26.09.2009

Muammar al-Gaddafi

Muammar al-Gaddafi , 67, libyscher Staatschef, der mit seinem Hang zu traditioneller Wohnkultur auf Reisen immer wieder seine Gastgeber in Verlegenheit bringt, hat Immobilienmogul Donald Trump schlechte Presse beschert. Der soll nämlich als Gaddafis Vermieter für ein Anwesen in Bedford, gut 70 Kilometer von Manhattan entfernt, tätig geworden sein - und damit dem Politiker einen Platz für sein bei Auslandsbesuchen obligatorisches Beduinenzelt organisiert haben. Dies führte in der noblen Nachbarschaft, aber auch bei anderen Amerikanern angesichts des Besuchers und seines undemokratischen Rufs zu Irritationen. Anlass für seinen USA-Aufenthalt war die Uno-Vollversammlung vergangene Woche in New York, wo Gaddafi eine wirre, wütende Rede hielt und abschließend die Uno-Charta von sich schleuderte. Schon im Vorfeld war es zu Schwierigkeiten gekommen: Die Behörden verweigerten eine Genehmigung für den Aufbau des Gaddafi-Zeltes im Central Park. Trumps Rolle beim Finden einer Heimstatt für die mobile Repräsentationsstätte Gaddafis wurde von amerikanischen Medien untersucht. Der Multimillionär ließ am vergangenen Dienstag über seine Sprecherin mitteilen, Mr. Gaddafi würde sich "zurzeit" nicht auf besagtem Grundstück aufhalten.


DER SPIEGEL 40/2009
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