Straßenbeläge können zur Luftverbesserung beitragen: Ein neues Material soll Schadstoffe aus der Luft binden und den Anteil von Stickoxiden um 25 bis 45 Prozent verringern. Das zumindest belegen Testergebnisse mit einem speziellen Beton, die Jos Brouwers anlässlich seiner Antrittsvorlesung an der Universität Eindhoven vorgestellt hat. "Aus dem Labor kannten wir bereits die Luftfiltereigenschaften unseres Betons", so Brouwers, "aber nun konnten wir beweisen, dass dieses Prinzip auch draußen funktioniert." Stickoxide entstehen bei der Benzinverbrennung und sind schädlich, weil sie an der Bildung von Smog und saurem Regen beteiligt sind. Der Spezialbeton funktioniert durch eine Beimengung von Titandioxid, das die Umweltgifte aus der Luft filtert und unter der Einwirkung von Sonnenlicht zersetzt. Der Luftreinigungsbeton soll auch für den Hausbau geeignet sein oder sich herkömmlichem Asphalt beimischen lassen.
DER SPIEGEL 28/2010
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