Während die Post das Briefporto für Haushalte erhöhen will, hat der Logistikriese die Gebühren für Gewerbekunden gesenkt. Ein erheblicher Teil der Großversender kann seit dem 1. Juli deutlich höhere Rabatte in Anspruch nehmen, die bis zu 16 Prozent der bisherigen Kosten ausmachen. Der Standardbrief kostet für sie im günstigsten Fall nur noch 34 Cent, während Normalkunden 55 Cent zahlen müssen. Nach Ansicht von Wettbewerbern hat das Vorgehen des Postriesen ein einziges Ziel: Im hart umkämpften Geschäftskundenmarkt soll die Konkurrenz mit Dumping-Preisen verdrängt werden. Die Zeche dafür zahlen die Privatkunden, die meist über keine Alternative zur klassischen Post verfügen. Bei der zuständigen Bundesnetzagentur haben die Wettbewerber deshalb bereits entsprechende Beschwerden eingereicht.
DER SPIEGEL 28/2010
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