banker des Landes, nahm nicht nur familiäre Verpflichtungen wahr - seine Frau Desirée organisiert das alljährliche Hochamt des Dreiviertel-Takts.
Treichl meint, derzeit sei nichts verhängnisvoller, als den Kopf einzuziehen. Im charmanten austroenglischen Kauderwelsch eines vielgereisten Wiener Bankers sagt er: "Mir san completely clean of toxic assets (gänzlich frei von faulen Papieren), des is unser Vorteil. Mir moch'n Privatkundeng'schäft. Mir worn dramatisch weniger deppert als die g'schätzten Kollegen in Deutschland. Und mir woll'n aa kaane Vergleiche mit der Asien-Krise: Mit windigen G'sellen, local tycoons und südchinesischen Drogendealern arbeiten mir net."
Treichl glaubt, mit seiner Bank auch drei bis vier magere Jahre zu überstehen. Weil Kunden in Rumänien und anderswo ernstfallerprobt und nicht leicht zu erschüttern seien. Und weil eine Bank wie die Erste, die in Österreich, Tschechien, Rumänien und der Slowakei zwischen 20 und 30 Prozent aller privaten Einlagen verwalte, schlichtweg nicht kaputtgehen dürfe.
Zwar gebe es in dieser Zeit, wo täglich "50 000 selbsternannte Ökonomieprofessoren ihren Kren dazugeben", viel Aufregung und wenig Gewissheit. Selbst die Analysten in London, bei denen er gerade tagelang um Vertrauen warb, könnten nicht vorhersagen, was auf Österreich noch zukomme, sagt Treichl. Er für seinen Teil aber sei ruhigen Gewissens: "Wir haben alle Desasterszenarien durchgespielt."
RÜDIGER FALKSOHN, WALTER MAYR
* Erste-Bank-Chef Andreas Treichl, Präsidentengattin Margit Fischer, Bundespräsident Heinz Fischer, Opernball-Organisatorin Desirée Treichl-Stürgkh, am 19. Februar.
Von Rüdiger Falksohn und Walter Mayr

DER SPIEGEL 11/2009
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