16.03.2009

POPMinimal ist besser

Versuche, die Wurzeln der elektronischen Tanzmusik unserer Tage in den Avantgarden des 20. Jahrhunderts freizulegen, hat es schon einige gegeben. Der Verdacht der Bildungshuberei ließ sich nie ausräumen - ein untanzbarer Rest bleibt eben immer, wenn Techno zum Kind von Karlheinz Stockhausen erklärt wird. Das Verfahren, das die Berliner DJs und Produzenten Henrik Schwarz, Dixon und das Duo Âme für ihre Doppel-CD "The Grandfather Paradox" gewählt haben, verspricht da mehr: eine Reihe alter Stücke nehmen und sie für eine durchgehende Mix-CD so behandeln, als wären sie neu. Ein Stück des amerikanischen Komponisten Steve Reich fließt da etwa mit Minimal Techno der Gegenwart zusammen. Wenn ein Original zu sperrig ist, bekommt es mit allerlei DJ-Tricks einen geraden Rhythmus verpasst - das ist so respektvoll wie aufregend. Minimalismus klang selten so sexy.
Henrik Schwarz, Âme, Dixon: "The Grandfather Paradox. An Imprudent Journey Through 50 Years of Minimalistic Music" (Barely Breaking Even/Alive).

DER SPIEGEL 12/2009
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