12.07.2010

SPIEGEL-GESPRÄCH„Ey, Bruder, da ist Bierhoff dran“

Der Berliner Rapper Bushido über seine Liebe zu Deutschland, die neue Migrantengeneration und darüber, warum die Nationalmannschaft sich ausgerechnet mit seinem WM-Song aufgeputscht hat
Es ist der Tag der widerstandslosen Niederlage gegen Spanien, aber um sechs Uhr am frühen Abend strahlt Anis Mohamed Ferchichi, besser bekannt als Bushido, noch Siegesgewissheit aus. Schon jetzt, zweieinhalb Stunden vor Anpfiff, trägt er sein Deutschland-Trikot. Sami Khedira hat es ihm geschenkt.
Bushido hat ihm dafür ein Lied geschrieben, "Fackeln im Wind" heißt es und handelt davon, dass ganz Deutschland hinter seiner Fußballmannschaft steht und diese nie aufgeben soll. Bushido, Halbtunesier, wuchs in Berlin-Tempelhof auf, später, als Rapper, stilisierte er sich zur bösen Stimme von der Straße. Inzwischen ist er 31, ehemaliger Drogendealer und hat seine Autobiografie veröffentlicht, sie wurde zum Bestseller und von Bernd Eichinger verfilmt.
Bushido wohnt in einer gelbgetünchten Villa im Berliner Süden, dahinten, sagt er, habe früher Gerhard Schröder gewohnt. Die Laube im Garten, dort, wo der Flachbildfernseher auf einem Kühlschrank steht, hat Bushidos Mutter mit Deutschland-Wimpeln geschmückt. Nach
und nach fahren auf dem Hof vor dem Haus sehr breit bereifte AMG-getunte Mercedes vor. Ihnen entsteigen größtenteils arabische Männer, die meisten sind Brüder. Fast alle tragen die weißen Deutschland-Trikots, ein paar haben ihre Söhne dabei, Frauen sind nicht zu sehen.
Je näher der Anpfiff rückt, desto häufiger sagt Bushido: "Spanien, Alter, Scheiße, Mann." Die Zeit nach dem 0:1 verbringt er dann im hinteren Teil des Gartens, weit weg vom Geschehen, rastlos auf und ab laufend, die Arme grimmig vor der Brust verschränkt. Er ist Teil dieses Fußballprojekts, er will nicht verlieren. Nach dem Spiel räumt die Mutter klappernd die Cola-Flaschen von den Bierbänken. Ihr Sohn sitzt noch in seiner Laube, sein Gesicht in den Händen, es gibt keine Lampe, nur der stumm geschaltete Günter Netzer im Fernsehen sorgt für einen Lichtschein.
SPIEGEL: Vielleicht hätten Sie doch nach Südafrika fliegen sollen.
Bushido: Ging nicht, Mann.
SPIEGEL: Wer, wenn nicht Sie, hätte der Mannschaft die gegen Spanien so vermisste Aggressivität einflößen können?
Bushido: Die wollten auch, dass ich komme. Nach dem 4:0 gegen Argentinien, das Spiel war gerade erst zu Ende, alle freuen sich, Maradona hat seinen Zusammenbruch, rief Sami bei mir an.
SPIEGEL: Khedira.
Bushido: Er sagte: "Bushido, du musst jetzt kommen." Er habe das alles schon mit Bierhoff abgecheckt. Und dann rief Bierhoff tatsächlich an. Mein Partner bei dem Song, Kay One, war ganz aufgeregt und sagte zu mir: "Ey, Bruder, da ist Bierhoff dran." Bierhoff hatte mitgekriegt, wie die Jungs in der Mannschaft unseren Song gefeiert haben. Sogar der Bundestrainer hat gesagt: Es sei zwar nicht seine Musik, aber er findet gut, dass die Mannschaft sich damit hochpusht.
SPIEGEL: Wie muss man sich das vorstellen, dieses Hochpushen?
Bushido: Sami meinte, die Mannschaft hört das Lied im Bus und in der Kabine. Und als sie nach dem Argentinien-Spiel gegen ein Uhr nachts im Hotel ankamen, hing dort ein riesiges Poster von mir. Auf dem Bild haben sie mir schwarzrotgoldene Streifen auf die Wange gemalt. Dazu lief mein Song krass laut.
SPIEGEL: Khedira und Sie haben beide einen tunesischen Vater und eine deutsche Mutter. Kommt daher Ihre Verbindung?
Bushido: Nein. Das kommt nur obendrauf. Er war als Fan bei einem Konzert und brachte mir ein Stuttgart-Trikot mit, hintendrauf mein Name und die 7, weil ein Album von mir so heißt. Inzwischen sagen wir "Bruder".
SPIEGEL: Wie kam es zu dem Song?
Bushido: Ich habe Sami angeboten, einen Song für Südafrika zu schreiben, nur für ihn persönlich. Und er sagte: Was, das würdest du machen? Klar, kein Ding.
SPIEGEL: Wie viel Arbeit ist so ein Lied?
Bushido: Ganz ehrlich: alles in allem unter 60 Minuten. Den Text habe ich in 20 Minuten geschrieben. Ich bin durch die Straßen gefahren, habe all die Fahnen gesehen, aus den Fenstern, in den Autos, da schreibt sich so ein Text von allein. Die Beats gehen auch schnell. Und außerdem sollte der Song ja nur für Sami persönlich sein. Er sollte gar nicht veröffentlicht werden.
SPIEGEL: Aber?
Bushido: Sami sagte zu mir: Bombe! Und erzählt Journalisten davon. Eine Woche später steht in der Zeitung: Bushido rappt unseren WM-Song. Die Mannschaft hatte das so entschieden. Sogar der DFB hat ihn abgesegnet.
SPIEGEL: Dass Philipp Lahm Bushido hört, kann man sich nicht vorstellen.
Bushido: Kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber "Fackeln im Wind" ist kein typischer Song. Ich schlüpfe in keine Rolle, ich versuche weder asozial noch politisch korrekt zu sein. Das ist ein Fan-Song.
SPIEGEL: Die WM-Songs scheinen ziemlich genau den Geist der jeweiligen Mannschaft widerzuspiegeln. In der Zeit, als Fußballer noch Oberlippenbart trugen, kamen die Songs von Udo Jürgens, beim Sommermärchen waren es Grönemeyer und Naidoo. Heute haben wir eine Mannschaft, deren Rückgrat Migrantenkinder bilden, wie Sie eins sind. Ihr Song scheint eine logische Konsequenz.
Bushido: Das ist klug analysiert, aber ganz ehrlich: Für uns alle, also ich meine, für uns Migrantenkinder, ist das nichts Besonderes. Natürlich haben wir früher darüber geredet, wo die Väter herkommen, aber das hat keine Rolle gespielt. Wir haben nicht gesagt: Eigentlich kommst du aus Palästina und du aus dem Libanon und der dritte aus der Türkei.
SPIEGEL: Sondern?
Bushido: Wir sind Deutsche. Genauso wie Mesut Özil. Meinen Sie, der hat ernsthaft überlegt, für die Türkei zu spielen?
SPIEGEL: Der Berliner Kevin Boateng spielt auch für Ghana. Der scheint sich anders als Sie nicht so deutsch zu fühlen.
Bushido: Das ist was anderes. Ich kenne Kevin gut. Der hatte beim DFB keine Chance, das war eine reine Karriereentscheidung. Aber der musste auf der Karte erst mal gucken, wo Ghana liegt.
SPIEGEL: Eine Mannschaft mit vielen Migrantenkindern spielt super Fußball, und ein Rapper, den man ebenfalls erst mal nicht für deutsch hält, singt das Lied dazu. Meinen wir das mit multikulturell?
Bushido: Das ist noch gar nichts. Es wird Zeit, dass Deutschland sich auch auf anderen Gebieten, jenseits von Fußball und Pop, wandelt. Wenn wir über Integration sprechen, müssen wir nicht nur über euch Deutsche sprechen, nicht nur darüber, ob ihr uns annehmt. Wir müssen vor allem über die neuen Deutschen reden, die hier leben: Ob die bereit sind, sich zu assimilieren, die Sprache zu lernen, Respekt zu haben.
SPIEGEL: Sie haben mit 14 begonnen, Drogen zu verkaufen, und sind vor Gericht gelandet. Ist das eine perfekte Assimilationsgeschichte?
Bushido: Natürlich nicht. Trotzdem hat mich dieser Umweg über die Kriminalität dahin geführt, wo ich jetzt bin. Mein Drogenhandel war ein halbes BWL-Studium. Als ich verurteilt wurde, hat mich ein sehr wohlwollender Richter vor die Wahl Knast oder Ausbildung gestellt. Ich habe drei Jahre Maler gelernt und bin jeden Morgen um 5.30 Uhr aufgestanden.
SPIEGEL: Fraglich, ob man daraus etwas ableiten kann.
Bushido: Nein. Für die wenigsten geht das so gut aus. Die meisten werden drogenabhängig, kommen ins Gefängnis oder werden sogar erschossen. Ich aber bin heute sehr bekannt und muss nie wieder arbeiten. Als Migrantenkind bin ich ein leuchtendes Beispiel.
SPIEGEL: Lange galten Migranten als Belastung für eine Gesellschaft. Durch Nationalspieler wie Mesut Özil werden sie nun als Bereicherung gesehen.
Bushido: Trotzdem gibt es hier gleich wieder Probleme. Es gibt jetzt Türken, die sagen. "Wir bringen den Deutschen die Seele zurück. Wenn ihr uns nicht hättet."
SPIEGEL: Stimmt nicht?
Bushido: Nein. Mesut Özil ist Deutscher. Vergesst das Gerede von den Wurzeln. So werdet ihr nie in der multikulturellen Gesellschaft ankommen. Die zeichnet sich gerade dadurch aus, dass kein Aufhebens mehr darum gemacht wird, wer irgendwann mal woher kam. Wenn Khedira den Messi ausschaltet, sagt man doch auch nicht: Der Tunesier hat den Messi ausgeschaltet. Das ist altes Denken, interessanterweise kommt das nicht von den Deutschen, sondern eher von den Ausländern. Die sind die Rückständigen.
SPIEGEL: Ihr Vater ist Tunesier, viele Ihrer Freunde sind Araber, Sie haben ein Image als Outlaw gepflegt. Trotzdem wirken Sie patriotischer als die meisten Deutschen.
Bushido: Ich bin unglaublich patriotisch. Ich bin seit meiner Geburt Deutscher und habe mich noch nie anders gefühlt. Früher, als meine Eltern noch zusammen waren, waren wir ein paar Mal in Tunesien. Aber ich kann mich nicht erinnern.
SPIEGEL: Sprechen Sie Arabisch?
Bushido: Ich kann Arabisch. Aber nicht, weil mein Vater Tunesier ist. Sondern weil ich in Berlin aufgewachsen bin. Weil ich hier seit zehn Jahren mit Arabern rumhänge. Ich spreche auch fließend Türkisch. Mein Stiefvater war ja Türke.
SPIEGEL: Sind Sie nie rassistisch angegangen worden?
Bushido: Natürlich gab es Streitereien, und einer sagt dann: Du Scheiß-Ausländer. Ich habe dem Typen dann einfach auf die Fresse gehauen, aber dafür mache ich doch das Land nicht verantwortlich. Außerdem ist meine Mutter auch Deutsche. Deutschland ist ein Top-Land.
SPIEGEL: Ihr Vater hatte hier kein Glück. Er wurde alkoholkrank, nachdem er aus Tunesien kam. Haben Sie ihn mal gefragt, was bei ihm schiefgelaufen ist?
Bushido: Als ich ihn das erste Mal nach langer Zeit wiedergesehen habe, da war ich 18, hatte er gerade einen Alkoholentzug gemacht und musste in der Klinik aufschreiben, was schiefgegangen war. Er hat mir das zu lesen gegeben, damit ich ihn verstehe. Er sagt, dass er sich einsam fühlte, als er in den siebziger Jahren nach Deutschland kam. Aber das war ein anderes Deutschland. Er litt darunter, dass seine Familie in Tunesien war. Ehrlich, ich könnte das auch nicht. Also ist er nach der Arbeit in die Kneipe gegangen. Irgendwann musste meine Mutter ihn verlassen. Er hat sie geschlagen. Ich habe ihn verachtet.
SPIEGEL: Inzwischen haben Sie wieder Kontakt zu ihm?
Bushido: Ja. Man wird für seine Fehler schon genügend bestraft. Wenn man mit 65 irgendwo sitzt und keinen hat, ist das Strafe genug. Da muss ich nicht noch kommen und draufschlagen.
SPIEGEL: Verschafft Ihnen Ihre Deutschland-Liebe eigentlich eine Art Zusammengehörigkeitsgefühl?
Bushido: Ja, aber ich finde es schade, dass wir unser Land kleiner machen, als es ist. Sehen Sie mal, wie gut es uns geht während der WM: nicht wirtschaftlich, ich meine, im Kopf, im Herzen, in der Psyche. Wir sind befreit. Wir können unsere Flagge aus dem Fenster hängen, wir können sie ans Auto hängen. Niemand wird dich blöd angucken oder für einen Nazi halten.
SPIEGEL: Sie haben in einem Song gerappt: "Ich liebe dich, mein Deutschland."
Bushido: Ich habe das genau so gemeint, aber ich wusste natürlich, was für eine Provokation das ist. Anscheinend muss ich nur sagen, was ich denke, und schon ticken alle aus. Auf dem Single-Cover zum WM-Song prangt jetzt der deutsche Adler. Und trotzdem finde ich Rechtsradikale beschissen.
SPIEGEL: Die amerikanische Rapmusik hat sich immer gegen das herrschende System gewandt, ein Aufstand gegen die Idee einer dominierenden weißen Nation.
Bushido: Die Situation der Schwarzen in den USA ist eine völlig andere. Die sind traumatisiert durch die Sklaverei. Das Trauma haben wir Araber oder Türken oder Afrikaner in Deutschland nicht. Im Gegenteil: So sehr, wie wir Einwanderer euch auf der Nase rumtanzen in eurem eigenen Land, da können wir uns nicht beschweren. Ist doch klar, dass wir Deutschland lieben. Wir ziehen euch die Transferleistungen aus den Taschen und haben trotzdem keinen Respekt vor euch Deutschen. Wir halten euch für Kartoffeln, für Opfer. So denken manche. Aber diese Haltung finde ich respektlos.
SPIEGEL: Ihre Freunde, zu denen auch einigermaßen berüchtigte arabische Halbweltleute gehören, sind anders?
Bushido: Die tragen hier alle Deutschland-Trikots! Und schreien sich die Lunge aus dem Leib. In Neukölln in der Sonnenallee gibt es ja den Fall des Libanesen, der sich eine gigantische Deutschland-Fahne ans Haus gehängt hat. In diesem Abschnitt der Sonnenallee gibt es eigentlich nur arabische Läden. Trotzdem hat der Libanese diese Flagge herausgehängt. Und dann kommen Linksextreme oder Autonome und versuchen, sie abzureißen. In der Nacht wird die Fahne abgeschnitten. Der Ausländer muss jetzt vor seiner Deutschland-Fahne Wache halten. Verkehrte Welt.
SPIEGEL: Erinnern Sie sich noch an die französische Mannschaft um Zinedine Zidane, die 1998 Weltmeister wurde? Damals hat man gesagt, die Elf sei ein Beispiel für die gelungene Integration. Zwölf Jahre später ist dieses Modell implodiert. Es brennen die Vorstädte, und die multikulturelle Nationalmannschaft fällt im Streit und Hass auseinander.
Bushido: Wenn es gut läuft, ist eh alles super. Frankreich hat lange Jahre von den Migranten profitiert. Die aber spüren, dass sie nichts mehr haben, auf das sie stolz sein können. Wer seine eigenen Städte anzündet, kann auch nicht für sein Land spielen. Man hat es im Fernsehen gesehen. Gourcuff, der als neuer Regisseur der Mannschaft gedacht war, ein Mittelschichtkind, will ein Interview geben, und von hinten kommen Anelka und Ribéry, die Ghettokids, und deuten Schellen auf seinem Hinterkopf an. Da prallen Kulturen aufeinander, die nie gelernt haben - weder im Land noch in der Mannschaft - zusammenzuleben.
SPIEGEL: Und warum geht das bei den Deutschen? Warum kommt jemand wie Boateng mit Per Mertesacker klar?
Bushido: Egal, wie asozial du bist, du weißt in Deutschland immer noch, an welche Regeln du dich halten musst. Das sehe ich ja an mir selbst. Man weiß, welche Konsequenzen einem drohen. Es ist einem nicht egal. Deswegen brennen hier nicht die Vorstädte. Es gibt diesen Frust in Deutschland nicht. Auch krass asoziale Leute, die ich kenne, machen lieber Raubüberfall oder Einbruch, als Autos anzuzünden. Die wollen Geld verdienen. Wenn asozial, dann profitorientiert. Die kennen das Wort Revolte gar nicht. Wenn der Vater "Ruhe" sagt, dann ist Ruhe.
SPIEGEL: Lange Zeit standen Sie ja genau für diesen Typ böser Migranten. Sie waren derjenige, der sich an keine Regeln hält. Der von Nutten und Gewalt singt. Inzwischen wurde Ihre Autobiografie ein Bestseller, Ihr Leben verfilmt.
Bushido: Selfmade-Millionär, Alter.
SPIEGEL: Sozusagen.
Bushido: Ja, ist so. Das hat sich geändert, und es erschreckt mich etwas. Inzwischen wollen deutsche Eltern, dass ich ein Foto mit ihnen und der neunjährigen Tochter mache. Wahrscheinlich gibt es keinen großen Unterschied mehr zwischen Britney Spears und Bushido.
SPIEGEL: Hat Deutschland sich verändert oder Sie sich?
Bushido: Deutschland natürlich. Das sieht man ja an der Nationalmannschaft. Denken Sie an die Versuche in der Vergangenheit, der Nationalmannschaft einen Farbtupfer zu geben. Gerald Asamoah zum Beispiel, da hatte ich immer das Gefühl, das ist ein Ausländer. Das war nicht gewachsen, das hat nicht gestimmt.
SPIEGEL: Kennen Sie eigentlich diesen berühmten Bolzplatz-Käfig im Wedding, auf dem die Boateng-Halbbrüder oft gespielt haben? Wer nicht Fußballprofi wurde, heißt es, sei nun Drogendealer.
Bushido: Na ja. Die Boatengs sind halt beide Spinner, die hier in der Berliner HipHop-Szene mit dabei waren. Als Fußballer finde ich sie super, beide. Auch Jérôme bei den Deutschen: Bombe. Allein schon, wie der läuft. Wie ein Leichtathlet.
SPIEGEL: Einige deutsche Fußballer strahlen ja inzwischen eine gewisse Lässigkeit aus, das ist auch neu.
Bushido: Ganz ehrlich: Sami Khedira ist mir manchmal schon zu cool. Ich will mit dem über Fußball reden. Aber der interessiert sich einfach nicht dafür. Dann schickt er mir ein Foto von einem Mädchen und fragt: "Guck mal, wie findest du denn die? Ich glaube, ich werde mich mal mit der verabreden." Ich sage: "Alter, bist du bescheuert? Morgen spielt ihr gegen Argentinien!" Die benehmen sich wie im Freibad, gucken den Mädchen nach, und dann gehen sie auf den Platz, buddeln den Argentiniern eine Betongrube und werfen sie rein.
SPIEGEL: Am Ende hat es nicht ganz geklappt.
Bushido: Für mich war die WM da vorbei. Hätte ich jetzt Spanien-Fan werden sollen, oder was?
SPIEGEL: Bushido, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.
Das Gespräch führte der Redakteur Philipp Oehmke.
Von Oehmke, Philipp

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