02.11.2009

EU

Notlösung Oettinger

Günther Oettinger ist für den Posten des deutschen EU-Kommissars nur die dritte Wahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewesen. Vor Oettinger habe die Regierungschefin Norbert Röttgen gefragt, hieß es in Kreisen der Union. Röttgen habe es aber vorgezogen, als Umweltminister in die Bundesregierung einzuziehen. Auch bei Roland Koch habe die Kanzlerin nachgefragt. Der hessische Regierungschef habe aber schon vor längerer Zeit signalisiert, dass er in Wiesbaden bleiben wolle. Merkel habe dagegen die Eigenbewerbung von Ursula von der Leyen abgelehnt, von Berlin nach Brüssel zu wechseln, weil es in der Union keinen glaubwürdigen Ersatz für die Bundesfamilienministerin gegeben habe. Merkels Entscheidung für Oettinger als neuen EU-Kommissar kam für viele in der Union überraschend und sorgte insbesondere bei den Europapolitikern für Ärger. Oettingers Expertise in Finanz- und Wirtschaftsfragen ist zwar unumstritten, er verfügt aber über keine nennenswerte Erfahrung mit dem Brüsseler Politikbetrieb.


DER SPIEGEL 45/2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.

Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.

DER SPIEGEL 45/2009
Titelbild
Abo-Angebote

Den SPIEGEL lesen oder verschenken und Vorteile sichern!

Jetzt Abo sichern
Ältere SPIEGEL-Ausgaben

Kostenloses Archiv:
Stöbern Sie im kompletten SPIEGEL-Archiv seit
1947 – bis auf die vergangenen zwölf Monate kostenlos für Sie.

Wollen Sie ältere SPIEGEL-Ausgaben bestellen?
Hier erhalten Sie Ausgaben, die älter als drei Jahre sind.

Artikel als PDF
Artikel als PDF ansehen

EU:
Notlösung Oettinger