10.08.2009

PRESSEFREIHEIT

Sportreporter im Visier

Mit ihrem Boykott der Leichtathletik-Weltmeisterschaft wegen der umfassenden Sicherheitsüberprüfung von Journalisten hat die "taz" eine Diskussion über die Pressefreiheit provoziert. Oppositionspolitiker empören sich über die Überprüfung der Sportreporter durch Polizei, Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst. Der grüne Innenexperte Hans-Christian Ströbele hält die Kontrollen bei den am 15. August in Berlin beginnenden Wettkämpfen für ein "absurdes Ausufern des Sicherheitswahns". Sein SPD-Bundestagskollege Sebastian Edathy hingegen findet die Überprüfungen "bei einem derart prominenten Ereignis im Vorfeld der Bundestagswahl nicht abwegig". Auch Sicherheitspolitiker der CDU halten die Routineanfragen für angemessen. Während Petra Pau von der Linksfraktion eine Ausweitung des Geheimdienst-Checks auf die rund 500 000 Zuschauer sowie auf die Athleten für konsequent hielte, meint der FDP-Bundestagsabgeordnete Max Stadler: "Man kann alles mit typisch deutscher Gründlichkeit übertreiben." Der Liberale plädiert im "sensiblen Bereich der Pressefreiheit" für ein "Grundvertrauen gegenüber Journalisten".


DER SPIEGEL 33/2009
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