Für Umsatzschübe bei einigen Unternehmen sorgen die aktuellen Wetterkapriolen - allen voran bei den Herstellern von Streusalz. Die Betreiberfirma des Bergwerks Borth am Niederrhein, Esco, Tochter der Branchengröße K+S, verdient prächtig an dem anhaltend kalten Winter: Rund 60 Euro kostete die Tonne Streusalz vor Beginn des massiven Schneefalls, nun werden von manchen Anbietern bis zu 140 Euro verlangt. Damit ist das Mittel gegen Glätte auf den Straßen jetzt schon deutlich teurer als der Energieträger Steinkohle. Rohstoffexperten sagen bereits einen Preis von bis zu 200 Euro voraus, sollte die strenge Witterung lange anhalten. K+S ist Deutschlands größter Salzanbieter und einer der Hauptprofiteure des kalten Winters. Der Kurs des Unternehmens stieg vergangene Woche an nur einem Tag um neun Prozent, der Wert des Unternehmens damit schlagartig um 541 Millionen Euro. In manchen Orten wird das Streumittel bereits rationiert, weil es an Nachschub mangelt. Die Bergleute in Borth holen im Dreischichtsystem täglich 10 000 Tonnen aus der Erde, insgesamt fördert Esco in Deutschland im Winter 25 000 Tonnen pro Tag.
DER SPIEGEL 2/2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG.
Dieser Artikel ist ausschließlich für den privaten Gebrauch bestimmt. Sie dürfen diesen Artikel jedoch gerne verlinken.
Unter http://corporate.spiegel.de finden Sie Angebote für die Nutzung von SPIEGEL-Content zur Informationsversorgung von Firmen, Organisationen, Bibliotheken und Journalisten.
Unter http://www.spiegelgruppe-nachdrucke.de können Sie einzelne Artikel für Nachdruck bzw. digitale Publikation lizenzieren.