26.04.2010

FUSSBALLIn dicker Luft

Wer schläft wo in Südafrika - beim Rennen um die besten Mannschaftsquartiere der Fußball-WM geriet die Höhenlage zum wichtigen Faktor. Am Ende haben sich drei Viertel der 32 Teams für Unterkünfte in mehr als tausend Meter Höhe entschieden. Die deutsche Nationalmannschaft wird in Centurion auf 1370 Metern wohnen, Brasilien in Randburg auf 1576 Metern. Bei dem Turnier, das am 11. Juni beginnt, finden 37 von 64 Spielen in mehr als tausend Meter Höhe statt, wo der Luftdruck geringer ist als auf Meeresniveau. Sechs von zehn Stadien liegen auf mehr als tausend Metern über Normalnull. Obwohl die Deutschen ihre ersten beiden Gruppenspiele gegen Australien in Durban und gegen Serbien in Port Elizabeth an der Küste bestreiten, zogen sie das Quartier in der Höhe vor, damit es später keine Probleme mit der Akklimatisierung gibt. Die dritte Partie gegen Ghana findet auf 1700 Metern bei Johannesburg statt. Ganz einhellig sind die Meinungen allerdings nicht. Die Franzosen, Weltmeister 1998 und WM-Zweiter 2006, wählten ein Hotel in Knysna am Noetzie Beach, direkt am Indischen Ozean. Da, wo die Luft dicker ist, könnten sie besser trainieren, heißt es. Die kurze Zeit zur Umstellung auf die Höhe von Bloemfontein (1351 m) etwa, wo die Equipe Tricolore auf Gastgeber Südafrika trifft, nimmt man in Kauf. Die Sportmedizinerin Véronique Billat von der Universität in Evry sagt, auf Meeresniveau schlafe man besser, regeneriere daher schneller und könne intensiver trainieren.

DER SPIEGEL 17/2010
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