Wenn ich den aufgehetzten Mob sehe, der täglich in den Straßen meiner Heimatstadt aufmarschiert, randaliert und nach einem "Bürgerentscheid" verlangt, wird mir angst und bange. Entscheidungen dieser Leute möchte ich nicht unterworfen sein. Da sind mir unsere gewählten Abgeordneten allemal lieber, auch wenn sie ab und an Entscheidungen fällen, die viel Geld kosten. Dies ist der Preis für Freiheit und Wohlstand, und den zahle ich gern.
Stuttgart Uwe Flammer,
Nach der Lektüre des Artikels ist man immer noch nicht über eines der wichtigsten Argumente der Gegner des Projekts informiert, nämlich dass die kostbaren Stuttgarter Mineralquellen durch einen unterirdischen Bau gefährdet sind.
Madrid Beatriz Victoria,
Baut die Schnellbahnstrecke von Ulm doch an Stuttgart vorbei mit ICE-Haltepunkt am Flughafen Stuttgart. Dann können die Stuttgarter, die ihren (topografisch) beschränkten Horizont verlassen wollen, von ihrem alten Bahnhof nach Echterdingen fahren, um Anschluss an die Moderne zu bekommen.
Kirchlinteln (Nieders.),
Gerhard Mewes
Man erfährt zwar, welche Kleidung die Kritiker des Projekts tragen, aber nichts über die inhaltlichen Gründe gegen das Projekt. Dass unabhängige Gutachten zum Ergebnis kommen, dass der projektierte Bahnhof nicht leistungsfähiger sein würde als der jetzige, wird verschwiegen.
Stuttgart Prof. Bernhard Haas
Sie erwähnen zu Recht, dass Stuttgart allerlei Erfindungen hervorgebracht hat. Sie übersehen aber, dass Schwaben sich immer dann für eine Idee begeistern, wenn sie von deren Nutzen überzeugt sind. Sind sie es nicht, dann sind sie auch mit den besten Werbeargumenten nicht vom Gegenteil zu überzeugen. Diese schwäbische Eigenschaft ist quasi die Grundlage dafür, warum diese Region wirtschaftlich so erfolgreich ist.
Ludwigsburg (Bad.-Württ.) Kim Schicklang,
Ja, es wird viel Geld verbaut werden, aber man muss das mal über die Jahrzehnte bewerten, die dann ins Land gehen, bevor eventuell wieder eine Veränderung kommt. Der Gewinn für Stuttgart und die Region wird gewaltig sein.
Hanau (Hessen) Volker Rahm,
DER SPIEGEL 36/2010
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