Die "Berliner Zeitung" zum SPIEGEL-Gespräch "'Ich bin nicht Kanzlerkandidat'" mit SPD-Chef Sigmar Gabriel über seine Skepsis gegenüber der Linkspartei (Nr. 27/2010):
Die Absage kam prompt. Der Vorschlag der Linken, zu einem Oppositionsgipfel zusammenzukommen, sei ein "Offenbarungseid und Ausdruck äußerster Hilflosigkeit", sagte der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel bereits am Sonnabend. Anschließend legte er im SPIEGEL gleich nach. "Ich werde die Partei Kurt Schumachers nicht in ein Bündnis mit einer Partei führen, die ein ungeklärtes Verhältnis zum DDR-Unrecht und zum Parlamentarismus hat", argumentierte der SPD-Chef gegen das Ansinnen der Linken.
Die "Lausitzer Rundschau" zum SPIEGEL-Bericht "Stasi - Form der Willkür" über Geheimdienstaktivitäten von Sportfunktionären und Trainern der ehemaligen DDR (Nr. 19/2010):
Laut Stasi-Bezirksverwaltung Cottbus waren 1982 im Sportclub und in der Kinder- und Jugendsportschule (KJS) Cottbus insgesamt 44 Spitzel im Einsatz … Einer davon war Bodo Krocker … Seine Erfassung als IM "Wartburg" belegen Klar- und Decknamenkartei sowie die Auskunft Bespitzelter, in deren Opferakte "Wartburg" auftaucht … Die Landesärztekammer hatte von der IM-Verstrickung Krockers erst vor wenigen Wochen durch den Bericht im Nachrichten-Magazin SPIEGEL erfahren. Zurzeit bemüht sich die Kammer nach Auskunft ihres Justitiars, Beweismaterial dafür zu bekommen. Erst dann sei eine Prüfung berufsrechtlicher Konsequenzen möglich.
Die "Süddeutsche Zeitung" zum SPIEGEL-Gespräch ",Schlichte Utopie'" mit Bildungsforscher Jürgen Baumert (Nr. 24/2010):
Nun ist Baumert, der in diesem Jahr 69 Jahre alt wird, emeritiert worden, und das Max-Planck-Institut ehrte ihn mit einem großen Festakt … Baumert hat sich bemüht, nicht in bildungspolitische Scharmützel hineinzugeraten; er hat sich erfolgreich gewehrt gegen Versuche der Vereinnahmung und allzu vereinfachende Interpretationen seiner Daten. Aber so ganz heraushalten konnte und mochte sich Baumert dann auch wieder nicht. Gerade erst ließ er die schwarz-grünen Schulreformer in Hamburg per SPIEGEL-Interview wissen, dass er wenig davon halte, in einem großen, riskanten Kraftakt die Grundschulzeit auf sechs Jahre zu verlängern und damit den Gymnasien die beiden ersten Schuljahre zu entziehen.
DER SPIEGEL 28/2010
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