24.08.2009

PRESSERECHTMosley gegen „taz“

Max Mosley, Präsident des Formal-1-Weltverbands Fia, kämpft weiter gegen die deutsche Presse. Zwar hat er sich jüngst mit dem Axel-Springer-Verlag geeinigt. Nun aber liegt er noch mit der Hamburger Wochenzeitung "Zeit" und der Berliner "tageszeitung" im juristischen Clinch, wobei Letztere nicht klein beigeben will. Vor dem Hamburger Landgericht verklagte Mosleys Anwältin Tanja Irion das Blatt auf Unterlassung, weil in einem Text in der Zeitung sowie in drei Blog-Beiträgen auf taz.de eine Sadomaso-Party des Funktionärs fälschlicherweise als Nazi-Rollenspiel beschrieben wurde. Bei der "taz" will man nicht nachgeben, zumal die Klage sich auch auf "eindeutige Meinungsäußerungen" beziehe, wie etwa den Satz "Nazis und Autos, das passte doch schon immer zusammen", so "taz"-Justitiar Peter Scheibe. Mosley-Anwältin Irion glaubt, dass man sich noch verständigen werde: "Nachdem wir uns mit Springer geeinigt haben, dürfte das eigentlich kein Problem sein."

DER SPIEGEL 35/2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


DER SPIEGEL 35/2009
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

PRESSERECHT:
Mosley gegen „taz“

  • Unglück in Kirgisien: Deutscher Tourist filmt Hubschrauberabsturz an Bord
  • Mays Auftritt beim EU-Gipfel: "Es kam zu tragikomischen Szenen"
  • Wolkenformation: Ein Mädchen am Horizont
  • Rassistische Beleidigungen bei Länderspiel: Zuschauer postet emotionalen Appell