DER SPIEGEL



EXZENTRIKER

Das Fabeltier von Feldafing

Von Skasa, Michael

Berserker, Schriftsteller, Maler, Verleger, Sammler: All dies und mehr ist Lothar-Günther Buchheim, der diesen Freitag 80 Jahre alt wird. Immer noch plant der Unverwüstliche - neben anderem - ein Museum und seine Autobiographie. Von Michael Skasa

Skasa, 56, ist Rundfunkjournalist und Autor. Er lebt in München.

Viele glauben, Buchheim sei so berühmt, weil er immerzu faucht, flucht und um sich drischt: Sancho Pansa, Don Quichotte und Windmühle in Personalunion; der unheilige Buchheim selbdritt, ein gottbegnadeter Schachtelteufel und Eléphant terrible. So wirkungsstark als Wutspritze, daß kaum jemand fragt, was eigentlich seine Wut erregt habe und weshalb er so spritze. Weil er fast immer recht hat und meist im Recht ist, und diese Rechthaberei wieder geht jedem auf den Keks oder gar ans Eingemachte.

So sitzt er seit Jahrzehnten auf einem riesigen Schatz, den er wie wild stiften möchte und den alle haben wollen. Doch pfeifen sie ihn an und aus, hänseln, gängeln, schurigeln ihn, wollen ihn übern Tisch ziehen oder untern Tisch treten, mit Dreck eindecken, ihm vorschreiben, wie er zu stiften und selber dabei stiften zu gehen habe, sprechen voll Gier von seinem Geiz, voll Zorn über sein Ungestüm, voll Neid von seiner Sammelvöllerei und voll Wollust von seiner Hoffart.

Um Buchheim tanzen sämtliche Todsünden im Reigen, und er gibt den Tanzbärenmeister und fidelt ihnen auf und prügelt ihre Bälger und ärgert sich tot, daß er seine Zeit verschleißen müsse mit Arschlöchern, Spießerkretins und Gullyratten - Zeit, die er dringend brauche, um noch all die Bücher zu schreiben, die schon zu drei Vierteln fertig seien oder in Aberdutzend Leitzordnern hinter ihm stünden als Materialgebirge und halbgare Skizzengefilde; Zeit, hier noch was Tolles zu entdecken und einzukaufen, billig natürlich (teuer kann jeder), da einen Trend vorherzuschnuppern und in Bewegung zu bringen ... und noch einen Roman über Schiffsreisen müsse er schreiben (der über das Atomschiff "Otto Hahn" sei schon gewaltig im Schwellen, Hunderte Seiten schon fertig), ach soviel warte darauf, von ihm beschrieben, gemalt, fotografiert und ersonnen zu werden, allein schon die autobiographischen Bände, die durch seinen Schädel rumorten! "Der Fehler liegt darin, daß ich mein Dasein auf mindestens 200 Jahre angelegt und auch danach gelebt habe. Und dann bin ich über Nacht, wirklich über Nacht, alt geworden. Das ist die Scheiße."

Da sitzt er in seinem Bau, am Arbeitstisch, der übervoll ist von Büchern, Notizen, Krimskrams, Staub und Kunststückchen, obenauf das Taschentonband zum Einflüstern rascher Gedanken und zur Gegenkontrolle bei Interviews; in den Regalen außenrum die Aktenordner (auch auf dem Boden natürlich), die Kunst- und Quatschmitbringsel aller Welt, aus Kaufhäusern Chi-nas und afrikanischen Krals: Masken, Puppen, Blech, Holz, Porzellan, mal fingergroß und kostbar, mal riesig und bloß köstlich. Kitsch, Kunst, aber nie Konvention.

Die über hundertjährige Villa (mit 3000 Quadratmeter Gartenwiese, Bäumen und Bach) ist gefüllt mit Wunderdingen wie eine Mastgans, wie ein großer, bunter Vogel Rock. Keine Waagerechte ohne Blechspielzeug und Glaskugeln drauf, kein Wandstück einfach frei und weiß - weiß ohnehin nicht: "Seit wir hier wohnen", und das sind mehr als 40 Jahre, "haben wir nicht mehr gestrichen." Wozu auch und wie auch? Bild an Bildchen, Votivbrüste aus Silberblech, Hinterglasheilige, steinalte Zirkusplakate, ein herrliches Picasso-Pastell dazwischen, Vlaminck und Beckmann in Öl neben javanischen Ledermarionetten, Dämonenmasken und aus Körperhaaren gebastelten Bildern. In den Stübchen und Kammern, auf Stellagen, Simsen und Borden tausend Figürchen und Sächelchen, Snuffbottles, Teepüppchen, Krippenfiguren; Volkskunst und Hofkunst, und mittenmang Bauchrednerpuppen und Kirchenorgeln; überall stolpert der Gast über Holzkarussellpferde, und noch auf dem Klo sitzt ihm dräuend ein schwarzer Marionettenmann im Weg. Sehr wertvoll - ganz wertfrei, aber immer so witzig, so zierlich, so kunstvoll schön, daß der Begriff "wertlos" selbst jeden Wert verliert.

"Sein Periodenbau besteht aus lauter kleinen Stübchen, die manchmal so eng sind, daß, wenn eine Idee dort mit einer anderen zusammentrifft, sie sich beide die Köpfe zerstoßen; oben an der Decke sind lauter Haken, woran er allerlei Gedanken hängt, und an den Wänden sind lauter geheime Schubladen, worin er Gefühle verbirgt", schrieb Heinrich Heine einst über Jean Paul. Die holzgetäfelten Wände im Eßzimmer, ursprünglich düstre Paneele, hat Buchheim mit einem Freund gleich nach Erwerb ausgemalt und mit bunten Papieren beklebt, Kassette neben Kassette, in ein, zwei Tagen, seitdem sitzt man in heiter luftigen Zirkusszenerien, sitzt an liddrigen Sperrmüllmöbeln - von der tuchenen Tischlampe baumeln Perlenketten der Südsee, ein silbergeschuppter Fisch, rosenkränzliches Geschling: Kunst und Kram selbst hier - und auf dem Tisch Gemüsesuppe mit Würstchen, zum Nachtisch Aldi-Lebkuchen; so freut man sich eines aus allen Nähten drängenden Lebens. Dann öffnet, unter Buchheims Protestgebrumm, Frau Diethild die hundertste Türe: das Bad. Und man sieht einen Himmel glitzernder Gartenkugeln von der Decke hängen, nur Silber und Gold. Da lacht Frau Buchheim spitzbubenrauh aus der Kehle, und Buchheim grummelt verschärft.

Ja, die Glaskugeln! In ihrer massiv gefüllten Standform heißen sie Paperweights, Briefbeschwerer in Tennisballgröße. Glasbläserartistik mit Wundern und Träumen im Inneren des Glases. An die dreitausend, aus Murano, Baccarat und von überall her, haben sie beide gesammelt, nun decken sie Tischplatten in Doppelschichten zu, nun quellen sie in den alten Kastenfenstern wie Schüttgut hoch (und würden jedem Einbrecher entgegenprasseln wie Erbsen den Heinzelmännchen zu Köln). Ach ja, sagt Buchheim, ein paar Millionen hängen und stehen hier sicher noch rum - aber wo in Feldafings Villen wäre das nicht? Der Großbesitz, die paar hundert Bilder des Expressionismus, die machtvollen Glanzwerke in Öl, die Druckgrafiken der Moderne, die sind seit langem in den Tresoren des bayerischen Staates gebunkert. 200 Millionen sollen sie wert sein. Wie schafft man das, wie rafft man das?

"Ich grapsche alles zusammen wie ein Eichhörnchen", sagt Buchheim, und er grapscht dann, wenn es preiswert ist oder praktisch gar nichts kostet, weil niemand außer ihm ahnt, was es wert ist. Er hortet, stapelt, sammelt: ein Besessener, gequält nur von der Endlichkeit der Tage, der Dummheit um ihn her und all den Dreistigkeiten, vom Geschwätz kleiner Schweinehunde und monströser Trottel. "Man kann mit Brunnenfröschen nicht über den Ozean reden", sagt er, und ein Reigen von Gegnern zieht an ihm vorbei, die dummdreisten Museumsdirektoren, faulfrechen Politikersäcke, neidhammeligen Mitbürger, der Krakeel von Nazi-Seelen: "Ich halte mich für ein Lämmchen", sagt er, wenngleich mit hustendem Lachen. An einen Hammel denken die Gegner.

All dies zu erraffen habe wohl große Ellbogenkraft gebraucht, giftete einst eine beklunkerte Dame in seiner Expressionistenausstellung, und er: "Wie wär's, gnä' Frau, wenn Sie's mal mit Arbeit versuchten?"

Zwölfjährig fing er mit Linolschneiden an (der Kammerfußboden mußte dran glauben); die Drucke des Dreizehnjährigen könnten heute in jeder Galerie reüssieren: Bravourös beherrschte er das Schwarzweißspiel aus Licht und Schatten in seinen Szenen der Zirkus-, Straßen- und Arbeitswelt, aus der stiefväterlichen Eisengießerei bei Chemnitz, deren Konkurs ihn ins Internat brachte, weg aus dem häuslichen Chaos und von der malenden Mutter. "Ich war ja der einsamste Mensch der Welt und hab' eine wahnsinnig unglückliche Kindheit gehabt." Während die anderen Faustball spielten, bastelte er an Vasen, Ketten, Pappfiguren: "So verdiente ich meine Pfennige, und wenn zwei Mark beisammen waren, trug ich sie auf die Bank."

Er war ein zeichnendes Wunderkind, bekam eine erste Ausstellung, und man schrieb über ihn Artikel. Er wiederum schrieb, damals gerade 17 Jahre alt, für drei Zeitungen gleichzeitig Reportagen, saß anderntags auf der Schulbank, bekam alle Stipendien, hielt alle Reden, gab zu Hause Geld ab, war Tanzstundenvorstand und gleichzeitig Sächsischer Gaumeister im Schwergewichtsringen.

Mit 13, 14 war er schon durch Deutschland geradelt, von einem Museum zum anderen, hatte Geschichten geschrieben und illustriert, selbständig in allem. Nach dem Abitur Italienreise, dann allein die Donau abwärts gepaddelt bis ins Schwarze Meer, er sah, er zeichnete und lernte, brachte sich durch. Und schrieb sein erstes Buch darüber: "Tage und Nächte steigen aus dem Strom". 1939 Kunststudium, Kriegsberichter in Wort und Bild, mit Fotoapparat, Kohle und Tusche - und mit der Gier, alles selbst zu erleben, auch die U-Boot-Bedrängnisse.

Sein spät erst geschriebenes Buch über "Das Boot" klingt so authentisch, weil es authentisch ist in jedem Kapitel, jedem Furz. Weit über dreimillionenmal wurde es weltweit verkauft und ist noch immer "ein Renner", und in Amerika, sagt Buchheim (und die Stoppeln seines Piratengesichts wippeln), "da bin ich bekannter als Grass und Böll". Auch das nach weiteren 20 Jahren nachgeschobene Weltkriegsepos "Die Festung", von 6000 auf 1500 Seiten kondensiert, stieg trotz des Dreipfünder-Bleigewichts zu Bestsellerhöhen auf, und Buchheim beschied jeden, der wissen wollte, wie er nun auch noch "diese Schwarte" geschrieben habe, knapp: "Mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger und mit etwa tausend Kugelschreibern." Aber warum? Da schlug er sackgrob im Landserjargon zurück: Weil es langweilig werde, "tagelang zu wichsen". Kapiert?

Einer wie er hat nichts zu verschleudern. Als er nach dem Krieg Kinder zeugte, mußte auch das so rasch gehen, daß er dazu zwei Mütter benötigte, eine aus Frankreich, eine aus Bayern. Das war, als er in München (aber auch in Paris) Kunst studierte, als er in Feldafing billig logierte und aus Sperrholz aberhundert Zirkusfiguren sägte und Hinterglasbilder malte für seine flink gegründeten "Kunsthandwerklichen Werkstätten", womit er diesmal seine "Pfennige verdiente". Markstücke brachte ihm eine andere Kunst: er stopfte Hammelkeulen (die hierzulande verpönt und spottbillig waren) in seinen alten Seesack und verkloppte die Delikateß-Gigots in Paris, besuchte Léger und Braque in deren Ateliers und brachte ihre Bilder im Sack nach Frankfurt, wo er eine Galerie betrieb.

Weil aber die französische Moderne den Deutschgearteten noch recht unbekannt war, mußte er natürlich gleich ein paar Monographien schreiben über Dufy, Picasso, Braque und danach über diese entarteten Deutschen, den Beckmann, den Klee, Otto Mueller und die gesamte Künstlergemeinschaft "Die Brücke", darunter Standardwerke bis heute, und sie machten ihn zum Doktor, zum Professor gar. Insgesamt schrieb er drei Dutzend Bücher. Wo aber sollte er die und dazu all die Kataloge seiner Galerieausstellungen drucken? Na, wo wohl? Bei sich zu Hause, im "Buchheim Verlag Feldafing". Versteht sich, daß der rasch reüssierte, denn Buchheim layoutete, druckte, schrieb das meiste selbst, und Frau Ditti fuhr anfangs die kunterbunten Werke portionsweise in die Buchhandlungen: Kunstbände, Kalender, Gagbroschüren, Kinderbücher, Postkarten und Poster (die er selbst schrägschrill färbte).

Staunend stand er zwischendurch in Auktionen, wo kein Mensch Interesse zeigte an den aus Verstecken auftauchenden Expressionisten. Selbst für 300 Mark wollte keiner einen Heckel, Kirchner, Schmidt-Rottluff, die Maler seiner sächsischen Kindheit und Heimat (Rottluff ist ein Vorort von Chemnitz). Buchheim "kaufte oft nur aus Wut, weil keiner von den Museumsherren die Hand hob". Viele Äppel, viele Eier gab er dafür her, und heute soll das 200 Millionen wert sein - und die Leute fragen mißlaunig, woher er das eigentlich habe. Wer die Buchheim-Factory kennt, Ditti und Lothar-Günther, weiß, daß beiden das Finden und Sammeln höchste Lust ist und daß Schampus und Kaviar doch nur unten wieder rauskämen; Emil Nolde aber, der bleibe.

Von Pariser Flohmärkten schleppten sie Gallé-Vasen, als Jugendstil noch verachtet war, sie horteten Mappenwerke und hundertjährige Zeitschriften. Und er druckte zu Haus das Schönste, Skurrilste daraus ab und machte Texte dazu: Aubrey Beardsley, Grandville, die chinesischen Farbholzschnitte und die Grotesk-Annoncen der Jahrhundertwende - alles, was uns vor vier Jahrzehnten plötzlich überall ins Auge fiel als Wandschmuck und auf Postkarten, Buchheim hat es aufgespürt und verbreitet.

"Ich sehe was, was du nicht siehst", würde er seine Autobiographie betiteln. Ob er die noch schafft, wo er doch nichts wie Trouble hat nach allen Seiten? Mal hatte ihm die Gemeinde unerlaubt die Bachauenlandschaft verwüstet, mal kämpfte er gegen die Kirchenglocken zur Nacht (und versprach jedem eine Uhr, der noch keine habe): Er bekam immer recht, und vielleicht ist es ja so, daß all die Zankereien und Prozesse seine Berserkerkräfte erst richtig laden?

Dreizehn Jahre lang zerrte ihn wegen seines schon fertigen Prachtbandes über den "Blauen Reiter" die gegen Gabriele Münter eifersuchtsrasende Kandinsky-Witwe Nina von Prozeß zu Prozeß, bis er letztgültig verlor und das Buch nicht mehr verlegt werden durfte. Davor schon hatte er sein Spaßbuch "Die Kunst, Witwen zu verbrennen" herausgebracht. Nina wurde später mysteriös ermordet, Buchheim verwies auf sein Alibi.

Seit einem Vierteljahrhundert müht er sich ab, seine Sammlungen der Öffentlichkeit zu stiften, also ein schönes Museum für sie zu bekommen - die Odyssee dieser Unruhestätte der Künste, das Gezerr und Tricksen von Politikern und Galeriedirektoren ist landesweit bekannt, verlacht und umzürnt: Fast immer stellte sich (von Chemnitz bis Duisburg, von Berlin bis München) heraus, daß allen nur an den fetten Ölstücken und schlanken Grafikblättchen gelegen war, keinesfalls an den gläsernen, hölzernen und keramischen Trouvaillen, auch nicht an den großartigen Holzbildhauereien sträflich unbekannter Zeitgenossen, die Buchheim bislang in Pavillons und Nebenhäusern szenisch gruppiert hat. "Jeder will bloß die Flachware an seine Wände knallen, also ein Bilderleichenschauhaus einrichten - aber nicht mit mir!"

Buchheim besteht auf seinem "Museum der Phantasie", worin sich die Kunst mit dem Handwerk mischt, das Handgreifliche mit dem Geistigen, so wie es einst auch die Maler angeregt habe. Schließlich ist er selber gelernter Maler, von Kindesbeinen an, von der Pike auf.

Nachdem seine wildgewordenen Feldafinger jede Kunstzumutung per Bürgerentscheid abgeschmettert hatten, wird das Museum nun - und wohl tatsächlich - zwölf Kilometer weiter in Bernried, am Ufer desselben Starnberger Sees, erbaut, mit all der Vielfalt von Negermasken und Max Beckmann, von Paperweights, Picasso und den "Brücke"-Malern: ein Museum ohne erhobenen Zeigefinger, doch für erhobene Blicke. Jetzt schon amüsiert sich der Stifter ingrimmig über die verunsicherten Kunstexperten, wenn sie dann vor seinen Sachen stehen und nicht wissen, "ob das jetzt 5 oder 50 000 wert" sei. Wenn wir aber Glück haben, findet sich gar eine Vitrine für die hinreißend witzigen und listig versponnenen Klebebilder der Diethild Buchheim, ihre "Blätter-Menagerie" von atemverschlagender Apartheit: fabelhaftes Getier, collagiert und auf Papier geklebt aus Gräsern, Moosen, Laubblättern - möglicherweise Kunst.

Dann werden also die von den Feldafingern so gehaßten Besuchermassen dennoch durch ihr Dorf fahren, um Bernried zu erreichen; das gönnt er denen. Das läßt ihn bronchial auflachen: welch ein Leuchtblick im verdusterten Abtrieb des Lebens! Da sitzt er, grämlich, weil er seine Kraft zum Zürnen im Schwinden fühlt, sitzt wie immer in Bequemcord und Gebrauchswolle, am Ellbogen geledert, und schaut durchs große Fenster. Dies beschissene Altsein! Zwei Infarkte, eine Embolie, Herzschrittmacher, ein ruiniertes Auge, zum Kotzen. Und noch soviel zu tun! Und schon das dritte Hüftgelenk, Titan wenigstens dies noch.

Einst, als er, einen frisch ersteigerten Beckmann unterm Arm, die Londoner U-Bahn betrat, habe ihn ein älterer Herr angesprochen: "May I help you, Sir, you are in no condition." In no condition, er! Eine richtige Scheiße sei das. Jetzt müsse er zügig sein nächstes Buch beenden: "Waterloo Station", das Buch all seiner Niederlagen. Es sei beinah fertig.


DER SPIEGEL 6/1998
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