25.05.2009

MACHTDer Schattenmann

Niemand hat so zielstrebig Karriere in der CDU gemacht wie Philipp Mißfelder. Er ist auf dem Weg nach ganz oben, aber dafür muss er sich ständig der Kanzlerin anbiedern. Ein Bericht über den Zustand des Menschen in der Politik. Von Dirk Kurbjuweit
Es ist ein grauer, trüber Tag, als es bei Philipp Mißfelder zu einer Entladung kommt. Der Vorsitzende der Jungen Union besucht die Baustelle für den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven und langweilt sich bald. Ein Rundgang, ein Aussichtsturm, er sieht nur Schlamm und graues Meer.
Mißfelder macht diesen Termin gemeinsam mit Otto Wulff, dem Vorsitzenden der Senioren-Union. Sie flachsen herum, und dann erzählen sie von einer Telefonkonferenz der CDU-Spitze zum Gesundheitsfonds. Sie waren gemeinsam in Friedrichsruh, am Grab Bismarcks, als das Kanzleramt anrief. Angela Merkel fragte ab, wer alles zugeschaltet sei, und vermisste ihre Vertraute Hildegard Müller.
"Hildegard?", fragt Mißfelder am Jade-Weser-Port mit einer hohen, kieksigen Stimme, die die Stimme Merkels sein soll.
Von der Nordsee drückt der Wind, und plötzlich lachen die beiden, der Alte und der Junge. Sie lachen sich in einen Rausch hinein.
"Hildegard? Hildegard?", kräht Wulff.
"Hildegard? Hildegard?", kräht Mißfelder.
Tränen. Sie kringeln, krümmen sich, prusten, glucksen. Nichts kann sie so amüsieren wie eine hilflos suchende Kanzlerin. Sie werden zu einer lachenden Einheit, die Gesichter alterslos in der fröhlichen Verzerrung. Sie sind frei in diesem Moment, frei von der Anpassung, die das politische System von ihnen verlangt, frei von der Unterwerfung, frei von den vielen Demütigungen durch Angela Merkel, frei von der Scham, die sie deshalb manchmal empfinden.
Das Lachen verebbt, sie kehren zurück in ihr Alter, ihr Leben, ihre Rollen. Bald sitzt Mißfelder wieder im Auto, aus dem Radio tönt Merkels echte Stimme, ihre Ansprache vor den Mitarbeitern von Opel wird live übertragen. Er hat mit seinen Handys zu tun.
Es geht jetzt um Philipp Mißfelder, es geht um den Zustand des Menschen in der Politik. Bislang hat Mißfelder sich besonders gut im politischen System zurechtgefunden. Niemand hat so schnell Karriere in der CDU gemacht wie er. Mißfelder ist Vorsitzender der Jungen Union, er sitzt im Bundestag und im Präsidium der CDU, dem obersten Machtzirkel der Partei. Er wird oft mit Helmut Kohl verglichen. Mißfelder könnte eines Tages Bundeskanzler sein, sagen die einen. Andere lachen darüber.
Oft sieht man ihn quer über den Pariser Platz gehen. Er kommt vom Reichstag und schlendert zu seinem Büro. Bei schlechtem Wetter trägt er einen schwarzen Mantel, einen Regenschirm und eine braune Aktentasche. Er geht mit langen, trägen Schritten, sein Kopf ist gebeugt. Aus der Ferne könnte man ihn für einen alten Mann halten.
Er ist 29 Jahre alt und hat 16 Jahre Politik auf dem Buckel. Was macht das mit einem Menschen?
Philipp Mißfelder hat in den vergangenen zwei Jahren bei einem Dutzend Treffen weitgehend ungeschützt über sich und seine Rolle geredet. Das ist selten in der Politik, wo nichts so behütet wird wie das eigene Wort. Deshalb ist dies auch eine Geschichte über Worte, wie sie geschluckt und frisiert werden, wie sie Karrieren dienen und Karrieren schaden. Es ist eine Geschichte über Anpassung und Auflehnung, denn dies ist der große innere Kampf des Philipp Mißfelder. Und es ist eine Geschichte über sein Verhältnis zu Angela Merkel, deren Schattenmann er ist, die er unablässig beobachtet und belauert, die ihn glücklich und traurig machen kann. Philipp Mißfelders Geschichte ist eine Geschichte über den Extremberuf Politiker.
18. Dezember 2007, Abendessen im Restaurant "Die Eselin von A." in Berlin. Mißfelder ist dünn geworden, wiegt 98 Kilogramm statt 110. Das Kohlsche, diese fast bedrohliche Massigkeit, ist aus seinem Gesicht verschwunden. Dick wirkte er alt, dünn wirkt er bübchenhaft und naseweis. Er ist ein Typ, der in seinem eigenen Alter nicht ankommen kann.
Schmale Augen, große Ohren, kurzes Haar, ordentlich, glatt, nur ein bisschen Gekräusel über der Stirn. Er ist freundlich, umgänglich, lacht viel, spottet gern, auch über sich selbst. Er ist wie ein König, der mit seinem Narren verwachsen ist.
Ob er dereinst Bundeskanzler sein wird? "Vom Legoland", sagt Mißfelder, "Machtergreifung im Legoland." Er grinst, aber wie so oft bei ihm ist dies ein Grinsen, das irgendwie steckenbleibt, sich nicht rundet, sondern unvermittelt in eine harte, lauernde Miene übergeht.
Er verzichtet auf eine Vorspeise und isst Fisch als Hauptgang. Ein Glas Wein, mehr nicht. Das politische Leben mache dick, sagt er, "überall 'ne Wurst, überall ein Bier, in Niedersachsen überall auch einen Schnaps", er will das nicht mehr mitmachen.
Ihm ist langweilig. Merkel macht sozialdemokratische Reformen mit der SPD, Mindestlöhne, verlängertes Arbeitslosengeld I, und die Union hält zähneknirschend still. Fraktionschef Volker Kauder schwört seine Leute auf totale Loyalität ein, und Mißfelder ärgert sich über dessen liebedienerische Art. Angela, wir danken dir, dass du so oft bei uns bist, habe Kauder in der Fraktion gesagt. "Ich spüre keine besondere Dankbarkeit", sagt Mißfelder.
Dann die Weihnachtsfeier, "O du fröhliche" hätten Merkel und Kauder angestimmt. "Alle haben mitgesungen", sagt Mißfelder verächtlich, als hätte Schweigen der Beginn einer Rebellion sein können.
Hat er auch gesungen? "Klar", sagt er.
Für ihn ist das ein besonderes Problem. Die Junge Union war begeistert von Merkels Leipziger Reformthesen, die nun nicht mehr gelten. Niemand erwartet einen offenen Aufstand vom Vorsitzenden der Jungen Union, aber gemäßigte Aufmüpfigkeit wäre schon willkommen. Mißfelder hat das so gelöst, dass er gegen Merkels verkorkste Gesundheitsreform gestimmt hat, sich jedoch sonst still verhält, kein Lob, aber auch keine Kritik.
Die "Bild"-Zeitung habe ihn angerufen, sie brauchten was Reißerisches. Hat er nicht gemacht. Mißfelder weiß, dass gesagt wird, die Junge Union sei zahmer geworden unter ihm. "Es stimmt ja auch", sagt er. "Soll ich mir die Zugänge versperren?"
Er hat es schon schwer genug mit der Parteivorsitzenden und Bundeskanzlerin. "Es kann sein, dass sie wortlos an mir vorbeirauscht", sagt Mißfelder. Es gab lange keinen Termin mehr bei Merkel, und er würde sich so gern mit ihr hinsetzen und reden. Über was? "Über die Einschätzung von Leuten", sagt er. "Sie erzählt mir, was sie von jemandem denkt, ich erzähle ihr, was ich denke." Dies ist Mißfelders Vorstellung von einem guten politischen Gespräch.
Ein halbes Jahr später sitzt er in einem Mini und fährt von Recklinghausen nach Waltrop, als ihn die Nachricht erreicht, dass das ZDF gern ein paar Sätze zur Pendlerpauschale hätte. Es ist zu dieser Zeit ein umstrittenes Thema, die CSU will, dass sie wieder eingeführt wird, Merkel will das erst einmal nicht. Mißfelder will ins Fernsehen, aber er will sich mit niemandem anlegen.
Was jetzt passiert, ist ein Beispiel zeitgemäßer politischer Kommunikation. Der Mini rauscht über die Landstraße, während Mißfelder über das Headset eines seiner Handys mit der Geschäftsstelle der Jungen Union in Berlin telefoniert. Er lässt sich über den aktuellen Stand der Debatte unterrichten. "Was hat die Kanzlerin gesagt?", fragt er. Das zweite Handy hält er in der rechten Hand und checkt die Nachrichten der Agenturen. Er fährt 120 km/h, weil er die fünf Minuten rausholen muss für das ZDF-Team, das schon am Zielort wartet. Weil er nur mit links lenkt, schlingert der Mini über die Landstraße. Sichere Worte sind ihm jetzt wichtiger als sichere Leben.
Es geht gut. Mißfelder sagt dem ZDF unter dem sonnigen Himmel von Waltrop Sätze, die so abgeklopft, abgezirkelt, abgewogen sind, dass sich niemand darüber aufregen kann, außer vielleicht der eine oder andere Zuschauer, dem seine Lebenszeit viel bedeutet und der nicht eine halbe Minute lang das absolute Nichts hören will.
Er hat noch ein drittes Handy. Wenn er gefahren wird, hantiert er mit allen dreien. Er kommuniziert über Telefon, SMS, Twitter, E-Mail, Facebook, studiVZ et cetera. Es ist gerade eine neue Stufe erreicht im Strukturwandel der Öffentlichkeit. Mißfelder kommuniziert praktisch pausenlos, er nimmt Informationen über die Worte anderer fast in Echtzeit auf und gibt seine Worte zu den Ereignissen in kurzer Frist weiter.
Die Folge ist, dass Zeit in der Politik kaum noch als Strecke wahrgenommen wird, sondern nur noch als Reihung von Momenten. Sobald Mißfelders Handy vibriert, hat er eine neue Lage, auf die er reagieren muss. Da das Handy ständig vibriert, fehlt die Zeit zur Besinnung, zum Nachdenken, Politik wird zum Minutenereignis. So etwas wie eine Linie wird undenkbar. Aber es ist nicht so, dass Mißfelder dies vermissen würde.
Nachdem er dem ZDF seine nichtssagenden Sätze gesagt hat, geht er über die Straße in das Gasthaus "Kranefoer", wo er die Festrede hält zum Jubiläum des 20-jährigen Bestehens der Senioren-Union Waltrop. Dort sitzen die Grauen, mümmeln Schwarzwälder Kirschtorte, trinken Filterkaffee und sind froh über die verrinnenden Stunden. Sie starren ihn an wie einen Henker, der nun selbst vor Gericht erschienen ist.
Mißfelder reist seit Jahren von Altentreffen zu Altentreffen, um gegen ein Wort anzukämpfen, ein eigenes Wort. "Ich bin der mit der Hüfte", eröffnet er manchmal seinen Vortrag. Prothesenlachen, Grienen. Am 3. August 2003 erschien der Berliner "Tagesspiegel" mit einem Interview, in dem Mißfelder sagt, dass es nicht nachvollziehbar sei, "wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen". Früher seien "die Leute auch auf Krücken gelaufen".
Es sind die Worte seines Lebens. Damit ist er da, Deutschland nimmt wahr, dass es einen Mann namens Philipp Mißfelder gibt. Ihm wird deshalb gern Kalkül unterstellt. Er selbst sagt, dass er den Satz lieber nicht gesagt hätte, auch wenn er wahr sei. Es gab Morddrohungen, die Altenrepublik blies zur Attacke auf Mißfelder, ausgerechnet der wachsende Teil der Wählerschaft, die Macht von morgen. Er hat sich entschuldigt.
Aber das reicht ihm nicht. Seit sechs Jahren sitzt er auf den Podien, schaut auf die langen Reihen mit Schwarzwälder Kirsch, schaut auf die Kaffeekännchen, und dann steht er auf, knöpft sein Sakko zu und sagt, dass er sich mit seinen Großeltern immer besser verstanden habe als mit seinen Eltern.
Nach seiner Rede hört er bei der Fragerunde das große Altenlied über die Jungen, die weder ordentlich arbeiten wollten noch ordentlich vögeln, sonst gebe es ja mehr Kinder, er hört von den Sorgen um Kuranträge und den Entzug von Führerscheinen bei Sehschwäche.
Meist ist auch Otto Wulff dabei, der Vorsitzende der Senioren-Union, mit dem er sich verbündet hat, ein mächtiger Feind weniger, und Otto Wulff redet immer so leidenschaftlich und emphatisch, dass Mißfelder in seiner Trägheit wirkt wie der eigentlich Alte, und damit niemand einen Scherz darüber macht, macht er ihn selbst: "Eigentlich müsste der Otto Wulff ja Vorsitzender der Jungen Union sein", sagt er vor den Senioren in Langen.
Es geht ihm nicht gut nach diesen Terminen. "Warum fragt nie einer nach der Wirtschaftskrise?", fragt er nach einem Auftritt vor den Alten von Aschendorf-Hümmling. "Immer nur Kuranträge und Führerscheine." Es ist, als lebten die Alten auf einem eigenen Planeten, den Mißfelder als ewiger Raumschiffpilot Major Tom in persönlichen Friedensmissionen anfliegt, damit sie ihn leben lassen.
Als die Große Koalition vor einem Jahr den demografischen Faktor der Rentenformel außer Kraft setzte, um den Alten etwas Gutes zu tun, wäre dies seine Stunde gewesen. Als Chef der Jungen Union hätte er sagen müssen, dass dies ein übler Deal zu Lasten der Jungen sei. Aber es gab kein Funksignal, drei tote Handys. Philipp Mißfelder saß stumm in seiner Raumkapsel und flog seinen fatalen Worten von 2003 nach. Heute die Alten von Waltrop, morgen die Alten von Münster.
Jens Spahn, ein junger Abgeordneter der CDU im Bundestag, hat stattdessen den Protest gegen die geänderte Rentenformel gewagt. Nun bekam er die Morddrohungen.
27. November 2008, Café "Einstein" in Berlin. Mißfelder isst zum Frühstück einen Schinken-Käse-Toast mit Ketchup. Bald ist Parteitag der CDU, und er ist für einen Sitz im Präsidium vorgeschlagen, gegen den Willen von Angela Merkel. Aber Jürgen Rüttgers, der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, der gern das tut, was Merkel nicht passt, hat ihn durchgesetzt, mit Hilfe der Senioren-Union. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht, Mißfelder fürchtet aber ein schlechtes Ergebnis. Er ist nervös und verzieht sein Gesicht zu Masken der Bedenklichkeit.
Beim Rausgehen sieht er Claus Strunz, den Chefredakteur vom "Hamburger Abendblatt", an einem Tisch sitzen. "Der hat gerade ein Interview mit mir nicht gedruckt", sagt Mißfelder. "Es stand auch nichts drin." Er lacht. Nichts drin, heißt im Medienbetrieb: keine Kritik an der Kanzlerin, sondern Lob.
Er denkt, dass seine Wahlchancen besser sind, wenn er als kanzlertreu dasteht. Also lobt er jetzt Merkel, wo er nur kann.
Und wie fühlt er sich damit?
"Wie ein Clown", ruft er auf der Straße vor dem Einstein. "Wie der Pofalla." Er lacht ein fürchterliches Lachen und sieht dabei kein bisschen belustigt aus. Ronald Pofalla ist Generalsekretär der CDU und damit zum unermüdlichen Loben der Kanzlerin verdammt.
22. Januar 2009, wieder das Café Einstein, wieder ein Schinken-Käse-Toast mit Ketchup. Es geht ihm gut, sehr gut. Vorgestern hatte er einen Termin bei der Kanzlerin. Weil er im Präsidium ist, braucht sie ihn jetzt mehr als vorher. Sie hat mit Mißfelder das gemacht, was er so sehr ersehnt hat: Sie hat mit ihm über die Einschätzung von Leuten geredet, vor allem von Journalisten, auch vom SPIEGEL, wie er genüsslich erzählt. Mißfelder ist jetzt loderndes Glück.
"Mein Merkel-Bild ist positiver geworden", sagt er. "Ich finde die Art und Weise, wie sie das macht, sehr respektabel." Das ist ein kleiner, mieser Politikersatz, wie man ihn oft hört von Leuten, die sich nichts verderben wollen, und Mißfelder sagt ihn ohne sein Grinsen, ohne sein Lachen, als glaubte er das so.
Aber es gibt kein stabiles Glück in der Politik. Als der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Ludwig Georg Braun, verabschiedet wird, steht Philipp Mißfelder im Foyer und schaut, wer so kommt. Eigentlich will er eher gesehen werden. Er hat noch einen Termin, aber wenn er jetzt hier steht, registriert jeder, dass Philipp Mißfelder da war. Es ist nicht ganz unwichtig für ihn, sich mit Wirtschaftskreisen gutzustellen.
Gleich kommt Merkel, und Mißfelders Kalkül geht jetzt so: Wenn sie ihn freudig begrüßt, steigt sein Ansehen in der CDU. Wenn sie wieder an ihm vorbeirauscht, ist er blamiert. Merkel ist unberechenbar, und deshalb geht er lieber zu seinem Platz in der letzten Reihe im Saal.
Die Bundeskanzlerin kommt herein, und alle stehen auf und klatschen, auch Mißfelder. "Gucken Sie, ich klatsche", sagt er. Mißfelder spielt jetzt Angepasstheit als Zeichen von Unangepasstheit.
"Mißfelder klatscht frenetisch", sagt Mißfelder. Seine Hände schlagen lahm gegeneinander, fast lautlos. Nach fünf Minuten verlässt er den Saal. Es war ein mittelmäßiger Termin für ihn: von einflussreichen Leuten gesehen worden, aber keine Merkel-Punkte gesammelt.
Philipp Mißfelder ist in Bochum-Wattenscheid aufgewachsen, sein Vater war Stahlfacharbeiter. Politik hat ihn fasziniert, als er begriff, dass da jemand war, der den Weg zur deutschen Einheit gestaltet hat: Helmut Kohl. Er trat in die Schüler Union ein und war bald deren Bundesvorsit-zender. Er studierte Geschichte, aber sein Leben war getaktet von Wahlkämpfen, für den nächsten eigenen Posten, für Kohl, für Merkel. Er las nichts lieber als politische Biografien. Er ist verheiratet und wird bald Vater. Seinem Kind wird er womöglich keine anderen Erfahrungen vermitteln können als die eines totalpolitischen Lebens.
Wenn man ihn fragt, wie er so schnell Karriere machen konnte, sagt er nur ein Wort: "Fleiß." Ähnlich wie Kohl beackert er seine Organisation unermüdlich. In einer C-Klasse von Mercedes spult er jährlich Zehntausende Kilometer ab. Es fährt meist sein Mitarbeiter von der Geschäftsstelle der Jungen Union, Tempo 180. Schwere Rasierwasser mischen sich zu einem betäubenden Äther, Mißfelder schreibt SMS, liest Nachrichten. An den Zielorten treffen sie auf adrette Mädels und alerte Bürschchen, von denen viele wirken, als seien sie direkt in die Arriviertheit hineingeboren. Wenn sich das Röten der Ohren beim Reden legt, haben sie alle Möglichkeiten. Mißfelder muss sie manchmal ermahnen, ihn nicht zu siezen, weil doch das Du verabredet wurde in der Jungen Union, und ärgerlich ist natürlich auch, dass er regelmäßig mit seinem Assistenten verwechselt wird.
"Ich gehe gern auf Parteiveranstaltungen", sagt Mißfelder. Aber dahinter steht nicht der Wunsch, dass irgendetwas besser werden muss in Deutschland oder der Welt. Mißfelder hat bei einem Dutzend Gesprächen für diese Geschichte nicht einmal eine inhaltliche Frage angesprochen. Er war immer schnell bei der Einschätzung von Leuten, lästerte über Pofalla, arbeitete sich an der Kanzlerin ab. "Ich habe kein Programm, keine Visionen", hat er einmal gesagt. Ein andermal: "Ich habe nie gesagt, dass ich die Welt verbessern will." Vor den Rentnern in Langen: "Ich schließe nicht aus, dass sich irgendwann mein Aufgabenspektrum deutlich erweitert." Bei einem Abendessen: "Ich bin Machtpolitiker."
Es gibt wohl keinen Politiker, der sich so schamlos zu seiner Inhaltsleere und seinen Machtträumen bekennt wie Philipp Mißfelder. Er ist Spezialist für Kommunikation, für nichts anderes. Inhalte sind seiner Ansicht nach für hinterbänklerische Spezialisten, für Beamte. Diese Arbeitsteilung gibt es schon länger, in Mißfelder findet sie ihre Zuspitzung.
Die Leere des Menschen könnte bald zu einer Voraussetzung für den Erfolg in der Politik werden. Wer viel weiß, neigt zu Überzeugungen, zu Festlegungen, zu Worten mit Anspruch auf Gültigkeit. Der Machtpolitiker jedoch braucht undeutliche Worte, Worte, die er abschütteln kann, sonst muss er ihnen ständig nacharbeiten wie Mißfelder dem Wort "Hüfte" oder Merkel ihren Leipziger Worten.
Eine weitere Eigenart von Mißfelder ist, dass er Machtpolitiker ohne Machtaura ist. Wenn er am Zielort aus dem Mercedes steigt, gerät sein Auftritt zumeist recht wattig. Er bewegt sich schwerfällig in die Empfangsgruppe hinein, spricht leise und zunächst wenig. Später dominiert er dann, aber er muss das nicht jederzeit, und das ist sein strategischer Vorteil. Er kann sich, anders als die meisten Spitzenpolitiker, zurücknehmen und weiß, dass es ein Vorteil sein kann, wenn nicht er redet, sondern andere. Weil er dann etwas erfährt, das ihm nützt. Er ist Aufsauger, nicht Präger. Er sammelt Informationen und betreibt damit den Maschinenraum seiner Machtwünsche.
12. März 2009, Restaurant "Horvath" in Berlin. Mißfelder hat Hunger, er stürzt sich auf den Brotkorb und bestreicht seine Beute dick mit Butter. Gestern hat er Helmut Kohl in Oggersheim besucht. Duzen sie sich eigentlich? "Um Gottes willen, ich duze doch nicht den Kanzler der deutschen Einheit."
Er hat seine ersten Sitzungen im Präsidium der CDU hinter sich und ist gleich zum Bauern geworden bei Merkels Machtschach. Sie hat, unter dem Druck der SPD, die Runde gefragt, ob man sich eine Abwrackprämie für Autos vorstellen könne. Fraktionschef Volker Kauder sagt, das würden die Abgeordneten nicht mitmachen. Fragen wir doch mal Herrn Mißfelder, sagt Merkel, der ist ja auch in der Fraktion. Was werden die Abgeordneten machen? Am Ende werden sie dafür stimmen, sagt treuherzig Philipp Mißfelder. Merkel grinst Kauder an. So, so.
Das war nicht sehr brüderlich, zischt Kauder beim Hinausgehen Mißfelder zu. Die Abwrackprämie geht problemlos durch die Fraktion.
"Ich habe das nicht sofort kapiert", sagt er, "aber ich lerne daraus." Er redet nicht viel im Präsidium. Was er sieht und hört, ist ein großes Ringen um Worte. Merkel will bei den westdeutschen Ministerpräsidenten der Union, deren Stichelneigung sie kennt, Festlegungen auf Positionen, ohne sich selbst frühzeitig auf eine eigene Position festzulegen. Sie fragt die Herren einzeln ab, die Herren winden sich, und jeder verschickt unzählige SMS, um seine Deutung der Ereignisse rasch in die Medien zu speisen.
Mißfelder saugt. Er nimmt jede Geste der Kanzlerin wahr, jedes Lächeln, jedes Zeichen von Unmut, jeden Griff zum Handy, und er sucht nach Deutungen für jedes ihrer Worte. So saugt er Kanzlerkompetenz auf.
Er hat auch Widerspruch getestet. Bei einer Diskussion über Opel gab er zu erkennen, dass er sich Staatshilfen vorstellen könne. Merkel ist da skeptisch. Nach der Sitzung treffen sie sich zufällig im Aufzug. Mißfelder erzählt die Begegnung so:
Hallo, Herr Opel, sagt die Bundeskanzlerin.
Mißfelder grinst.
Aber dann mit Ordnungspolitik kommen, sagt Merkel.
Das stimmt nicht, das habe ich nie gemacht, sagt Mißfelder. Merkel winkt ab, der Aufzug hält, sie steigt aus. Er hat ihr schon schlechte Ordnungspolitik vorgeworfen, sie weiß das.
"Wir werden keine Freunde, das ist so", sagt Mißfelder im Horvath. Sie hat ihn nicht mehr ins Kanzleramt eingeladen, keine Gespräche, keine Einschätzungen von Leuten. "Es wird von mir erwartet, dass ich nicht querschlage", sagt er, "aber ich werde nicht eingebunden."
Irgendwie hat er erfahren, dass er nicht damit rechnen kann, nach der Wahl Bundesminister zu werden. "Das ist nicht drin", sagt er und gibt sich den Anschein, als mache ihm das nichts aus. Er sei ja noch jung, könne vier weitere Jahre warten. Er hofft aber, dass er sich aussuchen kann, in welchen Parlamentsausschuss er geht. In welchen will er? "Das hängt davon ab, welches Ministerium schwach besetzt wird, wo ich mich mehr profilieren kann als der Amtsinhaber." Das ist sein Plan: schauen, wer schwach ist, den dann triezen, in seiner Schwäche entlarven, um ihn nach vier Jahren ablösen zu können. Es gibt nettere Pläne. Aber Mißfelder dürfte nicht der Einzige sein, der mit einem solchen Kalkül durch das Berliner Regierungsviertel läuft.
Doch er ist der Einzige, der offen darüber redet. Das ist das Seltsame an Philipp Mißfelder. Er ist den ganzen Tag damit befasst, die richtigen Worte für seine Karriere zu suchen, aber er neigt auch zur Anarchie gegen die eigenen Ambitionen und plaudert haltlos daher.
Es ist wieder passiert. Er hat sich wieder Morddrohungen eingefangen. In Haltern hat er Mitte Februar bei einer Veranstaltung gesagt, höhere Hartz-IV-Bezüge für Kinder seien "ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie". Sofort setzte sich die Medienmaschine in Gang, es wurden alle Leute angerufen, die sich über diese Aussage empören können. Ein Fernsehreporter der "Aktuellen Stunde" des WDR lauerte Mißfelder bei einer Karnevalsparty in Recklinghausen auf und machte einen kleinen Film daraus.
Er ist als Micky Maus verkleidet, er hat gewaltige schwarze Ohren und eine schwarze Nase und einen aufgemalten Schnurrbart, er trägt rote Hosenträger und eine silberne Fliege am Hals. Er sieht aus wie eine Micky Maus, in die viel Luft gepumpt wurde, damit sie als Werbeballon über einem Disneyland schweben kann. Er will nichts sagen. Keine Worte nach den starken Worten.
Die Frage ist, ob er bald im Raumschiff sitzt, um den Planeten Hartz IV anzufliegen, aber es kommt nicht so. Die Empörung verebbt, die Hartz-IV-Lobby ist nicht so kraftvoll wie die Renterlobby. Und als Wählergruppe sind die Gestrandeten ohnehin nicht erreichbar für Philipp Mißfelder. Er kann es sich leisten, diese Worte so stehenzulassen.
30. März 2009, Restaurant "Trio" in Bremerhaven. Mißfelder ist schwermütig. Politik ist gerade ein herzloses Geschäft für ihn. Er sagt: "'Wir machen dann mal was zusammen, dann bringen Sie Ihre Frau mit': Wie oft habe ich das von einem Spitzenpolitiker gehört, aber nie gab es eine Einladung." Er lacht. Er sagt: "Ich soll die Junge Union ruhighalten, aber es gibt keinen Dank dafür. Frau Merkel hält das für eine Selbstverständlichkeit. Nie würde sie zu mir sagen, Herr Mißfelder, das haben Sie gut gemacht."
Es sagt auch etwas über die Bundeskanzlerin, dass sie es nicht geschafft hat, diesen sehnsüchtigen Menschen für sich zu gewinnen. Sie hat nicht viele, die unbedingt zu ihr halten. Mit ihm wäre es so leicht gewesen, er wartet nur darauf. Aber sie hat seit Wochen nicht mit ihm geredet, und jetzt sitzt er hinter einem Glas schweren Rotweins und denkt zurück an den Tag, als er bei ihr im Kanzleramt saß und sie Einschätzungen von Leuten ausgetauscht haben. Für ihn sah das nach Nähe aus. Er winkt ab. "Ist doch alles Theater", sagt er maunzig.
"Die Aufmerksamkeit der Spitzenpolitiker ist unsere Währung", sagt Mißfelder und erzählt, wie die Sekunden und Minuten, die Merkel einem Politiker widmet, gezählt und bewertet würden. Er nennt das "Hofschranzentum", meint aber nicht sich damit. Am Ende des Abends, nach einem Grappa, sagt er, dass er einen Termin bei Merkel nicht mehr wolle. "Was soll ich eine Stunde lang mit ihr besprechen?"
4. Mai, Restaurant "Maxwell" in Berlin. Er bestellt sofort ein Bier, "manche Probleme kann man nur mit Alkohol lösen", sagt er. Vorspeise, Hauptspeise, dazu zwei Flaschen Wein. Er ist wieder füllig geworden, da ist wieder Helmut Kohl in seinem Gesicht, 107 Kilogramm.
Heute hat er ein paar Anrufe von Journalisten abgewimmelt, sie wollten was Reißerisches gegen die Kanzlerin, aber er hat nichts gesagt. "Wahlkampf", sagt er, "wir sind ja jetzt Freunde, bis zur Wahl." Er hat mit Merkel reden können, ein paar Minuten am Rande von Sitzungen. Es sind nur ein paar Groschen der Aufmerksamkeitswährung in seinen Hut geklimpert, aber er kann eine Weile davon zehren.
Er lästert über "Querschläger", die nicht verstünden, dass es im Wahlkampf um Geschlossenheit gehe. Einer ist wieder Jens Spahn, der sich öffentlich darüber geärgert hat, dass es eine neue Rentenregel geben soll: nie mehr sinkende Renten. Der stellvertretende Vorsitzende der Senioren-Union, Leonhard Kuckart, hat daraufhin gesagt, er hoffe, dass die CDU Spahn "ungespitzt in den Boden rammt". Kein Wort dazu aus Mißfelders Raumkapsel. Das heißt, die Kanzlerin hat ihn auf einer Vorstandssitzung gefragt, ob er etwas gegen die neue Rentenregel unternehmen werde. Klares Nein. So erzählt er es fröhlich im Maxwell.
Jens Spahn traut sich aber was, Herr Mißfelder.
"Und fliegen ihm die Herzen zu?"
Nein, aber ...
"Fragen Sie mal Kauder und Merkel, wie die das finden."
Mißfelder ist gerade im Modus der Totalanpassung, und vor zwei Wochen gab es bei einer Fraktionssitzung die passende Szene dazu. Es ging um Biodiesel, und 30, 40 Abgeordnete wollten der Kanzlerin nicht folgen, dicke Luft. Gegen 17 Uhr, kurz vor der Abstimmung, steht Mißfelder auf, um rauszugehen.
Wo wollen Sie hin?, fragt Merkel.
Ich habe einen Termin.
Setzen Sie sich hin.
Sie zeigt mit dem Finger auf seinen Platz. Sie braucht seine Stimme bei der Abstimmung, und sie bekommt seine Stimme. Danach bedeutet sie ihm mit dem Finger, dass er gehen kann. Er geht.
Er bestellt ein Schokotörtchen mit Erdbeeren und Pfeffer und einen Schnaps. "Ich hatte gar keinen Termin", sagt er grinsend, als könne ihm das einen Rest von Ehre retten. Ein paar Leute aus der Jungen Union haben ihm gesagt, er könne sich das nicht bieten lassen, aber die wissen nicht, was er sich so denkt. Er hat sich so oft in die Bundeskanzlerin reingedacht, dass er sie gut verstehen kann. Wenn es um Merkel gegen Mißfelder geht, kann es Mißfelder passieren, dass er auf Seiten Merkels steht.
Der Zustand des Menschen in der Politik? Bei einem der Gespräche ist Mißfelder in einer Stimmung, als könnte er das alles nicht mehr aushalten. Er sagt: "Alle denken, ich bin wie Roland Koch, aber ich bin nicht so. Alle denken, ich hätte dessen Stehkräfte, aber das stimmt nicht."
Für eine halbe Stunde wirkt es, als wäre er überfordert von diesem großen Tanz auf einer Wanderdüne, die von einer Luftspiegelung zur nächsten rieselt, wo es keinen Halt gibt, keine Stabilität, wo kein Wort das meint, was es sagt. Er duckt sich über seinen Teller, sein Hals ist verschwunden, Philipp Mißfelder kann sehr klein wirken.
Er sagt, dass er gern ein Intellektueller wäre, ein Schriftsteller. Ein Liebesroman, ach, das könnte ihn glücklich machen. "Aber mir fällt nur die eine oder andere gute Redewendung ein."
Es ist da schon zu viel. Er steckt schon in der nächsten Inszenierung drin, und logischerweise wird ihm die bald langweilig, und er lästert ein bisschen über Pofalla, zum Warmwerden. Seine Welt hat ihn wieder.
Nicht alle in dieser Welt sind wie Philipp Mißfelder. Aber in allen steckt etwas von ihm. Es ist die Zuspitzung, die Verdichtung des politischen Systems.
Eines Tages im Herbst 2008 bekommt er eine SMS von Merkel. Die Junge Union soll für sie und den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy eine Kundgebung auf dem Potsdamer Platz veranstalten. Er organisiert das, und am 10. Mai steht er hinter dem Sony Center und wartet auf Merkel. Er ist jetzt zu jeder Heuchelei bereit.
Sie kommt, großes Lächeln, fester Händedruck, kleine Plauderei. Dann trifft Sarkozy ein, und sofort hat Merkel nur noch Augen für ihn. Sie vergisst, dass Mißfelder auch auf das Foto gehört, als Gastgeber. Erst später bekommt er einen Platz am Rand. Er lächelt, als könnte er zufriedener nicht sein.
Beim Gang zur Bühne wird er bald abgedrängt, und Merkel fällt es nicht ein, auf ihn zu warten. Er drängelt, kämpft, bis er wieder hinter ihr ist. Er ist viel größer als Merkel und Sarkozy und könnte der Leibwächter sein, wenn er nicht so unermüdlich lächeln würde. Leibwächter tun das nicht.
Dann redet Mißfelder. "Während andere noch über das Programm diskutieren", mache die Junge Union schon Wahlkampf für die Bundeskanzlerin. Es ist der Gipfel der Anbiederung: andere angeschwärzt, sich selbst zum Muster an Folgsamkeit erklärt. Merkel redet, Mißfelder klatscht frenetisch.
Am Tag danach taucht er auf einem kleinen Fest in Berlin auf. "Die Kanzlerin hat mich heute im Präsidium gelobt", sagt er sofort, "sie hat mich richtig viel gelobt. Wie gut wir das organisiert haben, wie toll das alles geklappt hat."
Er strahlt wie ein Mond in wolkenloser Nacht, es geht ihm gerade sehr gut mit seinem Beruf.
Von Dirk Kurbjuweit

DER SPIEGEL 22/2009
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