27.04.2009

ENTFÜHRUNGENDeal mit al-Qaida

Im Gegenzug für die Freilassung der deutschen Geisel Marianne P. sowie dreier anderer Gefangener haben malische Behörden offenbar einen lokalen Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida aus dem Gefängnis entlassen und den Entführern Geld gezahlt. Der Deal wurde ohne Beteiligung des Berliner Krisenstabs ausgehandelt. Marianne P. war im Januar im Grenzgebiet zwischen Mali und Niger in Nordwestafrika gemeinsam mit drei weiteren Mitgliedern ihrer Reisegruppe verschleppt worden. Im Februar hatte sich eine regionale Qaida-Filiale zu der Geiselnahme bekannt. Über einen eigenen Kanal hatte auch der Krisenstab im Auswärtigen Amt mit dem Terrornetzwerk über eine Freilassung der 78-Jährigen aus dem hessischen Mühltal verhandelt. Die ehemalige Lehrerin kam Mitte voriger Woche zusammen mit zwei bereits im Dezember verschleppten kanadischen Diplomaten und einer Schweizerin frei. Zwei Geiseln blieben offenbar in der Hand der Terroristen.

DER SPIEGEL 18/2009
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ENTFÜHRUNGEN:
Deal mit al-Qaida

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