Wer nach der Liebe fürs Leben im Internet fahndet, ist in der Regel weder dümmer noch hässlicher oder schüchterner als andere. US-Forscherinnen haben verheiratete Paare, die sich online kennengelernt haben, mit solchen verglichen, die sich auf konventionellen Wegen gefunden hatten. "Dabei zeigte sich, dass sich beide Gruppen hinsichtlich ihrer persönlichen Eigenschaften und Vorzüge so gut wie gar nicht unterscheiden", berichtet US-Soziologin Alicia Cast von der Iowa State University in Ames. Auch erwiesen sich die Beziehungen der Online-Dater als ebenso tragfähig, harmonisch und liebevoll. Unterschiede dagegen offenbarte die Studie beim Alter der Internetnutzer und bei der Schnelligkeit, mit der sie ans Ziel gelangten: Die Online-Sucher waren bei der Hochzeit im Schnitt 36 gewesen - sechs Jahre älter als die traditionellen Glückskandidaten; und vom ersten Kennenlernen bis zur Heirat hatte es bei ihnen nicht dreieinhalb, sondern nur eineinhalb Jahre gedauert.
DER SPIEGEL 10/2010
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