04.05.2009

PSYCHOLOGIEYoga als Hirn-Tuning

Meditation wirkt sich positiv auf die Gehirnleistung aus - allerdings kommt es dabei sehr auf die verwendete Methode an. Zu diesem Resultat gelangt eine Forschungsgruppe um die US-Psychologin Maria Kozhevnikov von der George Mason University. In der Studie traten Freiwillige aus einer Kontrollgruppe gegen Vertreter zweier buddhistischer Meditationstechniken an: Bei der "Open Presence"-Meditation wird versucht, einen Zustand der Leere zu erreichen; bei "Deity Yoga" versenkt man sich in die Vorstellung von einer Gottheit. Vor der Meditation schnitten Probanden aller drei Gruppen ähnlich gut ab bei Tests, in denen es um das Wiedererkennen von Bildern und um dreidimensionales Vorstellungsvermögen ging. Beim Bildertest beispielsweise wurde im Schnitt etwa jede dritte Aufgabe auf Anhieb richtig gelöst. Nach einer kurzen Pause, in der entweder ausgeruht oder meditiert werden konnte, gab es dann erstaunlicherweise klare Sieger: Die Götter-Meditierer konnten ihre Treffsicherheit fast verdoppeln. Alle anderen dagegen legten nur leicht zu. Allerdings ließ sich kein Langzeiteffekt feststellen: Das göttliche Hirn-Tuning muss vor jeder Aufgabe erneut aufgefrischt werden.

DER SPIEGEL 19/2009
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