Immer mehr Firmen setzen iPhones ein, um Mitarbeitern von unterwegs den Zugriff auf E-Mails und Datenbanken zu ermöglichen. Doch die eleganten Geräte sind offenbar riskanter als andere Smartphones, das zeigt ein noch unveröffentlichter Versuch der Tübinger Sicherheitsfirma Syss. Wenn ein iPhone verbummelt oder geklaut wird, können selbst Amateure den scheinbar sicheren Passcode des Geräts leicht knacken und vertrauliche Daten auslesen, inklusive verschlüsselter Passwörter für E-Mail-Accounts. "Ein Angreifer kann mit Software, die im Internet frei verfügbar ist, in kurzer Zeit an die vertraulichen Daten gelangen", sagt Sebastian Schreiber von der Tübinger Sicherheitsfirma. Wichtigstes Hilfsmittel für seinen Testangriff war eine weitverbreitete Jailbreak-Software. Diese ist eigentlich dazu gedacht, das Installieren von Programmen zu ermöglichen, die der Hersteller Apple nicht offiziell zulässt. Das Knacken des iPhone dauerte damit nur wenige Minuten. Der sicherste Schutz: keinerlei vertrauliche Daten oder Passwörter auf dem iPhone.
DER SPIEGEL 6/2010
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