Die Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Winterspiele 2018 in München und Garmisch-Partenkirchen will die Bevölkerung für die zuletzt stark kritisierte Kampagne gewinnen. Vergangene Woche unterschrieb der Chef der Olympiabewerbung, Willy Bogner, einen Vertrag mit der Münchner Sportmarketing-Agentur Pilot. Das Unternehmen soll nun in der Öffentlichkeit ein "Wir-Gefühl" erzeugen, unter anderem durch Werbeauftritte von Sportgrößen wie den Skistars Maria Riesch und Felix Neureuther. Zuletzt formierten sich vor allem in Garmisch-Partenkirchen Olympiagegner. Zahlreiche Grundbesitzer in der Marktgemeinde weigern sich, Wiesen für notwendige Olympiabauten zu verpachten. Eher schleppend verläuft die Suche der Bewerbergesellschaft nach Sponsoren. Die Deutsche Telekom sagte ab, weil sich der Konzern auf die Fußball-WM der Frauen im kommenden Sommer in Deutschland konzentrieren will. Die Deutsche-Post-Tochter DHL versprach zwar, ein Engagement zu prüfen, weitere Gespräche gab es bislang jedoch nicht.
DER SPIEGEL 36/2010
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